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Keine Anfänger-Hunde/ erfahrene Hände

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Holo   

Um vielleicht wieder ein bisschen allgemeiner zu werden, und weg von eurer (durchaus interessanten) Diskussion zu kommen: Hunde(rassen) die mir spontan einfallen würden, wo ich Anfängern* von abraten würde wären:

Sämtliche Hochleistungshüter. Tolle Hunde. Ganz Klasse. Aber das Potenzial, dass die dauerhaft überdrehen ist halt sehr hoch.

Sämtliche Schäferhunde/ Ähnliches die eigentlich als Gebrauchshunde gezüchtet werden- Auch ganz tolle Hunde. Teilweise wunderschön anzusehen wenn sie dem Postboten in der Wade hängen. 

Listis und andere Hunderassen mit vorprogrammierter Unverträglichkeit.Macht einfach oft weniger Spaß als ein gut verträglicher Hund. Gerade als Anfänger irgendwie doof. Es gibt doch viele Situationen, wo sich Kontakt nur schwer meiden lässt und die man so vielleicht erstmal gar nicht auf den Schirm hat. 

Weimaraner, Viszlas, Beagle und andere Mode-Jagdhunde. Gerade schwer im Trend hier. Sehr elegante Tiere, bis der Jäger sie ins Visier nimmt.

Herdenschutzhunde. Sind tolle Hunde, keine Frage. Aber man muss halt wissen, wodrauf man sich einlässt- und als Anfänger weiß man das glaube ich kaum.

 

Ich weiß, dass meine Liste keiner Hunderasse und vorallem keinem Individuum (im Endeffekt ist es wichtiger, den Hund als eigenständige Persönlichkeit zu betrachten) gerecht wird, aber wenn mich jetzt jemand fragen würde, wäre das meine ganz persönliche Meinung. Wozu ich raten würde wären Tierschutzhunde. Mag sein, dass es der eine oder andere als nervig empfindet, wenn man immer wieder damit anfängt. Aber es gibt wirklich genug Hunde in Europa.  Ich hatte es schon Mal in ner anderen Diskussion angesprochen: Im Tierschutz kann man Labradore finden, die sich als Setter tarnen, Als Terrier verkleidete Golden Retriever,  Collies in Gestalt von Terriern... Und man kann die Hilfe von Leuten, die sich auskennen in Anspruch nehmen, um den idealen Hund für sich zu finden. Würde ich wirklich jedem raten.

Am Ende muss halt jeder selber wissen, was er tut. 

 

 

* ausgenommen natürlich Anfänger, die wirklich einen Gebrauchshund wollen und brauchen. Jäger, Schäfer, meinetwegen Polizisten...Als typische Anfänger stelle ich mir immer ein Paar Anfang 20 vor. Die wohnen in einer mehr oder weniger großen Stadt, wollen vielleicht mehr oder weniger bald Kinder oder haben schon welche..

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benno0815   

Früher nannte man das "Passung" :)
Erfahrene, seriöse Züchter und erfahrene, seriöse Tierschutzorgas versuchten/ versuchen, ein Mensch-Hunde-Team nach Passung zusammenzustellen, d.h. man schaut auf die Voraussetzungen, die die Menschen mitbringen und sucht danach den passenden Hund aus.
Dabei werden die individuellen Möglichkeiten, Vorlieben, etc. berücksichtigt.
Kein lauffreudiger Hund zu der bewegungseingeschränkten älteren Dame, kein Schutzhund zur 6-köpfigen Familie mit ständigem Familienbesuch, kein arbeitender Hütehund zur vollzeit berufstätigen Einzelperson in der Innenstadt, etc.
Wenn die Passung gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Hund und seine Menschen glücklich miteinander werden.
Ist sie es nicht, stehen die Chancen hoch, dass der Hund irgendwann abgegeben wird.

Der Anspruch mit einem sog. "Problemhund" ist ja noch einmal zusätzlich ein anderer, hier werden Personen gesucht, die hinreichend Erfahrung und alle Voraussetzungen mitbringen, den Hund wieder in ein "normales" Leben zu integrieren.
Darunter würde auch ich einen Personenkreis verstehen, der nicht nur Gelegenheit hatte, an Problemen erfolgreich zu arbeiten, sondern auch die nötigen Voraussetzungen zum Zusammenleben mit einem dieser Hunde mitbringt.
Meine Angsthasen hätten nie in einem Mehrfamilienhaus leben können, nicht in der Innenstadt, eine trubelige Familie mit viel Besuch wäre auch nicht möglich, ein Mitnehmen der Hunde in Restaurant/ Biergarten, etc. geht ebenfalls nicht. Freunde zur Geburtstagsparty? Geht nicht, es sei denn der Hund wird evakuiert.
Gemeinsame Spaziergänge mit Freunden? Fehlanzeige. Und wenn dann diese Hunde nicht allein bleiben können, wird man doch ganz schön einsam.
Das muss man alles nicht nur wissen, das muss man auch abkönnen. Und hier überschätzen sich viele Leute einfach, meist aus Unwissenheit. Sie können sich einfach nicht vorstellen, wie das ist und wie lange es dauert.
Mit Aggressionsverhalten ist es oft noch schwieriger, weil die Akzeptanz anderer noch kleiner ist, als bei Angstproblemen. Hier wird der Besitzer nicht nur noch einsamer, sondern auch oft als "merkwürdig/ anders" abgelehnt.
Gerade für Hunde, die eines dieser Probleme haben, ist jedoch wichtig, nicht wieder nur eine begrenzte Zeit in neuem Zuhause zu verbringen, mit jedem Wechsel werden die Probleme größer. :(
Ich habe sehr viele Leute kennengelernt, die völlig überfordert waren, mit den Problemen des Hundes und den daraus resultierenden Konsequenzen auf ihr eigenes Leben.
Diese Menschen waren kreuzunglücklich, die Hunde auch und es kostet viel Kraft und Überzeugungsarbeit und dann auch noch die Nadel im Heuhaufen finden, um diese Paare wieder zu trennen.
Ich möchte nicht tauschen mit den Vermittlern dieser Hunde, es ist verdammt schwierig, den richtigen Platz für diese Hunde zu finden.

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2010   

Jedes Lebewesen ist anspruchsvoll und stellt Ansprüche.

Ein Border als Spezialist, am Vieh ist ein Geschenk. Etwas einfacheres gibt es auf der Welt nicht.

Der selbe Hund zerredend am Kinderwagen, giftend nach andern Hunden schnappend, mit dem Ball im Stadtpark bespasst, der Horror.

Ein Beagel ist ein Beagel und hat Beagelansprüche. Ich will keinen geschenkt haben. Trotzdem super niedlich....

Und so ist es mit jeder Rasse.

Niemand hat hier geschrieben, dass es Sinn macht einem Anfänger die exotischste Hunderasse anzuraten. Dennoch gibt es ja gerade auch hier im Forum die Shibahalterin, die ja auch als Jugendliche einen Shiba kaufte... ganz ohne Erfahrung.

Schlecht beraten? Unwissenheit? Hätte sie nicht auch erst mal mit einem Pudel anfangen müssen?

 

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Fiona01   

Tatsächlich war der viel als Anfängerhund gerühmte Pudel auch mein Anfängerhund. Und er war auch einfach ein Schatz.

Dann kamen drei Mischlinge, wovon Minos als Depivationshund dann auch der anspruchsvollste war. Wo ich mich bei ihm ärgere ist, dass ich nicht darüber aufgeklärt wurde, was das alles mit sich bringt. Oft habe ich nämlich echt gedacht, ich schaffe das nicht. Davon abgesehen hat mich Minos auch unglaublich viel Zeit gekostet, wo ich im nachhinein denke, da hat klein Fly oft zurückstecken müssen.

 

Heute haben wir uns zusammengerauft, ja, aber noch mal gibt es keinen Hund mit solchen Defiziten. 

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Hoellenhunde   
(bearbeitet)
vor 50 Minuten schrieb 2010:

Dennoch gibt es ja gerade auch hier im Forum die Shibahalterin, die ja auch als Jugendliche einen Shiba kaufte... ganz ohne Erfahrung.

 

Wer soll das sein?

 

Kenne ich natürlich auch, sind halt oft und still und heimlich auf die Nase gefallen und haben sich durchgekämpft - oder angegeben. 

 

Ich jabe mejnf Pflegeshibas fast alle an Shiba-"Neulinge" vermittelt. Dennoch würde ich diese Hunde nicht dem Durchschnittsmenschen, der sich einen Hund anschafft, ans Herz legen. 

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Ivy2   
vor 4 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Wer soll das sein?


Na nicht Du. Aber es gibt eine.

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Hoellenhunde   

Ist mir klar, dass ich es nicht bin. Aber alle 3, die ich sonst noch weiß, auf die trifft das auch nicht zu.

 

Also einfach beantworten?

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Ivy2   
vor einer Stunde schrieb benno0815:

Früher nannte man das "Passung" :)
Erfahrene, seriöse Züchter und erfahrene, seriöse Tierschutzorgas versuchten/ versuchen, ein Mensch-Hunde-Team nach Passung zusammenzustellen, d.h. man schaut auf die Voraussetzungen, die die Menschen mitbringen und sucht danach den passenden Hund aus.


Jaaa, bei richtig guten gescheiten vernünftigen Züchtern ist das zum Glück auch heute noch so! Man ist dann auch gut beraten, darauf zu hören, obwohl man sich vielleicht in einen anderen verguckt hatte. Ich hatte seinerzeit meine Ideen telefonisch durchgegeben, was ich mir für einen Charakter vorstelle, wie der Hund leben soll, was er mitbringen muss und dann wurde mir gesagt - komm mal rum, wir gucken mal, was wir für Dich haben. Passte dann ja auch wie Arsch auf Eimer! :wub:

Ist das denn allgemein heute nicht mehr üblich, dass der Züchter aussucht, welcher Welpe/Hund zu welchem Interessenten kommt? Also bei den richtigen Züchtern meine ich jetzt, nicht bei den "liebevollen Familienaufzuchten" und "wir haben zwei Hunde die aussehen wie Rasse x, wir lassen die mal Welpen haben". Ich kenne das nämlich von den richtigen Züchtern nur so und die sagen einem auch schonmal, dass sie sich einen Hund ihrer Rasse so gar nicht bei einem Interessenten vorstellen können (und können das dann auch gut begründen und vielleicht hört der eine oder andere dann auch darauf).

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Tyrshand   
(bearbeitet)

Ich empfinde es so, als käme das ganz stark auf die Voraussetzung und das Umfeld an. Ich hatte als ersten Hund eine Anfängerhunderasse, Labrador, der hat mir im Vergleich zum Shiba jetzt so viel geschenkt, der brauchte auch Erziehung, aber brachte von sich aus schon so viel mit, was es viel viel einfacher machte, vor allem situativ und ganz groß geschrieben, dass er Menschen einfach sehr zugetan war. Der Akita danach war schon anders, war aber "seinen Menschen" auch so enorm zugetan, dass er sich so vieles hat gefallen lassen und einfach nicht murrte. Und jetzt habe ich einen Einsiedler Hund. Aber ich bilde mir nicht ein, dass nur ich mit ihm zurechtkomme, ABER ich bilde mir ein, dass es insgesamt weniger Menschen von meiner Sorte gibt, die für den Hund so viel zurückstecken und diese Voraussetzungen wie ich sie habe mitbringen: Keine Familie, kleine und auch größere Kinder gingen absolut gar nicht, die Arbeitszeiten so auf den Hund angepasst, dass er alleine zu Hause bleiben kann oder ich nehme ihn mit ins Büro, je nachdem, ein Haus mit Garten für den Hund gekauft wo die Katzen dann auch ne eigene Etage haben, die Bereitschaft ein Einsiedler Hunde-Halter-Leben zu führen, obwohl ich wirklich SO gerne klöne, ich habe mit diesem Hund keine einzige neue Hundebekanntschaft geknüpft (in meiner Umgebung, ich fahre bis nach Bayern bis ans andere Ende Deutschlands um mal Spaziergänge mit anderen Hundehaltern zu machen, die zu mir passen), alle vorhandenen kannte ich schon mit meinen alten Hunden, keine großen Parties bei mir zu Hause, keinen Besuch von Freunden mit Kindern, keine Grillfeste, alles immer außer Haus - Hund bleibt zu Hause.

 

Mein Leben war vorher nicht so. Definitiv nicht.

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Vielleicht  war @Annali gemeint (keine Ahnung welches Alter die hat...). Oder es bezog sich auf den Fragesteller von vor ein paar Wochen noch ohne Hund, da stimmt  wenigstens das Alter.

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