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polar-chat.de  Der Hund
hanninanni

Unsere Wundertüte Motte

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Hallo und herzlich Willkommen, 

Angst vor Kontrollverlust ist eigentlich eher selten. Hütehunde und Wachhunde zeigen das ab und zu mal im Bezug auf Menschen die sich schnell bewegen oder andere hektische Situationen. 

Bei Jagdhunden habe ich das bis jetzt eigentlich nur im Zusammenhang mit einem Suchtverhalten gegenüber Spielzeug gesehen ( nicht das es das anders nicht geben würde). 

 

Euer hund ist acht Monate alt, quasi noch ein Baby. Sie hat wahrscheinlich geistig noch gar nicht die Kapazitäten um so was wie Kontrollverhalten systematisiert zeigen zu können ( ich meine nicht, dass sie dumm ist ; nur sehr sehr jung), sowas schleift sich meistens eher über längere Zeit ein. 

 

Unsere junghündin ( jetzt 10 Monate) konnte zu Anfang auch gar nicht alleine bleiben. Sie wollte sogar mit aufs Klo  kommen. Wir haben das immer zugelassen und uns bemüht, sie nicht alleine zu lassen. Nach gut vier Wochen hatte sie dann die Sicherheit, um alleine in der Wohnung zu bleiben wenn man den Müll runter brachte. 

Wir haben sehr sehr kleinschrittig mit ihr geübt - und sie nie solange alleine gelassen, dass es an ihre Toleranz Grenze kam. Mittlerweile schafft sie 1,5 Stunden entspannt. 

Zusätzlich probiere ich das alleine sein positiv zu besetzen, in dem ich ihr vorm los gehen einen Berg Spielzeug und Kau Artikel und leckerchen im Wohnzimmer aufbaue. (Mittlerweile freut sie sich, wenn ich mit Schuhen in die Küche gehe.)

Ich bin dabei so richtig großzügig - meistens ist sie noch lange nicht fertig wenn wir zurück sind. Das ist dann super, um das entspannte zurück kehren zu üben.

 

Das sie schon Kommandos kann ist super- aber da würde ich nicht zu viel Gewichtung drauf legen. Wenn sie Sachen nicht kann oder ihr schwer fallen, ist das in dem Alter ganz normal und wenn ihr viele Baustellen habt, wäre dass nicht unbedingt der Punkt, an dem ich als erstes arbeiten würde.

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vor 12 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Passanten sind normal, wenn der Hund daran vorbeigehen oder irgendetwas machen kann. Aber auch wenn sie nicht normal sind, hat der Hund so eine wenigstens einen Umgang damit. Das ist positiv. Noch positiver wäre, wenn der Hund das Alternativverhalten selbst angeboten hätte. Am Wegrand Schnüffeln ist da sehr beliebt.:)

 

Vielleicht denke ich zu schnell und schreibe zu wenig weil ich ja weiß was ich denke bzw wie ich die Situationen erlebe;) Also mittlerweile können wir mit Motte an den Objekten vorbei laufen. Manchmal guckt sie zwar aber das ist ja ok denke ich. Aber ja sie schnüffelt rum und ist wie gesagt schon entspannter.

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Was soll ein Hund denn kontrollieren wollen und warum? Das ist einfach Quatsch ;)
Hunde sind hochsozial und fühlen sich unwohl, wenn sie von Artgenossen oder ihren Menschen ausgegrenzt werden, es macht ihnen Angst.
Wenn Hunde Angst haben reagieren sie mit unterschiedlichen Verhaltensweisen, sie bellen, sie jaulen, sie zerstören Dinge, sie laufen herum, sie nagen Gegenstände an, etc.etc.
Das ist ihre einzige Möglichkeit ihren Stress abzubauen und sind Versuche, aus einer ausweglosen Situation zu kommen.
Was man dagegen tun kann?
Ihnen in kleinen Schritten ihre Angst zu nehmen.
Dazu gehört nicht, dass man sie begrenzt, das man sie einsperrt.
Lies mal ein gutes Buch: Trennungsangst beim Hund von James O´Heare oder Lass mich nicht allein von Nicole Wilde.
Dort wird in aller Bandbreite beschrieben, warum Hunde Trennungsängste haben, wie sich das im Verhalten niederschlägt und es gibt sehr gute Empfehlungen, wie man das positiv und ohne räumliche Begrenzung aufbauen kann.

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Ach so Thema Auslauf...Bevor es jetzt wieder das große Aufschreien gibt wir wissen das es keine Dauerlösung ist. Also im Moment gehen wir meistens zum Rennen (wirklich nur zum Rennen) in unseren Innenhof. Der ist umzäunt, ist groß und hat auch eine Wiese. Und Gassi ist dann im Park, durch Gartenanlagen oder wir ziehen um die Häuser.

Und ja ich bin ehrlich vielleicht sind wir einfach zu sehr gehemmt um Motte an der Schleppleine auf die Hundewiese zu gehen da wir gar keine Ahnung haben wie Motte auf andere Hunde reagiert. Denn an der Leine ist das Verhalten ja meistens anders also im Freilauf. Und ja wir haben Angst das Motte an der Schleppleine auch solche Ausraster kriegt und wir sie nicht mehr gehalten bekommen. Und wenn ich immer diesen dünnen kleinen Karabiner sehe sehe ich ihn gedanklich immer brechen...Vielleicht mach ich mir auch einfach zu viele Gedanken...und was ist wenn ein anderer Hund sich wegen der Schleppleine verletzt?

das ist so mein Gedankenkarussel

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vor 14 Minuten schrieb benno0815:

Lies mal ein gutes Buch: Trennungsangst beim Hund von James O´Heare oder Lass mich nicht allein von Nicole Wilde.
Dort wird in aller Bandbreite beschrieben, warum Hunde Trennungsängste haben, wie sich das im Verhalten niederschlägt und es gibt sehr gute Empfehlungen, wie man das positiv und ohne räumliche Begrenzung aufbauen kann

:91_thumbsup: Danke

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Darf ich fragen, wie oft ihr dieses Sitz, Platz Ding draußen macht? Warum, wenn ein Blatt vorbei fliegt? Warum darf die nicht schauen was für ein interessantes Ding da entgegen flattert? Warum nicht stehen und gucken, wenn ein Hund vorbei läuft? Ich kann mir vorstellen, dass ein jungspund schnell überfordert ist. Unter Umständen löst ihr nur mehr Stress aus, wenn ihr dann auch noch Sitz, Platz erwartet.

Kann mir auch vorstellen, dass daher die Situationen mit der knabbereien und dem hochspringen entstehen. Klingt für mich nach übersprungshandlung, die bei junghunden jetzt auch nicht super ungewöhnlich sind. Lasst sie doch die Welt erkunden. Und bei hundebegegnungen vielleicht zeigen und bennen und bei ruhiger Reaktion mit Kontakt belohnen.

 

zu der anbindungs, boxgeschichte... 

Der Hund ist nicht entspannt, wenn er fünf Minuten jammert sobald ihr aus der Tür seid. Es scheint mehr ein abfinden. Bedeutet aber nicht weniger Stress. Ich würde nochmal von vorne anfangen. und am besten ohne anbinden oder ähnliches.

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(bearbeitet)

Wieso geht ihr nicht weiter aus der Stadt heraus mit dem Hund? Das braucht er doch zum Ausgleich. Schleppleine dran, mit eigenem Tempo unterwegs sein, Schnüffeln, Verweilen... Wenn der Hund ständig durch reizdichte Gegenden an der Leine geführt wird, kann er gar nicht entstressen.Da Leinenführigkeit zu erwarten ist  ziemlich  unfair.

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Kennt ihr andere Hundehalter mit einem ruhigen netten hund? Es ist wahnsinnig wichtig das sie möglichst bald viel Kontakt zu gut sozialisierten anderen Hunden bekommt .

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vor 11 Stunden schrieb hanninanni:

Und ja wir haben Angst das Motte an der Schleppleine auch solche Ausraster kriegt

 

vielleicht dazu noch ein Satz. Ihr seit da in einer Spirale, die müsst ihr durchbrechen. WEnn ihr schon Angst habt, was soll der Hund dann haben. Es ist natürlich schwer für euch es umzusetzen, wenn man erst mal negative Gedanken schon hat und denkt, hoffentlich passiert gleich nicht wieder dies oder das, ist es recht schwer, aber das geht.

 

Der Hund hat es einfach noch nicht gelernt, braucht jetzt eigentlich Sicherheit und Hunde, aber auch Menschen, an denen er sich orientieren kann und es halt lernen kann und muss. Das geht aber wirklich alles. Mal ne Runde, so wie Holo es geschrieben hat, mit anderen erfahrenen Hundehaltern und Hunden gehen.  Alleine wird das leider recht schwer.

 

Und was Benno0815 geschrieben hat, stimmt zu 100 %. Der Ratschlag vom Trainer macht es nicht besser, ganz im Gegenteil. Anbinden und Raum nehmen, sorry, möchte ich nicht weiter komentieren!

 

Du hast einfach einen jungen Hund der noch sehr viel lernen muss, nicht mehr, nicht weniger.

 

Du erwartest doch von einem Kind im ersten Schuljahr auch nicht, dass es englisch kann und Flächenberechnungen macht, muss man halt auch lernen erst mal.

 

Sucht euch mal eine andere Person in eurem Umfeld der es euch zeigen kann und Ruhe rein bringt und euch die Angst nimmt.

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ich bin ja auch gerade mal wieder am mich Umstrukturieren!

(siehe Thread "Rammstein, Name ist Programm)

 

Nur kurz:

Alleine bleiben baue ich mit kurzen Zeitintervallen auf.

(er darf überallhin,außer Schlafzimmer)

 

Dazu gibt es immer viele Beschäftigungsangebote.

Hund darf diverse Kongs, Büchsen, Strubbelteppische usw mit leckerlis beknabbern.

Dabei gehe ich.

Hund hat natürlich einen Lieblingsplatz, da wird er nie gestört. Dort gibt es die Sachen.

 

Maulkorbtraining baue ich positiv auf. Kurze Frequenzen,mit Leckerlis, Lob, Spiel .

 

Nach zwei Wochen trägt er es auch in kurzen Zeitabschnitten ohne Bespaßung, aber immer wieder Lob (leckerlis).

 

Leckerlis sind sowieso für unsein wichtiges Hilfsmittel geworden.

Natürlich auc verbale Ansprache und "Ohrjucken", da schmeißt er sich glatt  auf den Rücken vor Genuss.

 

 

An der Leine dicht an Menschen vorbei gehen.

Da habe ich auch Leckerlis in der Faust. Lasse dran riechen, gnabbern....

jetzt reicht es schon ,meine Hand in den Beutel an meiner Seite zu stecken.

Schwupps ist er bei mir, egal wer da an uns vorbei geht.

 

Rückruf "Hiiieeeer", ein super wichtiges Wort.

Immer, absolut immer mit Leckerli belohnt.

(selbst wenn ich es nur so im Gespräch sage--- hier-leckerli)

Dafür lässt meine Jagdhündin jede Ente vor der Nase wegfliegen .

(absolute Konsequenz, sehr anstrengend, dieses Leckerligedöns)

 

Viel Kraft, Geduld und Ausdauer wünsche ich Euch.

 

PS: ich habe ein Gebiet, da können sich meine Hunde ohne Leine drei-vier Stunden austoben (meist auf Vormittags/ später Nachmittags aufgeteilt).

Erholung vom harten Lernen für alle.

 

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