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Hundeforum Der Hund
Awewy

Traumatisches Erlebnis - und nun?

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Guten Abend, 

 

Ich bin gerade etwas verzweifelt...und vielleicht noch bisschen arg durch den Wind. Also verzeiht, wenn das 'n bisschen wirr hier wird.

 

Ich hatte heute mit meinem Rüden ein unschönes Erlebnis. Wir wurden auf unserer Gassirunde von einem Auto angefahren. 

Letztendlich hielt das Auto vor uns und gab dann Gas... so, dass er uns "anrempelte" und nach hinten schob. Zum Glück konnten wir uns auf den Beinen halten. 

 

Zudem hat der Idiot nur mich erwischt, nicht meinen Hund. Zum Glück.

Aber mein Schreien, dass er anhalten soll und das Klopfen auf seine Karosserie, mit meinen ganzen Emotionen das war wohl dann doch sehr aufwühlend. 

 

Er zitterte und war sehr verunsichert, ängstlich. Zum Glück sitzt das Geschirr 1a. 

 

Zuhause angekommen, Alles recht schnell beruhigt. Runtergekommen.

 

Jetzt bei der letzten Gassirunde für heute. Bei jedem Auto(geräusch), Jeder Mensch der uns entgegen kam, zog er massiv an der Leine, zittern.

So kannte ich ihn noch nicht. Er ist eigentlich stets ein Selbstbewusster Kerl. 

 

Meine Lebensgefährtin sagt, Ich solle mich beruhigen. Das sei erst alles heute passiert. 

Ich habe jedoch Angst, es mit meinen Reaktionen auf seine Angst es zu verschlimmern. 

 

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, wie ich auf seine Angst reagieren sollte/Könnte. 

Wir Leben in der Stadt, wir können Autos nicht ausweichen, bzw. Wäre das wohl eh total falsch.

 

Ich will mein Macho wieder zurück. 

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Aufstehen - Krönchen richten - weiter laufen

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es ist denke ich ganz normal, dass ihr beide einen Schock habt! Vielleicht kann deine Freundin die nächsten male mit ihm Gassi gehen? Sie strahlt vermutlich im Moment mehr Ruhe aus...

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Toller Tipp.... 

 

 

Natürlich geht es weiter.

Natürlich werde ich jetzt nicht krampfig mit ihm durch die Gegend rennen und alles meiden.

 

Aber wie reagiere ich wenn er weiterhin so starke Angst zeigt. Ignorieren? Beruhigen? 

Gezielt an die Straße stellen und den Verkehr an uns vorbei rauschen lassen, dass er merkt es passiert nichts? 

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vor 4 Minuten schrieb Kaskalina:

es ist denke ich ganz normal, dass ihr beide einen Schock habt! Vielleicht kann deine Freundin die nächsten male mit ihm Gassi gehen? Sie strahlt vermutlich im Moment mehr Ruhe aus...

 

Hm, ja...mal sehen ob das umsetzbar ist. Das dachte ich mir auch schon. 

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War das mit dem Auto jetzt absichtlich?

Polizei usw?

 

Ich würde spontan sagen: verarbeite du es doch erstmal, bevor du an den Hund denkst.

 

Der wird eventuell "lediglich" deinen emotionalen Ausbruch (Schrei usw) mit "Auto" verknüpft haben, da er selber ja gott sei dank vom Auto direkt nicht erwischt wurde. 

 

Vermutlich reicht es da schon, dass ihr in Zukunft einfach wieder völlig neutrale Situationen mit Autos erlebt.

 

Ob ich ein gezieltes Training, also ein forciertes Aufsuchen von Autos etc, in diesem Fall anstreben würde, hinge vom Grad der Verunsicherung beim Hund ab.

Wenn der droht auch die nächsten Tage immer stärker auf Autos zu reagieren, während das Gegenteil der Fall sein sollte, würde ich das in Angriff nehmen. 

 

Bis dahin würde ich einfach normal/neutral agieren. Nix forcieren. Und vor allem: mich selber wieder entspannen.

Ist nämlich verständlich, dass das beim Zweibeiner auch nen Moment dauert.

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Nicht ganz das selbe... aber ich hatte ein Erlebnis mit meinem Mali-Rüden damals..  aber vielleicht auf Dein Erlebnis umsetzbar.

 

Wir waren auf dem Feld spazieren. Ein Velofahrer kam uns entgegen. Der Weg war eng, also stand ich mit ihm zur Seite auf die Wiese, hatte ihn im "bei-Fuss", sitzend bei mir. Der Velofahrer passierte uns und währenddessen kickte er mit dem Fuss Richtung meines Rüden und fluchte über Hunde. Er erwischte ihn und mein Rüde wollte natürlich reagieren. Wie es so ist; aus einer Aktion resultiert zwangsläufig eine Reaktion. Ich konnte ihn aber ins "Platz" befehlen (Platz hatten wir so trainiert, dass alles was sich allfällig im Maul befindet losgelassen werden muss und er sich hinzulegen hat). Der Velofahrer machte sich aus dem Staub. Ich kochte innerlich... mein Rüde schien sich das leider gemerkt zu haben.

 

Jetzt bei jedem Spaziergang spannte er schon und war auf dem Sprung wenn er einen Velofahrer von weitem erblickte. 

Für mich so natürlich immer ein Spiessrutenlauf und so  konnte es nicht weitergehen. Also unternahm ich "Gegenmassnahmen". Ich selber nahm das Rad und liess den Hund nebenher rennen. Klappte eigentlich gut. Kollegin kam mit, sie kannte den Hund. Sie schob das Rad neben uns her... während des Spazierganges... das Rad war zwischen ihr und dem Hund. Ab und zu gab sie ihm ein Leckerli. Anfänglich reagierte er recht aggro. Das legte sich dann. Nach einigen Malen steigerte ich dies, indem ich nicht mehr die Kollegin mitnahm sondern fremde Radfahrer anquatschte und ihnen die Situation erklärte. Die meisten halfen mit, indem sie einmal das Rad an uns vorbeischoben, und anschliessend zwei mal an uns vorbei fuhren.  Und jedes mal machte ich eine Riesen "Party" wenn er keine Reaktion zeigte. So verging die Aggression relativ schnell und er reagierte zukünftig wieder gar nicht bei Velofahrern.

 

Ich würde an Deiner Stelle wohl die nächsten 2-3 Tage die Freundin mit dem Hund  Gassi gehen lassen, bis der Schock aus meinen Gliedern wäre. Dann würde ich eine  Kollegen bitten mit dem Auto auf uns zuzufahren und den Rüden ohne Emotion/Reaktion zum Auto nehmen an der Leine, den Kollegen begrüssen und diesen ihm ein Leckerli geben lassen. Wenn er sich stäubt, dann mit mir selber reden, wow.. so ein cooles Auto.. wow.. und Schritt für Schritt auf's Auto zu gehen... denn der Hund merkt ja dann.. Moment mein Herrchen findet das Auto cool.. ich muss auch mal gucken gehen... 

so habe ich es beim Malirüden gemacht... man kommt sich zwar bescheuert vor, aber egal... wenn er die Mülltonne die neu am Wegrand stand verbellte oder Vermeideverhalten zeigte.. ich sagte dann wirklich immer .. wow so cool... ne Mülltonne.. bewegte mich darauf zu... und berührte die Tonne... nach einer Weile kam er dann immer zum verbellten/vermiedenen Gegenstand, schnüffelte und merkte dann immer: Wow! Ist ja nix grausiges oder schlimmes!- Denn er vertraute mir ja! 

 

Vielleicht lässt sich da für Dich eine Übung oder so draus machen!?

 

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vor 51 Minuten schrieb Awewy:

Toller Tipp.... 

 

 

Natürlich geht es weiter.

Natürlich werde ich jetzt nicht krampfig mit ihm durch die Gegend rennen und alles meiden.

 

Aber wie reagiere ich wenn er weiterhin so starke Angst zeigt. Ignorieren? Beruhigen? 

Gezielt an die Straße stellen und den Verkehr an uns vorbei rauschen lassen, dass er merkt es passiert nichts? 

 

Ich würde nicht versuchen ihn bewusst zu beruhigen. Daran merkt er doch dass es etwas schlimmes sein muss. Versuch ihm Sicherheit zu geben indem du ruhig und entspannt bist. Sofern das von deiner Seite momentan geht.

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Ich würde auch erstmal versuchen, Normalität einkehren zu lassen. Vielleicht reicht das. Souverän an Autos vorbeigehen, meinem würde es auch helfen, wenn ich das Auto benenne (mache ich an Einfahrten manchmal), damit er weiß: Ok, die hat das gesehen und handelt umsichtig. 

 

Mehr würde ich erstmal nicht machen. Wenn du das Gefühl hast, dass es eher schlimmer wird als besser, würde ich das gezielt trainieren.

Wenn dein Hund aber grundsätzlich selbstbewusst durch die Welt geht, wage ich mal die Vermutung, dass der Schreck bald vorbei geht. 

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vor 4 Stunden schrieb Zenta:

 

Ich würde nicht versuchen ihn bewusst zu beruhigen. Daran merkt er doch dass es etwas schlimmes sein muss. 

Das lese ich immer wieder, sehe es aber anders. Für mich merkt er dadurch, dass ich sehe, dass es ihm mit einer Situation nicht gut geht. Ich beruhige in entsprechenden Situationen, aber eben ruhig und entspannt. 

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