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Hundeforum Der Hund
Freefalling

Hunde und Kinder

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Ich wollte schon länger mal so einen Thread eröffnen.

Wie sind eure Erfahrungen? 

Macht euer Hund Unterschiede zwischen hauseigenen und fremden Kindern?

Wie sieht euer Management aus im Haus?

Welche besonderen Regeln gibt es für die Hunde und für die Kinder?

Gibt es schwierige Situationen?

 

Femo findet Kinder gruselig. Kinder im Kindergartenalter sind am schlimmsten. Grundschulkinder sind auch noch schwierig. Ab 10/11 Jahren geht es eigentlich, wenn sie sich rücksichtsvoll verhalten und keine Angst haben.

Rennende Kinder werden versucht durch Anspringen zu stoppen. Kinder, die in unseren Tanzbereich rennen, werden zusätzlich verbellt. An ruhigen Kindern können wir normal vorbeigehen. Kinder unter 6 werden aber grundsätzlich als gruselig eingestuft, wenn sie selbst gehen. Da wechseln wir im Zweifel die Straßenseite.

Getragene oder fahrende Kinder sind egal. Räder, Roller, Skateboards sind auch egal.

 

Am Wochenende hatten wir Besuch von einer 6-Jährigen (mit Eltern). Die musste er sofort anspringen und bedrängen. Er hat auch immer wieder gejault. Nach mehreren moderierten Annäherungen ging es halbwegs. Den Durchbruch brachten Leckerlies und Sitz/Platz machen lassen. Danach war es ok. 

 

Mein Nachhilfekind ist 11 und klein für sein Alter. Der hat keine Angst, weicht aber auch eher aus und streichelt nur kurz. Mittlerweile wird der nur noch kurz, aber drängend im Gesicht angeschnüffelt. Dann legt Femo sich unter den Tisch. Er geht aber mehrmals noch hin, öfter als bei Erwachsenen. Er legt sich oft auch auf die Couch und schläft, aber ich bin mir sehr sicher, dass er nicht den Raum verlassen würde. Hilfreich ist auf jeden Fall der ritualisierte Ablauf.

 

Kontrollverhalten? Schutzverhalten? Ich bin mir nicht sicher. 

 

 

 

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vor 7 Minuten schrieb Freefalling:

Kontrollverhalten? Schutzverhalten?

Beides würde ich sagen.

Hier ist das ganz ähnlich. Herumwuselnde Kleinkinder würden sie am liebsten in die Obhut der Eltern treiben. Das ist ihr einfach zu unkalkulierbares Verhalten. Kinderwagen, Buggy, sitzend auf einer Bank, in Bus oder Bahn geht alles auch aus unmittelbarer Nähe. Rennen und Schreien womöglich noch mit Ball und ohne Hund- geht nur aus weiter Entfernung.

Ich versuche die Kinder und Eltern direkt anzusprechenstelle mich zu ihnen und verwickle sie in ein Gespräch, das betrachtet sie als Entwarnung, allerdings mache ich schon meistens einen Bogen- ich stürze mich nicht auf jedes Kleinkind , dem wir begegnen.

Nur wenn der Hund bereits bellt versuche ich ruhig aufzuklären.

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Hauseigene Kinder haben wir ja nicht.

Strolch kennt Kinder und erlaubt ihnen mehr als Erwachsenen, findet sie aber relativ unnötig. 

Weil er nach Erwachsenen durchaus schnappt, wenn er sich bedroht fühlt, und er sich sehr schnell bedroht fühlt, bin ich grundsätzlich sehr nah bei ihm, wenn Kinder bei uns zuhause sind. Er hat mein Zimmer als Rückzugsort, und wir erklären allen Kindern die zu Besuch kommen immer, dass er seine Ruhe haben möchte wenn er dorthin geht und sie das respektieren sollen (klappt gut).

 

Sammi findet Kinder super duper toll. Sie ist aber so wild, dass die meisten Kinder Angst vor ihr haben. Ich glaube sie spricht vorallem an, dass sie in ihnen potentielle Spielpartner sieht. Wir haben leider noch kein Hunde erfahrenes Kind gefunden, um einen ruhigen Umgang mit Kindern einüben zu können. 

 

Schwierig finde ich Situationen vorallem draußen, wenn der Hund eigentlich "seine" Zeit hat, und dann von irgendwelchen Kindern betatscht wird (beziehungsweise, wenn man das dann verhindern muss). Generell bringe ich meinen Hunden bei, möglichst nicht selbstständig Kontakt zu Kleinkindern auf zu nehmen. Das ist einfach zu missverständlich.

 

Die Schwierigste Situation mit Kind und Hund hat mal meine Mutter erlebt (allerdings waren weder Kind noch Hund Schuld :lol:)  Strolch wartete kurz vor einer Bäckerei (in ihrem Sichtfeld) und hatte sich hingelegt, als ein Elternpaar mit Baby (wohl knapp über einem Jahr ) ankam. Das Kind ist direkt vor Strolch hingefallen, woraufhin er auf stand, was der Vater des Kindes zum Anlass nahm den Hund anzuschreien (und das Kind liegen zu lassen), woraufhin Strolch ihn anbellte, die Mutter das Kind einsammelte und ihr Typ nach dem Hund trat. Aber ich glaube das ist eigentlich eher eine Anekdote für den "Hunde und  Idioten- wie regelt ihr das?" Thread.

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Kinder werden von meinen Beiden eigentlich ignoriert. Interessiert sie einfach nicht. Egal ob sie draußen Ball spielen, oder kreischend rumrennen. Jedenfalls wenn es nicht direkt vor ihrer Nase ist. 

Angefasst werden möchte Lumi von Kindern nicht (sie möchte sowie so nicht von fremden Menschen angefasst werden). 

 

Amy hatte es früher ganz schlimm auf Kinder abgesehen. Davon ist überhaupt nicht mehr zu merken. 

Heut zu Tage muss man nur noch aufpassen, dass sie Kinder nicht versehentlich umrennt. Früher wollte sie kreischend hinterher und reinzwicken.

 

Mit dem eigenen Kind (fast 1,5 Jahre) läuft hier alles ziemlich problemlos. 

Viele richtige Regeln gibt es eigentlich nicht. Kind darf die Hunde nicht ärgern, darf ihnen nichts wegnehmen, darf sie nicht stören wenn sie schlafen und darf nicht zu ihnen hin wenn sie fressen. Die Hunde dürfen dem Kind kein Essen klauen aber sonst *grübel* ... sonst machen sie eigentlich gar nichts wo ich sagen müsste, dass ist nicht in Ordnung *grübel* 

 

 

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An Schutzverhalten glaube ich übrigens deshalb, weil oft ängstlich reagiert wird und fast noch öfter gibt es bei einem bellenden Hund aggressive Reaktionen der Eltern. Da das bei Hundehaltern noch nie passiert ist, unterscheidet sie grundsätzlich zwischen Kindern  mit Hunden und denen ohne.

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Emma arbeitet 3x die Woche mit psychisch instabilen Kindern. Sie ist danach immer sehr gestresst und braucht viel Zeit, um sich zu erholen. Ansonsten ist sie Kindern gegenüber eher indifferent. Sie geht ihnen außerhalb ihres Arbeitens meist aus dem Weg, mag auch nicht, wenn sie unvermittelt auf sie zukommen und ihr ins Fell grapschen wollen, sie geht ihnen dann aus dem Weg. Wenn uns kleinere Kinder besuchen, sucht sie sich einen ruhigen Platz oder legt sich, wenn sie bei uns bleibt, unter den Tisch oder so, dass sie zu den Kindern abgewandt liegt. Sie kann sehr gut zwischen "dienstlich" und privat unterscheiden. 

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Ich habe kein eigenes Kind, aber wir haben sehr oft eine Freundin mit Kind dabei (fast täglich), das meine Hündin von Baby an kennt. 

 

Man muss wissen, meine Hündin ist durch ihre Vergangenheit misstrauisch gegenüber Menschen, knurrt durchaus wenn sie sich bedroht fühlt (und das geht schnell bei ihr als Sensibelchen) und hat früher auch geschnappt. Letzteres hat sie jetzt ewig nicht mehr getan, sie ist geduldiger geworden. Als das Kind auf die Welt kam, war das aber noch Thema. Generell findet sie Menschen öfter mal gruselig und will nicht bedrängt werden. Denkbar schlechte Voraussetzungen zum Umgang mit Kindern, möchte man denken. Also kam von Anfang an bis heute immer ein Maulkorb drauf und ich habe sehr drauf geachtet, dass das Kind sie nicht nerven kann. 

 

Naja, was soll ich sagen, es gab noch nie auch nur ein Problem. Babys fand sie total uninteressant, ist nie hin, das konnte schreien wie es wollte, auch auf dem Arm oder später krabbelnd war es ihr egal. Erst als das Alter begann, wo der Kleine mal selbstständig gegessen hat, wurde er irgendwie interessanter:B) Kinder lassen da ja gerne mal was fallen;) So gabs positive Erfahrungen, aber wirklich spannend wurde das Kind nie. Sie war da aber auch nie futterneidisch, eifersüchtig oder sonstwas... 


Er ist ein kleiner Rabauke, macht viel Lärm, bewegt sich schnell, fährt Laufrad, schmeißt das ein oder andere Tantrum - alles egal. Als er meinem Ömchen allerdings mit dem Laufrad in die eh schon kaputte Hüfte fahren wollte (zu der Zeit fand er auch in Menschen reinfahren witzig) hab ich ihn zugegebenermaßen so zusammengeschrien, dass er es schockiert gelassen hat. Nicht nett, aber das hätte böse Folgen haben können, gesundheitlich und für das Verhältnis der beiden. Sowas geht für mich einfach nicht, Kleinkind hin oder her. 

Er darf sie streicheln und mal an der Leine führen, natürlich ist er dabei etwas ungeschickt, das macht das Ömchen aber klaglos mit. Darauf, dass er ihr nicht wehtut achte ich weiterhin penibel. Die beiden alleine lassen käme für mich nie und nimmer in Frage!

 

Grundschulkinder sind auch völlig ok, da hatte ich schon die Situation, dass das Nachbarskind ihr so schnell um den Hals gefallen ist, dass ich gar nicht mehr nein sagen konnte:o Sie fragte ob sie streicheln darf, ich sagte ja und zack hing sie überm Hund *seufz* Würde ihr ein Erwachsener um den Hals fallen, würde ich für nichts garantieren. Aber Kinder sind für sie - zum Glück - absolut nicht bedrohlich. Bei der sehr großen 11-jährigen Tochter der anderen Nachbarn zeigt sie hingegen schon leichtes Beschwichtigungsverhalten, wenn sie allzu viel von ihr will. 

 

Auch hier - Kind und Hund alleine käme nicht in Frage, aber ich mag das Ömchen mit sehr vielen Menschen nicht alleine lassen:ph34r: 

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vor 5 Minuten schrieb sibylle49:

Emma arbeitet 3x die Woche mit psychisch instabilen Kindern. Sie ist danach immer sehr gestresst und braucht viel Zeit, um sich zu erholen. Ansonsten ist sie Kindern gegenüber eher indifferent. Sie geht ihnen außerhalb ihres Arbeitens meist aus dem Weg, mag auch nicht, wenn sie unvermittelt auf sie zukommen und ihr ins Fell grapschen wollen, sie geht ihnen dann aus dem Weg. Wenn uns kleinere Kinder besuchen, sucht sie sich einen ruhigen Platz oder legt sich, wenn sie bei uns bleibt, unter den Tisch oder so, dass sie zu den Kindern abgewandt liegt. Sie kann sehr gut zwischen "dienstlich" und privat unterscheiden. 


Darf ich fragen, warum sie das 3mal pro Woche machen muss, wenn es ihr nicht zusagt? 

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Wo habe ich das denn geschrieben? Es sagt ihr zu, sie macht es gerne. Nur es strengt eben auch an, als Therapiehund zu arbeiten.

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