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Hundeforum Der Hund
Kleiner Wolf

Wie verscheuche ich einen aufdringlichen Hund?

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Das kommt stark drauf an, um was für Hunde es sich handelt und wie die Stimmung ist. 

Ersteinmal versuche ich bei so etwas weiterzulaufen. Tendenziell auch ohne Leine. Mit Leine nur, wenn mein Hund meine Hilfe braucht. Das ist aber selten.

Wenn wir dann an einer Straße ankommen oder einfach zu weit weg sind, warte ich aber auf die Besitzer oder bringe den Hund zurück. Das ist immer abhängig von der Situation und dem Hund. 

Nochmal ableinen würde ich auch, wenn mein Hund wirklich bedrängt würde und die Leine die Situation eher hochschaukelt.  Aber meiner ist bei sowas auch eher selten das Opfer und selbst wenn, ist er schnell. Das heißt, ich hätte auch keine Sorge. 

 

Überraschenderweise hat bei nem DSH auch schonmal “Platz“ und “Bleib“ geklappt. :D

 

Ich musste bisher einmal einen Hund blocken, weil ich in der Situation nicht ableinen konnte. Der war klein und etwas größenwahnsinnig. Er hat versucht, Femo in die Beine zu beißen und war generell auf Krawall gebürstet und Femo hat sich davon provozieren lassen. Den hab ich richtig angemotzt und bin auch einen Schritt auf ihn zu. 

Hätte ich ableinen können, wäre das meine erste Wahl gewesen. 

 

 

 

 

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Na wenns ein verspielter, netter Kollege von Hund ist (so wie es ja in diesem Fall war). Was spricht dann dagegen den eigenen Hund los zu machen und den Fremden an die Leine zu nehmen um ihn zum Besitzer zurück zu bringen? Außerdem würde ich meinen in so einer Situation Grundsätzlich nicht an die Leine machen.

Allein schon weil ich ihm nicht die Rückzugsmöglichkeiten nehmen will.

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vor 19 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Es äußert sich darin, dass es ihm sichtlich unangenehm ist, wenn er vom Schäfer gejagt wird.

 

 

vor 11 Minuten schrieb Renesis:

Na wenns ein verspielter, netter Kollege von Hund ist (so wie es ja in diesem Fall war)

 

ähhm, wenn ein Hund nicht aufhört, ist es eben nicht nett, er nervt und merkt nicht, dass er aufhören soll.

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vor 3 Stunden schrieb Renesis:

Na wenns ein verspielter, netter Kollege von Hund ist (so wie es ja in diesem Fall war). Was spricht dann dagegen den eigenen Hund los zu machen und den Fremden an die Leine zu nehmen um ihn zum Besitzer zurück zu bringen? Außerdem würde ich meinen in so einer Situation Grundsätzlich nicht an die Leine machen.

Allein schon weil ich ihm nicht die Rückzugsmöglichkeiten nehmen will.

 

Ich glaube, nicht alle netten, fremden Hunde nehmen das einfach so hin, dass ihnen Fremde ans Halsband fassen und fangen dann evtl. doch an zu schnappen. Ich würde das jedenfalls nicht tun, außer ich kenne die Hunde (Rüden, die der Hündin nachlatschen, habe ich auch schon angeleint und nach Hause gebracht, aber ein harmloser Dorfstreuner, den wir sehr oft trafen, fing z.B. überraschend an sich losmachen zu wollen, er wurde richtig panisch, weil er sich wohl gefangen fühlte).

 

Ich denke auch nicht, dass dieses propagierte Ableinen als Grundregel für alles und jeden so günstig ist. Ich leine meine Hunde je nach Situation an. Uns kamen z.B. in der Feldmark einmal acht völlig unbekannte große Hunde entgegengerannt. Die waren frisch aus dem Auto raus und entsprechend aufgeregt. Sie hatten uns gesehen und wollten uns abchecken. Hätte ich meinen Hund da nicht angeleint, wäre er einfach in die Pampa weggerannt vor lauter Panik und die andern hätten ihn dann gehetzt. Anleinen hat das verhindert. Der Besitzer ließ sich eine Menge Zeit, mal heranzukommen. Diese Hunde taten auch nichts, außer uns zu umzingeln wie ein Wolfsrudel. Das war minutenlang ein sehr unangenehmes Gefühl, das man anderen Menschen und Hunden vielleicht auch ersparen könnte, finde ich. Ich bin einfach aufrecht stehengeblieben und habe gewartet. Freundlich und locker weiterlaufen habe ich überlegt, aber ich wollte nicht, dass sie näher kommen, auch nicht zum Schnüffeln, denn meine hätte zugeschnappt, weil ihr acht große bedrängende Hunde doch einfach zuviel gewesen wären und dann hätten wir wohl eine ordentliche Beißerei gehabt.

 

 

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Ich zumindest habe nicht gemeint, den Fremdhund anzuleinen, ich fasse fremde Hunde nicht an. Ich meinte, wenn der Hund an meinem interessiert ist: In die Richtung des Besitzers laufen, der kommt automatisch mit und der Besitzer nimmt ihnen an die Leine. :)

 

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vor 22 Stunden schrieb Hoellenhunde:

 

Das hat mit Bindung nichts zu tun?

Der Hund hat eine hohe Motivation der Umwelt nachzugeben.

Erst wenn diese die Attraktivität des Besitzers unterschreitet, kehrt er um. Das ist nicht viel anders als beim Jagen oder einer läufigen Hündin nachgehen. 

Denn du wie du schreibst, ist es ein Marker einer schlechten Bindung, wenn der Hund halt nicht umdreht?

 

Sich weiter wegzubewegen kann (!) die Situation ebenso künstlich in die Länge ziehen.

 

Einerseits sagst du, es ist alles individuell, aber plädierst fürs Weitergehen, während du mit Bindung argumentierst. Verstehe ich nicht ganz?

 

Es gibt den Verhaltensknigge nicht, nein, da stimme ich überein. 

 

Aha. Wie würdest Du bei einem durchschnittlichen, eher menschenorientieren Hund (wie ihn die Meistem HH haben, den "Bindung" definieren?  Für mich zeigt sich eine gut ebablierte Bindung schlicht auch daran, dass der Hund (natürlich je nach Rasse und Charakter unterschiedlich) den deutlichen Drang zeigt, nicht allzu stark von seinem Rudelersatzgefüge, entfernt zu sein. Das passiert sogar bei meinen HSH die nun tatsächlich als nicht gerade am Menschen hängend definiert werden. Und sie sind absolut in der Lage dabei zwischen Arbeitseinsatz und Privat zu unterscheiden.

 

Wenn ein temporärer Spieltrieb (nicht zu verwechseln mit über teils Jahrtausende herausgezüchteten Jagd- oder Schutztrieben) die Bindung oder sagen wir den "Rudelzusammenhalt" (Nein, ich sehe Mensch und Hund NICHT als Rudel, sondern als ein soziales  Gefüge, der Begriff ist rein beschreibend) derart überlagert, dass beim Hund keinerlei Drang vorhanden ist, seinem "Rudel" zu folgen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man hat eine Rasse, die sich in diesem Punkt sehr von anderen "üblichen" und weit verbreiteten Rassen unterscheidet (Es gibt da so Arbeitshunde aus der eher nördlichen Hemisphere, denen man genau das nachsagt, was aber im völligen Gegensatz zu den mitteleuropäischen Hunden steht)  oder es ist nicht wirklich weit her mit der Bindung.  Und es kann (!) auch sein, dass genau in dem Moment, wo der Hund sich bewegt, eine Fee erscheint und pupst (ok, dass ist eher unwahrscheinlich, aber es kann(!) man weiss es ja nicht. Immerhin ist Trump Präsident geworden!). Üblich bei den meisten Hunden denen man begegnet ist aber, dass sie ab einer bestimmten Entfernung zu ihren Haltern umdrehen werden (Aus genau diesem Grund, sieht man in nächster Zeit wenns schön wird,  wieder ganz viele HH in den Wäldern, die sich verstecken und fast ausrasten, weil ihr Hund völlig aus dem Häuschen ist, weil er sie nicht mehr sieht und teils jaulend durch die Gegend irrt.

 

Natürlich plädiere ich fürs Weitergehen. Wenn man nicht weitergehen würde, würde man die Reaktion des Hundes ja nicht erfahren. Wie soll man merken ob der Hund zurückläuft, wenn man die Entfernung zum anderen Halter gar nicht vergrößert? Es geht ja um Entfernung! Vor allem wenn man sie sogar gleich hält, indem man ihm sozusagen nachläuft, bis er irgendwann merkt das da was fehlt?? Und was ist an Individuell nicht zu verstehen? Wenn der Hund der da mitläuft nicht agressiv ist und meiner nicht vor Angst erstarrt und halbtot umfällt, dann soll er doch mitlaufen. Weiterlaufen heisst ja nicht rennen und auch nicht, dass man währenddessen natürlich versucht, den Hund dazu zu bewegen, zu seinem Halter zurück zu laufen.  Passiert mir übrigens öfters. Habe schon so manche Hunderunde mit einem oder zwei fremden Hunden im Schlepptau absolviert. Aber auch da waren die Hintergründe unterschiedlich. Einmal wussten die Halter gar nicht, dass ihr(e) Hund(e) auf Wanderschaft gegangen ist/sind ein andernmal hat es sie schlicht nicht interessiert, weil "Das macht der immer so." Aber meine Grunderfahrung ist, dass nach einiger, meist sehr kurzer Zeit ein(e) aufgeregt(e)r bis hysterisch(e)r HH zu mir gerannt kommt, der sich oft tausendmal entschuldigt weil er/sie seinen/ihren Hund vermisst und tatächlich bleibe ich dann stehen und warte auf ihn. Normalerweise wird der Hund dann auch mitgenommen. Ist der Hund aber zu aggro,  zu aufdringlich oder meiner zu beeinträchtigt, muss ich mir was einfallen lassen. Es ist ja nicht gesagt, dass ich ihn einfach anfassen kann oder ob er tatsächlich mit zurück kommt. Es ist ja nicht mal klar, wie er überhaupt darauf reagiert, wenn ich mich "einmische". DAS ist individuell und ebenso individuell zu lösen. Es geht eben darum, sich der aktuellen Situation anzupassen und sein Handeln ganz individuell auf diese einzustellen. Eben weil es keine "Handlungsvorgabe" für einen solchen Fall gibt.

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Nähesuchen/halten muss kein Bindungsanzeiger sein, Exploration kann genauso einer sein. 

 

Von einer einzigen Situation bei der ein Hund etwas anderes auch länger vorzieht, kann man nichts schließen, was die Bindung anbelangt.

Aber ich habe einen Hund, der mich schlicht und ergreifend draußen nie gebraucht hat. Rudelersatzgrfüge ist und war ihm schlicht "egal". Umso unbekannter das Gelände, um so erkundungsfreudiger ist er. Mittlerweile bleibt er schon näher dran, aber als Junghund?

 

Ich für mich finde es einfach unschön, die Leute vorzuführen und wenn es meinem Hund noch dazu unangenehm ist, ziehe ich dich die Zeit der Belästigung nicht noch künstlich raus...

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vor 15 Stunden schrieb Nebelfrei:

ähhm, wenn ein Hund nicht aufhört, ist es eben nicht nett, er nervt und merkt nicht, dass er aufhören soll.

Schon klar aber so wie ich es lese (und auch geschrieben wurde), findet es der andere Hund lustig und meint es ja garnicht böse, daher ist es für mich schon ein netter, verspielter Kollege.

Ich gehe halt davon aus das man sich als Hundehalter mit der "Sprache" der Hunde auskennt und mit ihnen kommunizieren kann. Von daher sollte man recht schnell wissen ob man ihn anleinen kann oder ob man es besser lässt.

Und wenn´s dem Besitzer scheiß egal ist, dass sein Hund andere belästigt, dann ist es meiner Meinung nach auch völlig legitim den an die Leine zu nehmen und zurück zu bringen, da braucht der sich nicht beschweren, sondern sollte besser auf seinen Hund aufpassen wenn er das nicht möchte.

 

Ein anderer Gedankenansatz wäre mit seinem Hund wie ein Wolfsrudel zu reagieren (sofern der eigene Hund mitmacht und sich überreden lässt und es sich wie gesagt um einen netten, verspielten Hund handelt). Und zwar könnte man ja die Spielaufforderung des fremnden Hundes aufnehmen und dazu über gehen, das man ihn zusammen mit seinem eigenen Hund übers Feld Jagd (den Spieß umdrehen). Dieses Spiel sollte er ganz schnell doof finden und das Interesse verlieren. Das wiederum würde sogar das "Wir" Gefühl mit und beim eigenen Hund stärken und dem anderen würde man spielerisch auch einiges klar machen.

Vielleicht ist das auch ne blöde Idee, aber ich sehe da jetzt erstmal keinen Nachteil... und ich persönlich hätte da mit meinem Hund (ok das ist halt auch ehr ein Nervenfester Vertreter) sogar noch Spaß bei.

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vor 4 Minuten schrieb Renesis:

Und wenn´s dem Besitzer scheiß egal ist, dass sein Hund andere belästigt, dann ist es meiner Meinung nach auch völlig legitim den an die Leine zu nehmen und zurück zu bringen, da braucht der sich nicht beschweren, sondern sollte besser auf seinen Hund aufpassen wenn er das nicht möchte.

 

Und was passiert dann?

Ich habe einen fremden Hund an der Leine, der meinen Hund nervt und belästigt, laufe sehr weit zu dem anderen HH (er war ja ausser Hörweite), der mich anschnauzt.

Ich geh dann wieder des Weges, natürlich in Begleitung des nervenden Hundes, weil der HH bestimmt nicht daran denkt ihn anzuleinen, er hat ja vorher auch nicht gemerkt, dass der Hund weg ist.

Super, mein Spaziergang ist versaut.

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Ich stelle mir gerade die Situation in einer Gegend mit vielen Hunden vor. Jeder zweite hat eine fremden Hund an der Leine und versucht ihn irgendjemanden aufzudrängen.

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