Jump to content
Hundeforum Der Hund
Fuchur01

Angst im Straßenverkehr

Empfohlene Beiträge

@sibylle49 Deswegen habe ich einige Kommentare vorher auch beschrieben, dass es verschiedene Abstufungen von Angst gibt. Wenn es nur "bisschen Angst / Unwohlsein" ist, kann man daran arbeiten. In meinen Augen ist das aber noch kein Angsthund. Wie sich ein Hund verhält, der wirklich richtig Angst hat, habe ich in der Seilbahn erlebt. Übertragen auf Straßenverkehr: er wäre keinen Zentimeter gegangen, wenn er davor genau so viel Angst gehabt hätte, ich hätte ihn tragen müssen - oder hätte panikartig versucht zu flüchten, wie bei dem Feuerwerkserlebnis.

 

Insofern meine ich, man muss da auch differenzieren. Angst und Angst ist eben nicht unbedingt dasselbe.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Fricco:

@Laikas Ich beneide niemanden, der einen wirklichen Angsthund hat. Mit einem schon 14jährigen ist es sicherlich gar nicht leicht, wenn es sich zeigt, dass es ein Angsthund ist. Ich vermute aber, dass so manches Angstproblem "hausgemacht" ist, wenn der Hund schon als Welpe eingezogen ist.

 

Das war jetzt auch ein sehr spezielles Beispiel mit meinem Senior. In die Großstadt wäre er gar nicht vermittelt worden und sie hätten ihn sonst im Tierheim einschläfern müssen (wegen der Gesundheit, aber viele jüngere Hunde im Ausland müssen sterben, weil es einfach zu voll wird). Ich wohne ziemlich ländlich, aber auch nicht so, dass man das Auto oder die Straßenbeleuchtung erst mal nur aus der Ferne angucken lassen kann. :)

 

@sibylle49 Als "hausgemachte" Angst würde ich es bezeichnen, wenn man einen Hund nur auf dem ruhigen Land hält und nur sehr, sehr selten in den Trubel der Stadt führt. Mein sensibler Border-Collie-Mix hat zum Beispiel sein ganzes Leben auf dem Land verbracht und konnte in der Innenstadt nicht gut zurechtkommen. Mit ihr hätte es dort wohl ein Training für Schussfestigkeit gebraucht, so oft wie es dort geklappert und geknallt hat. Zuhause auf dem Land kam sie super klar wie jeder andere Hund auch. Ich wusste aber auch, dass wir niemals in einer Stadt leben werden.

 

@Fuchur01 Ich habe die Wege an der Straße auch schöngefüttert. Immer an den gleichen Stellen, wo es für ihn schwierig wurde. Da war dann das Leckerli, das über den Boden rollt viel wichtiger als alles andere, weil das mal überlebenswichtig für ihn war. Belohnung gab es auch, wenn er sich freiwillig überwunden hat, einen Schritt weiterzugehen. Ablenken klappte bei ihm auch an einigen Stellen, also z.B. neben uns in das Beet am Wegrand zeigen, da ist die Fährte von den Katzen, daneben eine tote Maus, daneben ein Leckerli, dann kommt die stinkige Mülltonne, usw. Dann wieder nach Hause. Damit er lernt, wir interessieren uns nicht für all die unzähligen Reize, sondern nur für genau diese, die immer gleich und spannend sind. Für ganz schlimme Passagen sollte er dicht rechts neben mir gehen, wie ein Anker oder eine Dockingstation (das Kommando, wenn er unruhig wurde, war tatsächlich "Andocken!" :D).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Heute auf der großen Runde gab es einen super Fortschritt. Er hat auf dem Hinweg nicht versucht, möglichst schnell von der Straße zu kommen, sondern hat mich angeguckt und aufs Lecker gewartet. Vielleicht trainiert man damit tatsächlich nur ein Verhalten an, wie es am Anfang geschrieben wurde, aber dann kann die Straße ja nicht mehr so schlimm sein, oder? 

Auf dem Rückweg nach Hause, wenn er müde ist, klappt es fast immer.

Nur an der Straßenbahn machen wir keine großen Fortschritte. Das findet er ganz schlimm, seit wir mal gefahren sind. Da hat er total gezittert. Glaubt ihr es könnte helfen, das Einsteigen nochmal zu üben ohne zu fahren, damit er normal dran vorbei geht?

Ich entdecke zusätzlich gerade alle kleinen Nebenstraßen in unserem Stadtteil, weil da kaum ein Auto fährt, heute morgen  hat er die alle ignoriert.

Leider war es heute Abend wieder ganz extrem mit Hinterherspringen, das war zwischenzeitlich komplett weg, aber ich glaube ich habe zu früh aufgehört, ruhiges Verhalten zu belohnen. Achja, das macht er nur an Straßen, wo recht selten ein Auto fährt, ab etwa 30 km/h.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn er Leckerchen annimmt, ist die Furcht nicht übermäßig. Mit der Straßenbahn solltest du dir vll. noch Zeit lassen, wenn es nicht wirklich wichtig ist, damit fahren zu können. Da würde ich erst rangehen, wenn er sie nicht mehr als Bedrohung ansieht, wenn ihr nur vorbeigeht.

 

Hinterherspringen? Was meinst du damit? Rumuzappeln und Hopsen fände ich nicht schlimm, das baut auch Stress ab.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 3 Stunden schrieb Fuchur01:

Vielleicht trainiert man damit tatsächlich nur ein Verhalten an, wie es am Anfang geschrieben wurde, aber dann kann die Straße ja nicht mehr so schlimm sein, oder? 

Nein, das ist gut. Es geht ja darum die Angstassoziation aufzulösen. Kekserwartung ist in Ordnung, wenn es hilft, den Fokus  abzuändern. Irgendwann ist es nichts Besonderes mehr, da wird er wahrscheinlich nicht mehr unbedingt darauf bestehen, aber momentan darf der Hund feiern.:)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 7 Stunden schrieb Fricco:

 

Hinterherspringen? Was meinst du damit? Rumuzappeln und Hopsen fände ich nicht schlimm, das baut auch Stress ab.

Ne, er versucht wirklich manchmal die Autos anzugreifen. Am Anfang bei jedem Auto. Das macht er aber fast nur auf dem Rückweg und bei uns auf der Straße, wo auch nicht soviele fahren.

Das war zwischenzeitlich komplett weg, kam aber vor zwei Wochen oder so wieder.

Je nach dem, wann ich das Auto gesehen habe, lasse ich ihn sitzen und belohne ihn oder halte ihn halt einfach kurz und für ruhiges Verhalten gibt es was.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Angst vor der "Rückkehr der Giardien"...

      Hallo liebes Forum, ich wende mich mal wieder an euch, in der Hoffnung, ein paar Erfahrungsberichte, Tipps und Ratschläge von Leuten zu bekommen, die meine Sorge verstehen. Entschuldigt bitte den langen Text, wenn ich besorgt bin, platzt mein Kopf vor Gedanken und ich wollte alles irgendwie unterbringen...    Letzten Herbst wurden bei meinem Hund Giardien diagnostiziert, die dann auch erfolgreich nach zehn Tagen Panacur und Dauerputzen, -waschen und -abkochen verschwunden waren. A

      in Hundekrankheiten

    • Panik/Angst-Trauma nach Silvester

      Nunja, bis Silvester 2018/19 war Hund „schussfest“. Der Aufenthalt an einem Ort mit Feuerwerkverbot, an das sich keiner hielt, traumatisierte dann leider. Aber bereits am nächsten Tag war alles wieder gut. Nun kam Silvester 2019/20: Hund war 2 Tage völlig verstört (wollte nicht mal mehr die Wohnung verlassen aus Angst, dass etwas passieren KÖNNTE). Inzwischen geht es wieder einigermaßen aber alles, was an Böller & co erinnert, löst Angst aus (leider auch für das menschliche Ohr nicht hörbare

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Tierschutzhündin, Gassi gehen und die liebe Angst

      Hallo in die Runde, Ich bin ganz neu hier und auch neue Hundehalterin. Vor etwas über einer Woche haben wir unsere Kleine adoptiert. Sie ist eine ca. 4 Jahre alte Hündin, die in Griechenland erst bei einem Mann lebte und dann in einem riesigen Tierheim. Danach kam eine ganz liebe Pflegestelle und jetzt ist sie bei uns. Die Kleene ist wirklich toll, ist aber verständlicherweise oft noch unsicher und ängstlich. In den ersten Tagen konnte die Pflegestelle nur auf dem Grünstreifen vor dem Haus

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Angst und Stress bei Hund

      Hallo, ich hoffe mir kann einer von Euch einen Rat geben. Wir haben seit 5 Jahren einen Terrier Mischling und einen Rhodesian Ridgeback. Beide Hunde sind aus Notstellen. Bekannt ist dass beide ein arges Problem mit Gewitter und Knallerei haben. Dies haben wir immer berücksichtigt und beugen entsprechend vor . Unsere Hunde sind unsere Wegbegleiter und sehr wenig allein. Das war bisher auch nie ein Problem. Im Auto ist das bis heute kein Thema. In der Wohnung ist der Terrier seit neuestem nicht ma

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Angst beim Hund

      Wir haben einen 5 jährigen Labrador der durch einen anderen Hund in seinen jungen Jahren sehr dominiert wurde.Wenn der andere Rüde sich vor ihn gestellt hat,hat unser Hund am ganzen Körper gezittert.Wir haben diese Situation gelöst aber leider ging das zwei Jahre lang und aus einem lustigen lieben Hund wurde ein ängstlicher angespannter Hund.Wir konnten diese Situation wirklich nicht ändern nur dazwischen gehen.Der andere Hund ist vor 3 Jahren verstorben aber diese Zeit hängt noch in ihm.Wir hab

      in Aggressionsverhalten

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.