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Hundeforum Der Hund
Patlican

Neue Bellmarotte unterbinden? Eifersuchtspantöffelchen und Emotionsspiegelchen....

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Meine Erfahrungen sind tatsächlich so, dass in einer Gruppe, in der gleichaltrige pubertierende Hunde sind eine echte Katastrophe ist ;)
Sie stacheln sich gegenseitig an, sie testen aus, sie raufen zu wild, sie jagen und mobben sich gegenseitig, etc.pp.
Sind da nicht ein paar erfahrene Althunde drin, kann das durchaus unschön werden. Lernen ist auch schwer, weil das Gehirn in einer Umbauphase ist und das Stresslevel oft zu hoch.
Es geht doch hier nicht um das Meiden von Hundekontakten (auch erwachsene Hunde spielen übrigens gern), sondern es geht darum, was der Hund in solchen Konstellationen mitnimmt.
Wenn schon ein menschlicher Vergleich, dann eher der, dass sich im Sandkasten alle gegenseitig die Förmchen klauen und sich die Schüppe auf den Kopf hauen :D
Will man das? ;)
Übrigens spielt der erhöhte Testosteronspiegel bei jungen Rüden eine maßgebliche Rolle, dass ein Spiel schneller aus dem Ruder läuft. Auch das deckeln ältere Hunde gekonnt, besser als Menschen das könnten.

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Dann haben wir unterschiedliche Erfahrungen. Es kommt auf die beteiligten Individuen an. Richtig schlecht läuft es auch dann sehr selten. Häufiger interagieren tatsächlich alle Hunde miteinander, am allerhäufigsten teilt es sich schnell auf und die, die am meisten miteinander anfangen können separieren sich- wenigstens läuft das bei uns so

Ich kenne wenige Hunde, die im Erwachsenenalter gerne spielen.

Und auch bei der Sandkastensache im Kindergartenalter passiert a)  Förmchenkloppen  und -Stehlen nicht zwangsläufig (selber habe ich das noch nie bei meinem Kind erlebt und auch selber nicht dazu geneigt)... und  b ) auch wenn: es schult nicht zwangsläufig darin, wer am besten kloppen kann, sondern kann auch bedeuten  kreativ nach Alternativen zu suchen (Beispiel : mit dem Eimer kann man schnell größerere Burgen bauen als mit dem Förmchen).

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Wow - ich finde es total interessant, wie unterschiedlich der Blick auf Hundewiesen ausfallen kann! Aus all euren Kommentaren, Erzählungen und Streitpunkten kann ich für mich auf jeden Fall viele Perspektiven herausziehen, die ich auch in Zukunft gedanklich mitnehmen und weiter reflektieren werde!

 

Zu unserem speziellen Fall kann ich in diesem Zusammenhang vielleicht erst einmal Folgendes noch beisteuern, was vielleicht sogar einige eurer Befürchtungen entschärfen könnte: Wir sind tatsächlich meist mit festen Sozialpartnern unterwegs, sowohl mit Junghunden als auch souveränen Erwachsenen, die sie von ihren Welpentagen an kennt und liebt; hier in der Innenstadt sind die Besuche der Freilaufflächen allerdings Voraussetzung, wenn man den Hunden unter der Woche ein wenig Freilauf und Spiel gönnen möchte. Die Grundsituation ist für meine Kleine insofern auch kein fester Stressfaktor, zumal sie sich dann meist sogar in einem relativ stabilen Sozialgefüge, gespickt mit ein paar spannenden Zaungästen, bewegt und ich dabei recht gezielt aussuche, mit wem sie interagieren darf. Oft genug hängt sie also auch einfach nur ein wenig mit den anderen herum, wälzt sich genüsslich in wohlriechenden Kräutern oder liegt ein Weilchen entspannt auf der Wiese; alles kein Problem, und sie selbst ist in ihrem Sozialverhalten zum Glück so geschickt, dass sie sich kaum Ärger, höchstens mal eine Zurechtweisung von ihrem großen Vorbild, dem Wiesenkönigschäferhund, einhandelt. In den meisten Situationen, die sich mit ihr oder zwischen anderen ergeben, erprobt sie sich zudem vielmehr in deeskalierendem Verhalten oder tröstet und beruhigt ihre Freunde - da kommt dann der sanfte weiße Schäferhund im wilden Huskykind zum Vorschein...

 

Das beschriebene heftige, gestresste Dauerbellen kommt tatsächlich ausschließlich in den beschriebenen Situationen zum Zug; und auch durchaus nicht jedes einzelne Mal, wenn sie ausgeschlossen wird oder andere zu hart miteinander umspringen bzw. sich schlimmstenfalls bald in den Haaren liegen. Oft bleibt sie in solchen Fällen auch weiterhin altersgemäß recht souverän, versucht, sich beim Nachlaufen brav regelkonform weiter ins Spiel zu bringen oder hält sich aus dem aufkeimenden Streit heraus oder von ihm fern, so wie es eigentlich immer eher ihre Art war. Aber es tritt eben wie beschrieben seit einiger Zeit mit hübscher Regelmäßigkeit immer wieder auf, weswegen es für mich auch so irritierend und schwer einzuordnen ist. Die Gedanken an Stress, Jagd und pubertäre Verhaltenserprobung nehme ich darum für mich nun insbesondere mal mit und bemühe mich, die Trigger noch frühzeitiger zu bemerken - und natürlich noch mehr gute Mittel und Wege zu finden, ihr, wenn es dann doch mal wieder so weit sein wollte, dann beim Entschärfen und Herausholen noch mehr Ruhe und Sicherheit zu vermitteln. 

 

Übrigens: Ich bin beruhigt, dass die einfache Unterbindung des Bellens, die mir prinzipiell schon widerstrebte, anscheinend bei keinem von euch wirklichen Zuspruch gefunden hat; Ursachenforschung und -vermeidung bzw. -beseitigung durch umsichtigen Situationsabbruch fühlt sich da, in Anbetracht eurer vielen Überlegungen wie auch intuitiv, durchaus sinnvoller an. Darauf werde ich mich also dann auch weiterhin verlegen und dabei und damit weiter beobachten, wohin sich das Ganze entwickelt. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, ob und was sich in dieser Geschichte demnächst ergibt! ;)

 

An dieser Stelle übrigens noch einmal euch allen: Vielen, vielen lieben Dank für eure Ratschläge; eine großartige Wappnung für den Fall der Fälle! :danke

 

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Bestimmt wuppst Du das :)
Du gehst überlegt und reflektiert an die Sache, das ist doch super! :)

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