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Hundeforum Der Hund
gast

Umsetzung Anfängerübungen Apport - Praxisberichte und Fragen

Empfohlene Beiträge

vor 2 Stunden schrieb Graustufe:

Sie kann nichts in der Schnute halten ohne drauf rum zu beißen. Wenn du dazu Tipps hast - gerne her damit. 

 

Was das mit dem Dummy angeht, da muss dann @marcolino was dazu sagen - ich hab keine Ahnung, wie das dort aufgebaut wird bzw. ob das dort überhaupt ein Problem ist. (Könnte es mir aber vorstellen da es ja aus dem Jagdbereich kommt und die Jäger bestimmt nicht so begeistert von durchgekauter Beute sind, oder?) Im Obedience arbeiten alle die ich kenne mit dem Clicker, ich kann es also nur mit Clicker oder zumindest Markerwort beschreiben was wir da machen.

 

Bei Amy ist mir etwas ziemlich typisches aufgefallen: So lange sie mit dem Dummy rennt kann sie es ganz gut ruhig halten, erst beim Bremsen wird das ein Thema. Bei den meisten Hunden zeigt das, dass sie ein Problem damit haben vom "Beute-Renn-Modus" in den "ruhigen Konzentrationsmodus" zurückzuschalten. Einerseits prima, weil sie mit richtig Dampf losschießt und zügig und motiviert arbeitet, andererseits dann halt der Übersprung beim Abgeben. Was da ganz oft hilft ist, den Übergang etwas weicher zu gestalten. Also nicht den Hund erst schnell rennen und dann abrupt sitzen lassen. Sondern je nach Hund eine von zwei "weicheren" Variante wählen. Variante eins: Sie wie gehabt zum Bringen schicken, aber wenn sie kurz vor dir ist dich eindrehen und sie neben dir (flott!) herlaufen lassen, und schon die ersten flotten Schritte ohne Knautschen clicken. Darauf aufbauend dann die Strecken des Nebenhertragens länger werden lassen, und das Tempo immer mehr rausnehmen. Natürlich so, dass es weiterhin klappt. Variante zwei ist, das Tragen erst mal vom Hinrennen komplett zu lösen, also aus der konzentrierten Fußarbeit heraus aufbauen: Während des Fußlaufens das Dummy im Gehen geben, und schon den ersten Schritt clicken. Dann zwei Schritte, dann vier, usw. bis ihr eine richtige kleine Fußarbeit mit ruhig getragenem Dummy machen könnt. Und erst dann, wenn in dieser Art auch ein Anhalten mit Hinsetzen geht, auch wieder das Aufnehmen vom Boden und zum Schluss das Bringen dazunehmen. Wichtig ist aber bei allen Varianten, dass man nicht versehentlich das Knautschen mitbelohnt.

 

@Nebelfrei Drinnen ist doch auch super, und was das Niveau angeht, jeder dort wo er gerade steht, oder? Ich meine, perfekt sind wir alle nicht, wäre ja in einem Lernthema auch elend langweilig. Und gerade beim Apportieren geht es auch sehr weit auseinander was der jeweilige Hund mitbringt, da gibt es echte Naturtalente und andere, die brauchen eine Weile. Spannend ist es so oder so! Also schmeiß deinen Besuch raus und los gehts! :D

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@Silkies der Besuch geht am Samstag ganz freiwillig, morgen geht es wohl wiedermal an den Rheinfall.

Dass Wega das drinnen macht ist Absicht, sie soll ja noch den Bizeps schonen. Ich musste erst noch ein geeignetes Apportel produzieren, diejenigen, die ich hatte, waren für Wega nicht so ideal.

Die mangelnde Perfektion sonst liegt nicht an ihr, sondern an mir. Ist aber ok so. Perfektion brauch ich nicht :D

 

@marcolinodu hast im Eingangsthread geschrieben, es käme erstmal nicht so drauf an, dass der Hund das Teil ganz bis zu mir bringt. Aber irgendwann sollte es doch so so ein.

 

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vor 1 Stunde schrieb Nebelfrei:

du hast im Eingangsthread geschrieben, es käme erstmal nicht so drauf an, dass der Hund das Teil ganz bis zu mir bringt. Aber irgendwann sollte es doch so so ein.

 

Das kommt doch darauf an, ob es nötig oder sinnvoll ist :)

 

Wer darauf keinen Wert legt und lieber nur dafür detailliert und abwechslungsreich den Apport gestalten will, der kann da gut drauf verzichten.

 

Für Prüfungen ist das Geben in die Hand Pflicht, wobei hier je nach Prüfung das Geben aus dem Sitz, aber für Working-Test wohl auch das Geben aus der Bewegung heraus erlaubt ist.

 

Immer lässt sich das als sinnvolle Detailarbeit gestalten.

 

Mir persönlich ist für den reinen Privatgebrauch wichtiger, dass der Hund die Beute gerne GIBT - ob er das in die Hand gibt oder dem Menschen vor die Füße spuckt, ist mir egal.

Die Freude des Hundes ist wichtiger :)

 

Mal eine kleine Anekdote: eine frühere Übungsleiterin hatte bei ihrer Hünding Probleme mit dem prüfungsgerechten in-die-Hand-geben. Hatte die Hündin dies bis vor wenigen Monaten perfekt gemacht, spuckte sie nun der Halterin schon sofort beim Vorsitz das Apportel grundsätzlich vor die Füße. Wir haben darüber so ganz nebenbei gequatscht, sie meinte nur, sie hätte bisher keine zündende Idee, wie sie das möglichst ohne Zwang wieder hinbekommen könnte, weshalb sie es erst mal so lassen würde.

 

Ich fragte sie dann ganz spontan, ob ich das mal versuchen dürfte - ich durfte :)

 

Also habe ich sie eine einfache Apportaufgabe machen lassen, die Hündin spuckte mir das Dummy sofort beim Vorsitz wie erwartet vor die Füße - und ich trat drei Schritte zurück und sagte ihr in ganz erstaunten Tonfall: "Apport!" ... und die Hündin nahm ganz irritiert das Teil wieder auf ... und da war ich dann schneller, weil ich diese Zeit nutzen konnte  mit dem Signal "Sitz" meine Hand direkt unter die Schnauze hielt - und auf mein "Aus" fiel das Ding direkt in meine Hand.

 

Das habe ich drei mal gemacht, dabei die Zeitspanne zwischen dem erneuten "Sitz" und dem "Aus" minimal verlängert ... aber schon beim letzten Mal hat sie das Dummy nach dem Vorsitz einen Moment selbständig im Maul gehalten, sodass ich die Zeit hatte mich zu ihr zu knien und die Hand unter die Schnauze zu bekommen.

 

Die Verknüpfung zwischen Vorsitz mit Apportel und Ausgabe auf "Aus" war wieder hergestellt :)

 

Die Übungsleiterin hat das Apportel nie wieder selber aufgehoben ... und innerhalb kürzester Zeit brauchte sie das auch nicht mehr, weil Vorsitz und Warten auf das "Aus" wieder perfekt saßen - wie früher :D

 

Manchmal sehen Augen von Außen einfach ... andere Sachen ;)

 

 

 

 

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Ein guter Bekannter von mir hat jahrelang Hunde ausgebildet (auch für den Jagdbereich).  Zur damaligen Zeit hatte ich noch einen Hund und habe bei ihm den Aufbau gelernt. Jeder geht natürlich andere Wege, das Ziel ist meist das gleiche.

 

Die Übergabe des Apportel wurde immer als Tauschgeschäft ausgelegt. direkt in der Anfangszeit wurde in Verbindung mit dem "AUS" eine Belohnung angeboten, und zwar auf Höhe des Bauchnabels. Hund kam an, das Tauschobjekt (am Anfang Fleischwurst oder Käse) wurde in geschlossener linker Faust auf Höhe des Bauchnabels gehalten. Rechte Hand unter das Maul, AUS und im gleichen Moment öffnete sich die linke Faust und gab das Tauschobjekt frei.

 

So befand sich der Hund direkt im Vorsitz, der Kopf gehoben zum Tauschobjekt und in dieser Position fand die "Übergabe" statt. Das ging sehr schnell, schneller als ich erwartet hätte. Da ich seine Kurse regelmäßig besucht habe (auch später ohne Hund) konnte ich feststellen, das diese Methode sehr gut von den Hunden angenommen wurde.

 

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Der Haken hier ist , daß erst ausgespuckt und dann hingesetzt wird, bzw. Ausgeben nur beim Kommen stehend ausgeführt wird. Ausgeben und Vorsitzen sind für sie zwei verschiedene Sachen, insbesondere wenn ich "Sitz" sage- dann habe ich ja zwei Sachen von ihr gewollt.

Nicht, daß ich das jetzt unbedingt für verbesserungsbedürftig halte, mir ist das nicht so wichtig, aber ich probiere mal, wie ich dieses" nicht zwei Sachen hintereinander sondern auf einmal " irgendwie besser vermittle.

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Wir haben das in die Hand geben recht einfach durch tauschen gelernt.

 

Ich gebe dem Hund das Apportel, er hält es kurz fest, gibt es dann wieder ab und bekommt ein Leckerchen. Ein paar mal gemacht, gibt der Hund es schnell und gerne wieder ab.

 

später kann man die Zeiten ausdehnen und noch viel später möchte der Hund vielleicht das Leckerchen gar nicht haben, sondern eine folgende Übung, evtl anderes Apportel dann holen oder suchen ist für ihn dann noch spannender als so ein Leckerchen zu bekommen.

 

Aufmerksamkeit und Freude ist für mich hier der Schlüssel.

 

Meine Dame sucht wirklich lieber als Belohnung ein verstecktes Apportel als ein schnödes Leckerchen zu bekommen, die gibts ja zwischendurch auch genug schon.

 

Das in die Hand geben soll aber immer ruhig und besonnen gemacht werden, viele reißen zu Beginn schon fast das Apportel aus der Schnauze.

 

Schön finde ich auch, wenn der Hund es mir in de Hand legt, also ich lege die Hand unter die Schnauze und er legt das Apport da rein, gibt es freiwillig, ganz ohne DRuck natürlich.

 

Immer nur kurze Übungen machen, nicht zu lange Sequenzen einbauen.

 

Uns macht das Ganze echt Spaß.

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Ich habe mal eine "doofe" Frage. 

Warum ist es für meine Hunde so schwer den Dummy in einem Stapel Holzstämme zu finden? 
Lag das gestern evtl. am Geruch weil die ziemlich frisch gefällt/geschnitten wurden und sehr doll gerochen haben? 

 

 

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@BVBTom dummerweise findet Wega kein Futter auf der Welt so toll, wie etwas was sie rumtragen kann. Aber die, die ich jetzt gebastelt habe sind wohl langweilig genug :D

 

@Graustufe bestimmt auch der starke Geruch, aber vielleicht auch die Höhe. Wega sucht vor alle, am Boden, alles was weiter oben ist, findet sie nicht so schnell

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vor 33 Minuten schrieb Graustufe:

Ich habe mal eine "doofe" Frage. 

Warum ist es für meine Hunde so schwer den Dummy in einem Stapel Holzstämme zu finden? 
Lag das gestern evtl. am Geruch weil die ziemlich frisch gefällt/geschnitten wurden und sehr doll gerochen haben? 

 

 

 

Hier sieht man was ich meine. Theoretisch sieht sie ja wo ich den Dummy verstecke. Sie tut sich allerdings schwer ihn zu finden.

 

 

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vor 4 Minuten schrieb Nebelfrei:

@BVBTom dummerweise findet Wega kein Futter auf der Welt so toll, wie etwas was sie rumtragen kann. Aber die, die ich jetzt gebastelt habe sind wohl langweilig genug :D

 

@Graustufe bestimmt auch der starke Geruch, aber vielleicht auch die Höhe. Wega sucht vor alle, am Boden, alles was weiter oben ist, findet sie nicht so schnell

 

 

Höhe ist bei Amy kein Problem. Die guckt auch immer hoch in die Bäume ob der Dummy dort ist.

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