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Keine Anfänger-Hunde/ erfahrene Hände

Empfohlene Beiträge

Hoellenhunde   
(bearbeitet)

Lasst doch die Nennung einer bestimmten Rasse selbst bitte mal weg...

 

Es geht wenn dann überhaupt um eine Tendenz bei Rassen und rassetypischen Eigenschaften; da reicht es nicht, 1-3 Exemplare einer Rasse zu "kennen" (=draußen mal kurz zu treffen) - mal davon abgesehen, dass es nur ein Bruchstück ist, man kann eben genau einen "Ausreißer" erwischen.

 

 

 

Wie ich schrieb, ich habe meine Schützlinge sehr gerne an Rasse- oder gar Hundeanfänger vermittelt - Anfängerhunde waren es aber nicht. Weder, was die rassetypischen Eigenschaften betrifft, noch was den Hund als Individuum anbelangt. Trotz der angeblichen Tauglichkeit dieser Rassen als "Anfängerhunde", die einem im Forum attestiert wird, weil man mal so einen Hund gesehen hat und der ja gaaaanz anders ist als die Olle(n) da sagt/en. ;)

 

Wer von euch würde denn einen HSH einem Anfänger empfehlen? Müsste schon ein Anfänger sein, bei dem "alles stimmt", gell?

 

Ich finde gerade das Kleinredem gefährlich, denn das treibt die Hunde dann in dem Tierschutz. Hunde, die angeschafft werden, weil die Leute glauben, SIE bekommen die Ausnahme der Regel. Weil sie in der Nachbarschaft doch einen Hund gesehen haben, der total einfach zu händeln sei.

 

Ich monsterfiziere lieber etwas zu viel, wenn derjenige sich dann immer noch einlassen will und es besser läuft: ok!

Meist kommt aber: "Du hattest Recht!" 

Vielleicht aber auch erst 2-3 Jahre später.

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Das Problem ist doch schon benannt worden: Den ersten eigenen Hund haben heißt weder, daß derjenige unbedarft ist, noch, daß er/sie den Hund im Alltag nebenher laufen lassen will. Die gibt es auch, aber das hat wenig mit "Anfänger" zu tun.

Und dann kommt bei Rasseeigenheiten noch dazu, was vermeintliche Rassekenner so generell an Erziehungsweisheiten verbreiten. Die sind nicht alle nett. Und egal ob man 50 Jahre lang mies und falsch erzogen  und der Hund "funktioniert" hat, wurde er fünfzig Jahre lang falsch erzogen. Von so etwas darf sich ein Anfänger nicht beeindrucken lassen.

 

Eine realistische Selbsteinschätzung ist am wichtigsten. Der Aufwand wird ja in Foren (und auch bei manchem Züchter) gerne kleingeredet. 10min Kopfarbeit ersetzen NICHT zwei Stunden Freilauf. Mein Hund schläft nicht 18 h am Tag, die kommt mit 16h aus, ca. 4h am Tag sind wir unterwegs. Wachhunde sind schneller wach...und lauter, wenn der Hund zuwenig Abwechslung kriegt und aus Langeweile vermehrt wacht.

Beim Dobi wird sich das alles ja gerne nochmal mehr zurechtgeredet. Eleganter Hund, steht ja "auf Familientauglichkeit gezüchtet" dran, (was real nichts anderes als Schönheitszucht mit erhöhtem Gesundheitsrisiko bedeutet). Wesensfester und nervenstärker sind die nicht gerade.

Ja- der Hund muß "Ruhe lernen" aber das löst jeder Hund anders, d.h. nicht automatisch, daß er zuhause schlafen muß, das kann er auch beim Schnüffeln im selbstbestimmten Tempo freilaufend unterwegs. Das schreibe ich nur so oft, weil gerade ziemlich viele Dobihalter schnell zur Box greifen. Gerade aber Dobis müssen viel (kennen-) lernen. Das geht nicht zuhause. Sie sind auch keine BC, die mit Reizüberflutung nicht klarkommen. Sie haben sehr viel Energie, die irgendwo umgesetzt werden muß.

Ja - die jungen Dobis sind aufgedreht. Nein- deshalb sperrt man sie nicht ein. Man sorgt für ausreichende Auslastung (körperlich und geistig) und Ausgleich. Das geht nur in den seltensten Fällen nebenher. Und dazu sind sie noch sensibel mit ziemlich gutem Gerechtigkeitsempfinden. Die können entweder kaputtgemacht werden oder der Hund fängt sich an zu wehren. Erschwerend kommt das Klientel dazu, das gerne mit seinem gefährlichen Hund angibt und grausige Erziehungstipps verteilt

Ich kenne viele unausgelastete Dobis, denen sehr viel verboten wird. Die unterdrückte Power sorgt für unglaubliche innere Anspannung, die Hunde kippen leicht. Das sind alles Probleme, die mit ständiger Maßregelung und Boxenaufenthalten einhergehen, der Hund kann absolut nichts dafür.

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Hoellenhunde   
(bearbeitet)

Das "Problem" (eines?) wird hier aber zu eindimensional besprochen, meiner Meinung nach; gerade wenn ich mich an all die Telefonate und Vermittlungsgespräche der letzten Jahre erinnere, ist das wesentlich mannigfaltiger.

 

Die Leute kamen von selbst sehr oft zu der Einsicht, dass sie mit einer anderen Hunderasse sehr viel glücklicher geworden wären und "es unterschätzt" haben. Und das waren durchaus auch häufig Anfänger bzw. Leute mit der falschen Hundeerfahrung. 30 Jahre Erfahrung kann heißen: 2 Hunde gehabt zu haben. Wow.

 

Natürlich gabs auch die, "Wir haben seit 15 Jahren Schlittenhunde und das war alles ganz anders bisher!"

Die hatten halt auch genau 2 Hunde. Nochmal wow.

 

Ich finde es fatal so zu tun, als sei es nur eine Frage der Perspektive und des individuellen Hundes (beides ist sehr wichtig) und die Tendenz im diesem Forum, die Rassen oder Typen auszuklammern oder gar kleinzureden, macht mir Bauchschmerzen.

 

Und freilich gabs auch Leute, bei denen die Chemie mit diesem Hund nicht stimmte und andere Gründe. Schreibe ich mal vorsichtshalber dazu.

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Hoellenhunde   

Mir ist noch was eingefallen:

 

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Wie passend:

ü

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Shyruka   
vor einer Stunde schrieb Hoellenhunde:

Ich finde es fatal so zu tun, als sei es nur eine Frage der Perspektive und des individuellen Hundes (beides ist sehr wichtig) und die Tendenz im diesem Forum, die Rassen oder Typen auszuklammern oder gar kleinzureden, macht mir Bauchschmerzen.

Das ist einer der Gründe warum ich überhaupt auf diese Frage komme und sie versucht habe möglichst allgemein zu formulieren ohne Rassen zu nennen. Wenn ich hier schreiben würde, was seit Jahren meine Wunschhunderasse ist, die ich mir auch eines Tages holen werde, wenn die Vorraussetzungen stimmen (was sie eigentlich sogar fast tun), würden sich vermutlich ziemlich viele die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Woran wird das fest gemacht? Meist am Namen der Rasse, den dazugehörigen Klischees und teilweise auch daran, dass man die Person nicht kennt die fragt. Man weiß nicht, wie viel sich informiert wurde, man weiß auch nicht wie viel vom Info-Material vom potenziellen Besitzer romantisiert wird/wurde. Man weiß nciht wie viel Selbstreflexion dahinter steckt und wie real derjenige mit dem Thema umgeht.

Es gibt so einige die sich eine gewisse Hunderasse holen, weil sie ihn einfach haben wollen, weil er toll aussieht, oder weil er ja als sooo selbstständig beschrieben wird und das bestimmt toll ist. Wenn Hundi dann nicht gehorcht geht aber plötzlich die Welt unter.

 

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb Hoellenhunde:

Das "Problem" (eines?) wird hier aber zu eindimensional besprochen, meiner Meinung nach; gerade wenn ich mich an all die Telefonate und Vermittlungsgespräche der letzten Jahre erinnere, ist das wesentlich mannigfaltiger.

 

"Anfänger" ist doch ein schwammiger Begriff, der relativ wenig darüber aussagt, wie der Alltag mit dem Hund aussehen soll.

Mit einer Auflistung von

-was kann ich dem Hund bieten? (Beschäftigung, Auslauf, Gesellschaft, (Hundesport-)Trainingsbereitschaft, Wohnsituation, Artgenossen, Grundstück zum bewachen, soziales Umfeld...)

-und was erwarte ich vom Hund? (enger oder weiter Radius, darf er nicht jagen, soll er von Anfang an wenig Probleme beim Alleinebleiben haben, Allergien...)

kommt man dem konkreten Hund und Anfänger schon näher. Mit einem erwachsenen Hund ist man wahrscheinlich näher an der Wunschvorstellung, wobei ein junger Hund bis zu einem gewissen Grad natürlich auch formbar ist, sichere Prognosen, wie das mit dem Hund wird, kann man wohl eher bei einem erwachsenen Hund geben.

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black jack   

Angenommen ich habe drei Generationen ,insgesamt kooperative, Menschenzugewandte Hunde bin ich über den Status des "Anfängers" vermeintlich hinaus .

Für Hund Nr 4 mit mir gänzlich unbekannten Verhaltensweisen bin ich doch immer noch "Anfänger".

 

 

Jemand der zum X.mal einen Hund derselben Rasse /Mix besitzt kann ja immer wieder dieselben  Fehler machen,ist ja kein Anfänger ?

Für mich kein Kriterium .

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gebemeinensenfdazu   
vor 2 Stunden schrieb Hoellenhunde:

Mir ist noch was eingefallen:

 

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Wie passend:

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 Wen hast du damit angesprochen?

Ich finde das nicht entsetzlich, sondern sinnentleert. Genausowenig wie es DEN Anfänger gibt, gibt es auch DEN Anfängerhund. Je nach Ansprüchen sieht das eben anders aus. Oder meinst du mit "Anfängerhund" einen anspruchslosen Hund? Was ist, wenn der Anfänger aber gerne anspruchsvolle Sachen gemeinsam vorhat?

Die Charakter-Typen innerhalb einer Rasse sind sehr unterschiedlich. Ich kenne einen Showliniendobi, der bringt sehr wenig Rassetypisches mit, der hat eher etwas von einem Molosser, andere haben kaum Bezug zum Halter, andere sind artgenossenunverträglich, wieder ein anderer ist Therapiehund - es gibt einfach sehr viele verschiedene- vielleicht sogar auch relativ anspruchslose. Vielleicht sind andere Rassen da homogener. Empfehlen würde ich je nach Profil bestimmte Typen, am besten schon erwachsene Hunde aus dem Tierschutz. Die können sie dann direkt kennenlernen.

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Hoellenhunde   
vor 6 Minuten schrieb black jack:

Angenommen ich habe drei Generationen ,insgesamt kooperative, Menschenzugewandte Hunde bin ich über den Status des "Anfängers" vermeintlich hinaus .

Für Hund Nr 4 mit mir gänzlich unbekannten Verhaltensweisen bin ich doch immer noch "Anfänger".

 

 

Jemand der zum X.mal einen Hund derselben Rasse /Mix besitzt kann ja immer wieder dieselben  Fehler machen,ist ja kein Anfänger ?

Für mich kein Kriterium .

 

Für mich auch nicht. Aber wenn ich jemanden mit Erfahrung suche für einen bestimmten Hund, dann will ich jemanden mit Erfahrung für diesen Hund mit diesen (auch rassetypischen) Eigenschaften - keinen ambitionierten Anfänger. Egal ob er bei 0 anfängt oder bei 0,1!

 

Nehmen wir mal einen deprivierten Hund (um von den Rassen wegzukommen), den ich vermittle. Ein Hund, der schon das dritte oder vierte Zuhause sucht, weil die Leute mit dem Deprivationsschaden nicht zurechtkamen. Dann ist DIE Anforderung für diesen Hund ein Mensch mit Erfahrung auf diesem Gebiet. Da kann dann jemand noch so gelehrig sein, der fällt für mich raus.  

Freilich ist das kein Garant!

 

Selbiges gilt für einen bissigen Hund, der so ein gefährliches Verhalten an den Tag legt, sodass ein Anfänger damit wahrscheinlich alleine bei der Sicherung (mangels Praxis!) überfordert ist. Von dem Stigma und unentspannten Alltag ganz zu schweigen.

 

Oder ein Entfesslungskünstler. Je weniger Erfahrung ich habe, desto eher unterlaufen mir vermeidbare Fehler, weil mir schon die Vorstellungskraft fehlt, wie zackig sich der Hund aus Lage XY befreit.

 

 

Die Schäden könnten dann eben enorm sein. 

 

 

Und ja, solche Leute sind rar.

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gebemeinensenfdazu   
vor 52 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Oder ein Entfesslungskünstler.

Mit einem Sicherheitsgeschirr und einer bissfesten Leine ist man da doch ganz gut ausgerüstet. (Mal abgesehen von den Hunden , die die Gurte durchbeissen, so wie meine, als sie noch jünger war...)

Das würde ich anders beurteilen als das zuvor genannte. Kommt ja auch darauf an, was er macht, wenn er von der Leine ist und warum er das Ding loswerden will. Das wäre für mich pauschal kein Argument.

Die anderen Beispiele passen vermutlich nicht auf das Profil von jemandem, der endlich einen Hund haben mag. Soviel Selbsteinschätzung bringen die meisten wohl mit.

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