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Hundeforum Der Hund
Laikas

Gibt es Autismus bei Hunden?

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Gerade eben schrieb Silkies:

 

Stimmt. Ich hatte das jetzt auch nur als Beispiel dafür aufgefasst, dass sich je nach dem die Begabungen und Schwächen recht ungleich und abenteuerlich verteilen können. Viele Menschen gehen ja davon aus, wer auf der einen Seite total clever ist, logisch denken und auch Verallgemeinern kann, der schafft das auch in anderer Beziehung. Das ist aber schon bei durchschnittlichen Leuten nicht unbedingt so, und bei Autisten oft ganz massiv differenziert. Etwas, was viele dann völlig irritiert zurücklässt.

 

Das kennen wir wohl. 

Da heißt es dann, er hat das doch aber gestern gekonnt, warum heute nicht. Er hat nur keine Lust usw. 

 

Autisten haben aber Probleme gelerntes zu generalisieren und auf andere Situationen zu übertragen. 

Heißt, eine Situation ist nie wie die andere, sie wird jedes Mal wieder neu bewertet. 

Das liegt auch daran, dass Autisten oft nicht das große Ganze erfassen, sondern imit Detail hängenbleiben. 

Wenn mein Sohn also gestern das Einmal fünf hoch und runter beten konnte, heute aber nicht mehr, liegt das daran, dass heute die Situation eine andere ist. Es müssen nur kleine Abweichungen sein, wie ein Stuhl der anders steht oder der Pullover der anders ist und schon wird die Situation als neu bewertet und man fängt bei null an. 

Es dauert sehr lange, bis sodass unabhängig im Gedächtnis gespeichert wird und dann auch situaionsunabhängig abgerufen werden kann. 

 

Wenn man das weiß, kann man kleine Tricks anwenden, um das zu unterstützen. Autisten müssen sich durchs Leben tricksen, um das Chaos im Hirn irgendwie zu sortieren. Gegen den Autismus kann man nichts tun, aber Hilfen im Alltag schaffen, damit er händelbar wird. 

 

Keine Ahnung ob das auch auf Hunde übertragbar ist. Möglich wäre es. 

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Und zusätzlich verwirrt es viele, dass aber Dinge, die "rein gedanklich" und damit ohne jeglichen Situationsbezug abgespeichert werden, durchaus sofort unverrückbar hängen bleiben können, und auch jederzeit abrufbar sind. Da werden die Fischarten sofort und ohne jegliches Problem kategorisiert, aber wenn im Laden das gesuchte Getränk ein Regal tiefer steht ist es ein Grund zur Verzweiflung...

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Das sind dann die Spezialinteressen. Ja, die kann er tatsächlich runter rattern. Auf Aufforderung macht er es trotzdem nicht. Eher in Situationen, die stressig sind, um sich damit zu beruhigen. 

Das befassen mit den Spezialinteressen ist für Autisten Entspannung pur. Das wird auch oft als Argument genommen, schau mal, er kann sich ja wohl konzentrieren. Ja, kann er, aber NUR auf eine Sache und da liegt dann der Fokus drauf. Wenn ich das nicht zeitlich begrenzen würde, würde er freiwillig nie damit aufhören. 

 

Auch das wortwörtlich nehmen ist sehr typisch. 

Ich habe  einen Sohn einmal in die Bank geschickt, um zwei Gelbe Säcke zu holen. Ich meinte natürlich die Rollen, habe das aber nicht so gesagt. 

Und als er nach einer gefühlten Ewigkeit nicht zurück kam, bin ich hinterherund fand ihn diskutierend mit dem Angestellten, der versuchte ihm zu erklären, dass er keine zwei Einzelne Säcke bekommen könne. 

 

Immer klar ausdrücken. :4_joy:

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Es gibt nicht den Autisten ,Menschen mit AAS,ist aber auch daneben.

Diese Menschen haben eine andere Wahrnehmung aber keine Störung.

Sicher erschwert diese vieles ,ich halte es aber für falsch es als Störung zu bezeichnen.

Gerade junge Menschen mit Asperger innerlich zu stärken ist mit das wichtigste "du bist anders nicht gestört ".

Langes Thema.

 

Es ist anders und wird von neurotypischen Menschen als Störung definiert.

 

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Hunde und Menschen vergleiche ich einfach ungern.

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vor 1 Minute schrieb black jack:

Es gibt nicht den Autisten ,Menschen mit AAS,ist aber auch daneben.

Diese Menschen haben eine andere Wahrnehmung aber keine Störung.

Sicher erschwert diese vieles ,ich halte es aber für falsch es als Störung zu bezeichnen.

Gerade junge Menschen mit Asperger innerlich zu stärken ist mit das wichtigste "du bist anders nicht gestört ".

Langes Thema.

 

Es ist anders und wird von neurotypischen Menschen als Störung definiert.

 

Das Wort Störung gefällt mir auch nicht. Aber einfach nur ne andere Wahrnehmung ist mir zu romantisiert. Ich muss im Alltag tatsächlich häufiger darauf hinweisen, dass mein Sohn nicht einfach nur unterzogen oder faul ist, sondern eine Behinderung hat. 

 

Denn es ist nicht so, dass jeder Mensch so angenommen wird, wie er ist. Es gibt Normen besonders in der Schule und wer aus dieser Norm fällt, hat ein Problem. 

 

Und wenn ich beim Jugendamt angegeben hätte, mein Sohn hat eine besondere Wahrnehmung, deswegen braucht er einen Schulbegleiter, hätte ich ihn nicht bekommen. Da muss ich eine Störung/Erkrankung/Behinderung angeben. 

 

Natürlich sage ich meinem Kind nicht, das er gestört ist. Und eine Störung bezieht sich auf nicht auf die Person an sich, sondern auf bestimmte Funktionsbereiche des Gehirns, die nunmal gestört sind. Eine Behinderung bedeutet auch nicht, das der Mensch behindert ist, sondern dass es Bereiche gibt, die in ihrer Funktion eingeschränkt sind und diese Tatsache behindert den Betroffenen an der Teilhabe des gesellschaftlichen Lebens. 

 

Diese Definition ist für Betroffene deswegen wichtig, um nach dem Teilhabegesetz Anspruch auf Inklusionshilfen zu haben. "Er ist einfach besonders" ist da zu schwammig. 

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Das ist mir alles klar ,hier geht es ja aber nicht um Bürokratie.

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Erstmal entschuldigung, falls ich etwas zu flappsig ausgedrückt habe und vielleicht jemandem auf die Füße getreten bin - das war nicht meine Absicht. Meine Cousine ist Autistin und zugleich hat sie auch das Down-Syndrom, ich habe aber mit ihr nicht allzu viel Kontakt weil sie in Bayern wohnt. Daher bin ich einfach nicht fit darin alles korrekt auszudrücken, was die Diagnose Autismus betrifft.

 

Etwas OT werdend jetzt:

 

vor 9 Minuten schrieb black jack:

 

Hunde und Menschen vergleiche ich einfach ungern.

 

Warum?

 

Das wundert mich sowieso immer, warum so viele Menschen ein Problem damit empfinden, wenn man ein Tier (egal welcher Art) mit einem Menschen vergleicht. Der Mensch IST ein Tier, ein Säugetier um genau zu sein.

Ihn NICHT mit anderen zu vergleichen ist schlechte Wissenschaft, denn er ist nunmal ein Teil der Tierwelt und anders als zB Schweine können wir Menschen fragen und erhalten eine Antwort, was in ihnen vorgeht.


Wir züchten menschliche Organe aus den Zellen anderer Säugetiere, wir nutzen deren Körper um unsere Körper zu reparieren, wir testen Gifte und Medikamente an Tieren, eben WEIL sie (in Maßen) vergleichbar sind. Tiere bekommen Krebs wie wir Menschen (bzw einige nicht) und aus sehr ähnlichen Gründen!

 

Wir wissen heute, dass (säuge)tierisches Lernen nahezu identisch verläuft wie menschliches, nur auf einer etwas anderen Stufe. Dennoch gelten die selben Gesetze. (zB dass es sich besser lernt mit positiver Bestärkung als mit positiver Strafe), und das macht doch den Menschen als Wesen nicht schlechter oder weniger wertvoll!

 

Mensch, in manchen Fällen fass ich mir einfach nur an den Kopf. Da wird der Verzicht auf Fleisch zelebriert weil man es ethisch nicht vertreten möchte, dass seinetwegen Tiere sterben müssen, andererseits wird sich aber gesträubt wenn man zB Hunde mit Kindern vergleicht.

 

Vergleichen bedeutet nicht gleich setzen!

 

Wenn ich eine Katze mit einem Hund vergleiche, dann ist die Katze immer noch eine Katze und der Hund bleibt ein Hund. Und ein Kind ist ein kleiner Mensch, und ein Welpe ein kleiner Hund. Vergleichen bedeutet, Parallelen und Unterschiede zu suchen und zu finden. Es bedeutet nicht, einen Hund wie einen Menschen bzw einen Mensch wie einen Hund zu behandeln.

 

Wir können doch gar nicht anders als die Tiere um uns herum mit uns zu vergleichen, denn wie sonst würden wir wissen dass Hunde Freude empfinden wenn wir nicht wüssten wie im MRT "Freude" beim Menschen aussieht. Und jedes kleine Kind das Tiere mag vergleicht sie zunächst mit sich selber - das ist der Grundsatz der Empathie.

 

 

 

 

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vor 5 Minuten schrieb Lemmy:

Erstmal entschuldigung, falls ich etwas zu flappsig ausgedrückt habe und vielleicht jemandem auf die Füße getreten bin - das war nicht meine Absicht. Meine Cousine ist Autistin und zugleich hat sie auch das Down-Syndrom, ich habe aber mit ihr nicht allzu viel Kontakt weil sie in Bayern wohnt. Daher bin ich einfach nicht fit darin alles korrekt auszudrücken, was die Diagnose Autismus 

 

 

 

 

Falls du mich meinst, nein, bist du nicht.;)

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Ich vergleiche auch Hunde nicht mit Giraffen :) ,obwohl beides Tiere sind.

Ich erkenne auch keinen wissenschaftlichen Mehrwert .

Aber nun denn ,im übrigen hat es nichts mit Wertigkeit ,sondern mit Vergleichbarkeit zu tun ,ganz sachlich.

 

 

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