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Hundeforum Der Hund
Shyruka

Keine Anfänger-Hunde/ erfahrene Hände

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vor 28 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Mit einem Sicherheitsgeschirr und einer bissfesten Leine ist man da doch ganz gut ausgerüstet. (Mal abgesehen von den Hunden , die die Gurte durchbeissen, so wie meine, als sie noch jünger war...)

Ich glaube @Hoellenhunde wollte da noch auf was anderes hinaus. Denn wenn ein Hund wirklich frie sein will, hört das ja bei Geschirr und Leine nicht auf, sondern fängt eigentlich erst beim gesicherten Auslauf an. Und da gibt es auch schon wunderbare Videos, wo ein Hund über einen abgeschrägten Zaun klettert, der ne Höhe von drei Metern hat. Und das innerhalb von Sekunden. Und dann einen Menschen zu finden, der sowas hat, ist wirklich schwierig. Gibt ja auch Hunde die springen dank Trennungsangst durch Scheiben. Es ist selten, aber das gibt es :/

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Unter "Entfesslungskünstler" verstehe ich aber etwas anderes. Das was du beschreibst, liefe mehr unter "Ausbruchsspezialist". Das heißt der Zaun muß oberirdisch und unterirdisch gut gesichert sein. Wenn ein Hund solche Probleme mit dem Alleinebleiben hat und das bekannt ist, würde ich den Hund betreuen lassen (bis er er irgendwann kleinschrittig erlernt hat- falls er das schafft)! Erfahrung macht sich ja nicht daran fest, daß man den Hund ganz besonders gut einsperren kann, wenn er das Alleinesein nicht erträgt.

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Nein, ohje, das wollte ich damit auch gar nicht ausdrücken, bin ja schon gegen diese Problemlösung ala "Boxenhaltung". Ich denke nur tatsächlich, dass es für den ein oder anderen Hund vielleicht gut ist, einen gut gesicherten Garten zu haben. Muss ja nichtmal, wie du so schön sagtest, ein Ausbruchsspezialist sien, sondern vielleicht nur ein seehr aktiver Jäger. *sagt die, die gar keinen Zaun im Garten hat* :ph34r:

Aber du hast trotzdem recht damit, dass das nicht wirklich was mit Erfahrung zu tun hat, bzw... wenn man die Erfahrung gemacht hat und das immer wieder passiert, würde ich mir ernsthaft Sorgen machen warum mein Hund/e sich immer vom Acker machen.

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vor 4 Stunden schrieb Hoellenhunde:

Aber wenn ich jemanden mit Erfahrung suche für einen bestimmten Hund, dann will ich jemanden mit Erfahrung für diesen Hund mit diesen (auch rassetypischen) Eigenschaften - keinen ambitionierten Anfänger. Egal ob er bei 0 anfängt oder bei 0,1!

 

Aber wie kann man denn erfahren werden, wenn man es selbst nicht erleben kann/ darf, weil man keine Erfahrung hat? Einen Hund, der depriviert ist oder beißt oder ein Entfesselungskünstler ist kann ich zwar kennenlernen, aber ein genaues Bild, wie mein konkretes Leben mit einem problematischen Hund abläuft, kann ich mir da doch auch nicht machen. Ich kann haufenweise Bücher lesen, was auf mich zukommen könnte, aber genau wissen kann ich es damit auch nicht. 

 

Freilich ist es dramatisch, wenn ein Hund durch viele Hände geht. Und ganz sicher haben sich da einige Menschen in der Kette maßlos überschätzt, aber - und gerade weil es nur so wenige Menschen mit Erfahrung gibt - wie könnte man es denn sonst machen? Woher kommen denn die wenigen erfahrenen Menschen? Würde eine Ausbildung die fehlende Erfahrung wettmachen? 

 

Mir fällt dazu nichts ein, außer dass man sich grundlegend informiert (egal ob über Rassen oder spezifische Verhaltensprobleme), mit Menschen, die Erfahrung haben, spricht, im "Ernstfall" bereit ist, sich Hilfe zu nehmen und sich nicht zuletzt der Verantwortung bewusst ist, dass es um ein fühlendes Lebewesen geht, das man nicht einfach weggibt, wenns nicht so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat. 

 

 

 

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Das ist aber doch eine etwas egoistische Einstellung, der Hund ist doch nicht das Mittel und der Zweck, damit ein Mensch Erfahrungen sammeln kann?
Der Hund hat im schlimmsten Fall eine wahre Odyssee hinter sich und das Recht darauf endlich anzukommen und die Hilfe zu bekommen, die er dringend benötigt.
Es gibt Leute, die beruflich damit zu tun haben und unterstützen können, es gibt Leute, die eine Begabung für solche Hunde haben und es gibt Leute, die Erfahrungen sammeln konnten, weil sie solche Hunde in der Vergangenheit schon einmal hatten, einfach aufs Auge gedrückt bekamen.
Natürlich gibt es auch die, die sich den Problemen stellen, dazulernen und das beste daraus machen. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie das Problem unterschätzen und scheitern.
Und dann? Muss es wieder einmal der Hund ausbaden :(
Ich würde auch immer versuchen, für einen solchen Hund den vielversprechendsten Platz zu finden. Es gibt doch genügend Hunde für jeden, unsere Welt ist voll davon ;)

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vor 5 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Die anderen Beispiele passen vermutlich nicht auf das Profil von jemandem, der endlich einen Hund haben mag. Soviel Selbsteinschätzung bringen die meisten wohl mit.

 

Ich stimme dir insofern zu, dass bei bspw. bissigen Hunden sehr wohl auch darauf geachtet wird (seitens eines Vereins), dass er nicht an blutige Anfänger gerät. Wobei "mit Erfahrung" dann für viele auch heißt, man müsse dem Hund einfach mal nur ordentlich die Leviten lesen... seufz....

 

Andererseits werden nicht wenige Problemhunde (mit anderen Baustellen, z.B. Angst, kennen das Leben in Haus/Wohnung nicht, sind nicht stubenrein usw.) an eben diese blutigen Anfänger vermittelt, ohne gleichzeitig eine Nachbetreuung oder sonstige Hilfestellungen anzubieten. Oder Privatabgaben, bei denen der Hund beschönigt wird. Und doch, das Argument "Man muss dem Hund nur genug Liebe schenken, dann lösen sich die Probleme" ist doch noch recht verankert. Liebe hilft natürlich auch, aber je nach Problem und dem Schweregrad ersetzt es eben doch kein Training. Oder wiegt eine ungünstige Lebenssituation auf. Schön wäre es. :(

 

Wegen der Selbsteinschätzung... wie viele Hundehalter glauben, die Welpenzeit würde wunderschön, entspannt, romantisch und rosig? Man sei für alles gewappnet, man habe sich schließlich belesen? Und man möchte natürlich einen Welpen, weil man da weniger versauen könne? Welpen seien einfacher als erwachsene Hunde aus dem Tierschutz? Und alle (mit einer derart rosaroten Brille) werden eines Besseren belehrt. Sich in der Theorie etwas auszumalen ist oft doch etwas anderes, als es dann zu erleben. (beide Richtungen möglich, positiv wie negativ)
Disclaimer: das ist kein "Anfänger sollten im Grunde überhaupt keinen Hund bekommen"! Ich bezog mich auf die Einschätzung. :) Ich meine damit auch nicht, dass es überhaupt nichts brächte, sich zu informieren. Im Gegenteil.

 

Ich bin ehrlich, mir erging es so. Ich habe mich informiert, noch und nöcher. Und doch lief die Welpenzeit bei Bent um einiges anders, als bei Enno. Ich wusste einfach, was auf mich zukommt. Davor konnte ich es mir nur ausmalen. Das ist schon ein Unterschied und ich finde, dass kann man auch übertragen, sei es nun Problem X oder Rasseeigenschaft Y. 

Sicherlich wächst man gemeinsam mit seinem Hund, das sowieso immer, und es ist nicht alles gleich super dramatisch, nur weil praktische Erfahrung fehlt - aber man kann nicht jeden Hund in jede Hand drücken / Lebenssituation vermitteln. 

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@Lissy-und-Missy

Indem man sich Schritt für Schritt vertraut macht, freiwillig im Tierschutz arbeitet und langsam solche Fälle kennenlernt. 

 

Der Erstklässler schreibt morgen auch noch kein Abitur, weil er jetzt zur Schule geht.

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vor 43 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Der Erstklässler schreibt morgen auch noch kein Abitur, weil er jetzt zur Schule geht.

 

Absolut! Der Ersthundehalter sollte auch nicht als erstes zu einem verhaltensauffälligen Hund greifen! 

 

vor 45 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Indem man sich Schritt für Schritt vertraut macht, freiwillig im Tierschutz arbeitet und langsam solche Fälle kennenlernt. 

 

Und dennoch ist man Anfänger! So waren meine Ausführungen eigentlich gemeint, dass man sich grundlegend informiert, redet, beobachtet und, wenn der Hund da ist und es Probleme gibt, sich diese auch eingestehen kann und sich Hilfe holt. 

 

Ich spreche nicht davon, dass man einen Hund als eine Art von Experiment ansieht, an dem man mal eben sein Können testet. 

 

Aber irgendwann ist jeder von uns mal Anfänger gewesen, sei es als Ersthundehalter oder als "privater Verhaltentherapeut für einen Problemhund". Die einen stellen dann fest, dass sie sich nie wieder einen Beagle anschaffen und die anderen treten einem Beagleclub bei. Die einen stellen fest, dass sie nie wieder einen verhaltensauffälligen Hund haben wollen und die anderen gehen vielleicht gerade in dieser Aufgabe auf. 

 

Wichtig finde ich nur, dass man dann auch dabei bleibt und nicht aufgibt, auch wenn es schwierig wird. Natürlich gibt es auch Szenarien wo es wirklich besser für alle ist, wenn Hund und Mensch getrennte Wege gehen. Aber so grundsätzlich, wenn ich mich bewusst für einen Hund bzw. eine Rasse entschieden habe, ziehen wir beide das zusammen durch. Aber wahrscheinlich bin ich auch zu blauäugig, was das Verantwortungsbewusstsein von Menschen angeht... ICH in meiner kleinen Welt handele jedenfalls so... 

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vor 5 Stunden schrieb Amaterasu:

aber man kann nicht jeden Hund in jede Hand drücken / Lebenssituation vermitteln. 

Das hat ja auch ca. niemand hier so gesagt, sondern daß es passen muß und es eine ehrliche Selbsteinschätzung braucht.:B)

Es gibt wirklich ganz viele Hunde, die ich NICHT gerne hätte. Die ich zwar prinzipiell mag, aber mit denen mich wenig verbindet.

Da würden beide nicht glücklich. Ich hatte ja schon lange Jahre immer Hunde im direkten Wohnzusammenhang, zwei davon länger in Pflege. Die eine fand ich super- mit ihrer Tochter, die wirklich ein netter anhänglicher Hund war, konnte ich nicht viel anfangen. "Meine" mochte nur sehr wenige Menschen, die dann aber sehr.

Das hat mich schon etwas geprägt- im TH habe ich dann noch ein paar weitere kennengelernt, die etwas anders waren, mit denen ich mir aber auch sehr gut ein Zusammenleben hätte vorstellen können. Ein Hund wie meine Pflegehündin htte von Abgeschiedenheit ohne viele Artgenossen im Umkreis profitiert. Das kann ich nicht bieten, deshalb war klar, daß es diese Rasse nicht wird, auch wenn wir ziemlich gut damals klar kamen.

Ein paar Grundzüge von der Hündin damals sind sicher auch bei meiner Hündin vorhanden, aber es ist ein aufgekratzterer begeistungsfähiger Typus, der mir genauso, wenn nicht noch etwas mehr liegt.

Ich wäre ca. nie auf die Idee gekommen, Fragen zur persönlichen Rassewahl im Internet zu posten (macht das einen Anfänger aus?) und würde ich mich als Anfänger bezeichnen. Ich empfinde es jedes Mal als Umstellung mit einem anderen Hund umzugehen. Und innerhalb einer Rasse gibt es auch gigantische Unterschiede, z.T. größer, als bei einzelnen Vertretern anderer Rassen. Da hilft es mer auf den Hun zu gucken.Es wird tatsächlich mehr auf die Rasse als auf den Hund geguckt, das finde ich eben falsch.

 

Daß Welpen jetzt so furchtbar anstrengend sein sollen...ich hatte mir es VIEL anstrengender vorgestellt. Ich war eher positiv überrascht von meinem Beissmonster. Man braucht ZEIT, sehr viel Zeit. Wenn man die nicht mitbringt: Bloß keinen Welpen. Wenn man die hat,. kann man tatsächlich eigene Verständisebenen aufbauen, bei denen es mit einem Übernahme-Hund schwieriger wird. @Lemmy konnte z.B. nur schwer glauben, daß Hund in meine Richtung hört, wenn sich etwas Auffälliges nähert. Das ist aber so und liegt daran, daß ich alles benannt und bequatscht habe. Hund zeigt von sich aus an. So Dinge halt..."Proprietäre" Verständigungssysteme. Die kann man mit dem geeigneten Hund etablieren, das braucht aber ZEIT, die man mit dem Hund verbringt. Dafür kann mein Hund mit Clickern nicht viel anfangen, sie muß nicht auf Belohnungsankündigung warten, sie kann sich darauf verlassen, eine Belohnung zu kriegen und es interessiert sie mehr, mich dabei zu beobachten und aus Worten und Tonfall zu lesen - mit dem Clicker kommt einfach wenig Spannung und Begeisterung auf. Liegt daran, daß Hund sehr am Menschen interessiert ist und natürlich wieder daran, daß sie mit diesem Umgang aufgewachsen ist. Ich habe auch ca. 20 verschiedene Wendungen für Komm mal her- Hund versteht immer, was gemeint ist.

Und Zeit ist glaube ich der größte Faktor, der bei Hundehaltung unterschätzt wird. Wenn man schon ein Kind hat, kann man das vielleicht besser einordnen. Sehr viel in der Welpenzeit hat mich an Kinderkrankheiten und -erziehung erinnert.

Den Zeitaufwand habe ich nicht unterschätzt, ich habe nur meinen Partner überschätzt- der hatte versprochen sich an den Gassigängen zu beteiligen, wollte Sport machen etc. und löst das nur minimal ein- somit ist das Maximalaufwandszenario, das ich erwartet hätte, für mich fast dauerhaft eingetreten. DAS hätte ich nicht erwartet, immerhin habe ich ja schon über 10 Jahre Erfahrung mit dem... Der hatte übrigens 10 Jahre mit einer Partnerin und deren Labbi zusammengelebt und meinte, daß er Erfahrung hätte.

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vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Und Zeit ist glaube ich der größte Faktor, der bei Hundehaltung unterschätzt wird. Wenn man schon ein Kind hat, kann man das vielleicht besser einordnen. Sehr viel in der Welpenzeit hat mich an Kinderkrankheiten und -erziehung erinnert.

Den Zeitaufwand habe ich nicht unterschätzt, ich habe nur meinen Partner überschätzt- der hatte versprochen sich an den Gassigängen zu beteiligen, wollte Sport machen etc. und löst das nur minimal ein- somit ist das Maximalaufwandszenario, das ich erwartet hätte, für mich fast dauerhaft eingetreten. DAS hätte ich nicht erwartet, immerhin habe ich ja schon über 10 Jahre Erfahrung mit dem... Der hatte übrigens 10 Jahre mit einer Partnerin und deren Labbi zusammengelebt und meinte, daß er Erfahrung hätte.

 

Absolut!

Beim ersten Hund denkt man  gern, die schlafen ja 16-18 Stunden, also fast immer! Ja, schon...

Was alles problematisch wird sind spontane Aktionen, wie irgendwo länger bleiben, doch noch weg, bei Krankheit einfach im Bett bleiben etc. Geht nicht! Und eben die Unterstützung von anderen muss man jedesmal aktiv einfordern.

Und dann gibt es Probleme, bei den einen Hunden mehr, bei den anderen weniger, weil, die es vielleicht einfach besser akzeptieren, ertragen nicht genug zu tun zu haben. Nicht ertragen heisst dann 'schwierig' werden.

Deshalb frage ich auch immer, wenn jemand eine  Hund möchte: Wie ist es wirklich mit der Zeit, bist du wirklich gern bereit bei vielen Dingern zurück zu stecken. Kannst du dir sonst allenfalls Betreuung leisten. 

 

 

 

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