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polar-chat.de  Der Hund
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Umsetzung Anfängerübungen Apport - Praxisberichte und Fragen

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vor 2 Stunden schrieb BVBTom:

Das mit dem fallen lassen und Leckerchen zu früh in der Hand, hatte ich ja auch schon mal geschrieben, macht aber fast jeder zu Beginn. Man freut sich halt, das der Hund es übehaupt bringt ;-)

 

Sich über das Bringen zu freuen, ist auch genau richtig so.

 

Das "richtige" Ausgeben, mit perfektem Vorsitz und perfektem in die Hand geben auf Kommando ist ein Detail, welches in Prüfungen Punkte bringt :)

 

Bei manchen Hunden kann diese detaillierte "Kleinarbeit" sogar sehr sinnvoll sein, um noch mehr Denken und/oder Routine und somit Ruhe reinzubringen.

 

Dazu muss aber der jeweilige Hund sehr genau eingeschätzt werden.

 

Mir persönlich sind die Erweiterung der Denkleistungen (unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Lösungswege) wichtiger als diese von Außen sichtbare Perfektion.

 

Sowas sieht natürlich immer sehr schön aus und bringt Komplimente von Anderen ... aber mir sind MEINE Hunde wichtiger als Komplimente von Anderen :D

 

@Nebelfrei Danke erst mal für deinen Beitrag. Ich hoffe sehr, dass für Wega und dich hier auch das Passende dabei ist :) - und wenn du da nichts für euch findest: Frag hier einfach nach!

 

Zum Suchen: Wenn du ein Dummy versteckst - streich da mal mit einem Stück Hundewurst drüber und lege damit am Ablageort eine kleine Duftspur, indem du mit dem Dummy über den Boden streichst. Z. B. so:  Legst du das Apportel HINTER einen Baum, dann streife das Dummy kurz vor dem Baum über den Boden bis zum Ablageort dahinter.

Genau so bei einem etwas erhöhtem Ablageort, einem Baumstumpf z. B.

Gezielt die Nase einzusetzen ist LERNARBEIT, und das kannst du in ganz kleinen Schritten aufbauen :)

 

Für dieses so markierte Apportel (mit Wurstgeruch aufpeppen) gibt es im Übrigen natürlich auch nach dem Bringen ein Stück dieser Wurst zur Belohnung.

So kann man Apportel auch "höherwertiger" machen.

 

Mir gefallen deine Apportel ausgesprochen gut - und wenn Wega daran so richtig Spaß hat, ist das Gold wert als Motivator.

 

 

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Am 20.5.2018 um 13:01 schrieb Silkies:

 

Na dann nenne es doch einfach "Suchort-Signal" :D

 

Dafür habe ich mich übrigens noch gar nicht bedankt!

 

An dieser Stelle mal: Du hast eine unnachahmliche Art, mir dabei zu helfen die Bretter vor meinem Kopp zu entfernen 

 

laughing-smiley.gif

 

Klasse - und: DANKE :knuddel

 

 

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Ich bräuchte mal Hilfe - die Sache mit dem Suchort-Pfiff gestaltet sich unerwartet schwierig. Zuerst hab ich das daheim eingeführt, mit der leisen Pfeife und kurzem Doppelpfiff. Nach einer ersten kurzen Irritation - er hat direkt vor dem Apportel umgedreht und kam zu mir - hatten wir dort sicher, dass er das Apportel mitnimmt. Nun hab ich versucht, das nach draußen zu transportieren. So lange er kurz vor dem Dummy ist, passt das auch. Aber sobald ich den Pfiff einsetzen will, wenn er zwar ganz nah am Dummy ist aber es noch nicht auf dem Schirm hat, dreht er sofort ab und kommt zu mir.

 

Nun überlege ich: Das ganze einfach noch auf der niedrigeren Stufe weiter festigen? Oder laufe ich damit Gefahr, mir am Ende noch den Notfall-Rückpfiff aufzuweichen? Denn das wäre ziemlich übel...

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(bearbeitet)

Hm - also der übliche Weg zum Verknüpfen des Apportel mit dem Suchort-Signal ist, bei einer Markierung kurz vor Erreichen des Apportel dieses Signal zu geben.

 

Im praktischen Handling heißt das, dieses Signal wird so lange wiederholt, bis der Hund das Apportel aufgenommen hat.

 

Normalerweise ist das kein Problem, weil die meisten Hunde angesichts des Apportel schon das Aufnehmen im KOPF haben - und deshalb auch durchführen.

 

Ich habe einen kleinen Trick angewandt, um diese Verknüpfung noch mal anders zu etablieren:

 

Ich habe ein Apportel versteckt ausgelegt. Der Hund hat mich NICHT beim Auslegen gesehen.

 

Dann habe ich meinen Hund geholt und an der Stelle absitzen lassen, von wo aus ich ihn später schicken wollte.

Von dort bin ich dann noch mal alleine zu der Stelle gegangen, wo das Apportel von mir abgelegt wurde und habe diese folgendermaßen MARKIERT:

Ich bin UM das Apportel mehrfach im Kreis rumgelaufen und habe dabei das Suchort-Signal gegeben, und zwar komplett während des gesamten Drumherum-Laufens :ph34r:

 

Danach bin ich wieder zum Hund zurück und habe ihn zu dieser (durch das Signal markierten) Stelle geschickt.

Ich konnte dabei immer kurz vor Erreichen der Stelle nochmal das Suchort-Signal einsetzen - bei deinem Terrorkrümel würde ich das vielleicht in der Anfangsphase noch nicht machen.

 

Erst wenn du sicher bist, dass Sandor diese Ortsbestimmung mit dem Signal verknüpft hat, würde ich den nächsten Schritt machen und bei einer für ihn LEICHTEN Aufgabe dieses Signal aus der Distanz (also von der Stelle aus, von wo du ihn losgeschickt hast) einsetzen.

 

In der Praxis ist es etwas schwierig abzuwägen, wie lange tatsächlich dieses Signal gegeben werden muss.

 

Ein Hund, der sehr gezielt an dem so durch das Signal lokalisierten Ort SUCHT, muss nicht die ganze Zeit "beschallt" werden.

 

Der Abbruch des Signals zeigt dem Hund dabei an: JETZT hast du dich wieder entfernt von dem Apportel - gehe bitte wieder zurück dahin, wo du das Signal gehört hast.

 

Tut er das, setzt das Signal wieder ein.

 

Später, im weiteren Verlauf des Trainings, können dann noch Richtungsanweisungen dazu kommen. Diese sind aber wirklich für FORTGESCHRITTENE, und für Anfänger nur irritierend.

 

Um den Hund nicht zu irritieren, sollten die Anweisungen während des Suchens so gering wie möglich sein.

 

Du kannst auch Folgendes machen: Wenn Sandor bei dem Suchort-Signal zu dir zurück kommt, lass ihn entweder kommen und gehe dann gemeinsam mit ihm bis kurz vor das Apportel, lass ihn sitzen und gehe zum Apportel und mache dann dort das Suchort-Signal - evtl. sogar das Apportel kurz in die Hand nehmen, dabei das Signal geben, dann das Apportel wieder ablegen, zu Sandor gehen, ein paar Meter Abstand zum Apportel einnehmen und dann erneut schicken.

 

Das mal als Gedankenanregung - vielleicht fällt dir ja auch etwas Besseres ein um Apportel und Suchort-Signal miteinander zu verknüpfen, ohne bei Sandor die Motivation zum Aufnehmen und Bringen zu hemmen :)

 

Edit: Die Oder-Alternative vergessen: Wenn es möglich ist, Sandor auf dem Rückweg zu dir (den er ja ohne Apportel antritt) zu Stoppen und warten zu lassen, dann kannst du das auch tun. Dann gehst du hin, lässt Sandor weiter sitzen, gehst bis zum Apportel und markierst wie zuvor beschrieben die Stelle mit dem Suchort-Signal. Danach gehst du zu Sandor und schickst ihn von der Stelle aus, wo er sitzt.

 

Es kann auch nötig sein, dass du mit ihm MITGEHST, an der Stelle noch mal das Suchort-Signal gibst und ihn dann mit deinem Apport-Signal noch mal aufforderst, das Apportel aufzunehmen und dir zu bringen. 

 

 

 

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Danke! Die Idee, den Suchort gezielt mit dem Signal zu verknüpfen, finde ich interessant, das könnte noch mal eine hilfreiche Brücke sein. Also den Pfiff eher zu deuten als "hier ist der Ort" als "Dummy!". Denn allzu lange werde ich daran nicht mehr herumhantieren, aus Sorge um meinen Rückpfiff. Der ist zwar eigentlich ein anderer - auf der normalen Büffelhornpfeife ein langer und entsprechend schriller Ton, bzw. der ähnlich klingende Pfiff auf den Fingern. Aber wenn merke, dass ich Sandor damit zu sehr irritiere, mal soll er auf einen Pfiff hin sofort kommen und mal suchen, dann lass ich das lieber. Da hat der Superrückruf eindeutig Priorität.

 

Zunächst hab ich jetzt gestern Nacht noch mal daheim vertieft, der leise Doppelpfiff ist beim Suchen daheim das "heiß!" beim Topfschlagen. Und auch erst dann, wenn ich gemerkt habe, dass er sich schon sicher ist dass es hier irgendwo sein muss. Den Anfang hatte ich genau so aufgebaut wie von dir beschrieben, also zuerst gepfiffen als er es aufgenommen hat, dann wenn er schon fast dran war. Das geht auch so lange gut, wie er das Dummy schon anvisiert hat. Hat er es aber noch nicht, dann steht für ihn offenbar nach wie vor fest: Pfiff = Rückruf.

 

vor 31 Minuten schrieb marcolino:

Später, im weiteren Verlauf des Trainings, können dann noch Richtungsanweisungen dazu kommen. Diese sind aber wirklich für FORTGESCHRITTENE, und für Anfänger nur irritierend.

 

Tja, da sind wir dann der merkwürdige Ausnahmefall. Dadurch, dass wir schon so viel mit dem Targetfeld gearbeitet haben, sind Richtungsanweisungen für ihn eine echte Hilfe. Das einzige, was ihm da etwas schwer fällt: Wenn er schon gestanden hat von dort aus wieder weiter geradeaus von mir weg. Aber der Rest, also rechts-links-näher zu mir-stopp, das geht total gut. Wobei er da gelernt hat, für rechts-links immer im rechten Winkel von seinem Standort aus zu laufen. Wäre somit eher die Frage, wann und wie man das mit einbaut?

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Am 19.5.2018 um 10:34 schrieb gebemeinensenfdazu:

Da wäre ich mir nicht unbedingt sicher, aber, weil mich das ziemlich interessiert @Freefalling- wie schnell wird ihm das langweilig?

Macht er das draußen auch so?

 

Hier läßt die Motivation deutlich nach, wenn es langweilig wird, dann fängt sie an zu variieren. Mehr als zweimal hintereinander und die Motivation sinkt erheblich- deswegen belasse ich es lieber bei einmal korrekt ausgeführt- auch nicht jeden Tag. Gesteigert wird das Interesse auf jeden Fall durch wirklich Suchen müssen (das geht etwas öfter), aber auch da muß ich mir ständig etwas neues einfallen lassen.

Drinnen geht alles verläßlich. Draußen sind die Triumphrunden großer und da will SIE schneller Abwechslung reinbringen.

Das ist dann schon RICHTIG abwechslungsreich.

 

Ein "Und jetzt du" (sie versteckt mir den Ball, macht sie grundsätzlich irgendwann) lief neulich so. Sie rennt 200m in den lichten Hain mit hohem Gras, fegt in mehreren Runden um die Bäume läßt zwischendurch den Ball fallen (es wurde schon dunkel...Den Schnurball hat sie nicht so gerne, der springt nicht, den hat sie fallenlassen). Ein "Such" brachte mir da nur ein "Komm' doch , wenn du was willst" (um mir den Ball in letzter Sekunde wegzuschnappen). Sie signalisiert mir durch regelmäßiges Checken an bestimmten Punkten, wo sie etwas versteckt haben könnte, lockt mich in die Richtung und  ich finde...einen chuckit-Ball, der da wohl schon ein halbes Jahr liegt- sie schnappt ihn mir weg, ich tausche/belohne mit Futter und schicke nochmal mit "Such den Ball", sehe daß sie was findet- ich gehe schon zurück und sage "Bring"... und was bringt mir der Hund? Einen ZWEITEN Chuckit Ball, der ähnlich lange irgendwo im Gebüsch jemandem verlorenging.

Zwei springende Bälle als Tausch für einen nicht springenden fand sie dann einfach keine Suche nach einem schäbigen Ball an der Schnur mehr wert. Naja, vielleicht findet ihn ein Hund mit einem größeren Herz für diese Bälle- ich hab' die Suche irgendwann aufgegeben mit der kleinen Taschenlampe.

Mittlerweile wurde der vermißte Ball mangels Konkurrenz auch wieder gefunden.  Ein anderer Hund hat zwischenducrh offensichtlich die Schlaufe zerbissen- scheint als mangele dem Spielzeug allgemein etwas an Attraktivität.

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Nur zwei Bilder, Wega findet es schwer Sachen zu 'finden', die nicht am Boden sind. hier hat sie zwar gesehen, wo ich die 3 Dinge hingetan habe, hat aber bei dem auf dem Stuhl länger am Boden rumgeschnüffelt. aber am Ende findet sie es immer und bringt es auch, naja, mindestens etwas näher als es war :14_relaxed:

Ich habe die Apportel 'aromatisiert' indem ich sie eine Nacht in den Eimer mit Trofu gelegt habe... das war zuviel, hat sie extrem nervös gemacht, so dass ich sie jetzt längere Zeit ausgelüftet habe. Jetzt ist wieder ok.

 

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