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polar-chat.de  Der Hund
R. Rübe

Autoimmunprozeß im Maul: Zell- bzw. Organpräparate?

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Hallo,

Ich habe meinem bald 9-jährigen Rüden Ende letzten Jahres in einer Tierklinik das Maul sanieren lassen.
Dabei kam dann endlich raus, daß er an einem autoimmunen Geschehen im Maul leidet, deshalb all meine Versuche mit Putzen und Mitteln gar keinen Erfolg haben konnten.
Im Klartext heißt das, daß das Zahnfleisch, welches auf dem Plaque auf den Zähnen zu liegen kommt, sich (dauer)entzündet, dann aufbricht, usw.
DIes ist sehr selten bei Hunden, häufiger haben es Katzen.
Ruhe im Maul hat man dann anscheinend erst, wenn alle Zähne draußen sind - eine wunderbare Vorstellung.
Bzw. es gibt auch da die weitere "schöne" Möglichkeit, daß sich das Geschehen dann trotzdem eine Etage tiefer, z.B. bei den Mandeln, fortsetzt.
Nun möchte ich fragen, kennt das jemand? Was würdet Ihr machen? Empfehlen?
Und wo könnte ich ansetzen bei der Autoimmungeschichte? DIesbezüglich halten sich auch THP etwas zurück ...
Als nächstes überlege ich, ihm Zellpräparate spritzen zu lassen; kennt sich jemand mit dieser Art von Präparaten aus?
Ich bräuchte etwas für die Mundschleimhaut.
Und weiß nur, daß VitOrgan, Wala und Heel solche herstellen.
Ich wollte halt um Infos bitten, danke!
Bin ratlos.
 

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vor 6 Stunden schrieb R. Rübe:

Und wo könnte ich ansetzen bei der Autoimmungeschichte? DIesbezüglich halten sich auch THP etwas zurück ...

 

Ganz ehrlich, mit so einer Geschichte würde ich nicht nur zum THP gehen, sondern zuerst zu einem versierten TA.

Ich kenne die Krankheit nicht (hat die einen Namen?), aber ist es nicht üblich, autoimmunbedingte Krankheiten, die anders nicht behandelbar sind, mit einer Dauergabe von Cortison -meist Prednisolon- in Schach zu halten? Auch Azathioprin wird öfters zusätzlich gegeben, auch ein Immunsuppressivum.

 

Was sagt denn die Klinik oder dein TA zur weiteren Behandlung?

 

Ich kenne 2 Hunde, die an einer Autoimmunkrankheit leiden, beide bekommen o.g. Medikamente in sehr geringer Dosis (1,25 bzw. 2,5mg Prednisolon/d bei ca. 25 kg KM), keine Cushing Symptome, Lebenserwartung laut TÄ nicht beeinträchtigt.

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Wir hatten und haben auch große Probleme  mit Entzündungen am Zahnfleisch und Mundschleimhaut, die auch durch Putzen nicht in den Griff zu bekommen sind. Kein TA, TK und HP wußte Hilfe außer die Zähne zu ziehen.

In meiner Not habe ich meinen ZA um Rat gefragt.

Er gibt in diesem Fall Amoxicillin und Metrobactin gleichzeitig.

Die Medis einzeln gegeben haben nicht gebracht. Als Cocktail haben sie sofort geholfen.

Jetzt gebe ich zwei Mal im Jahr, wenn die Schleimhäute entzündet sind, für 14 Tage beide Medis gleichzeitig mit gutem Erfolg. 

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Juline:  Meine Tierärztin ist gut und willig; zudem war ich sowohl bei einer Tierzahnärztin und in einer Tierklinik mit "Zahn"bereich.

Namen gibt es dafür mehrere, aber es haben v.a. Katzen.

Ich möchte eben auf Dauer keine Immunsuppressiva und Cortison geben, wegen der vielen Nebenwirkungen.

Alle sind ratlos, bzw. zur Debatte steht, daß alle Zähne raus müssen.

Deswegen suche ich ja rum, um Vergleichsfälle zu finden oder alternative Behandlungen.

 

Sternchen2: Das ist ja mal ein Ansatz!

Ich hatte meinen Zahnarzt auch schon gefragt, aber der wußte nichts, war ihm zu heikel, denke ich.

Aber bei meinem sind die Schleimhäute die ganze Zeit entzündet!

 

 

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Bei uns sind es auch nur noch die Schleimhäute die entzündet sind. Mal ist es großflächig und mal geht es tiefer und es betrifft überwiegend nur die Schleimhäute an den Eckzähnen.

 

Mein ZA hat auf dem Gebiet eine Zusatzausbildung. Deshalb habe ich mich getraut dort zu fragen. Mir wurde auch erklärt, wie man bei Menschen dort einen Abstrich macht und es einschickt um den Übeltäter bestimmen zu lassen.

 

Meine TÄtin wollte auch erst nicht so richtig ran und hatte Zweifel. Da alle mit ihrem Latein am Ende waren, habe ich mich einfach durchgesetzt und mit ihr dann gemeinsam den Versuch gestartet. Sie war selbst überrascht, als sie nach 14 Tagen die Nachkontrolle gemacht hat. So konnte ich meinem Hund wenigstens das ziehen der beiden Eckzähne ersparen, da er auch nicht mehr der jüngste ist. 

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Steinchen2: Also, ich werde dies meiner Tierärztin sagen. Aber habt Ihr einen Abstrich gemacht? Hattet Ihr auch Suanatem ausprobiert? Dies ist ein AB speziell für den Maulbereich. Das wollte sie bestellen; sonst stoppe ich sie noch schnell.

Aber was ich nicht ganz verstehe: Wenn diese 2 Mittel helfen, wieso sind dann die Schleimhäute immer noch entzündet? Oder muß man dies einfach so akzeptieren? Ich kann bei meinem Hund ein labiles Gleichgewicht halten zur Zeit, indem ich ihm die Zähne mit Natron putze, Mercurius sol. als Globoli gebe, mit Kamillentee spüle. Ich plane, erst AB zu geben und dann eben die Zellpräparate spritzen zu lassen, also auf einer anderen Ebene einzusteigen.

Zusätzlich durchkämme ich gerade die Katzenforen, aber die sind auch fast alle ratlos, auf Dauer hilft wohl nicht viel.

Und Slippery Elm Bark werde ich noch bestellen.

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Nein wir haben keinen Abstrich gemacht. 

Suanatem  haben wir nicht ausprobiert. Aber es liest sich vielversprechend. Werde meinen TA darauf ansprechen.

Die zwei Mittel helfen immer nur für eine gewisse Zeit und dann sind die Schleimhäute wieder entzündet. Deshalb wird bei uns zwei Mal im Jahr behandelt. Das ist für mich die bessere Alternative als die Zähne zu ziehen.

Slippery Elm Bark wäre auch eine Möglichkeit unterstützend einzuwirken. Leider habe ich einen sehr mäkligen Hund, den ich mit jeder Aktion ihm was Gutes zu tun eher verschrecke als ihm zu helfen.

 

Halte mich hier mal bitte auf dem Laufenden, wie ihr behandelt und auch über die Resultate.

 

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Ach so, jetzt habe ich das kapiert mit den 2 ABs. Ja, ich wäre auch schon zufrieden, wenn es einfach nicht schlechter wird.

Das Slippery Elm Bark werde ich heute bestellen. Habe in den Foren rausgekriegt, daß es als Paste besser für den Magen, als Sirup besser fürs Maul ist.

Also da muß ich meinen mal dicke loben: Er läßt dies alles mit sich machen, wenn auch z. T. nicht sehr erfreut.

Ich hatte ja schon viel probiert: Futterumstellung, EM, Kokosöl, med. Mundsprays, usw. Ich weiß schon gar nicht mehr, was alles.

Es hat alles nichts genützt und ich dachte wirklich, ich bin zu blöd, meinem Hund die Zähne zu putzen.

Ich setze sehr viel Hoffnung in die Organpräparate, gefühlsmäßig, weil es auf einer anderen Ebene ansetzt. Nur schreibt ja niemand etwas dazu.

Weiter bin ich z. Zt. noch nicht. Hast Du noch Fragen?

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Ach so, jetzt habe ich das kapiert mit den 2 ABs. Ja, ich wäre auch schon zufrieden, wenn es einfach nicht schlechter wird.

Das Slippery Elm Bark werde ich heute bestellen. Habe in den Foren rausgekriegt, daß es als Paste besser für den Magen, als Sirup besser fürs Maul ist.

Also da muß ich meinen mal dicke loben: Er läßt dies alles mit sich machen, wenn auch z. T. nicht sehr erfreut.

Ich hatte ja schon viel probiert: Futterumstellung, EM, Kokosöl, med. Mundsprays, usw. Ich weiß schon gar nicht mehr, was alles.

Es hat alles nichts genützt und ich dachte wirklich, ich bin zu blöd, meinem Hund die Zähne zu putzen.

Ich setze sehr viel Hoffnung in die Organpräparate, gefühlsmäßig, weil es auf einer anderen Ebene ansetzt. Nur schreibt niemand etwas dazu.

Weiter bin ich z. Zt. noch nicht.

Hast Du noch Fragen?

Ich vergaß: Deine AB-Kombination geht ja in Richtung Helicobacter. Ist mir nur so aufgefallen, bzw. ist in diese Richtung schon mal gedacht worden? Denn da entstehen ja Geschwüre im Magen und bei unseren Hunden eben im Maul ...

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Ich könnte deine Liste mit den Maßnahmen und Mitteln die nicht geholfen haben noch ergänzen. Von daher bin ich schon froh, dass uns wenigstens annähernd geholfen ist.

 

Wir sind auch gerade dabei die Medis zu geben. Nach einer Woche war die rechte Seite vollkommen abgeheilt und es war wieder eine weiße Haut drüber zu sehen. Die linke Seite scheint noch ein paar Tage zu brauchen.

 

Ich würde mich noch für die Wirksamkeit von Suanatem interessieren. Werde das auf jeden Fall ansprechen bei unserem nächsten TA Besuch.

 

In Richtung Helicobacter wurde bei uns noch nicht gedacht. Ich hatte eher den Eindruck, dass alle etwas ratlos waren und nur die Idee hatten die Zähne zu ziehen. Hätten die Medis nicht geholfen, wäre ich nach Dresden in die Zahnheilkundeklinik gefahren um mir dort Hilfe zu holen.

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