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polar-chat.de  Der Hund
acerino

Erste Hilfe am Hund

Empfohlene Beiträge

Aus dem Hausapotheken-Thema hat sich mir die Frage gestellt, ob ihr schon mal einen erste Hilfe Kurs für Hunde besucht habt und/oder ob ihr schon mal erste Hilfe an einem Hund leisten musstet?

 

Wie sind eure Erfahrungen damit?

 

 

 

 

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Ich bin mal mit 15/16 nach hause gekommen und unsere Diabetiker Hündin hat mich nicht begrüßt. Das hat mich stutzig gemacht und ich hab ihren Blutzucker Spiegel gemessen ( der deutlich zu niedrig und schon bedrohlich war). Meine erste hilfe Maßnahme bestand darin, ihr Traubenzucker auf die schleimhäute zu reiben und vorsichtig mit Wasser verdünnt einzu flößen. 

Ansonsten habe ich mal einen Druckverband gemacht ( wäre wohl auch ohne ok gewesen, aber man wills ja immer nicht probieren) und um die Rest bin ich zum Glück dem herum gekommen. 

 

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Das Thema finde ich sehr spannend: Was macht man bei Epilepsie? Was bei einem Sonnenstich oder Hitzschlag? Horror, wenn man nicht weiß, was man machen soll.

 

Das Video hier hat mich sehr mitgenommen. Ich gehöre ja eher zur Fraktion der Frau im Video, weinen und verzweifeln. Leider steht da nirgends, was der Hund hier im Video hatte (vielleicht ist es auch ein Fake), aber ich fand es beeindruckend. Nachfolgend ein Youtube-Video einer Kleintierklinik, in dem eine Herzmassage gezeigt wird.

 

 

 

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Danke, dass du das zweite Video noch dazu gepackt hast. Das gefällt mir zwar auch nicht wirklich gut, aber die Maßnahmen sind korrekter dargestellt, als im ersten sichtbar.

 

Das erste habe ich schon mal gesehen. 

Dort ist keine wirkliche Reanimation zu sehen (Hund liegt auf der falschen Seite, Kompression nicht tief genug, nicht oft genug...) und ich habe daher zweifel, dass der Hund wirklich reanimationspflichtig, sprich pulslos war.

Das ist nicht als Vorwurf gemeint. Der Mann hat geholfen wie er eben konnte und das ist aller Ehren wert! Hut ab. Muss man auch erstmal können in einer nicht alltäglichen Situation, wenn auch noch Menschen um einen sind, die schreien und weinen.

(Wenn's ein fake ist, finde ich ihn gut gemacht)

 

Nur einfach zum Verständnis jetzt beim Gucken: so sollte ne Reanimation nicht aussehen.

 

Zum präkordialen Faustschlag (kurz einmal mit der Faust auf den Thorax schlagen) den die Ärztin im zweiten Video empfiehlt: es gibt in der Humanmedizin Null Evidenz, dass diese Maßnahme etwas bringt.

Selbst für den beobachteten Kreislaufstillstand gibt es dazu keine Empfehlung.

Man kann es also machen, oder es einfach lassen und stattdessen mit normalen Kompressionen beginnen. 

30:2 (kompression:beatmung)

Bei minihunden würde ich persönlich 15:2 machen.

 

Das wichtigste ist eh ne gute Herzdruckmassage. Beatmungen sind zu vernachlässigen, wenn man es nicht hinkriegt.

 

 

Ein ganz allgemeiner Hinweis:

Die Logistik ist genauso wichtig, wie die Hilfe an sich. Es bringt niemandem was, wenn ich draußen im Feld alleine anfange nen Hund zu reanimieren. Ich muss mich quasi parallel um den Transport in die Klinik/Arzt kümmern oder mir zumindest Hilfe organisieren.

 

Gegenden mit ner Tiernotrettung sind hier sicher im Vorteil, weil die auch zu einem fahren und effektiv helfen können.

Bei uns gibt es sowas nicht. 

Also wenn ich nen Notfall feststelle, den ich vor Ort nicht im Stande bin zu therapieren, externe Hilfe rufen (freunde mit auto, taxi, andere hundehalter) und dann eben am Hund arbeiten/hilfe leisten.

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Ich finde, das ist ein wichtiges Thema. Ich verlinke jetzt mal nichts, sondern empfehle eine Google-Recherche, um sich schlau zu machen z.B.:

Giftige Pflanzen ERSTE HILFE BEIM HUND

 

Giftig sind z.B. Bärenklau, Philodendron, Weihnachtssterne, Geranien, Gummibäume, Eiben, Pilze, usw.

 

 

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Wichtiger Punkt.

 

Ich finde es allerdings schwierig ne Seite im Netz zu finden, die verlässlich Auskunft gibt.

Kennst du eine?

 

Ich kenne mich insgesamt mit Pflanzen viel zu wenig aus.

Wir haben zb Lungenkraut im Garten, was unser Hund gerne frisst. Ich habe ihn nicht gelassen, weil ich dann im Netz 'Lungenkraut und Hunde' googelte und die ersten Ergebnisse mit dem Wort "GIFTIG" gespickt waren. 

Uuuh, dacht ich. Lieber nicht. 

 

In nem Buch über Rohfütterung für Hunde stand es dann aber als ganz gutes Heilkraut (wie für Menschen auch), was bei Bedarf zugefüttert werden kann.

 

Neben möglichen sachlichen Falschinformationen muss man auch immer bedenken, wie viel Dosierung, Art der Anwendung etc ausmachen (ich habe den Eindruck, oft wird gerade die Dosierung völlig außen vor gelassen).

 

Über eine seriöse Quelle dazu, wäre ich persönlich jedenfalls sehr dankbar.

Muss ja nicht mal ausm Netz sein. Buchform geht ja auch. 

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vor 6 Stunden schrieb Laikas:

Giftig sind z.B. Bärenklau, Philodendron, Weihnachtssterne, Geranien, Gummibäume, Eiben, Pilze, usw.

 

Auch der gute alte Hollunder ist nicht gut, wenn der Hund die Äste frisst.

 

Aber jetzt mal ehrlich. Welcher Hund (der Welpe mit Zerstörungswut mal ausgenommen) frisst das?

 

Wir haben im Garten soviel giftiges, ich müsste die Hunde eigentlich nicht mehr rauslassen....Okay, keine Gummibäume.... aber viele ander Dinge, die ich gar nicht näher beschreiben möchte.

 

Was anderes ist, wenn ich Heilpflanzen geben möchte, dann mach ich das wie beim Pilze sammeln. Ich nehme nur die, die ich absolut sicher identifizieren kann und sehr gut kenne. Ansonsten kaufe ich lieber ein fertiges Produkt. (Kräuterarznei)

 

vor 3 Stunden schrieb acerino:

Wir haben zb Lungenkraut im Garten, was unser Hund gerne frisst. Ich habe ihn nicht gelassen, weil ich dann im Netz 'Lungenkraut und Hunde' googelte und die ersten Ergebnisse mit dem Wort "GIFTIG" gespickt waren. 

Uuuh, dacht ich. Lieber nicht. 

Es gibt den "Arum maculatum", was GIFTIG ist und leider auch mal als Lungenkraut genannt wird. Aber durchaus auch als Heilpflanze genutzt wird

siehe hier: https://www.gesundes-bewusstsein.de/?p=7446

 

Zitat

Volkstümliche Bezeichnungen:

Auf die Gestalt des Blütenkolbens bzw. der Blütenscheide gehen die Bezeichnungen Antensnepl = Entenschnabel (Braunschweig), Johanneshaupt (Wien), Wilde Skarnitzelblume (Steiermark), Schdanizl, Stranizl usw. aus ital. scarnuzzo = Papiertüte, Trommelschlegel (Schweiz: Thurgau). Die volksmedizinische Anwendung hat der Pflanze die Namen Zehrwurzel (gegen Auszehrung gebraucht) (z. B. nördl. Böhmen), Lungenkraut, Lungechrut (Schwaben, Schweiz), Poperagrothworza = wohl Podagra (Schweiz: St. Gallen), Magenkraut (Oberösterreich) Fieberwurz, Frostwurz, Zahnkraut eingetragen. Auch Pfingstblume (Caub am Rhein) nennt man das Aronkraut nach der Blütezeit

 

 

Und es gibt das Lungenkraut, welches man oft angeboten in Pferdeshops als kleingeschreddertes Kraut bekommt.

Die HEILPFLANZE heisst Pulmonaria officinalis, Pulmonaria maculosa und auch Lungenkraut.....

(siehe Hier: http://heilkraeuter.de/lexikon/lungenkr.htm  

 

Alles in allem sollte man sich mit dem lateinischen Namen vertraut machen und nach und nach die Pflanzen kennenlernen.

 

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Mein Tierarzt hier bietet einen Erste Hilfe Kurs an, an dem ich vor einiger Zeit teilgenommen habe. Man sagt, wenn man Interesse hat und wenn genug zusammen kommen, wird ein Termin festgesetzt. Mehrere Stunden üben z.T, am lebenden Hund, danach umfangreiches Skript zum Abschluss.

 

Ich hoffe, ich habe möglichst viel verinnerlicht und reagiere dann im Notfall instinktiv richtig, weil aufzählen, was ich wann zu machen hätte, kann ich nicht.

Aber ich fand es wichtig, mehr zu wissen und sich mehr zu trauen. Nichts zu versäumen.

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