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Curly81

..wenn der Hund Plan B und C nicht annimmt

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Hallo ihr Lieben, 

 

ich benötige mal eure Meinungen, Anregungen und Hilfestellungen. Ich geb mal kurz zuerst die Eckdaten an. 

Emma ist jetzt 2 Jahre und 3 Monate alt und wirklich ein Goldstück (tut jetzt nichts zur Sache muss ich aber erwähnen :wub:

Mutter: Border/Appenzeller Mix, Vater: irgendwas Wolfshundartiges, so die Beschreibung aus dem Tierschutz  (Erwähne ich nur, da in vielen Beiträgen die Frage nach der Rasse irgendwann im Laufe des Themas aufkam)

Sie kam mit ca. 13 Wochen zu uns und hat unser Leben wirklich bereichert. Probleme haben wir mit ihr keine, wie gesagt einfach ein Goldstück. :wub::wub:

Die Vertrauensbasis zwischen Ihr und mir würde ich als sehr gut bezeichnen.  Sie vertraut mir, dass ich keinen Unsinn machen und umgekehrt genauso... 

 

Jetzt zum eigentlichen Thema. Für den Fall der Fälle, dass ich mal ausfalle, falls mal etwas passiert hatte ich vorgesorgt. 

Heißt Plan B war dass Sie zu meiner Mutter kann über den Tag. Ab Nachmittags und im Sommer, leider erst ab Abends, ist mein Mann zu Hause. 

Plan C war dass unsere Nachbarin, hat selbst 4 Hunde (zwei Junghunde und zwei ältere Hunde) , sich als Gassigängerin anbietet. Und Emma auf den Runden mitnimmt. ( Sie geht immer mit 2 Hunden, die älteren schaffen keine zu großen Runden mehr). Emma kennt alle schon von Klein auf und wir gehen mindestens 1-2 Mal die Woche zusammen spazieren. 

Plan D: wir haben eine gute Hundepension bei uns im Ort, falls es nötig sein sollte. 

 

Nun war es letzten Winter soweit. Ich hatte mehrere Tage schlimme Bauchschmerzen, bin Montags, nachdem ich mit Emma draußen war, zum Arzt und der hat direkt den Krankenwagen gerufen, eine Stunde später war ich schon auf dem OP Tisch. Blinddarm war kurz vorm Durchbruch. Mein Mann hat an diesem Tag dann direkt Überstunden abgefeiert.  Mich im Krankenhaus besucht und mir Kleidung gebracht. Hatte ja nix dabei. . 

Ich habe dann Abends bei meiner Mutter angerufen, ob Sie Emma den Tag über nehmen kann bis ich wieder zu Hause bin. Klar gar kein Problem. Also mein Mann Emma morgens vor der Arbeit, nachdem er mit Ihr draußen war, zu meiner Mutter gebracht. Drei Stunden später rief mich meine Mutter an, dass Emma nicht aufhört zu fiepsen und stark hechelt und speichelt und Sie sich nicht von der Tür wegbewegt. Ok ich dachte die hat tierischen Stress, was anderes konnte ich mir nicht vorstellen. Mein Mann ist dann in der Pause hin und hat Emma wieder abgeholt und ausnahmsweise mit zur Arbeit genommen ( Auf dem Friedhof sind Hunde bei uns verboten.):ph34r: Da war dann auch wieder alles gut obwohl Sie da auch im Büro dass Sie nicht kannte mehrfach alleine war. Also man hörte zumindest kein Fiepsen. 

Ich glaube meine Mutter war auch etwas überfordert und wusste das Verhalten nicht richtig einzuschätzen, sie wollte schon zum Tierarzt fahren, weil sich dachte Sie wäre krank. 

Ich hab dann meine Nachbarin angerufen ob Sie mit Emma Gassi gehen könnte. Hat Sie auch sofort ja gesagt. 

Nun bleibt Emma sehr gut auch mal 4 Stunden allein zu Hause. Wir haben dass von Anfang an sehr Kleinschrittig geübt. Haben dass immer wieder auch gefilmt um zu sehen, wie sie sich verhält. Joar, groß zu sehen war da nichts. Emma hat gepennt, entweder im Bett oder auf der Couch, hat mal aus dem Fenster gesehen oder was getrunken. Aber absolut keine Anzeichen von Stress. Die steht auch nicht auf wenn ich nach Hause komme. Freut sich und will kuscheln aber aufgeregt zu Tür laufen ist bei ihr nicht. :DAußer ich war Einkaufen und Sie hört die Tüten rascheln, dann kommt Sie gucken. Meistens, also immer, ist auch was für Sie dabei. 

Mein Mann hat unserer Nachbarin dann abends noch den Schlüssel gebracht und so konnte Sie dann mittags Emma mitnehmen. Jaaa, Pustekuchen, Emma ist nicht mitgegangen. Hat sich super ihr Geschirr und die Leine anziehen lassen und ist genau bis in den Hausflur mit. Dann mit allen 4 dagegen gestemmt. Kein Leckerlie nix konnte Sie dazu bewegen mit meiner Nachbarin aus dem Haus zu gehen. (Wohl gemerkt, ich war nicht dabei daher kann ich euch die Sachen auch nur aus zweiter Hand schreiben). Selbst Manfred ihr bester Hundekumpel den meine Nachbarin dann mitgenommen hat zu uns nach Hause konnte Sie da nicht animieren. Sie sind dann nur in den Garten gegangen. ABER Emma hat ihr Geschäft noch nie bei uns in den Garten gemacht und so auch dann nicht. Erst Nachmittags mit meinem Mann, der dann mit ihr raus ist. 

Nächster Tag das gleiche Spiel. 

Ich hab mich dann Donnerstags selbst entlassen. Hab ich schon erwähnt das ich Krankenhäuser hasse. Nur leider war ich mit frischer OP Narbe noch nicht sehr mobil. Heißt ich war auf Hilfe angewiesen. Meine Nachbarin wollte mir ja immer noch helfen, und bot sich weiterhin an. Ich hab Emma Geschirr und Leine angezogen, und bin mit ihr zur Tür. Soweit alles Prima. Meine Nachbarin wollte dann übernehmen. Ging diesmal wenigstens bis zu Hausecke. ich habs dann selbst gesehen. Emma hat sich keinen Schritt weiter bewegt. und wollte wieder nach Hause zurück. Ich bin dann raus und wir sind zu Dritt zusammen in den Park, der glücklicherweise direkt daneben liegt. Halbe Stunde und dann wieder rein. Danach war ich bumsfertig. So ging dass dann bis ich wieder auf den Beinen war. 

 

Puh ist doch mehr Text geworden als ich gedacht hätte. Sorry für die Länge... 

 

Meine Frage ist nun, wie kann ich sowas üben. Bzw. Wie habt ihr sowas geübt. Es kann ja kurzfristig immer mal etwas passieren und ich hab mich da echt nicht gedankenlos reingestürzt. Eigentlich dachte ich, daß ich da ziemlich abgesichert bin.. hab aber die Rechnung ohne Emma gemacht. 

Zu der Hundepension schreib ich jetzt erst mal nichts, war aber das gleiche in Grün, weil ich danach dachte ich müsste das mal üben für 2 Stunden am Anfang. Nur kurz dazu, die Trainerin, meinte wenn Emma so unproblematisch zu Hause ist, soll ich Sie zu Hause lassen. Sie würde sich da wohl fühlen und hätte aus dem Grund keinen Stress und keine Verlustängste. Im Gegenteil wenn ich Sie in der Pension lasse könnte Sie erst recht Verlustängste entwickeln. 

 

Wie seht Ihr daß? Über Tipps und Trainingsanregungen würde ich mich wirklich freuen. Oder mach ich mir da einfach zu viele Gedanken darum??

 

PS: So werd ich begrüßt wenn ich nach Hause kommen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kurzer Nachtrag um Missverständnisse zu vermeiden. Es geht hier nur um den Fall der FÄLLE. Urlaub und sonstige Aktivitäten werden immer mit Emma geplant. 

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Regelmäßiger Üben. Mittlerweile geht unsere abends alleine mit dem Mitbewohner mit. Sonst nur mit mir oder meinem Kind, wobei ich den nicht alleine mit ihr gehen lasse.

Mit Partner läuft es abends wie bei deiner Nachbarin. Sonst geht sie mit keinem mit. Sehr häufiges Begleiten seitens des Mitbewohners (der sich, wie Kind auch an meinem Umgang mit ihr orientiert) und Spielzeugeinsatz konnte sie schließlich überzeugen mitzlaufen. Hat über ein Jahr gedauert, aber jetzt läuft das  gut (bisher nur auf der üblichen Strecke ausprobiert).

 

Wahrscheinlich hat sie auf dich gewartet. Mal  woanders sein (4h) sind andere Konditionen als tagelang wegbleiben. Das kannte sie wahrscheinlich noch nicht. Meine wartet bei meiner Abwesenheit in der Wohnung meines Partners auch auf meinem Schlafplatz, weil sie mich da eben normalerweise antrifft.

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Solche Pläne habe ich auch, A die (grossen) Kinder, B meine Mutter, C eine Hundepension,,die sie kennt.

 

Ich denke, es wäre gut, wenn Emma immer wieder mal einige Zeit an diesen beiden guten Orten verbringt. Erstmal mit kurzen Aufenthalten anfangen, dann immer mal steigern. So lernt Emma, dass du gahz bestimmt früher oder später zurückkommst.

 

Ich habe das so auch mit der Hundepension geübt (erstmal nur ein Tag, dann über Nacht), bis jetzt ist es noch nie wirklich nötig gewesen,  dass sie dahingeht, aber ich will, dass sie weiss, dass ich immer wieder komme.

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Also erstmal vielen Dank für die schnellen  Antworten :)

Also Emma sollte nicht über Nacht zu meiner Mutter oder in die Pension sondern nur solange wie mein Mann arbeiten ist wenn mir etwas passiert bzw wie ich im Krankenhaus war. Mir sind da 9 Stunden einfach zu lang zum alleine bleiben. Nach der Arbeit ist er ja da, und kümmert sich dann selbstverständlich um Emma und bei ihm ist dass auch kein Problem, da geht sie gerne mit. Er denkt auch dass das unnötig ist mit in die Pension geben oder zu meiner Mutter. Deswegen war ich etwas zwiegespalten.  Aber ich hab der Pension schon eine Mail geschickt, ob sie mir beim üben helfen. Warte jetzt auf Antwort. 

Ich stell mir dass Training dann so vor, dass ich wie beim alleine bleiben sehr klein Anfang genauso wie beim Gassi gehen mit meiner Nachbarin, die macht da mit. Hab ich gerade abgeklärt.. 

Wenn es auch lange dauert, ist das nicht schlimm ich hab Geduld. Ich hab auch jetzt nicht vor schon wieder ins Krankenhaus zu müssen :ph34r:

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Im  Notfall hätte  ich  kein Problem, mal 8-9 Stunden  alleine zu lassen. 

Ebenso  hätte  ich  kein Problem, dass  die   Hunde  nur  in den Garten  kommen, wenn ich krank bin.

Ich hab  aber  einen "gefährlichen"  Hund mit  Beißabsicht, den ich  keinem "Fremden"  anvertrauen  würde  und   der  sich  eh am wohlsten zuhause  fühlt. " Draussen"ist  der  dauergestresst,  selbst  bei  normalen Spaziergängen.

 

Aber  da  du  ja  Ersatzmöglichkeiten  hast,  würde  ich  diese auch  üben. 

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Ja wenn es z. B einen Tag wäre sehe ich dass jetzt auch nicht allzu eng. Emma fühlt sich zu Hause auch sehr wohl. Sie ist ein eher entspannter Typ Hund, zwar sensibel, aber entspannt. 

Ich denke in der Zeit hat sich auch etwas die Anspannung meines Mannes auf sie übertragen und sie hat, als ich wieder zu Hause war, gemerkt dass es mir nicht gut geht. 

Sie kam ja in der Zeit, gut es waren nur 10 Tage bis die Fäden draußen waren, nicht zu dem gewohnten Maß an Spaziergängen und Spielen wie sonst. Aber man hat es ihr nicht angemerkt.. Also weder hat sie überdreht noch sonstwas... Im Gegenteil sie hat den ganzen Tag dicht neben mir gelegen und gepennt, gedöst und sich kraulen lassen 

 

Aber ich werde es üben für den Notfall, kann ja auch mal passieren dass es uns beide gleichzeitig außer Gefecht setzt. 

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Carlos verhält sich ähnlich.

Er wurde ja 2 x "entführt".

Einmal von der Frau der Pflegestelle (der Mann der Halterin hat den Hund einfach ihr ins Auto gegeben mit dem Kommentar".. sonst kommt er ins Tierheim") und natürlich auch von uns aus der Pflegestelle, in der er sich sichtlich wohl fühlte.

Er will sich nicht entführen lassen und haut die Bremse rein. Da er klein ist, kann man ihn einfach abtransportieren, dann läuft er aber bei der nächstbesten Gelegenheit nach Hause. Oder kann nicht von der Leine. Incl. totaler Verweigerung.

Das bedeutet, er geht nicht mit den Söhnen. Nur mit meinem Mann.

 

Er hat in Bezug auf mich immer das Gefühl, er muss gucken, dass ich nicht weggehe.

Das macht ihm Stress.

Das ist erheblich besser geworden, doch immer noch nicht ganz weg.

 

Wie üben???

Keine Ahnung. Vieles ausprobiert, Gedanken gemacht. Das Ergebnis ist immer das gleiche. Bremse. Obwohl ihm mit den Söhnen einiges entgeht, denn sie gehen viel abwechslungsreicher  als ich.

 

Das Grundproblem bei ihm ist seine Bindung an mich mit Verlustängsten. Meinen Mann sieht er ja immer, da geht es zu 80%. Es gab aber auch dort Vorfälle. Die Jungs sieht er weniger - sie versuchen nun, eine bessere Bindung zu ihm aufzubauen (sie sind unser Plan B). Über Futter geht es z.B. nicht.

Versuchsweise ihn kurz bei einem von ihnen zu lassen, führt nur vermehrt dazu, dass er mich wieder nicht aus den Augen lässt und versucht, irgendwie zu verhindern, dass ich das Haus ohne ihn verlasse. Also das erstmal wieder eingestellt.

Doch er ist ja erst seit August bei uns.

 

Wie wäre es, wenn du es wie beim Alleinebleiben übst: üben, bei der Nachbarin zu bleiben.

Kleinschrittig. Vorsichtig.

Ebenso mit der Mutter. Da müssen sich ja auch beide erst aneinander gewöhnen.

 

Ist aufwändig.

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@gatil so hab ich es noch nie gesehen mit dem entführen. Wie alt war Carlos den als er auf die PS kam und dann zu dir?

Emma wurde mit ihren Geschwistern als sie 8-9 Wochen waren auch zuerst auf unterschiedlichen PS einquartiert. Dort hatte sie sich auch sehr wohl gefühlt. Dann kam sie zu uns. Von Anfang an hatten wir zwei wirklich einen super Draht zueinander und sie hat sich sehr auf mich fixiert. 

Wenn ich bei uns außer Haus gehe interessiert sie dass eigentlich nicht wirklich da schläft sie meist weiter.. 

 

Komischerweise ist sie mit dem Sohn meines Mannes, die zwei Kinder von ihm sind alle 2 Wochenenden bei uns, ohne Problem raus gegangen. Nur will ich dass nicht, ich war an dem Tag gerade einkaufen und wusste davon nichts. Er wird erst 13. Gab halt Ärger mit meinem Mann, der das nicht so eng sieht. 

Leider scheidet meine Mutter als Betreuung im Moment aus, sie hat einen akuten Rheumaschub. :no:

 

Aber so wie du es beschrieben hast wollte ich mit Emma üben. Bei der Nachbarin anfangs erst mal kurz ins Nebenzimmer, dann ganz langsam steigern.. Ebenso in der Hundepension erst mal kurz dort warten. Dann langsam steigern. 

 

Ja das wird aufwändig und langwierig, dass ist mir bewusst. Ich finde das aber nicht schlimm, da kann ich sehr geduldig sein. 

 

 

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Carlos war 7 Jahre, als er in die Pflegestelle kam, er war dort von Ostern bis August. Dann übernahmen wir ihn.

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