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Hundeforum Der Hund
RedRock

Pitbull vom Nachbarn

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Hallo zusammen,

 

ich habe mich extra für dieses Thema hier angemeldet, weil ich mir immer mal wieder Gedanken darum mache. 

 

Ich wohne in einem Mietshaus mit circa 10 Parteien. Darunter ist ein jüngerer Mann mit einem Pitbull. Bei mir ist es so, dass ich schon immer Respekt vor Hunden habe und mir das zum Teil auch unangenehm ist, wenn sie auf mich zukommen. Dabei habe ich aber nie schlechte Erfahrungen gemacht, vielleicht schlummert in mir eine Katzenseele :-)

 

Nun habe ich mir Gedanken zum Verhalten des Hundes gemacht. Der Hund trägt keinen Maulkorb. Vor ein paar Jahren hatte er mal einen, aber nun schon lange nicht mehr.

 

Nun ist es so, dass der Hund, wenn er mir, mit seinem Besitzer im Haus begegnet immer Töne von sich gibt, kein richtiges Bellen, oder Knurren, eher eine Art "wuff".. Meist schimpft der Besitzer mit ihm und ich habe auch schon mitbekommen, dass er ihm dann einen Klaps gegeben hat. 

 

Der Besitzer hat mir gesagt, dass er spürt, dass ich Angst habe und ich solle ihn doch mal streicheln. Habe ich aber bisher nicht gemacht und werde ich vermutlich auch nie tun. 

 

Was ich nun mache, wenn ich dem Hund begegne, dass ich ihm möglichst nicht in die Augen schaue, wobei ich merke, wenn ich mal kurz gucke, dann schaut der Hund mich auch immer sehr genau an.

 

Die letzten Male, als der Hund mir im Treppenhaus begegnet ist, kam es mir vor, als hätte er den Schwanz eingezogen und hat dann an der Leine gezogen, so als hätte er Angst, weiterzugehen, auch wieder "wuff" gemacht.

 

Dieses "wuff" höre ich auch manchmal, wenn der Hund bei meiner Haustür vorbeigeht und bei meiner Tochter hat er es wohl auch schon gemacht, als sie ihm begegnet ist, allerdings hat sie garkeine Berührungsängste, was Hunde betrifft. 

 

Vor ein paar Wochen war der Besitzer mit dem Hund mal an unserer Tür, auch hier wieder das übliche Geräusch vom Hund. Er hat dann damit aufgehört, als ich mit dem Nachbarn geredet habe, und als ich den Hund zwischendurch mal ganz kurz angeschaut habe, hat er mich angeguckt und mit dem Schwanz gewedelt.

 

Wie erklärt Ihr Euch das verhalten des Hundes? Wie solle ich richtig reagieren? ich bin total unsicher, denn ich möchte den Hund ja nicht provozieren.

Wenn ich ihm draussen begegne, passiert das übrigens nicht, nur im Haus.

 

Viele Grüße und danke

 

redRock

 

 

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Herzlich Willkommen, 

 

Ich vermute mal das ist ein ängstlicher / unsicherer Hund und der Nachbar macht es durch schimpfen und einen Klaps geben schlimmer. 

 

Wenn du keinen Kontakt zu dem Hund möchtest, dann ignorierst du ihn am besten ganz. 

Tendenziell fühlen Hunde sich von schnellen Bewegungen angesprochen ( insbesondere ein wegzucken verstärkt oft Neugier.) 

Ein über den Hund rüber beugen oder von weit weg anfassen wird oft als Bedrohung wahr genommen. Manche hunde Empfinden auch erhobene Hände als Drohung. 

Falls du doch mal kontakt zu dem Hund aufnehmen möchtest, ist es besser sich auf die Höhe des Hundes zu begeben ( ich weiß, unangenehm wenn man Angst hat) oder ihm zu erlauben an einem zu schnuppern bevor man ihn anfasst. Berührungen von der Seite oder vom hinten führen ( nach vollziehbarer Weise) oft zu einem schnellen umdrehen.

 

Es hilft dir wahrscheinlich gar nicht weiter, aber vermutlich ist es auch kein pit Bull, sondern ein staff oder bully Mix. 

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Das Wuffen gehört zum ganz normalen Hundeverhalten.

Menschen sprechen miteinander, Hunde wuffen, bellen, quietschen,  oder knurren. 

 

Wenn du Angst vor dem Hund hast, ignorier den Hund, schau ihm nicht in die Augen, und entspann dich.

Er hat doch noch nie etwas böses getan, oder?

ER ist nicht dafür verantwortlich, dass DU Angst vor Hunden hast.

 

 

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Manchmal entspannt sich die Begegnung sehr,wenn Mensch stehen bleibt und Hund an sich schnuppern lässt.

(in Gedanken ein Lied summen, hilft gegen Angst)

Ein kurzes Schnuppern, dann geht der HH mit Hund weiter.

 

 

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Ich finde es gut, dass du versuchst den Hund zu verstehen anstatt ihn direkt als böse abzustempeln.

 

Um das "wuff" zu verstehen müsste man es sich wohl mal anhören/ansehen. Meine Hündin wufft auch mal wenn ein Nachbar vorbeigeht, aber das ist weder verwarnen noch anderes in der Richtung. Es klingt mehr wie ein "Moin!"

 

Dass der Hund keinen MK mehr trägt könnte bedeuten, dass er einen Wesenstest bestanden hat, nach dem er nicht mehr verpflichtet ist an einem solchen geführt zu werden.

 

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an: Am besten schenkt man dem Hund keine große Aufmerksamkeit, wenn man eh keine Intention hat mit dem Hund zu interagieren. Es stiftet möglicherweise nur Verwirrung.

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Ich würde den Hund nicht anfassen, wenn ich unsicher bin, sondern tatsächlich das tun, was mir mein Unbehagen sagt: Abstand halten und ausweichen (in der Regel verstehe. Hunde das). 

Versuchen den Hund auszublenden.

Hunde spüren die Unsicherheit, die kann man nicht überspielen. Manche Menschen machen einen Hund auch unbeabsichtigt alarmiert. Der Mann einer Freundin. Liebt Hunde, aber die meisten reagieren mit totaler Skepsis auf ihn. 

 

 

 

 

Wenn sein Halter mit ihm schimpft und ihm einen "Klaps" gibt, kann das sehr kontraproduktiv sein (und blöd ist es auch...).

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Hunde spüren die Unsicherheit, die wird dann gemeldet- ganz besonders auf Territoriumsebene. Zuhause muß sicher sein, also muß alles Auffällige- und dazu zählt Angst, weil Angst bedeutet Gefahr- gemeldet werden.  So ließe sich das Wuff erklären- ein Melden "Da ist jemand" oder auch "hat das seine Richtigkeit?".
Die Reaktion des Mannes hilft dem Hund definitiv nicht, das besser einordnen zu können- im Gegenteil. Wenn er mit einem freundlichen "Ach, wie schön die Frau soundso, guten Morgen" reagieren würde , fiele es dem Hund leichter.

Mein territorialer Hund honoriert es, wenn unsichere, ängstliche Leute guten Willen zeigen- trotz der Unsicherheit oder der Angst. Da wird zwar Alarm gebellt aber grundsätzlich  unterschieden. Wenn Leute nicht anfangen zu schreien oder zu rennen oder gar aggressiv werden (findet sie hochgradig verdächtig und vertreibenswert) sondern  sich z.B. mit mir unterhalten oder gar die Hand zum Schnuppern hinhalten toleriert sie das und entspannt sich.

Das soll jetzt nicht heißen, daß du auf den Hund zugehen sollst. Zeige dich einfach freundlich dem Nachbarn gegenüber und hab' auch für den Hund ein Lächeln übrig. Nett Grüßen, freundliche Körpersprache- auch wenn der Typ sich nicht dafür einsetzt, daß sein Hund das besser einordnen kann, wird er es anhand deines Verhaltens trotzdem irgendwann erkennen.

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Das Wuffen ist ganz normal....macht mein Rüde auch, wenn wir für ihn fremden Menschen begegnen, mit denen ich mich kurz unterhalte. Er ist da immer noch etwas unsicher, wie er sich richtig verhalten soll, also wufft er mal kurz. Ich finde, dass du dich ganz richtig verhältst in dem du den Hund weitestgehend ignorierst.

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Ich würde mir einen bekannten Hund, oder einen Bekannten mit Hund, dem ich vertraue, suchen und versuchen den Hund zu streicheln und ihm ein Leckerchen zu geben. Wenn Du dann etwas ruhiger und entspannter bist, dann würde ich erst eine Weile mit dem Nachbarn im Beisein des Hundes sprechen, Hund dabei nicht beachten, dann den Hund mit freundlicher Säuselstimme ansprechen und ihm ein Leckerchen geben. Wenn der Hund positiv reagiert, gleich noch mal.

Natürlich vorher den Besitzer von Deiner Idee informieren und um Erlaubnis fragen.

 

Vielleicht berichtest Du uns später ja davon, was Du gemacht hast und wie erfolgreich es war.

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Vielen Dank Euch allen. Ich denke, dass ich dann auf jeden Fall versuchen werde, den Hund zu ignorieren, sofern das in dem engen Treppenhaus geht. Ich denke, dass ist doch der bessere Weg. Aber eben freundlich ignorieren :-)

 

Lg und Danke 

 

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