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Hundeforum Der Hund
Resistant76

Aggression gegenüber Besuchern

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Hallo Zusammen,

 

wir sind neu hier im Forum und haben bisher nur still mitgelesen. Ich hoffe, dass ich hier einige hilfreiche Tipps erhalten kann. Ich bin Bianca und bin knapp 42 Jahre alt und habe eine französische Bulldoggenhündin, die jetzt knapp über 2 Jahre alt ist. Sie ist als Welpe zu mir gekommen und wir haben seitdem viel zusammen erlebt und auch viel gelernt. Sie lernt sehr gerne und hört immer sehr gut. Sie ist nicht mein erster Hund. Über 11 Jahre hinweg hatte ich bereits eine Beaglehündin und daher etwas Erfahrung mit der Hundeerziehung.

 

Bei meiner Kleinen gibt es jedoch ein Problem, was immer stärker wird und sich auch mit der Hilfe einer Hundetrainerin nicht in den Griff bekommen ließ. :-(

 

Sie lehnt Besucher in meiner Wohnung oder in Wohnungen, wo sie sich häufig aufhält ab. Sobald es klingelt, klopft oder ein Besucher einfach den Raum betritt reagiert sie mit aggressivem Bellen, bekommt über den ganzen Rücken einen Kamm und springt den Besuch hart an....man könnte meinen, sie will den Besuch wieder raus drücken aus der Tür. Sie macht da leider auch keine Unterschiede, ob Mann, Frau oder Kind. 

 

Es ist mittlerweile so weit, dass ich überhaupt keinen Besuch bekommen möchte, da ich nicht weiß, ob sie nicht irgendwann mal weiter geht und vielleicht zuschnappt.

 

Ich bin etwas ratlos und weiß nicht, was ich machen soll. 

 

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und Ratschläge für mich, was ich üben oder tun kann?

 

Wenn wir sonst auf Menschen treffen....außerhalb von geliebten Wohnungen ist sie ganz lieb, lässt sich gerne streicheln und bellt und springt nicht.

 

LG und Danke für eure Hilfe, Bianca

 

 

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Hast du mal versucht, deinen Hund in einem anderen Raum "einzusperren", wenn Besuch kommt und ihn nach einer gewissen Zeit ganz ruhig dazuzuholen und deinen Besuch zu bitten, den Hund zu ignorieren - und wenn's nicht klappt, kommt er sofort wieder in den anderen Raum und du wiederholst den Vorgang. Natürlich musst du ihn ganz toll loben, wenn's klappt.

 

Vielleicht spürt er auch, dass du schon gegen die Situation anguckst und innerlich angespannt bist und dann auch das eintritt, was du befürchtest (self-fulfilling prophecy).

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Wie hast du denn bisher in der Situation gehandelt? Bereitest du deinen Hund verbal auf Besuch vor? Habt ihr ein Signal für "Unbedenklichkeit"? Habt ihr es einmal mit einer ritualisierten Begrüßung versucht? Was lief bisher an Training?

Die Nackenhaare bedeuten nur Aufgeregtheit, dein Hund scheint nicht zu wissen, daß das Betreten der Wohnung von dir autorisiert wurde und das keinen "Regelverstoß" oder gar Gefahr bedeutet. Je seltener Besuch kommt, desto ungewöhnlicher erscheint es dem Hund und je mehr du verkrampfst, desto mehr bestärkt sie es in der Annahme, daß da gerade etwas nicht seine Ordnung hat.

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Guten Morgen,

 

danke für eure Antworten.

 

Vorbereiten tue ich den Hund bisher nicht auf Besuch, da ich ja oft garnicht weiß, wann es klingelt oder klopft. Das passiert ja oft spontan.

 

Wir haben bisher versucht, sie sobald es klingelt oder Besuch rein kommt auf ihren Platz zu schicken, wo sie warten muss, bis der Besuch rein gekommen ist und sie nicht mehr so aggressiv ist. Währenddessen ignoriert der Besuch sie völlig. Das hat allerdings auch nur wenig Erfolg gehabt. Wir haben das wochenlang geübt und kaum Fortschritte gemacht. Ein Signal haben wir. Das funktioniert auch in allen anderen Situationen prima....nur in dieser nicht. 

 

Dass sie mittlerweile merkt, dass ich schon ein ungutes Gefühl bei Besuchern habe, wird so sein. Bin dann selbst recht aufgeregt. Ich habe auch schon gedacht, dass es ein Teufelskreis ist. Ich bin nicht cool....sie merkt das und ist demnach auch nicht cool und denkt, dass was nicht in Ordnung ist.

 

Ich habe im Wohnzimmer einen Kennel stehen, der immer offen ist. Dort geht sie gerne zum Ruhen rein. Vielleicht macht es Sinn, sie bevor Besuch kommt, dort rein zu setzen und ihn zu zu machen, dass sie sich den Besuch aus der Ferne anschauen kann und merkt, dass alles gut ist? Wenn sie dann ruhig und entspannt ist, könnte ich sie ja raus lassen und sie darf den Besuch normal begrüßen? Je öfter das so ist, vielleicht merkt sie ja, dass Besuch OK ist. So würde sie ja auch merken, dass ich alles im Griff habe mit dem Besuch. 

 

Was meint ihr? Macht das Sinn, es vielleicht so zu üben? 

 

LG und einen schönen Sonntag

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vor 21 Minuten schrieb Resistant76:

Vorbereiten tue ich den Hund bisher nicht auf Besuch, da ich ja oft garnicht weiß, wann es klingelt oder klopft. Das passiert ja oft spontan.

Mach' doch mit den Leuten aus, daß sie dich vorher anrufen.

Mit einer bekannten und gemochten Person würde ich anfangs üben- mit gefaketen Besuchen. So könntest du zum Einen freudig! "Oh da kommt Besuch! Relax..." konditionieren und zum Anderen ein Begrüßungsritual.

Zu deiner Idee mit dem Kennel-Das würde ich eher nicht machen. Dann sieht sie ja noch nicht einmal, was sie potentiell beunruhigt. Da wird sie vermutlich nicht entspannen.

Besser ist ein mit Kindergitter abgetrennter Bereich, bei dem sie die Begrüßung mitverfolgt.

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vor 9 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

So könntest du zu einem freudig! "Oh da kommt Besuch! Relax..." konditionieren und zum Anderen ein Begrüßungsritual.

...würde ich gar nicht machen. Ich würde von Anfang an aufbauen, dass es völlig normal ist, dass es klingelt und dass Menschen zu Besuch kommen, also der Situation keinerlei Beachtung schenken. Alles andere könnte auch wieder ein Aufdrehen zur Folge haben. Wenn ich, nachdem es geklingelt hat, zu Emma sage: Wer kommt denn da?, springt sie auf, rennt zur Tür und wedelt intensivst ganz aufgeregt mit dem Schwanz. Also alles andere als Ruhe in der Situation. Ich mache auch kein Gedöns, wenn ich weggehe bzw. wiederkomme. Alles verläuft ruhig und entspannt, sie weiß, wenn ich gehe, dann komme ich auch wieder.

Das mit dem Kennel finde ich nicht schlecht, allerdings weiß ich nicht, ob die Spannung bei deinem Hund so aufhört, denn er ist ja dabei und auch wieder nicht. Ich würde ihn aus der Situation rausnehmen wenn's klingelt und dann nach einiger Zeit dazu holen. Das mit den gefakten Besuchen finde ich eine Superidee :)

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Etwas zu benennen, ist eine gute Methode, eine Gewöhnung einzuleiten.

Wegsperren ist keine Lösung. Kindergitter besser.

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vor 24 Minuten schrieb gatil:

Wegsperren ist keine Lösung

... Ich habe das "Wegsperren" ja auch in Anführungszeichen gesetzt, auch weil ich es generell nicht so gut finde. Ein Kindergitter ist halt Aussperren, da sehe ich keinen großen Unterschied. Wir haben Emma als sie so 11/2 war häufiger mal in einen anderen Raum gebracht, wenn wir befürchteten, dass sie stark aufdrehen könnte und siehe da, sie kam zur Ruhe, lag völlig entspannt auf ihrer Decke als wir sie zu uns holten. Der Besuch ignorierte sie und sie schnupperte mal kurz in die Runde und legte sich dann mit einem kleinen Schnaufer hin, froh, wieder bei ihrem Rudel zu sein. Inzwischen kennt sie den Prozess und es funktioniert bestens, meist ohne Zwangsaufenthalt in einem anderen Raum ;). Sie hat gelernt, was passiert, wenn sie überschüssig reagiert und hat ihr Verhalten angepasst.

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vor 20 Minuten schrieb sibylle49:

Wir haben Emma als sie so 11/2 war häufiger mal in einen anderen Raum gebracht, wenn wir befürchteten, dass sie stark aufdrehen könnte und siehe da, sie kam zur Ruhe

Das ist aber ganz etwas Anderes als territoriale Motivation. Die ist beim Labrador für gewöhnlich nicht besonders ausgeprägt.

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vor 4 Stunden schrieb sibylle49:

...würde ich gar nicht machen. Ich würde von Anfang an aufbauen, dass es völlig normal ist, dass es klingelt und dass Menschen zu Besuch kommen, also der Situation keinerlei Beachtung schenken. Alles andere könnte auch wieder ein Aufdrehen zur Folge haben. Wenn ich, nachdem es geklingelt hat, zu Emma sage: Wer kommt denn da?, springt sie auf, rennt zur Tür und wedelt intensivst ganz aufgeregt mit dem Schwanz. Also alles andere als Ruhe in der Situation. Ich mache auch kein Gedöns, wenn ich weggehe bzw. wiederkomme. Alles verläuft ruhig und entspannt, sie weiß, wenn ich gehe, dann komme ich auch wieder.

Das mit dem Kennel finde ich nicht schlecht, allerdings weiß ich nicht, ob die Spannung bei deinem Hund so aufhört, denn er ist ja dabei und auch wieder nicht. Ich würde ihn aus der Situation rausnehmen wenn's klingelt und dann nach einiger Zeit dazu holen. Das mit den gefakten Besuchen finde ich eine Superidee :)

Rein intuitiv finde ich da gebemeinensenfdazu s Vorgehen besser. Schritt fuer Schritt und moeglichste entspannt. Wenn es in solchen Situationen dann gut funktioniert, kann man zum naechsten Schritt uebergehen. Kennel wuerde ich auch nicht machen.

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