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Hundeforum Der Hund
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Wie funktioniert ein Anti-Jagdtraining?

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Da wir mit jagenden Hunden noch nie zu tun hatten, stelle ich nun hier die Frage.

Habe mir schon einige Videos angeschaut zu dem Thema, aber so wirklich weiter gebracht haben mich diese nicht wirklich!

 

Es geht um einen Labrador Rüden -  15 Monate - kastriert - seit 11 Wochen bei uns.

Sobald Leine ab ist, ist er weg. Selbst in einem eingezäunten Gelände, hat er mittlerweile eine Stelle gefunden, wo er in den Wald kann.

Gerade heute wieder, hatten wir dieses Problem gehabt.

 

Klar Schleppleine, alles schön und gut, aber mittlerweile nervt es nur noch.

Man übt und übt und übt, es klappt an der Schleppleine wunderbar, ohne "Tschüss und auf nimmer wiedersehen quasi".

Ich kann doch nicht auf jedem Spaziergang den Hampelmann machen.

 

Wir haben zwei Hunde. Ich muss mit beiden zusammen mittags ne Runde laufen gehen.

Und im Moment kommt unser Ersthund einfach viel zu kurz :(

Die komplette Aufmerksamkeit liegt auf dem neuem.

So haben wir uns das mit Sicherheit nicht vorgestellt.

 

Ich schildere es mal kurz, er spielt, und schwupps haut er ab. Warum auch immer, keine Ahnung, Wind war damals keiner da.

Oder aber man macht was interessantes und will ihn zu sich locken, schwupps er ist weg. Macht sein Ding.

Verstecken wenn er zu weit vor läuft, lässt ihn eiskalt. Weg rennen von ihm, interessiert ihn nicht.

Er geht seiner Spur nach.

Sprich er schnuppert ununterbrochen auf den Spaziergängen und wenn es dann scheinbar interessant genug ist, pirscht er vor.

Da hilft auch keine Schleppleine was, wenn man unter sich Eis hat und fast hinfällt, würde man diese weiterhin halten. Drauftreten bringt da ebenso nichts, sie rutscht durch.

Mittlerweile ist es auf jedem Spaziergang so, dass er abhaut. Es macht einfach keinen Spaß mehr.

 

Wir haben diese Woche mal mit dem Dummytraining angefangen, daran zeigt er auch großes Interesse.

Nur es soll eben nichts alltägliches werden, sodass das Interesse auch bestehen bleibt.

Da arbeitet er gut mit, zumindestens dann wenn wir auf einer großen Wiese sind, die für mich überschaubar ist.

 

Wie macht ihr das Anti-Jagdtraining? Wie baut das auf?

Welche Buchempfehlungen könnt ihr geben, welche Videos könnte ich mir evtl. anschauen?

 

Hier gibt es keine Hundeschule die dies anbietet!!!

Deshalb sind wir mit diesem Problem auf uns allein gestellt. :(

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Naja... du hast halt einen Jagdhund. Gut ist wenn du wüsstest wie die Verwandachaft so drauf ist. DeineSchilderunglasst darauf schließen, dass du die Anfänge der Jagd bei deinem Hund nicht erkennst. Evt ist der Hund sehr pfiffig geworden im "Auswüchsen".

 

Lass ihn an der Leine!

Dummytraining ist der richtige Weg! 

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Ich würde erstmal an euerer Bindung arbeiten und mir ein wenig mehr Geduld aneignen.

Ein Hund ist keine Maschine, die nach 11 Wochen so funktioniert, wie Mensch es gerne hätte...

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vor 1 Minute schrieb Bimbam:

Ich würde erstmal an euerer Bindung arbeiten und mir ein wenig mehr Geduld aneignen.

Ein Hund ist keine Maschine, die nach 11 Wochen so funktioniert, wie Mensch es gerne hätte...

Jagen hat aber mit Bindung nichts zu tun.

Und ein 11 monatigee Hund darf einfach nicht so agieren. Das ist gefährlich.

Ich weiß noch zu genau wie es sich angefühlt hat, als mein Jagi 12 Stunden weg war...   

Nur sehr wenige Hunde werden damit ohne Training aufhören.

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Ist mir schon klar,  aber wenn sich ein Hund draußen überhaupt nicht dafür interessiert, ob ich wegrenne, oder mich verstecke,  würde ich eben erst an der Bindung arbeiten...

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Er darf keine Möglichkeit mehr zum abhauen bekommen. Jedes erfolgreiche Ausbüchsen macht die Sache schwieriger.

11 Wochen sind keine Zeit. Er ist noch in der Eingewöhnungsphase und eure Bindung kann sicher noch deutlich verbessert werden.

Dummytraining halte ich auch für gut.

Ausserdem ist er vmtl. noch etwas pubertär. Da fällt zuhören besonders schwer.

Wenn ihr euch das mit einem 15-monatigen Jagdhund als Zweithund einfacher vorgestellt habt, war das etwas blauäugig und der Hund kann nichts dafür.

Verabschiedet euch von dieser Vorstellung und rechnet nicht in Wochen.

 

Das wird Arbeit und dauert Monate bis Jahre, je nach eurem Talent euch schnell in die Materie einzuarbeiten und den Hund lesen zu lernen.

Wenn ihr keinen Trainer vor Ort habt, würde ich mir ein Wochenendseminar oder eine Urlaubswoche mit Trainer überlegen.

Der Teufel steckt oft im Detail und man kann sich viel Fehlversuche sparen, wenn rechtzeitig jemand Kompetentes draufschaut und korrigiert.

 

Ich wünsche euch Ausdauer und gutes Gelingen :)

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Jagdverhalten hat nichts mit Bindungsverhalten zu tun.

Hörte sich auch nicht nach einem Bindungsproblem an. Der Hund breiter ja wohl gerne im Training mit seinem Menschen zusammen.

 

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Auch so eine tolle Aussage, wie ich finde.

"An der Bindung arbeiten".

Ja wie denn????

 

Hier daheim, ist die schon ziemlich besonders.

Ich war ne Woche krank mit nem Magen-Darm-Infakt.

Habe 2 Tage lang fast ununterbrochen geschlafen, neben dem erbrechen und auf's Klo gehen.

Marley ist mir nicht einmal von der Seite gewischen. War bei mir die ganze Zeit. Wohingegen unser Ersthund sich dafür recht wenig interessiert hatte.

Und lauter solche Sachen. Er liebt es bsp auch hier daheim am Bauch stundenlang gestreichelt zu werden.

 

Aber draußen, da bin ich abgeschrieben....

 

Unsren Ersthund bzw jegliche Hunde die mein Mann und Ich bereits besaßen bzw unsere Eltern besaßen, waren eben von Welpenalter an bei uns gewesen.

Da baut man von Anfang an ein ganz anderes Verhältnis auf. Nicht nur man selbst, sondern auch der Hund ansich.

 

Wie man bei nem Junghund die Bindung aufbaut, sorry, aber da wüsste ich nicht wie...

 

Und laut Vorbesitzer, hatte er nie einen Jagdtrieb gehabt bei ihnen. Ist nie weg gerannt o.Ä.

Und da er ein Rüde ist, gehört es für mich auch dazu, dass er schnuppert. Gerade in dem jetzigen Alter.

Aber ihr müsst euch das so vorstellen, er schnuppert und schnuppert, lässt sich prima abrufen...Bekommt mein Lob und ein Leckerchen von mir. Dann schnuppert er wieder - macht sein Geschäft vielleicht noch...und dann von jetzt auf gleich ist er weg. Das alles passiert binnen 1-2 Minuten.

Und das gleiche wie gesagt auch beim spielen. Beide zerren an ner Beißwurst und von jetzt auf gleich rennt er auf und davon.

 

Das größte Problem was ich habe ist, er ist sehr lauffreudig.

Also möchte ich ihn sich natürlich auch mal ausrennen lassen.

Nur das kann ich ohne Schlepp nicht machen. Mit Schlepp gab es hier schon diverse Verletzungen bei uns, sowie bei den Hunden. Von fast die Kehle abschnurren, bis hin, dass der Fuß eingewickelt wurde bei uns und wir uns lang gelegt haben....

 

Ich habe einfach Angst davor, dass ich ihn nicht gerecht werden kann.

Wir haben hier keinen Garten. Selbst bei meinen Eltern gibt es nur einen gepflasterten Hof. Da hat er sich am Wochenende ne Kralle ausgerissen. Na wunderbar.

Und ansonsten gibt es hier nirgends ein eingezäuntes Gelände, ohne Wald drumherum, wo ne Wiese wäre...

 

Mit dazu sagen muss ich ja noch, dass unser Ersthund ein Labrador der Arbeiterlinie ist.

Er erstarrt wenn er Wild sieht und lässt sich abrufen. Das erstarren haben wir nie geübt, das hat er von sich aus gezeigt.

Da kann auch 5 Meter vor uns ein Reh den Weg kreuzen, das interessiert ihn nicht. Er erschreckt sich bleibt stehen und dann geht man wieder weiter.

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Also dann ist das Problem ja sehr viel umfangreicher.

ich kann dir nur raten, entscheide mit kühlem Kopf, ob du den Hund behalten willst.

Wenn nicht, dann suche ihm ein gutes Zuhause, bei aktiven Leuten, Die Spaß an Hundetraining haben.

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