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Hundeforum Der Hund
CozyAutumn

Hundezucht/Vermehrung

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

 

ich habe schon öfter in diesem Forum Hilfe gefunden und habe mich nun doch registriert. 

 

Ich hoffe es ist ok wenn ich die Geschichte meiner beiden Hunde hier teile. Wenn es nicht erwünscht ist, würde ich den Beitrag löschen (Falls das geht )

 

die ganze Geschichte fing vor etwa 5 Jahren an. Ich entschied einen kleinen Hund zu adoptieren. Und so stieß ich auf Rocky (wie sie damals noch hieß). Eine kleine Yorkshire Terrier Hündin aus einer Tötungsanlage in Portugal. Es war Liebe auf den ersten Blick und ich entschied meine lange Suche zu beenden und ihr ein zu Hause zu geben. Sie lebte sich toll ein. Mein Freund schloss sie schnell ins Herz und auch andersrum. Vor 3 Jahren kam das Thema Zucht auf. Welpen sind doch so süß. Und ein Baby von ihr wäre toll. All diese üblichen Gedanken. Und so befassten mein Freund und ich uns eingehender mit dem Thema. Wir lasen über die Risiken. Viele Erfahrungsberichte (und manche waren sehr niederschmetternd). Das Risiko einer OP bei so kleinen Hunden. Krankheiten die vererbt werden können. Und so vieles mehr. Wir fragten uns: könnten wir damit leben wenn wir Welpen verlieren würden? Was wäre wenn unsere Roxy es nicht schafft? So entschieden wir, dass es das nicht wert ist und es zu keinem “Zucht”-Versuch kommen sollte. 

Doch dann vor einem halben Jahr kam alles anders. Wir ließen sie nie kastrieren, dachten einfach, dass wir auf so einen Eingriff verzichten, wenn es denn nicht 100% notwendig wäre. 

Nun ja, irgendwann fing sie an sich zu verändern. Sowohl charakterlich als auch körperlich. Der erste Gedanke: Scheinträchtig. Wie immer. Eine echte Trächtigkeit schlossen wir aus, da wir keinen Deckakt mitbekommen hatten. In der Tierklinik nahm man an, dass sie Blähungen hat. Also gab es ein pflanzliches Mittel. Gut. Wir gaben es ihr, aber nach einigen Tagen änderte sich nichts. Uns kamen Zweifel, war sie doch trächtig? Wir riefen wieder in der Tierklinik an, ob das Medikament schädlich wäre, wenn es denn so ist. Nein ist es nicht. Wir machten einen neuen Termin zum Ultraschall aus. Wir saßen wie auf heißen Kohlen bis zum Termin. Mittlerweile spürten wir etwas in ihrem Bauch. Wir wurden uns immer sicherer, dass da mehr ist. Als der Termin kam kam auch die Gewissheit. Sie ist trächtig. 2 Welpen. Auch wenn wir damit gerechnet hatten hätte es mich beinahe umgehauen. Wer der Vater ist war uns klar, auch wenn wir nicht wussten wie es passiert war. 

Wir waren baff und überfordert. Unsere Tierärztin konnten wir nun rund um die Ihr erreichen. Auch kontaktierte ich eine Züchterin, die ich schon lange kannte. So waren wir wenigstens nicht allein und hatten erfahrene Unterstützung. 

Meine Mutter fragte mich, was wir jetzt machen wollen? Naja was sollen wir machen? Wir stehen es bestmöglich mit ihr durch. 

Die nächsten Tage liefen wir auf Hochtouren. Wir haben nur noch gelesen. Uns Lehrvideos angesehen. Checklisten gemacht. Wurfbox gebaut (der Baumarkt Mitarbeiter schaute uns komisch an, als wir fragten ob es schädlich für Hunde sein könnte an dem Holz zu nagen ). Roxy behandelten wir wie ein rohes Ei. Keine Treppen mehr. Springen nur wenn es wirklich nötig war, haben sie aber eher überall rauf und runter gehoben. Wir gingen noch mehr mit ihr spazieren. Ganz in Ruhe übers Feld um ihre Beckenmuskulatur weiter zu stärken. Und plötzlich wurde sie so tollpatschig. Fiel überall runter. Wir waren nur dabei so aufzufangen und ließen sie keine Sekunde mehr aus den Augen. Aber sie wirkte zufrieden, als wüsste sie ganz genau was da abgeht. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, aber sie strahle so eine Ruhe aus. Die Tage vergingen und alles verlief toll. Das erste treten spürten wir am 29.08.17 (an meinem Geburtstag. Das schönste Geschenk, dass ich je bekam) unser Einschlafritual war von nun an sie im Arm zu halten und Babys zu fühlen. 

Doch dann hatten wir eine unglaublich schlimme Nacht. Der errechnete Geburtstermin lag noch 1 1/2 Wochen hin. Sie war ruhelos. Lief hin und her. Immer wieder rein in die Wurbox und wieder raus. Dann übergab sie sich. Mehrmals. Irgendwann wurde sie ruhiger und schlief ein. Wir hingegen schliefen gar nicht. Zu groß war die Sorge. Am nächsten morgen ging es ihr wieder gut, aber beim abtasten hatten wir das Gefühl, dass die Welpen sehr tief liegen. So riefen wir in der Tierklinik an und gingen noch am selben Vormittag vorbei. Dort wurde uns bestätigt was wir dachten. Sie macht sich Geburtsbereit. In den nächsten 1-3 Tagen können wir mit der Geburt rechnen. Unsere Ärztin wollte Roxy röntgen, ich war einverstanden. Die Nachrichten waren nicht gut. Ein Welpe zu klein, einer zu groß. Der Kleine sehr schwach und vielleicht nicht lebensfähig. Der Große zu groß für eine natürliche Geburt und womöglich behindert -> Wasserkopf. Sie muss operiert werden. Termin noch am selben Tag um 17 Uhr. Wir müssen operieren, solange sie noch stark genug ist. Die Welpen drücken bereits auf die Organe. 

Ich war fertig. Die Nachrichten waren niederschmetternd. So rief ich meinen Freund an und er nahm sich frei um nach Hause zukommen. Ich saß wie auf heißen Kohlen und hatte unglaubliche Angst. Malte mir das schlimmste aus. Ich ging davon aus, wenn wir Glück haben schafft es wenigstens unsere Roxy, wenn wir Pech haben laufen wir mit 3 toten Hunden daraus. 

Irgendwann war es dann soweit. Wir fuhren hin. Ich weiß noch ganz genau wie mies ich mich gefühlt habe und was ich mir für sorgen gemacht habe. Dort wurden wir dann aufgeklärt. Während sie die Narkose bekam durften wir bei ihr bleiben. Ihr Pfötchen halten und ihr gut zureden. Dann lag sie regungslos da und die Ärztinnen rannten sofort los und wir standen hilflos in dem Behandlungszimmer.  Wir entschieden zu Freunden im selben Dorf zu gehen. Kaum waren wir da klingelte mein Handy. Mir blieb das Herz stehen. Ich dachte: Jetzt ist was schief gegangen. Zum Glück war es nur ein Freundin, die sich erkundigen wollte.

wir warteten. Es war als wenn die Zeit stehen geblieben war. Nach 3 Stunden dann der Anruf. Ich werde es nie vergessen: Zwei gesunde Welpen und eine starke Hündin. Uns fiel ein Stein vom Herzen. 

Es dauerte keine 10 Minuten und wir waren da. Unsere Roxy kam direkt auf uns zu gerannt. Sie war ganz aufgedreht. Fiepte und jaulte und sprang uns direkt in die Arme. 

Doch dann kamen die schlechten Nachrichten. Der Großen ging es soweit gut, aber der kleine war sehr schwach. Musste nach der Geburt reanimiert werden. Kaum ausgeprägter Saugreflex. Und die Hündin nimmt die Welpen nicht an. Ich weiß, dass das nach einem Kaiserschnitt nichts ungewöhnliches ist, aber gewünscht hatten wir uns alles anders. Wir entschieden den kleine Mann in der Klinik zu lassen. Wenn er irgendwo eine Überlebenschance hätte, dann war sie dort am größten. Also fuhren wir mit einem Welpen und unserer Roxy nach Hause. 

Und da waren wir nun. Ein kleines 119g schweres kleines Würmchen und unsere Roxy mit schmerzen. Die nächsten Nächte waren endlos. Im Zweistundentakt standen wir auf um die kleine zu füttern. Roxy wurde aggressiv und knurrte wenn man den Welpen zu ihr legte. Die kleine hingegen schrie die ganze Zeit nach ihrer Mama. Irgendwann akzeptierte sie ein kleines Plüschtier als Ersatz und kuschelte damit. Am Nächsten Nachmittag holten wir den kleinen Mann. Er hatte erstmal überlebt. Ein Erfolg. 

Unsere Tierärztin sagte, dass Roxy eine sehr enge Bindung zu uns hat und dass wir diese vielleicht ausnutzen können um ihr die Welpen schmackhaft zu machen. 

Nun da waren wir wieder. Jetzt mit 2 Welpen. Der Kleine wog gerade mal 84g. Wir hatten immer Angst die beiden kaputt zu machen, aber sie waren stabiler als sie aussahen. Schlaf war nun ein Fremdwort. Die Welpen brauchten die Muttermilch, also legten wir die kleinen an. Roxy war alles andere als begeistert. Wir machten winzige Fortschritte, aber sie nahmen nicht genug zu. Also fütterten wir stündlich. Roxy ließ sich das Anlegen immer besser gefallen und die Welpen bekamen die so wichtige Muttermilch. Trotzdem wusste ich nicht wie wir in 7-10 Tagen ihr Gewicht verdoppeln sollen. Aber das nächste Problem kam sofort. Das Mädchen setzte trotz allem massieren keinen Stuhl ab. Ich telefonierte wieder mit der Tierklinik. Am Nachmittag sollte ich mich nochmal melden. So lange wartete ich nicht und fuhr wieder hin, da sie nur noch schrie. Sie bekam ein Medikament wie Sabsimplex nur für Hunde. Gabe nach bedarf. Und es half.  

Roxy wollte allerdings immer noch nichts von den Welpen wissen. Wir versuchten alle möglichen Tricks. Von Leberwurst auf den Rücken schmieren um unsere Mama zum putzen zu animieren bis zu kot vorhalten, nichts half. Es folgten viele weitere schlaflose Nächte. Ich habe keine Ahnung wie wir überhaupt noch funktionieren konnten, aber irgendwie ging es. 

Dann eines Tages der Durchbruch. Die Welpen schrien wieder nach Mama und diese stand auf. Ging hin. Legte sich zu ihnen. Öffnete die Milchbar. Die kleinen dockten an. Und Mama schloss schützend die Beine. Wir waren erleichtert. Von nun an lief alles einfacher. Aber es war auch schwer plötzlich die Kontrolle anzugeben, doch wollten wir Roxy auch nicht im Mama sein stören. 

Inzwischen erfuhr ich auch wie unsere Roxy schwanger wurde: wir ließen sie kurz mit den Nachbarskindern im Hausflur spielen (sie hatte auch ein Höschen an). Was wir nicht wussten, die Kinder holten den Nachbars Hund (ihren besten Freund) dazu und zogen Roxy das Höschen aus und ließen sie decken. Naja nun wissen wir wenigstens wie es passiert ist. Helfen tut es trotzdem nicht 

 

Inzwischen sind aus ihnen 2 kerngesunde Welpen geworden, die jetzt fast ein halbes Jahr alt sind. Das kleine Mädchen (Sisi) lebt inzwischen bei ihrem Vater und hat da ein ganz tolles zu Hause. Der kleine Junge (Louie) ist bei uns geblieben und liebt seine Mama abgöttisch. Dadurch dass Sisi in unserer Nachbarschaft wohnt sehen sich die beiden Geschwister ganz häufig und spielen ganz viel miteinander. 

 

Trotzdem möchte ich sagen, dass ihr euch so einen Deckakt gut überlegen solltet. Wir hatten unglaubliches Glück, dass bei uns alles so gut verlaufen ist, aber es war sehr knapp. Unsere Tierärztin hat uns Wochen später erzählt, dass sie nicht dachte, dass beide Welpen überleben, da es am Anfang sehr schlecht stand. Wie ihr rausgelesen habt, hätten wir beinahe 3 tote Hunde gehabt. Auch wenn es nicht freiwillig passiert ist, würde ich nie wieder Welpen bekommen wollen. Die Ängste die wir während und nach der Schwangerschaft durchgestanden haben würde ich nie wieder erleben wollen. Ich liebe meine Hunde, aber unterschätzt auch die Arbeit nicht, die auf euch zukommt. Mein Glück war, dass ich zu der Zeit zu Hause war und mich rund um die Uhr kümmern konnte, doch mit einem Job wäre das unmöglich gewesen. 

Daher mein Appell, überlegt es euch gut.  

 

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huch,da war ja wieder mal die "unbefleckte Empfängnis " am Werke-

Eine HÜndin , die plötzlich und unerwartet Welpen gebar.

 

Keine Blähungen...nein, wie erstaunlich, Welpen, wie sooo süss.

 

Und wie bitte sollten wir die Empfängnis mit bekommen haben???

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Wer wirklich züchtet, der weiß doch war er tut oder tun muss und setzt auch keine zu kleinen Hündinnen ein.

 

Das deine Hündin gedeckt wurde, war ein unschöner Unfall. 

 

Ich hoffe ihr passt bei der nächsten Läufigkeit besser auf, denn auch der Sohn wird versuchen seine Mutter zu decken wenn sie in den Stehtagen ist.

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Wenn ich Deinen Bericht lese, kann ich gut verstehen, dass die meisten Tierschutzorgas nur kastrierte Hunde vermitteln. :(
Sei dankbar, dass alles gut ging...

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Erst mal:

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Eure Geschichte ist ja wirklich rührend - schön dass Ihr Glück hattet und alles letztendlich gut wurde :), wir wüschen Euch viel Freude mit dem (den) Kleinen und zeig sie uns doch gelegentlich

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Für all Diejenigen, für die dieser Bericht der TE noch nicht abschreckend genug erscheint, nachfolgenden Standardtext für solche Fälle:

 

Am 18.3.2017 um 21:55 schrieb marcolino:

In der Vergangenheit haben hier im Forum Themen über gewollte oder ungewollte Trächtigkeit und allem, was damit zusammen hängt, zu vielen unschönen und wenig hilfreichen Streitereien geführt, die sich immer irgendwann im Kreis drehten.

 

Weil damit niemandem geholfen ist, Dir und dem betroffenen Hund / Welpen am allerwenigsten, haben wir uns im Team entschieden, bei Hilferufen wie dem Deinen folgende Informationen in diesem geschlossenen Thema zur Verfügung zu stellen.

 

Mitglieder, die Dir fachlich hilfreiche Tips geben, können und sollen sich gerne per PN (Persönlicher Nachricht) an Dich wenden.

 

Falls Du weißt, wann die Bedeckung der Hündin stattgefunden hast, gibt es die Möglichkeit bis zum 40. Tag der Trächtigkeit zu kastrieren.

Eine frühestmögliche Kastration ist natürlich aus ethischen Gründen zu bevorzugen, da bei dieser OP die Föten getötet werden.

 

Außerdem kann in den ersten 3 Tagen nach der Bedeckung eine Östrogenbehandlung durchgeführt werden. Diese ist allerdings nicht ganz ungefährlich für die Hündin.

 

Bitte kontaktiere daher in jedem Fall sofort einen Tierarzt, wenn eine Bedeckung stattgefunden hat oder haben könnte. Dort erfährst Du die weitere Vorgehensweise.

 

Während der Trächtigkeit:

 

1. Persönliche Kontakte

 

  • verlässlicher Tierarzt (Bereitschaft am WE, evtl. Nachtdienst bei Komplikationen)
  • ab 28. Tag Ultraschall; je festgestellte Welpenzahl pro Uterushorn (+1 - 2 mehr) = erwartete Welpenzahl; normal wäre ca. 10 -15 kg Hündin etwa 6 Welpen und ca. 20 - 30 kg etwa 10 - 12 Welpen
  • bereitwilligen Züchter suchen für alle Fragen
  • Autofahrer für Notfälle organisiert haben
  • klären, wie Mutter und Welpen zum Tierarzt kommen
  • tierärztliche Vorsorge Mutter: nach Absprache Impfungen und Parasitenbehandlung während der Trächtigkeit
  • tierärztliche Pflichtbesuche der Welpen: Wurmkuren (ab 13. Tag alle weiteren 13 Tage), Impfungen und Mikrochip einsetzen

 

2. Bauliche Vorkehrungen

 

  • Wurfkiste (spätestens ab 50. Trächtigkeitstag die Hündin an diese gewöhnen)
  • Maße: Länge der Hündin stehend von Nasenspitze bis Rutenansatz=n;
    Breite der Kiste=n, Länge der Kiste=1 1/2 n
  • bereitstellen: bei mind. 60 Grad waschbare Handtücher, Laken, Decken in großer Stückzahl
  • gut funktionierende Waschmaschine
  • Ort für Welpenaufzucht (nur bei ausgesprochenen Kleinsthunden im Zimmer möglich); Welpen STINKEN - auch bei größter Sorgfalt!!!
  • klären: wie bekommen Welpen Freilauf draußen? ab der 4. Woche nicht nur wegen UV - Licht notwendig!

 

3. Ernährung

 

  • ab ca. 7. Trächtigkeitswoche braucht Hündin Hochkonzentratfutter (ggf. kann auch Welpenfutter verwendet werden)
  • während Säugezeit muss Futter für Mutter ad libitum zur Verfügung stehen (die Hündin darf nicht abmagern)
  • sicherheitshalber bereitstellen: Welpenersatzmilch in ausreichender Menge = mindestens erwartete Welpenzahl X 3 Tage falls Wochenende dazwischen
  • Welpenfutter

 

4. Wurf (56. - 67. Tag nach Deckakt)

 

  • Temperaturkontrolle Hündin ab ca. 50. Tag 3 X täglich
  • Richtwert: 24 h vor Geburt deutlicher Abfall unter 37 Grad - Wurf sollte innerhalb von 24 h erfolgen
  • Eröffnungswehen (Unruhe, Scharren, Hecheln): bis zu 12 h lang 
  • Presswehen: nach 6h spätestens sollte die Geburt erfolgt sein, ansonsten sofort Tierarzt rufen/zum TA fahren! NICHT WARTEN!!
  • Geburt: falls Hündin nicht selbst erledigt, Eihülle aufreißen; Schleim aus Maulhöhle des Welpen entfernen; ggf. Maul zuhalten und aus der Nase des Welpen mit eigenem Mund Fruchtwasser aus den Atemwegen absaugen; Welpen rubbeln (nicht schütteln)

 

Für Kontrolle der Geburt und Hilfestellungen gilt: Hände gut reinigen UND desinfizieren (Desinfektionsmittel aus der Apotheke besorgen).

 

Für Geburt bereitstellen:

  • UHR
  • 1 Eimer für Abfälle
  • 1 Eimer für verschmutzte Tücher
  • viele Handtücher zum Unterlegen und Abrubbeln
  • 2 Rollen Küchentücher
  • Schreibzeug (Geburtsprotokoll mit Uhrzeiten von Wehen, Geburt, Nachgeburt); diese Informationen ggf. für Tierarzt bereithalten!
  • Waage für Welpen (kommt auch ins Protokoll) und ist auch später wichtig beim Welpenwachstum; Küchenwaage + Edelstahl -
    oder Porzellanschüssel: leere Schüssel wiegen und Waage dann auf "0" stellen. Wichtig auch später zur Bestimmung der Wurmmittelmenge; auch möglich Jutesack und Federwaage
  • abgekochte Baumwollfäden, falls Nabelschnur abgebunden werden muß
  • Telefon stets griffbereit mit gespeicherten Nummern der Kontaktpersonen/Tierarzt
  • Auto so parken, dass Mutter und bereits geborene Welpen jederzeit rasch verladen werden können

 

5. Wurfbetreuung

 

  • falls nicht alle Nachgeburten da, zum Tierarzt fahren
  • Temperaturkontrolle der Hündin bis ca. 1 Woche nach Geburt (darf nicht über 39 Grad liegen)
  • im Wurflager regelmäßig frische Tücher und Unterlagen bereitstellen
  • tägliche Gewichtskontrolle der Welpen mittels Waage
  • pauschal: je ruhiger die Welpen sind, desto besser (sie sollten nicht dauernd quietschen)
  • Hündin in den ersten Tagen nach der Geburt Trinkwasser und Futter in der Wurfkiste reichen, da manche Hündinnen die Welpen
    nicht verlassen
  • trotzdem mind. 5 X täglich zum Versäubern mit der Hündin hinausgehen
  • bereits ab 10. Tag sollte die Hündin die Möglichkeit haben, sich auch außerhalb der Wurfkiste einen Ruheplatz zu suchen (falls das
    die heimische Couch ist: Unterlage, da die Hündin bis zu 3 Wochen lang Ausfluss hat)
  • Welpen ab 21. Tag zufüttern
  • ab 28. Tag hinaus ins Freie bringen
  • bei großen Würfen normal, dass Hündin ab der 4. Woche nicht mehr regelmäßig Welpen zum Saugen duldet!
  • ab 6. Woche Welpen wohldosiert mit Umweltreizen bekannt machen; dazu fachlich kompetente Kontaktperson hinzuziehen

 

Nochmals zur Kenntnisnahme:

Kein Forum dieser Welt kann eine regelmäßige und intensive Betreuung durch einen Tierarzt während der Trächtigkeit und in der Geburtsvor- und Nachsorge ersetzen.

Versuche darüber hinaus unbedingt auch in Eigeninitiative, Züchter in Deiner Gegend zu kontaktieren.

Unbedingt anschaffen: "Handbuch der Hundezucht" von Inge Hansen, http://www.buecher.de/shop/hundezucht/handbuch-der-hundezucht/hansen-inge/products_products/detail/prod_id/20859627/

 

Bitte sorge für eine Kastration Deiner Hündin, damit ungewollte Deckakte nicht mehr passieren können.

 

Für dringende Notfälle wende Dich bitte per PN (Persönliche Nachricht) an einen Moderator aus dem Forenteam. 

 

Wir wünschen Dir, Deinem Hund und den Welpen alles Gute.

 

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