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Boxerhündin, fast 10 Jahre, Mammakarzimom

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Missi31   

Hallo Zusammen,

Ich bin neu hier und habe mich hier angemeldet um die Meinung von anderen, liebevollen Hundebesitzern zu hören, da ich zwischen den Stühlen sitze und nicht weiß was ich machen soll ...

 

Meine Boxerhündin  fast 10 Jahre hat Knoten an der Milchleiste. Insgesamt 5, der Größte ist in etwa erbsengroß, 2 sind so groß wie Liebesperlen und 2 sind Stecknadelgroß. 3 auf der linken Seite (2. Und 3. Zitze von hinten), 2 rechts (1. Und 2. Hintere Zitze). Erstmals trat ein Knoten letztes Jahr August auf.

 

Wir haben Ultraschall gemacht und Herz (OP-stabil und dem Alter entsprechend gesund), Leber und Milz abklären lassen (keine Metastasen), Lunge röntgen lassen (Metastasenfrei). Ihr Allgemeinzustand ist sehr gut. Ihr Gewicht ist stabil, sie frisst, spielt tobt und hat sonst soweit keine anderen Beschwerden. 

 

Für den 06.03. ist jetzt die OP angesetzt. Erst soll die eine Milchleiste rausgenommen werden + Kastration, dann nach 3 -4 Monaten die Zweite.

 

Mir kommen zunehmend immer mehr Bedenken ob die Entscheidung richtig ist. Was ist wenn doch schon Metastasen in der Lunge sind aber eben zu klein und  im Röntgen noch nicht zu sehen ...und mir tut es jetzt schon weh die arme Maus dann nach der OP leiden zu sehen. Sie bekommt zwar Schmerzmittel aber ich Frage mich ob ich ihr das wirklich zumuten will... Immerhin ist sie fast 10, das ist ja für ein Boxer auch kein schlechtes Alter. Nur ich weis auch was evtl. auf mich zu kommt wenn wir nicht operieren lassen, dann wird der Tumor wohl früher oder später streuen und groß wachsen (insbesondere nach Läufigkeit und Scheinschwangerschaft) ... Und dann wird es ihr auch schlecht gehen und so eine OP hat ja auch ein Risiko, insbesondere sehe ich die Größe der Narbe und die Wundheilung. 

 

Was würdet denn ihr an meiner Stelle machen anhand der Informationen? Ich danke euch schon Mal und hoffe auf eher emotionale Antworten. Die medizinische Sicht ist ja doch eher eindeutig. 

 

LG

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Karlotte   

Wenn die Ärzte trotz des Alters grünes Licht geben und es im Moment ja wohl so aussieht, dass es noch keine Metastasen gibt, würde ICH meinen Hund operieren lassen. Die Chance, dass der Krebs wegoperiert wird, scheint ja gegeben zu sein. Wenn er drin bleibt, hätte ich erst recht keine ruhige Minute mehr.

 

Natürlich ist eine OP immer ein Risiko, und wie die Heilung nach der OP ist, kann man auch nicht sagen, aber selbst wenn in oder nach der OP das Schlimmste passieren würde, würde ich mich damit trösten, dass ich den Kampf mit dem Krebs angenommen hätte und ihr erspart hätte, dass sie bei Nichtoperation eventuell einen schlimmen Leidensweg vor sich hätte.

 

Das ist MEINE Meinung, aber ich kann es auch sehr gut verstehen, dass Du Angst vor der OP hast.

 

 

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LisaH.   

Hallo,

 

die Entscheidung ist wirklich schwer und kannst nur Du alleine treffen.

Allerdings würde ich sie - wie auch Karlotta schon meinte - nicht so sehr vom Alter abhängig machen, wenn der Hund fit ist.

 

Bei meiner letzten Hündin war's ähnlich, aber auch anders: Sie hatte einen entzündeten Tumor ganz hinten in der Milchleiste, der schnelles Handeln erforderte. Haus-TÄ hielt ihn für schlecht operabel und wahrscheinlich bösartig, die für Onkologie bekannte TK war gleicher Meinung, außerdem eh dagegen wegen ihres Alters. Ihr Alter (Hündin aus dem Tierschutz) konnte man nur schätzen, lag mindestens zwischen 12 und 14 Jahren.

Ich hatte die Wahl zwischen nichts tun und den Hund bald einschläfern zu lassen (offene Wunde durch den Tumor), oder eine OP zu wagen, aus der sie möglicherweise nicht aufwacht oder von der sie nicht mehr erholt. Oder von der sie sich zwar noch erholt, kurz darauf aber trotzdem stirbt, weil der Krebs wo anders zuschlägt.

Es kam ganz anders: Der Tumor stellte sich nach der OP als gutartig heraus und Perla hatte noch zweieinhalb Jahre und starb nicht an Krebs.

Allerdings hat die Wundheilung lange gedauert. Der Schnitt - obwohl nicht die ganze Milchleiste entfernt wurde - war sehr groß, er ging von der Vagina über die Leiste (dort wurde auch ein Lymphknoten entfernt) bis zum Bauchnabel.

 

Falls Du Dich für die OP entscheidest, würde ich fragen, ob es Sinn macht, direkt vorher nochmal die Lunge zu röntgen oder ob das letzte Bild noch aktuell genug ist.

 

Wünsche Dir starke Neven und Deinem Mädchen alles Gute!

 

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Missi31   

Erstmal Dankeschön für eure lieben Kommentare und Ansichten. Das weiß ich wirklich zu beherzigen. Im Moment denke ich, dass die OP vielleicht doch richtig ist. Denn es wird ihr ja wie gesagt früher oder später durch den Krebs dann schlecht gehen... 

Falls noch jemand eine Meinung hat dann freue ich mich. Ansonsten berichte ich dann wenn wir etwas getan haben bzw. Die OP durch ist. 

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gebemeinensenfdazu   

Wir drücken die Daumen für die OP - ich würde mich auf jeden Fall dafür entscheiden- ich kenne bisher nur eine Hündin persönlich, aber da ging trotz längerwierigen Heilungsprozesses doch alles dann ganz gut.

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Juline   

Auch ich würde operieren lassen -die langfristigen Chancen sind einfach größer.

 

Alles Gute für dich und deine Hündin!

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FinjaFreya   

Unsere Dackelhündin erhielt vor 6 Jahren die selbe Diagnose. Auch ihr hätte man operativ die Milchleisten entfernt. Wir haben uns damals aufgrund ihres Alters dagegen entschieden.

Wir wollten ihr schließlich die Schmerzen, den Stress und die wohlmöglich aufwändige Wundgenesung ersparen.

Sie wurde auch ohne diese Operation 15 Jahre alt, lebte gesundheitlich uneingeschränkt und genoss ihr verbliebenes Leben bis zuletzt.

 

Letztendlich liegt diese Entscheidung natürlich bei euch allein. Nur ihr kennt euren Hund genau und wisst was für ihn das Beste ist. 

 

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Karlotte   
vor 3 Stunden schrieb Missi31:

Ansonsten berichte ich dann wenn wir etwas getan haben bzw. Die OP durch ist. 

 

Ja, berichte gerne über den weiteren Verlauf! Ich drücke ganz fest alle Daumen, dass alles gut klappt!

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IndianaSam   

Bei uns war es genau so wie bei FinjaFreya unsere Border Terrier Hündin (damals 12 Jahre, hatte auch mehrere Knoten und sollte operiert werden,

auch wir haben uns auf Grund ihres Alters gegen die OP entschieden.

Die kleine Dame ist mit 15 von uns gegangen und nicht an Krebs gestorben.

Ich wünsche euch alles Gute.

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Missi31   

Nochmals vielen lieben Dank für die Ratschläge und Meinungen. 

Ich bin echt hin und her gerissen. Meine Bedenken sind auch bezüglich der doch eventuell vorhanden Metastasenbildung geringer, wie gesagt es ist eher der Eingriff selber. Manchmal gucke ich Luna an und frage mich ob sie eventuell was ahnt. Das klingt zwar komisch aber manchmal wirkt es so auf mich und das Thema ist ja nicht erst seit gestern präsent. 

 

Ich habe mich auch über alternative Methoden belesen. Dass die keinen Krebs heilen können ist mir durchaus bewusst, aber man hört ja auch manchmal von Abkapselung usw. durch Spinnengifttherapie und andere Immunsystem stärkende Substanzen. 

Ich möchte das Leid für meinen Hund so gering wie möglich halten und will keineswegs egoistisch sein , nur damit ich meinen Hund so lange wie möglich behalten kann und ihn deshalb gewisse Dinge zumute...

 

Ach das ist alles so schwer :(

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