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Hundeforum Der Hund
Spitzmaus

Fragen vor´m Einzug

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Hallo,

 

Wir mussten unsere Roxy im Januar leider wegen eines Hirntumor einschläfern lassen. War (ist es noch) echt schlimm. Aber es war sofort klar, dass wir nicht lange Hundelos sein werden.

 

Somit zieht in 18 Tagen ein kleines Japanspitz Mädchen ein. Sie wird beim Einzug 10 Wochen alt sein.

 

Und da hätte ich vorab mal zwei Fragen:

 

Eigentlich hatte ich vor, später mal mit Schleppleine den Abruf zu üben. An der Straße die Leinenführigkeit. Aber bei uns im Wald ist es immer wahnsinnig matschig. Jetzt hab ich mir gedacht, ich könnte ja an der Straße eine normale Leine ans Geschirr machen und im Wald angekommen, die Flexi. Und am Rückweg wieder die normale Leine dran. Kann ein Hund unterscheiden, welche Leine dran ist? Normale Leine anständig laufen und Flexi zum "schlampig" laufen? Ginge das?

 

Und wie schaut´s aus mit Erziehung (fast) ohne Leckerlie? Ich will nicht wieder einen Hund, der nur dann macht, was ich will, wenn´s Leckerlies gibt. Kann ja auch mal sein dass man keine dabei hat. Ab wann schleicht man Leckerlies aus? Die ersten Male Leckerlies und dann nur noch beim 2. Mal, beim 3. Mal und so weiter?

 

Könnt ihr mir da mal ein paar Tipps?

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Meine Hündin weiß immer welche Leine dran ist. Ist es die kurze läuft sie wie ein Streber bei Fuß, ist es die 5m Flexi, läuft sie halt 5 Meter vor :) Der Hund wird da schon ein Gefühl für kriegen.

 

Warum findest du Leckerlies schlimm? Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass ein Rückruf klappen wird, weil man Leckerlies dabei hat?

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Eigentlich finde ich Leckerlies nicht schlimm. Eigentlich sogar praktisch. Bis zu einen bestimmten Punkt, halt. Weil, Roxy hat Befehle nur gemacht, wenn´s Leckerlies gab. Sie hat Mist gemacht, weil sie genau gewusst hat, wenn ich sie darauf hin her rufe, bekommt sie was. Ich weiß, wir haben bei ihr sehr viele Fehler gemacht. Und diese will ich dieses Mal eben nicht machen.

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Wahrscheinlich hast du mit Leckerchen immer nur gelockt, nicht belohnt.

Leckerchen finde ich gut, natürlich möchte Wega immer gern was bekommen, aber manchmal gibt es halt nichts, vielleicht nächstes mal. Aber ich finde es gut, wenn du noch andere Belohnungen in petto hast.

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Vielleicht magst du mal erzählen wie du das bisher gemacht hast? Dann kann man da sicher Hilfestellung geben damit es beim Zuwachs besser läuft.

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Für mich ist das Verteilen von Leckerchen etwas Kontextgebundenes. Sprich, für ein einfaches Hinsetzen gibts nur ein "feiiin",

während ein längeres & ruhiges Warten im Platz (nach dem Auflösen!) ausgiebig belohnt wird während es bei einem erfolgreichen Abruf

bei Wildsichtung Leberwurst à dis­cré­ti­on regnet. ;)

 

Halt immer dem Charakter &  Ausbildungsstand des Hundes entsprechend. :)

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vor 3 Stunden schrieb Spitzmaus:

Eigentlich finde ich Leckerlies nicht schlimm. Eigentlich sogar praktisch. Bis zu einen bestimmten Punkt, halt. Weil, Roxy hat Befehle nur gemacht, wenn´s Leckerlies gab. Sie hat Mist gemacht, weil sie genau gewusst hat, wenn ich sie darauf hin her rufe, bekommt sie was. Ich weiß, wir haben bei ihr sehr viele Fehler gemacht. Und diese will ich dieses Mal eben nicht machen.

 

 

Huhu, wie du selbst festgestellt hast, liegen da dann Fehler im Aufbau vor. Das könnte zum einen sein, wie Nebelfrei schon angesprochen hat, dass du nur gelockt und nicht belohnt hast, und zum anderen, dass du nicht wusstest wie man unerwünschte Verhaltensketten wieder aufbrechen bzw. gar nicht erst entstehen lassen kann. Die Leckerlie hatten gar keine Schuld an dem Verhalten von Roxy! :D 

 

Wichtig für dich zu wissen ist, dass der Hund selbst bestimmt, was für ihn eine Belohnung darstellt. Wenn du beispielsweise nur stimmlich loben willst, dann kannst du das zwar gut meinen, den Hund aber frustrieren und Training scheitern lassen, wenn er ein verbales Lob nun mal nicht toll findet. Andere Hunde finden Leckerlie nicht interessant, dafür aber Umweltbelohnungen (schnüffeln, beobachten, ...) oder die Interaktion mit dem Halter (kurzes Spiel). Kurz gesagt: je nach Hund hat man so viel Auswahl an Belohnungen! :)

 

Einen universellen Tipp, wie man sämtliche Trainingsfehler im Voraus vermeiden kann, kann ich dir nicht geben. Würde mich auch Naschkatzes Frage anschließen. Welche Dinge sind dir wichtig und wie hast du sie bisher trainiert?

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Trotz allem und trotz der vielen guten Tipps hier würde ich an deiner Stelle auch zusehen, dass ich einen Bereich zum Laufen mit Hund OHNE LEINE finde, der dafür sicher genug ist. Nichts kann dies ausgleichen. Und ein Welpe läuft nicht einfach weg. Schon mal gar nicht, wenn man z.B. eine Leberwursttube dabei hat.

 

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Zum Leinenwechsel : Wir machen das bei Johnny mit Halsband / Geschirr . Halsband: Neben / hinter mir laufen . Geschirr : Fast alles erlaubt ( Außer mit Anlauf reinsprinten & ziehen bis Hund auf zwei Beinen läuft ). Klappt wunderbar & hat er schnell verstanden. :) Auch gut wenn man mal keine Zeit hat zum konsequent sein ( wir drehen immer um wenn er überholt am Halsband ) ... ;) Dann gehts halt ans Geschirr ! 

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Einen Welpen würde ich im Wald auch erstmal freilaufen lassen. Jetzt schon den Schleppleineneinsatz zu planen, finde ich den "falschen" Denkansatz. Vielleicht braucht ihr ja nie eine Schleppleine? Wenn du einen spezifischen, besonderen Rückruf (zusätzlich zum normalen Rufen) einübst, denn du sehr hoch belohnst (Fleischwurst oder ein besonderes Spielzeug), dann kommt es vielleicht gar nicht dazu, dass du die Schleppleine benutzen und nachher wieder aufwendig abtrainieren musst. Eine normale Leine plus Freilauf finde ich persönlich am besten.

 

Zum Leineneinsatz generell: Geht es dir jetzt um die Flexi oder um die Schleppleine? Du schreibst von beidem. Eine Freundin von mir führt ihre Hündin am Halsband an der Straße an der kurzen Leine. Die Hündin trägt das Geschirr da schon. Die Freundin hat die Schlepp im Rucksack dabei und tauscht dann nachher.

Eine normale Leine und eine Flexi würde ich persönlich nicht mitnehmen. Da würde ich den Hund lieber immer an der Flexi führen - z.B. an der Straße dann am Halsband mit festgestellter Flexi und im Wald am Geschirr mit mehr Spielraum.

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