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Hundeforum Der Hund
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Wie macht man Kinder umweltunsicher?

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Hallo,

 

manchmal versteh ich meine Mitmenschen schon überhaupt nicht. 

 

Folgende Situation, war nach dem Ausflug am Morgen noch auf der Post. Die Angestellte hatte Schwierigkeiten mit derTechnik, langes Schlangestehen war angesagt. So Hund war im Auto, holte ihn raus, weil ich vermutete es wird im zu warm. Eine ältere Frau nahm voller Panik ihr Enkelkind hoch , schnauzt mich an, dass ich doch nicht in Poststelle sollte wenn ein Kind im Laden ist, man liest doch so viel. Mein Junghund saß hinter mir machte garnix, außer von hinten an meinem Knie vorbei nach vorn schauen . 

 

Ich hoffe die Leute kriegen sich wieder ein. 

 

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(bearbeitet)

Genauso kriegen Kinder Angst.

Sehr beliebt in der Großstadt diese Hysterie.

Und diese Angst ist wiederum etwas, daß Hunde auf Abwehr gehen läßt.

Dann kommt: "Der macht dir nichts, der ist an der Leine":rolleyes::unsure::angry:. Auf daß das Kind dann schreiend wegrennt, wenn es einen Hund ohne Leine sieht (100m vorm Hundefreilaufgebiet).

Anstatt zu sagen "der mag nur Abstand haben, wenn du nicht rangehst ist alles in Ordnung."

 

Einzig ein Kind hat mal einem anderen Kind gesagt als es den großen schwarzen Hund sah, der am Gehweg trottete als dieses panisch wurde "Nicht Rennen". Und bei ein paar Erziehern habe ich es schon gehört, die Kinder blieben da auch cool.

Eltern schalten da heutzutage im Schnitt seltener.

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Beobachte das was du schilderte leider auch oft. 

Hier rufen Müttern ihren Kindern oft aus weiter Entfernung zu, dass sie schnell herkommen sollen weil da hinten ein Hund kommt.

 

In meiner Straße wohnt ein ganz extremes Beispiel. Ein Kind von etwa 13 Jahren, absolute Panik vor Hunden jeder Größe, auch total egal ob der angeleint auf der anderen Straßenseite läuft.

 Man kann weit in die Straßen gucken und dieses Kind fängt sowie sie einen Hund erblickt panisch und laut an zu kreischen und rennt rum um sich zu verstecken (hinter parkenden autos). Und wenn die Mutter da ist, dann wird die auch direkt nervös und warnt schnell und ruft ihr Kind sogar rein.

 

Was auch immer da passiert ist, das ist richtig extrem und auch ziemlich ungünstig, denn hier wohnen recht viele Hunde und diese Straße führt nunmal in den Park 

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Sehr häufig haben (Groß)eltern, die so oder so ähnlich reagieren, Angst vor Hunden und wollen daher die Kinder auf alle Fälle vor allem Hundeübel "beschützen".

Von Leuten, die so agieren, kann man einfach kein der jeweiligen Situation angemessenes Verhalten erwarten.

Sie sehen einen Hund und der Rollladen fällt.

 

Ich finde es prima, wenn Erzieher offener und besonnener agieren bei Hundebegegnungen.

Das erlebe ich immer öfter auf unseren Spaziergängen. Entweder beim Waldkindergarten, wo die Kleinen sehr oft in Gruppen auf den Wegen zugange sind, oder zwischen den Wiesen und Äckern, wo die Erzieherinnen einen ganzen, oft langgezogenen "Zug" aus Bollerwagen und Kindergruppen zu managen haben.

Da werden die vorauseilenden (meist recht wagemutigen bis tollkühnen) Kinder zum Anhalten gebracht.

"Nicht rennen" ist ehernes Gesetz.

Ich gehe mit der angeleinten Enya dann an den Wegesrand und lasse die ganze Prozession an uns vorbeiziehen. Ab und zu ein Leckerli versüsst Enya das Ruhigbleiben. Bei den Züchtern gab es zwei kleine Mädchen und Enya fährt total auf Kleinkinder ab, was sie allerdings nicht oft auf die sanfte Tour realisiert....

Manchmal ergeben sich nette Gespräche mit den Kindern und den sie begleitenden Erwachsenen.

Ich freue mich immer, wenn ich solche Trainingsmöglichkeiten geboten kriege - und, so glaube ich, die Erzieherinnen freuen sich auch über ein anregendes Extraprogramm.

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vor 3 Minuten schrieb Renegade:

Sehr häufig haben (Groß)eltern, die so oder so ähnlich reagieren, Angst vor Hunden und wollen daher die Kinder auf alle Fälle vor allem Hundeübel "beschützen".

Oh ja. Eine Mutter hat sofort angefangen zu heulen, als der Hund bellte. (Diese Panik war der Grund warum Hund bellend anzeigte). Der Teenager fing sofort an panisch zu schreien und zu rennen. Diese Angst hat sie unmittelbar übertragen. Wir standen direkt zwischen denen und dem Hund

Aggression ist allerdings noch schlimmer- gibt's leider auch, zum Glück gibt es aber auch noch normale Leute...

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Ich finde das schwierig. Es ist Mist, wenn das so auf die Kinder übertragen wird. Aber niemand hat "absichtlich" Angst/Panik vor Hunden. Ich war auch mehrmals in Situationen, in denen ich vor Angst geweint habe, obwohl objektiv nichts passiert war. Hätte ich das steuern können, hätte ich es gelassen. War ja peinlich genug. Ich fände da mehr gegenseitiges Verständnis auf beiden Seiten oftmals wünschenswert. 

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(bearbeitet)

Nein ich finde das ja auch traurig. Aber spätestens wenn man Gefahr läuft, das auf andere zu übertragen braucht man doch Management. Wenn diese Mutter keins hatte ist das erstmal nur traurig aber immerhin besser- als wenn laut in Empörung angeschrien wird. Dann speichert das Kind nicht nur Angst sondern auch "Unrechtmäßigkeit" ab und daß man da aggressiv zu werden hat.

Dieses "Nicht Schreien und Rennen" ist eben völlig wichtig- das muß man transportieren.

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vor 2 Minuten schrieb Lique:

Ich finde das schwierig. Es ist Mist, wenn das so auf die Kinder übertragen wird. Aber niemand hat "absichtlich" Angst/Panik vor Hunden. Ich war auch mehrmals in Situationen, in denen ich vor Angst geweint habe, obwohl objektiv nichts passiert war. Hätte ich das steuern können, hätte ich es gelassen. War ja peinlich genug. Ich fände da mehr gegenseitiges Verständnis auf beiden Seiten oftmals wünschenswert. 

 

Damit hast du völlig Recht.

Wir haben als Nachbarn eine junge Familie mit 2 Kindern. Als wir vor ca. 3 Jahren mit der jungen Enya eingezogen waren, traf ich mit der angeleinten Enya auf der Treppe zum Keller die Frau. Sie kam von unten und rannte sofort in Panik zurück, als sie uns sah. Ihre Tochter reagiert bei Begegnungen genauso - kein Wunder.

Natürlich haben wir uns über dieses Thema schon unterhalten. Die Mutter sagt selbst, dass sie dieses Verhalten total daneben findet, aber es nicht kontrollieren kann.

Inzwischen hat sie auch erkannt, dass Enya trotz ihres (in diesem Fall höchst unproduktiven) lebhaften Verhaltens keine Menschenfresserin ist. Dennoch, ich wüsste jetzt nicht, wie unsere Nachbarin dieses Verhalten ohne sachkundige Hilfe verändern könnte. Und so sprechen wir uns in Begegnungssituationen halt per Zuruf ab und gehen uns (relativ kleinräumig) aus dem Weg.

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vor 20 Minuten schrieb Lique:

War ja peinlich genug

Darum ging's dabei gar nicht. Da hab ich Mitleid

Es ging darum, daß sie den Jungen nicht davon abhielt zu schreien und zu rennen. Und darum daß der Vater dann aggressiv anfing zu schimpfen.

Weil ein Hund bellte. So wird aktiv das Risiko gesteigert, daß eine Situation eskaliert.

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Ist denn das ein Problem der Hundehalter, ob die Kinder anderer Leute oder die Erwachsenen umweltsicher sind? Die Leute können ihre Kinder erziehen wie sie wollen. Ich fühle mich nicht im geringsten verpflichtet, irgendwelche aufgezwungenen Sozialtrainings mit Kindern oder Erwachsenen zu absolvieren. Wieso denn? Ich will mit dem Hund (an der kurzen Leine) zur Post oder von A nach B gehen, sonst nichts.

 

Es ist doch genau umgekehrt: es ist eine Frechheit wegen der eigenen persönlichen Auffassungen fremde Menschen anzupöbeln, die gar nichts falsch machen. Da haben die anderen ein Defizit in ihrer Sozialkompetenz, weil sie die Rechte und Freiheiten anderer nicht respektieren wollen, und das sollte man ihnen auch klar machen (bleibt einem ja nichts anderes übrig, wenn die einem den Streit aufdrängen). Wenn Leute mich freundlich ansprechen, wenn sie ein Problem mit Hunden haben, finde ich das völlig ok, aber diese grundlose Pöbelei macht mich aggressiv. Ich möchte nämlich einfach unbehelligt den öffentlichen Raum nutzen wie alle anderen auch - mit Hund.

 

P.S. Mir ist es häufiger passiert, dass mich Unbekannte beschimpfen, weil Hunde ja die Gehwege beschmutzen. Das waren nur eben nicht meine Hunde, weil ich alles penibel wegräume. Das ist doch ein total irrationales, krankes Verhalten!

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