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Hundeforum Der Hund
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Vermeintliche "Neuuser"-Diskussionsdynamiken

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Hier geht es um eine Meta-Diskussion, die u.a. mal wieder im Liebe und/oder Respekt- Thread aufkam und daraus resultierende Diskussionsdynamiken.

Scheinbar kam/kommt bei einigen Leuten der Verdacht auf, es ginge bei der Kritik methodischer bzw. erziehungstheoretischer Ansätze lediglich darum Fronten erzeugen zu wollen, sich selbst zu positionieren und in einem vermeintlichen Feldzug zusammenzurotten - insbesondere bei Neuusern.

 

Scheinobjektivität spielt bei solchen Feststellungen gewiß eine Rolle- sie sind probates rhetorisches Mittel um-eben scheinobjektiv- inhaltliche Kritik auf eine persönlich motivierte Ebene zu bringen und damit zu entkräften- nicht selten, weil man diese inhaltliche Kritik nicht teilt. (Sie spielt natürlich auch in meinem Beitrag hier eine Rolle- dessen bin ich mir bewußt;)).

 

Auf der anderen Seite gibt es insbesondere bei Neuusern die Gefahr aufgrund mangelnder Info und Nennung bestimmter dominanztheoriebasierter Begriffe sich in seiner Kritik zu schnell zu versteifen ohne näher nachzufragen.

 

Persönlich angegriffene vorschnelle Reaktionen sind die Folge. Im Thread wurde da auch für mein Empfinden gleich zu stark auf eine Person fokussiert, was die nächste Ebene, nämlich den Trollverdacht auf den Plan ruft:

"Werden Threads erstellt um bestimmte Leute zu triggern, damit es statt inhaltlicher Kritik wieder nur um Kritik der Kritik bzw. der kritisierenden Personen geht? Steckt dahinter nur propagandistischer Ansatz? " Da kommt bei Neuusern natürlich auch schneller der Verdacht auf- man kennt sie ja nicht.

Diese Auslegung birgt ebenfalls ziemliche Negativdynamiken und läßt an der eigentlichen Thematik vorbeischliddern.

 

 

Im Großen und Ganzen fand ich schon, daß es inhaltlich -problembezogen im Thread zuging.

Das grundsätzliche Thema "Mein Hund braucht einen härteren Ton, der reagiert sonst nicht " könnte man wohl auslagern.

Ich für mich nehme mit, auch Neusern klare Kritik gegenüber zu äußern, aber insbesondere bei den dominanzbasierten Triggerwörtern geduldig zu bleiben und zu erklären, obwohl man das schon zig mal gemacht hat- soviel Nachsicht muß man finde ich einem Neuuser entgegenbringen auch wenn ich genervt davon bin.

Falsch finde ich inhaltliche Schonung- wichtig  dabei sind aber ggf. Nachfragen.

Den Trollverdacht blendet man glaube ich am besten aus, indem man versucht inhaltlich-problembasiert zu bleiben. Wenn ein Beitrag tatsächlich darauf abzielt Personen zu fokussieren wird er es so nicht schaffen. Da muß man gar nicht anfangen Verdacht aufzubauen.

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Ich glaube nach wie vor nicht, dass wir einen User der ganz alten Schäferhundvereinsschule vor uns hatten, sondern einen Menschen mit "gemäßigt autoritären" Erziehungsstil. Nur zu Erklärung der Ausgangslage; tatsächlich glaube ich bei den wenigsten, dass sie handgreifliche Hundeverdrescher sind.

 

 

 

Da es hierher passt:

 

Antiautoritär =/= Laisser-faire

 

 

Begrifflichkeiten sind ja auch immer wieder ein Thema.

 

Wenn man aber Begriffe wie "Alpha", "Chef", "parieren", "Kasernenton" oder Phrasen wie "Das geht bei meinem Hund nicht nett", "Der braucht Strenge", "Sonst tanzt er mir auf der Nase rum" immer wieder nutzt, obwohl man mehrmals darauf hingewiesen wird, dann tut es mir leid, dann muss ich annehmen, dass das auch so gemeint ist und nicht mehrmals einfach nur "komisch ausgedrückt" ist.

 

Davon leite ich nicht generell ab, dass der Hund schwer misshandelt wird, aber nicht seinem Wesen als Hund gerecht. Das werde ich immer wieder sagen und wenn das nicht gewünscht ist, würde ich das sehr traurig finden. 

 

Tatsächlich geht es mir um die Hunde, das ist keine Ausrede. Das meine ich so. Ich kann nur versuchen noch objektiver zu werden, den Konjunktiv noch deutlicher zu nutzen. 

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Ich finde Man sollte sich immer sein Ziel klar machen, bevor man in eine Diskussion einsteigt.  Wenn mein Ziel in einer Diskussion zum Beispiel ist, die Situation für den Hund zu verbessern, indem ich bei seinem Besitzer für mehr Verständnis für seine Bedürfnisse Sorge, muss ich mir überlegen, wie ich das rüber bringe.Wer sehr direkt oder teilweise auch recht angriffslustig formuliert, muss damit rechnen, dass das beim gegenüber als Angriff ankommt und/oder nicht angenommen wird.  Auch mit der Tür ins Haus zu fallen und gleich 20 Dinge, die unbedingt geändert werden müssen, zu erwähnen, ist nicht hilfreich. Es macht mehr Sinn, eine positive Sache und einen Kritikpunkt ( am besten mit Vorschlag) in einen Post zu packen und dann im Verlauf des Gesprächs mehr ein zu bringen. 

Aussagen als Fragen zu Tarnen (vielleicht ist ihr einfach langweilig?) hilft, weil derjenige selber darüber reflektieren kann und man außerdem den Vorwurf (du beschäftigst deinen hund nicht genug!) rausnimmt.

 

Wenn man sich hartnäckig weigert Rücksicht darauf zu nehmen, was bei gegenüber ankommt, dann sollte man darüber nachdenken, ob es einem vielleicht eher um sich  selbst als um den Neuuser oder den Hund geht.

 

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Momentchen, meinst du mich dem letzen Absatz mich? Kann nämlich nicht sein. 

 

Ich bin nämlich betont beim Thema geblieben und habe alle wirklich sehr persönlichen Angriffe auf mich vollkommen ignoriert (ich habe sie nicht einmal gemeldet) - WEIL es mir um den Hund und um das von der Userin selbst mehrfach bestätigte Verhalten dem Tier gegenüber ging (nochmals: ich glaube nicht, dass das Tier misshandelt wurde).

Mir nun passiv-aggressiv (meintest du mich mit "man"?) nochmals zu unterstellen, ich würde es nicht der Hunde wegen machen, sondern um meinetwillen, führt deine ganze Argumentation ad absurdum ("Es macht mehr Sinn, eine positive Sache und einen Kritikpunkt ( am besten mit Vorschlag) in einen Post zu packen und dann im Verlauf des Gesprächs mehr ein zu bringen.")

 

Und wenn wir gerade dabei sind:

Ich halte die Vorgehensweise "advocatus diaboli" einfach für heuchlerisch. Also gewollt ihre Position zu vertreten und sich dann von hinten anzunähern mit getarnten Fragen, die ich gar nicht so meine.

Ich finde es nicht sinnvoll, sondern vorführend und unehrlich. 

 

Sorry hierfür, aber das lag mir jetzt doch am Herzen. Ich möchte Neuuser nicht vertreiben  und auch keine Threads mehr "dominieren" und habe mich deshalb weitestgehend aus diesen Threads herausgehalten. Das werde ich weiterhin tun, aber alles ignorieren kann ja auch nicht Sinn und Zweck des Forums sein. 

 

Edit

Aus Erfahrung weiß ich, dass klare Worte (die man paradoxerweise gerne dem Hund gegenüber veranschlagt!), die mit guten und offensiven Argumenten unterfüttert werden, zwar nicht sofort zum Umdenken führen, aber lange und intensiv nachhallen. Da ich eben glaube, dass die Userin sich sehr viele Gedanken zum Hund macht, könnte sie vielleicht unbewusst an die Kritik denken, wenn sie das nächste Mal "klar" mit ihrem Hund kommuniziert. 

 

Natürlich geht das auch anders, je nach Typ. Da es mir aber vor allem um den Hund geht, habe ich nur wenige Mittel zur Verfügung: Ehrlich müssen sie sein und auch mir selbst treu zu bleiben, trotz aller Unterstützung.

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Das hat nichts mit "advocatus diaboli" zu tun ( obwohl das wohl gut zu meiner ekelhaften Perönlichkeitstruktur passen würde, ne?) sondern damit, Kritik schonend rüber zu bringen.

 

Es geht ja nicht darum zu lügen und zu sagen "du machst das super!" Um dann plötzlich  um zu schwenken, sondern darum, auch die positiven Aspekte hervor zu heben. Dann fühlen sich Menschen als Person angenommen und reagieren dementsprechend in drt Kommunikation. 

 

Aber Na klar kann man auch unter dem Deckmantel der Ehrlichkeit weiterhin "Du bist scheiße!" zu Neuusern schreiben, weil einem an deren ersten 5 posts irgendwas nicht passt. 

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Was meinst du bitte?

Von welch  "ekelhafter Persönlichkeitstruktur" habe ich denn irgendwo gesprochen?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument

 

Möchtest du mir die Fragen oben beantworten? 

 

Wenn nein, ist das okay.

Falls ich dich missverstehe: war nicht meine Absicht. Ich habe mich nur überdeutlich angesprochen gefühlt.

 

 

Ich habe der "Neuuserin" nicht "Du bist scheiße" entgegengebracht. Das stünde ganz unverblümt da. Ich schrieb, dass ihr Umgang mit dem Hund so wie von ihr dargestellt kynologisch falsch sei und nicht dem Lebewesen Hund genüge, wovon ich nach wie vor überzeugt bin, da eine Bekräftigung auf die andere folgte.

Ich kann verstehen, dass sie sich angegriffen fühlt, weswegen ich beim nächsten mal noch zurückhaltender sein werde, ich muss das auch erst lernen. 

 

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Ich finde das Wörtchen "vermeintliche..." schade, zeigt es doch, dass man davon ausgeht, klar im Recht zu sein. Diskussionsbedarf gleich Null. Wirkt auf mich als "Neuuserin" (vielleicht sollte das mein neuer Nickname sein, kann man ja dann durchnummerieren ;)) ziemlich abschreckend und blockiert/hemmt (m)eine Diskussionsteilnahme, da es ja nichts zu diskutieren gibt. Schade, da ja gerade das dialektische Denken Entwicklung erzeugt.

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vor 36 Minuten schrieb Holo:

Ich finde Man sollte sich immer sein Ziel klar machen, bevor man in eine Diskussion einsteigt.

 

Das Ziel muss aber auch offen und bereit für die Position des anderen sein und sich dann gemeinsam weiterentwickeln, bestenfalls unter Einbeziehung beider Positionen, sonst bleibt es ein "Ich habe Recht - Spiel".

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vor 4 Minuten schrieb sibylle49:

Schade, da ja gerade das dialektische Denken Entwicklung erzeugt.

 

Sehr interessant, schließlich wurde das Originalthema dialektisch diskutiert, was aber Stein des Anstoßes war.

 

Eine Synthese am Ende muss kein Kompromiss sein. 

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Ach weißt du, falls es dir nur um mich geht, schreib mir doch einfach wieder eine PN.

Vielleicht plaudere ich ja wieder aus dem Nähkästchen.

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