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Hundeforum Der Hund
Zerri

Wie funktioniert ein Anti-Jagdtraining?

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vor 51 Minuten schrieb Zerri:

Das größte Problem glaube ich ist, dass mein Mann mich bei der ganzen Sache einfach nicht unterstützt.

Das ärgert mich zusätzlich.

 

 

vor 51 Minuten schrieb Zerri:

Aber an mir geht das auch alles nicht dran vorbei. Mich belastet das auch alles

 

vor 30 Minuten schrieb Zerri:

Klar sollte ich ruhiger werden, aber mir fehlt der Anstoß, wie ich das Problem angehe.

 

@Zerri

 

Mal ein Tip von mir, im Moment brauchst du gar nichts zu üben und zu trainieren.

 

Du hast den Anstoß selber geschrieben. Erst einmal musst du ruhig werden, ganz ruhig, dein Mann auch.

 

Dann solttest du erst einmal mit deinem Mann klären, ob ihr das zusammen angehen wollt.

 

Dann solltet ihr ein Konzept erarbeiten, wer wann, wie und was dann macht. Ob alleine oder mit Hilfe ist erst einmal sekundär.

 

Dies sollte erst einmal alles geklärt sein, bevor ihr mit dem Hund in irgendeiner Form was macht. Das Antijagdtraining würde ich da mal sowas von hinten anstellen.

 

Bringt erst mal Ruhe rein, in euch selber, dann wird der Hund auch ruhiger und dann wirst du hier zu jedem einzelnen Thema viele Tipps bekommen.

 

So quer Beet macht das absolut keinen Sinn.

 

 

vor 55 Minuten schrieb Zerri:

Er lernt auch unglaublich schnell

 

dann wird auch alles danach gar kein Problem werden, ganz sicher.

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Sicher nicht in Wochen.

Nur bei der Dummy-Arbeit soll er ja später auch bei ner Freiverlorensuche selbstständig im Wald suchen.

Und nicht nachher Spuren von anderem Wild aufnehmen und da hinterher hetzen.

 

Da weiß ich halt nicht, ob er sich später wirklich auf den Dummy konzentrieren wird, oder eben auf andere Spuren.

Das meinte ich damit, dass es nicht das Jagdproblem behebt.

Er hetzt das Wild ja auch minutenlang.

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Wir haben bei unserem Minos ein "Platz" integriert, das ich dann in wirklich allen Lebenslagen abgefragt und geübt habe. Und dann haben wir Impulskontrollübungen gemacht. 

 

Wenn es dann im Winter aber zu heftig wurde, mit den Gerüchen, kam auch schon mal die Flexigurt dran, damit eben kein selbstbelohnendes Verhalten in Form von doch mal "ausrücken" eintritt. 

 

So kommen wir bis heute gut klar. 

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Zunächst zu deiner Frage im Titel: "Wie funktioniert ein Anti-Jagdtraining?"

 

Bei jagdlich ambitionierten Hunden: Gar nicht!

 

ANTI-Jagdtraining unterdrückt eine genetisch stark ausgeprägte Disposition (Veranlagung). Unterdrückung kann zwar gut klappen, aber diese Veranlagung sucht sich dann ein anderes "Ventil".

 

Ein Jagdhund wird am Besten jagdlich trainiert. Punkt.

Dafür benötigt man keinen Jagdschein, und auch keine Waffe. Viele als "Jagd-Ersatztraining" bezeichnete Sportangebote SIND Jagdtraining, bei der die jagdlichen Veranlagungen gezielt genutzt, gefordert, gefördert und geformt werden.

 

vor einer Stunde schrieb Zerri:

 

Wir haben diese Woche mal mit dem Dummytraining angefangen, daran zeigt er auch großes Interesse.

Nur es soll eben nichts alltägliches werden, sodass das Interesse auch bestehen bleibt.

 

 

Jagen IST großer Bestandteil des Alltags für deinen Hunde - hier muss nicht Interesse durch Entzug aufrecht erhalten werden.

Das Interesse (Motivation) ist sowieso schon da - nutze und forme das, als Teamarbeit :)

 

vor 40 Minuten schrieb 2010:

Jagdverhalten hat nichts mit Bindungsverhalten zu tun.

Hörte sich auch nicht nach einem Bindungsproblem an. Der Hund breiter ja wohl gerne im Training mit seinem Menschen zusammen.

 

 

Stimmt, grundsätzlich ist Jagdverhalten ein Verhaltenskomplex, der unabhängig von anderen, vor Allem sozialen, Verhaltensweisen zu betrachten ist.

 

Allerdings darf man folgende Chance nicht unterschätzen oder gar übersehen: Was kann Bindung mehr stärken als gemeinsames Interesse an einer hohen Motivation eines Partners? 

Dein Partner Hund hat eine starke jagdliche Motivation - dies gemeinsam mit Freude auszuüben und zu erleben, stärkt die gegenseitige Bindung enorm.

 

 

vor 38 Minuten schrieb Zerri:

Auch so eine tolle Aussage, wie ich finde.

"An der Bindung arbeiten".

Ja wie denn????

 

Hier daheim, ist die schon ziemlich besonders.

Ich war ne Woche krank mit nem Magen-Darm-Infakt.

Habe 2 Tage lang fast ununterbrochen geschlafen, neben dem erbrechen und auf's Klo gehen.

Marley ist mir nicht einmal von der Seite gewischen. War bei mir die ganze Zeit. Wohingegen unser Ersthund sich dafür recht wenig interessiert hatte.

Und lauter solche Sachen. Er liebt es bsp auch hier daheim am Bauch stundenlang gestreichelt zu werden.

 

Aber draußen, da bin ich abgeschrieben....

 

 

Dein Hund erlebt euch "Draußen" noch nicht als Team, hat diese beidseitig beglückende Erfahrung bisher noch gar nicht gemacht.

 

Du bist nicht abgeschrieben - er kennt einfach noch nichts, was ihn dazu veranlassen könnte, dich im Fokus zu haben, euch als Gemeinschaft zu erfahren die zusammenbleibt.

 

Das kann - und das wird er noch lernen :)

 

Dummytraining ist der richtige Weg - und das Schöne ist: Du kannst das mit BEIDEN Hunden machen ...

 

Der Anfang wird schwer, weil die Grundlagen einfach dauern. 

Je mehr Zeit du jetzt investierst, und zwar in BEIDE Hunde, desto leichter wirst du es später mit beiden Hunden bei euren gemeinsamen Spaziergängen haben.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Zerri:

Auch so eine tolle Aussage, wie ich finde.

"An der Bindung arbeiten".

Ja wie denn????

Ich schreib mal nur zu diesem Aspekt was. Solch Aussage kommt ja oft bei einer ganzen Bandbreite an Problemen. Hunde, die jagen, haben aber oft überhaupt kein Bindungsproblem. Hunde, die ihre Halter nicht aus den Augen lassen (können) haben da viel eher ein Problem ... aber muss man natürlich individuell betrachten.

Ich kopier hier mal einen Text zur Bindung rein, den ich kürzlich in einem anderen Forum zum Thema "neuer Hund kann nicht alleine bleiben" gepostet hab. Vielleicht kannst du dir ja daraus was mitnehmen. (Ich erheb keinen Anpruch auf Vollständigkeit)

 

Eine sichere Bindung entsteht durch ...

... Feinfühligkeit: Bedeutet Einfühlsamkeit bei allen hundlichen Belangen. Also Verstehen was den Hund antreibt, was seine Bedürfnisse und Sorgen sind.

... Nähe: Das Bedürfnis ist nicht in jeder Situation und Hund gleich stark. Es hängt vom individuellen Wesen und der Tagesform des Hundes ab. Je schutzbedürftiger der Hund ist, desto ausdrucksstärker ist Bindungsverhalten (hinterherlaufen, weinen und heulen beim Alleinesein, großer Stress bei Heimkehr etc. pp.) Ruhig begrüßen beim Heimkehren und ruhig streicheln, baut Stress ab. Zu Hause kein Absondern des Hundes ermöglichen, also beieinander sein. Angebote des Sozialkontaktes machen (bedeutet nicht zwangsläufig Körperkontakt).

... Entwickeln eines achtsamen Miteinanders: Dinge, die der Hund spannend findet, selbst spannend finden. So ist man bei ihm, interessiert sich für das was er macht, hat ein Auge auf die Dinge (so vermeidet man auch Anmeckern a la "Pfui ist das!"). Umwelt anschauen, zusammen schlendern, weiche Bewegungen, anhalten und warten geschieht ruhig, nicht abrupt, alles ohne Leinenruck.

... Berührungen, die gut tun: also kein Bedrängen! Es muss aus dem Moment heraus passen und es sollte dem Hund überlassen werden, ob er Kontakt möchte (durch Hand hinhalten). Bei liebevoller Berührung wird Serotonin ausgeschüttet, Oxytocin schafft Bindungssicherheit. Wenn du magst, lass den Hund ins Bett oder auf die Couch (vorausgesetzt er verteidigt nichts davon). Die Nähe zum Menschen ist bindungsfördernd und der Hund fühlt sich wertgeschätzt (nicht „aufgewertet“) und auch Kontaktliegen ist dann möglich. Tabuzonen beachten! Nicht übers Ziel hinausschießen beim Wunsch nach Nähe. Spielen und Fiddeln auseinanderhalten und nicht sofort auf jede „Einladung“ des Hundes eingehen (zu nah, zu dicht, zu viel) – lieber ansprechen und sich fragen „Will der auf dem Rücken liegende Hund gerade wirklich am Bauch gekrault werden?“

... Schutz, Geborgenheit und Fürsorge: Die Sehnsucht nach schützender Bindung ist immer da, nur manchmal (sehr) schwer erkennbar. Das Gefühl der Geborgenheit kann man durch kuschelige Decken vermitteln. Wärme und Schutz kann der Hund in einer sicheren "Höhle" finden. Das Angebot einen solchen Ort aufsuchen zu können sollte immer gegeben sein!

... Verlässlichkeit und Beständigkeit: über Rituale schafft man eine Vorhersagbarkeit von Aktionen. Man wird einschätzbar für den Hund.

... Achtung, Wertschätzung und Förderung: Auf Persönlichkeit des Hundes achten! Man darf Verhalten doof finden aber nicht den Hund. Er soll an Anforderungen wachsen dürfen und lernt durch die Unterstützung Gefühle selbst zu regulieren. Die Wertschätzung des Hundes ist dann ehrlich gemeint, wenn der Hund nichts dafür vorher erbringen muss. Wenn er also einfach nur weil er da ist gelobt wird

... achtsame Eingewöhnung in der neuen Familie: wiederkehrende Abläufe schaffen Sicherheit und Gewohnheiten sind etwas Vertrautes. Evtl. ist es ratsam, dass der Hund nicht sofort das ganze Haus zur Verfügung hat, evtl. ist eine konfliktfreie Teilung nötig: separieren hat nichts mit Wegsperren zu tun und später kann man immernoch mehr Raum freigeben. Dann langsames zeigen und lehren der Hausstandsregeln. Zeit zum Verarbeiten geben (Zeit geben ist nicht geich trödeln!) und Wohlfühlräume schaffen.

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vor 9 Minuten schrieb Zerri:

 

 

Er hetzt das Wild ja auch minutenlang.

Und genau deshalb muss er an eine Leine.

Es ist einfach grausam für das Wild

Du weißt nun, dass er Jagd, nun musst du das als erste Maßnahme verhindern.

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@marcolino : Das von dir erwähnte Dummytraining habe ich bei Minos auch ausprobiert. Hier bei uns auf dem Grundstück war das toll, unterwegs interessierte ihn das aber nicht die Bohne. ;)  

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Was meinst Du damit er hetzt das Wild minutenlang.  Hört er auf sobald der Sichtkontakt abbricht?  Denn "Hetzen" und "Jagen" dazwischen liegen Welten.

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Ach.........

Hetzen ist dan genau was? 

Vielleich mag er ja nur die Tiere einsammeln. Dann ist es vielleicht ein Hütehund...

Spässle..

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Zitat

Was meinst Du damit er hetzt das Wild minutenlang.  Hört er auf sobald der Sichtkontakt abbricht?  Denn "Hetzen" und "Jagen" dazwischen liegen Welten.

 

Er nimmt eine Spur auf, verschwindet, trotz Schleppleine im übrigen, die hatte er noch dran.

Und dann sieht man nur noch, wie 2 Rehe unsren Weg gekreuzt haben, Marley hinterher.

Rennt den Rehen also hinterher und verschwindet komplett. Die Rehe haben wir dann noch gesehen, wie sie wieder zu ihrem alten Standpunkt zurück sind, da waren es dann auf einmal 5 Stück gewesen und Marley war weg. Ca. nach 20 Minuten kam er dann wieder zurück.

 

Zitat

Und genau deshalb muss er an eine Leine.

 

Wie gesagt, er war an der Schleppleine dran.

Nur wenn durch das Weter für uns kein sicherer halt möglich ist und man schon hinfällt, weil man die Schleppleine festhalten will, lässt man während dem fallen los, bevor einem womöglich noch die Hand verletzt wird, mehr als sie es eh schon war. Mein ganzer Rücken ist blau. Ich habe mir 3 Rippen gebrellt bei dem Sturz.

Nur mal soviel dazu, er gehört an die Leine. Ganz so uneinsichtig wie es hingestellt wird, sind wir nicht.

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