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Hundeforum Der Hund
sumse

Hündin zeigt Aggressionsverhalten

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Hallo ihr Lieben, ich habe eine 2-jährige Mischlingshündin. Sie ist grundsätzlich total lieb und sozialisiert, deshalb habe ich mich sehr gewundert, als sie 2 anderen Hündinnen gegenüber aggressiv wurde. Die anderen beiden Hunde haben ihr meiner Meinung nach keinen Anlass dazu gegeben und waren danach auch sehr eingeschüchtert. Alle Hunde waren abgeleint und meine Hündin war auch vorher sehr ausgelassen, hat gespielt und war im See... also für mich gab es wirkich keinen ersichtlichen Grund. Auch ein Bekannter, der mit seinen Hunden dabei war, war auch sehr über ihr Verhalten erschrocken. In dieser Situation hat sie auch nicht auf mich gehört, obwohl sie sonst einwandfrei abrufbar ist. Ich habe sie dann angeleint und aus der Situation genommen.

Woran kann es liegen und was kann ich tun, wenn es erneut zu so einer Situation kommt? Ich danke euch schon jetzt für eure Antworte. liebe Grüße

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Hi und erstmal herzlich Willkommen hier bei uns im Polar-Chat :)

 

Was ist denn den anderen Hunden passiert? Irgendwelche Verletzungen? Beschädigungen bei deiner Hündin?

 

Seit wann hast du deine Hündin (und wie heißt sie :) )?

 

 

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vor 3 Minuten schrieb sumse:

so einer Situation

 

Kannst du die Situation etwas genauer beschreiben?

 

So ganz allgemein würde ich sagen, mit 2 werden sie langsam erwachsen und beginnen, "erwachsenes" Verhalten zu zeigen, und dazu gehört es auch mal, sich etwas nicht gefallen zu lassen, zum Beispiel. Oder etwas mit Nachdruck einzufordern. "Aggressiv" ist so ein floskelhafter Begriff, der in den meisten Fällen sehr undifferenziert verwendet wird und im Grunde nur normales Hundeverhalten ist.

 

 

Ach und herzlich willkommen :)

 

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vielen Dank für die freundliche Begrüßung :-)

Wir haben unsere Bounty seit Juli 2016 und sie kommt aus dem Tierschutz. Ja, mein Mann meinte auch "sie wird eben erwachsen".

Wir haben die beiden Hunde vor einiger Zeit schon mal getroffen. Bounty lief frei und die anderen beiden waren angeleint. Sie haben sich beschnuppert und aus dem Nichts (für mich zumindest), fing Bounty an zu knurren, Zähne zu fletschen und zu bellen. Da sie zu dem Zeitpunkt läufig war (vor ca. 6 Wochen), habe ich mir nichts dabei gedacht und es auf die Läufigkeit geschoben. Gestern haben wir die zwei dann zum zweiten Mal getroffen und alle waren frei. eigentlich gleiche Sitution, nur das dieses Mal alle frei liefen... schnuppern und dann gings los. Vielleicht ist es auch einfach nur wie bei uns Menschen... den einen mag man mehr, den anderen weniger und Hunde können es nicht sagen uns zeigen es eben so.  Nur weil die anderen beiden sehr friedlich waren und für mich kein Auslöser für Bounty`s Verhalten ersichtlich war, mache ich mir da Gedanken. Es ist niemanden etwas passiert - ich habe sie dann angeleint, weil sie in dem Moment gar nicht auf mich reagiert/gehört hat.

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Es hängt sehr wahrscheinlich auch mit dem Zyklus zusammen- deine Hündin ist gerade scheinträchtig und nähert sich der Scheinmutterschaftsphase.

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ah ok, daran habe ich auch son gedacht. Da ihr Verhalten sonst aber unverändert ist, hätte ich nicht gedacht das es tatsächlich daran liegen kann.

Es ist mein erster Hund, deshalb bin ich dankbar für jeden Hinweis und lerne immer wieder gerne dazu :-)

 

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meine ehemalige Schäferin Marie (nie kastriert) fing nach dem 2.Lebensjahr an, Hündinnen nicht mehr so leiden zu können.

Warum, keine Ahnung.

 

Sie verbellte, knurrte , zeigte deutlich ihren Unwillen.

 

Doof, aber sie war eben so.

 

Und mein Hund Yerom  wandelte sich zum "Nichtrüdenleiden " .

Nie wirklich bissig, nur eben ablehnend.

 

Lucie kann alle gut leiden, egal wie groß, klein, welchem Geschlecht.

Gut, sie ist kastriert!!!???

Aber Ronja, auch ehemalige Schäfiene, da wurde auch alles geliebt .

(sie war nicht kastriert)

 

Ich glaube, ich werde es so richtig nie verstehen.

 

Was ich ausdrücken will:

Trotz gleichbleibenden Umgang , gleicher Umgebung haben sich meine Hunde unterschiedlich entwickelt.

 

 

 

 

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In solchen Fällen ist es hilfreich, im Hinterkopf zu haben, dass aggressives Verhalten allermeistens das Ziel hat, Abstand zu schaffen. Ich hab Angst vor dir -hau ab! Oder: das ist mein Spielzeug -hau ab! Oder: ich kann dich nicht ausstehen...hau ab  etc.

 

Wenn man das weiß, kann man dem Hund besser helfen.

 

vor 57 Minuten schrieb sumse:

was kann ich tun, wenn es erneut zu so einer Situation kommt?

 

In solchen Situationen stehe ich in der Nähe und "splitte", wenn es bitzelt oder schon offen gedroht wird, indem ich mich dazwischenschiebe, meinen Hund abdränge und ihn mit freundlichen Worten mitnehme -ohne ihn anzufassen! Wegrufen ist in den meisten Fällen bei einem so jungen Hund nicht möglich, die sind zu sehr mit der Situation beschäftigt, um noch etwas anderes verarbeiten / ausführen zu können.

 

In der Scheinmutterschaft geht es um Verteidigung der Scheinwelpen, die Hormone sind bei nicht belegter Hündin fast genauso aktiv wie bei einer mit Welpen. In der Zeit ist meine Hündin auch besonders "zickig" zu anderen Hunden.

 

 

 

 

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vor 16 Minuten schrieb sumse:

Es ist niemanden etwas passiert - ich habe sie dann angeleint, weil sie in dem Moment gar nicht auf mich reagiert/gehört hat.

 

Also hat sie zwar "Zähne gezeigt", aber nicht eingesetzt - das ist doch schon mal gut!

 

Wenn du jetzt noch nicht gemeckert hast, sondern einfach angeleint hast und weggegangen bist - dann hast du perfekt reagiert :)

 

(Wenn du aus Schreck etwas gesagt/gemeckert hast - auch nicht schlimm, Schwamm drüber, sowas passiert).

 

Die Hormone ... *seufz* - ja, das in Verbindung mit der psychischen Reifung (Erwachsen-Werden) von Bounty führt schon mal zu etwas seltsamen Verhaltensoriginalitäten :D

 

auch deine Hündin muss erst mal lernen, mit diesen körperlichen und geistigen Veränderungen umzugehen - und die beste Hilfe dabei kommt von dir, indem du einfach berücksichtigst: Sie ist möglicherweise ein wenig Gaga in diesem Bereich des Zyklus - da ist Abstand-Halten und sorgfältige Kontaktwahl und -gestaltung auf absolut freundlicher Ebene ein sehr wirksames Mittel, um der Alternative des friedlichen Aus-dem-Weg-Gehens der Vorrang zu geben.

 

Heißt für die nächste Begegnung: Bounty anleinen und aus genügend Abstand IHRE Signale beobachten - zeigt sie: "Nö - die will ich gerade eben mal gar nicht!", dann sagst du ihr freundlich: "Okay - dann nicht, dann umgehen wir die weiträumig!" - evtl. noch mit einem Lob/Leckerchen gestützt als freundliche Kooperation gestaltet.

 

Ich halte es auch für möglich (das ist aber eine Vermutung, basierend auf eigenen, anekdotischen Beobachtungen, die für deinen Fall nicht zutreffen MÜSSEN), dass hier die Konstellation 2 versus 1 mit hineinspielte; evtl. fühlte sich Bounty auch mit "zwei auf einmal" überfordert oder zu sehr beengt. Dazu noch die Hormone ... :think:

 

Ich würde in jedem Fall eine erneute Interaktion mit diesen Hunden so gestalten, dass Bounty die Möglichkeit hat, die Hund nacheinander und nicht gleichzeitig zu kontaktieren.

 

Hunde beobachten wirklich soooo viel!

 

Ich habe schon sehr häufig erlebt, dass bei dieser Vorgehensweise (ich habe zwei intakte große Rüden - Golden Retriever) der fremde Hund im Kontakt zu dem ersten meiner Jungs zwischendurch rübergeschielt hat um sich zu vergewissern, dass der zweite Hund wirklich nicht spontan dazukommt, sondern durch dessen Menschen gehalten wird (ich gehe bei solchen Blicken oftmals auch noch mal ein wenig zurück, meinen gesicherten Hund freundlich mitnehmend).

Wenn ich den Eindruck habe, es ist nötig noch weiterhin möglichst keinen Druck durch "zwei auf einmal" aufzubauen, gehe ich sogar hin und bitte den ersten Hund nach abgeschlossener "Erstinspektion" durch den Fremdhund darum, zu mir zu kommen - und lasse erst dann den zweiten meiner Jungs hin, wenn der Fremdhund signalisiert: jetzt möchte ich den Anderen näher in Augenschein nehmen.

 

Diese möglichst drucklose Basis ist ein ganz entscheidender Faktor, auf der eine freundliche Interaktion aufbauen KANN.

 

 

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vielen Dank ihr Lieben :-)  Eure Worte beruhigen mich sehr und ich werde beim nächsten Mal mehr auf Bounty und ihre Körpersprache achten. Ich habe leider neben dem Anleinen ein scharfes "Schluss" zu ihr gesagt, weil ich wohl in dem Moment nicht wusste wie ich reagieren soll. Falls es erneut zu so einer Situation kommt, werde ich meinen Mund halten und sie einfach nur anleinen und aus der Situation nehmen :-) Danke für eure tollen Tipps und Erfahrungsberichte.

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