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Hundeforum Der Hund
BenMX

Urplötzliche Angst

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Gerade eben schrieb BenMX:

Aber muss man hier nicht zwischen gutem und schlechtem Stress unterscheiden? Er ist auch völlig aus dem Häsuchen, bis hin zum Einnässen, wenn wir jeden Morgen auf die Arbeit kommen und er die Leute begrüßt. Auch da macht und wackelt und flitzt er durch die Gegend. Aber ich deute das da eher als ein positiven Stress. Wenn er vom Reinkommen noch an der Leine ist, bitte ich ihn zum Sitz, was er auch völlig widerwillig tut (total süßes seufzen ist seine Antwort), damit ich ihm die Leine abnehmen kann.

Also es gibt positiven und negativen Stress, aber eigentlich sollte er im Büro gar keinen Stress haben. Er soll ja nicht die Wände hochgehen.

 

vor 1 Minute schrieb BenMX:

Hier verhält er sich eben gänzlich anders als erwartet: Statt Schutz zu suchen wenn er Angst hat, bellt er und stellt sich auf. Das ist sehr schwer zu deuten, ob er hier Angst hat oder beschützen möchte.

 "Da ist was seltsam, das musst du dir ansehen. Ich halte die Stellung, bis du da bist"- ungefähr sowas dürfte ihm dabei im Kopf rumspuken, um ihn mal ein bisschen zu vermenschlichen.

Überleg dir einen Satz, mit dem du ihm zu verstehen geben möchtest, dass du seine Besorgnis wahrgenommen  und die Situation überprüft hast ( " Das ist nur der Postbote/neue Kollege/Herr Müller-Lüdenscheidt, der tut dir nix") dem du ihn dann immer lieferst. Beschäftige dich dabei nicht wirklich mit ihm, sondern guck dir den Gegenstand an ( oder interagiere mit der Person). Bleib dabei betont gelassen.

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@BenMX

 

vor 1 Stunde schrieb BenMX:

Durch "Oh man!" und "Nein!" wenn er mir in die Bude pisst? Ist bisher 2 mal passiert und das ist Wochen her. 

 

Vielleicht habe ich mich im gesamten Thread falsch ausgedrückt, aber genau diese Anzeichen hatte er noch nie gezeigt. Die kamen alle auf einmal und zwar heute. Daher meine Ratlosigkeit. Ich habe sie also gesehen, aber nicht kommen sehen. 

 

Davon gehe ich nun auch aus, ja. Nur ist mir die Ursache nicht klar (gewesen). Er machte keinerlei sensible Anzeichen bisher - eher im Gegenteil. 

 

Also nochmal: Mein fast 5 Monate alte Welpe hat plötzlich (oder plötzlich für mich) Angst vor mir. Ich kann/konnte mir nicht erklären weshalb oder woher. 

 

Ja - das wäre es gewesen. Nur wusste ich nicht, dass er vor mir weg rennen wird. Normalerweise hört er auf seinen Namen und kommt, oder hört zumindest auf mit dem was er tut um zu schauen, was ich von ihm möchte, was ja auch bis auf 1 Meter funktionierte. Und als er dann wieder gebellt hat, schien mir die schnellste Unterbindung die zu sein, dass ich zu ihm hin gehe (nicht renne oder stampfe) und ihn zu mir hole.

 

Dein Post mit "Oh Mann" und "Nein!" kam aber erst später. Ich habe mich auf deinen Eingangspost bezogen und dieser klang für mich ziemlich eindeutig.

Wenn alles dann doch nicht so tragisch war, umso besser.

 

Wenn dein Welpe plötzlich Angst zeigt, dann sei künftig darauf vorbereitet, dass auch du dein Verhalten ebenso plötzlich

abbrechen kannst und durch ein weniger einschüchterndes Prozedere ersetzen kannst.

 

Klar ist es mit Frust für dich verbunden, wenn ein schon stubenrein geglaubter Welpe plörtlich wieder 'reinpinkelt.

Das macht er aber nicht, um dich zu ärgern, sondern wohl eher, dass du nicht aufgepasst hast (immer nach dem Schlafen, immer nach dem Fressen - und das kann bei einem jungen Hund recht oft sein - rausgehen, und das sich draussen Lösen begeistert aufnehmen und entsprechend belohnen). Oder dein Hund hat sich die Blase verkühlt?

Alles kein Grund "stinkig" zu werden, damit veränderst du nichts, außer dass du u.U.  Angst auslöst.

 

Das gilt auch für das Bellen. Ein Welpe bellt, wenn er einen Grund dafür sieht. Vlt. hat ihn die angebellte Frau erschreckt?

Es lohnt sich eher, darauf zu achten, was ein Auslöser sein könnte, als nach der "Missetat" ungehalten zu werden.

Gib dem Kleinen doch Zeit! 5 Monate sind doch noch kein Alter, in dem man erwarten könnte, dass der Hund keinen "Mist" mehr macht.

 

Hier wurde angeregt, dass du eine Hausleine benutzt. Damit kannst du deinen Hund ruhig zu dir auf seinen Platz führen, wo er sich geborgen fühlen kann. Das ist enorm wichtig in einer belebten Umgebung (Büro oder so ähnlich ?)

 

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vor 4 Minuten schrieb Renegade:

Wenn dein Welpe plötzlich Angst zeigt, dann sei künftig darauf vorbereitet, dass auch du dein Verhalten ebenso plötzlich

abbrechen kannst und durch ein weniger einschüchterndes Prozedere ersetzen kannst.

Absolut, da sehe ich noch Lernpotential meinerseits.

 

vor 4 Minuten schrieb Renegade:

Alles kein Grund "stinkig" zu werden, damit veränderst du nichts, außer dass du u.U.  Angst auslöst.

Na klar nicht. Ich bin da auch gar nicht der Typ für, der ihn anmacht, wenn er nach Wochen wieder rein macht. Ich suche den Fehler da grundsätzlich bei mir. Aber dass man selbst erschrickt kann mal vorkommen, denke ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Auslöser für heute war - zu mal er ja gar nichts angestellt hat.

 

vor 6 Minuten schrieb Renegade:

Es lohnt sich eher, darauf zu achten, was ein Auslöser sein könnte, als nach der "Missetat" ungehalten zu werden.

 

Ich habe die Situation mittlerweile analysiert und gesagt bekommen, dass die besagte Frau ihm seinen Knochen weg genommen hat (wenn ich die erwische…:75_skull::75_skull::75_skull:). 

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vor 2 Minuten schrieb BenMX:

Ich habe die Situation mittlerweile analysiert und gesagt bekommen, dass die besagte Frau ihm seinen Knochen weg genommen hat (wenn ich die erwische…:75_skull::75_skull::75_skull:). 

 

Na siehste! Nächstes Mal nimmst du eben sie an die Leine und setzt sie resolut wieder an ihren Platz! :D

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vor 5 Minuten schrieb Renegade:

 

Na siehste! Nächstes Mal nimmst du eben sie an die Leine und setzt sie resolut wieder an ihren Platz! :D

Klar, die kriegt noch was zu hören. Aber ändert ja leider nix an seiner Reaktion…

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Ich würde ihm im Büro keinen Knochen geben. Das scheint ihm Stress zu machen. Oder höchstens, wenn er neben dir angeleint auf seinem Platz liegt. Du lässt ihn dann komplett in Ruhe und gut ist. 

Ohne Knochen kann er dann auch wieder rübergehen. 

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vor 7 Minuten schrieb BenMX:

Aber ändert ja leider nix an seiner Reaktion…

 

Der Kleine hat jemanden angebellt.....So what? Und guten Grund dazu hatte er ja auch!

Nur die Ruhe - bestenfalls hat die Frau nun dazugelernt! ;)

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Nochmal kurz zu der pinkelsituation. 

Wenn dich dein Hund anspringt, nachdem dir ein genervtes "oh man" entfleucht halte ich es durchaus für möglich, dass er damit versucht zu beschwichtigen. Meine grinst wenn ich nach Hause komme und sich freut. Sie weiß ich muss dann lachen, dass selbe Verhalten zeigt sie aber auch wenn sie Schmu gemacht hat. Vielleicht hilft es dir der Hinweis einfach um gewisse stresssituationen oder Unsicherheiten deines Hundes wahrzunehmen. Anstatt einem scharfen "nein" solltest du vermitteln, dass es nichts drMatisches ist (nicht nur im Bezug aufs pinkeln, bald kommt die Pubertät, da wird es wohl noch einige Situationen geben in denen der Hund mal Chaos macht :D )

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vor 30 Minuten schrieb Amidala:

Nochmal kurz zu der pinkelsituation. 

Wenn dich dein Hund anspringt, nachdem dir ein genervtes "oh man" entfleucht halte ich es durchaus für möglich, dass er damit versucht zu beschwichtigen. Meine grinst wenn ich nach Hause komme und sich freut. Sie weiß ich muss dann lachen, dass selbe Verhalten zeigt sie aber auch wenn sie Schmu gemacht hat. Vielleicht hilft es dir der Hinweis einfach um gewisse stresssituationen oder Unsicherheiten deines Hundes wahrzunehmen. Anstatt einem scharfen "nein" solltest du vermitteln, dass es nichts drMatisches ist (nicht nur im Bezug aufs pinkeln, bald kommt die Pubertät, da wird es wohl noch einige Situationen geben in denen der Hund mal Chaos macht :D )

Wohl wahr…

 

Er hat bisher komplett meinen Kontakt vermieden und ist den Bürodamen auf Schritt und tritt gefolgt. Ich habe ihn jetzt die komplette Zeit einfach mal machen lassen. Das Ergebnis liegt seit eben zusammengerollt auf seinem Teppich neben mir. Ich hoffe, dass er sich jetzt mal (von alleine) beruhigt…

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vor 1 Stunde schrieb BenMX:
vor 1 Stunde schrieb marcolino:

 

Aber muss man hier nicht zwischen gutem und schlechtem Stress unterscheiden?

 

Eindeutig NEIN!

 

Bei Stress gerät das nicht willentlich beeinflussbare vegetative Nervensystem (vNS) aus dem Gleichgewicht.

Über das vNS wird die gesamte Hormonproduktion gesteuert - und Adrenalin und Noradrenalin (als kurzfristig wirkende Stresshormone), aber auch Cortisol (als langzeitwirksames Stresshormon) beeinflussen Verhalten, egal ob hier positive oder negative Erlebnisse verantwortlich sind.

 

Leider erlebe ich oft, dass die Wirkung der Hormone hinsichtlich Verhalten unterschätzt oder sogar völlig ausgeblendet wird.

 

Stresshormone versetzen den Organismus in erhöhte Handlungsbereitschaft, eine erhöhte Handlungsbereitschaft bewirkt nicht nur anderes Verhalten als ohne Stress - auch die Lernfähigkeit des Individuums wird dadurch eingeschränkt und in (manchmal überrraschende) Bahnen gelenkt.

Wie überraschend, hast du jetzt im Büro erlebt.

 

Dein Hund zeigt scheinbar Stresspinkeln in Situationen mit völlig unterschiedlichen Anlässen (Angst, aber auch Freude).

 

Alleine das ist ein Hinweis darauf, dass dein Hund möglicherweise übermäßigem Stress ausgesetzt ist.

 

Schau da mal genau hin :)

 

 

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