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polar-chat.de  Der Hund
Fuchur01

Rüdenunverträglichkeit

Empfohlene Beiträge

vor 3 Stunden schrieb Juline:

 

Das wüsste ich gerne und es passt auch wunderbar in dieses Thema!

Wie nimmst du Einfluss? Was genau bedeutet bei dir "Lernprozess"?

 

 

 

Einfluss nehmen - in erster Linie durch frühzeitiges Verhindern.

Drückt die Hündin den Rücken durch und geht mit steil aufgestelltem Schwanz und sehr kurzen Wedlern auf einen Hund zu - dann weiß ich was passiert. Dann kam schnüffeln hinten und vorne, Kopf über den Rücken schieben, aufreiten - und dann hatte man eine wüste Keilerei.

Da sehe ich der Hündin schon beim ersten "Haltung annehmen" an, was sie vorhat. Und da leine ich dann an. Lenke ab, verbiete auch. Verhindere einfach.

 

Lernprozess - indem ich die Zeichen erkenne.

 

Bei alten Hunden viel der ganze Tanz vorher weg, da ging es nach kurzem Schnüffeln gleich zur Sache. Auch hier: Sehen, wissen, anleinen.

 

Eine Trainerin meinte auch: der Hund ist rauflustig. Das stimmt. Sie hat ja auch die Katzen gejagd -

viele Dinge, die sie gemacht hat, sind sehr terriertypisch gewesen und evtl. da ein wenig mit genetischer Veranlagung zu entschuldigen.

Doch muss ich mir auch den Vorwurf machen, dass ich sie sicherlich nicht genug ausgelastet habe, nicht körperlich und nicht geistig. Das weiß ich heute, war mir damals nicht so bewusst. Und sie suchte sich da selbstbelohnende Verhaltenweisen, mit denen sie für etwas mehr Aufregung in ihrem Leben sorgte (und in meinem auch).

 

Heute würde ich, wenn ich bei einem Hund eine solche Veranlagung bemerken würde, dafür sorgen:

dass sie besser ausgelastet ist,

frühzeitiger - wehret den Anfängen- verbieten und umleiten (wie, wüsste ich außerhalb solcher Situationen jetzt nicht zu sagen, müsste ich mir erarbeiten),

mehr Regeln aufstellen und auf die Einhaltung pochen,

mehr positiv verstärken.

Letzteres war damals schwer möglich, da diese Hündin alle Leckereien ausschließlich für sich reklamierte und es durchaus passieren konnte, dass sie ihre Tochter angriff, wenn diese auch welche bekam. Daher gab es nie welche.

 

Auf Anraten der Trainerin - das habe ich hier schon mal erzählt- haben wir diese innerfamiliären Maßregelungen und Streitigkeiten beseitigen können, indem wir diese Hündin gegenüber ihrer Tochter eindeutig (zuerst kurmäßig drei Wochen lang und dann in einigen wesentlichen Punkten im Zusammenleben) bevorzugten. Ihr einen höheren Rang zustanden.

Das Maßregeln und die Streitereien hörten praktisch sofort auf.

 

Nur: das ist leider nun kein Tipp für Rüden, die nicht zusammen leben und sich nur mal so begegnen. Und sich dann nicht mögen.

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Wir haben heute einen Dobi-Mix getroffen, 1 Jahr alt, es gab zwischendurch kurzes Geknurre, es war auch noch ne Hündin dabei, aber nur ganz kurz, ansonsten haben sie gespielt. 

Das ist ja vollkommen in Ordnung denke ich, in dem Alter müssen sie ja mal zeigen, wie toll sie doch sind, oder?:rolleyes:

Ähnlich bei einem etwas jüngeren Rüden, kurzes ,,kämpfen“ und dann alles gut.

Er hat sich auch bei dem Ersten das erste Mal von einem Hund abrufen lassen :wub:.

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Hallo, ich wollte nichts neues aufmachen, darum frage ich hier nochmal. Gestern haben wir einen anderen Rüden getroffen. Milo ist jetzt fast 13 Monate alt, er einen Monat älter. Beim Freilaufen sind sie beide umeinander rumgestakst und haben immer versucht sich gegenseitig zu begrenzen. Zwischendurch sind sie auch mal mit großem Getöse ,,aufeinander losgegangen“. Das war aber eindeutig nicht mit irgendeiner Verletzungsabsicht. Das ist ja alles recht normal für Rüden in der Pubertät und zwischendurch sind sie auch einfach ihrer Wege gegangen.

Soll man sowas einfach abwarten oder unterbinden? Da waren wir uns nämlich beide sehr unsicher, weil das ja recht normales Verhalten war aber ja auch offensichtlich kein Spiel und sehr angespannt. Wie reagiert ihr auf sowas? Wenn er Schutz gesucht hätte, hätte ich den anderen natürlich weggeschickt, aber die stehen sich da in nichts nach :P

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Ich würde da sehr auf meinen Bauch achten und wenn dir beim Beobachten der Hunde unwohl wird, weiter gehen. Generell bringt es viel, wenn man selber dynamisch bleibt, bei solchen Rüdenbegegnungen und nicht stumpf auf der Stelle stehen bleibt, sondern sich bewegt. Die Hunde achten ja auch immer einen Teil auf uns Besitzer und so fährt sich so eine Situation nicht so schnell fest, habe ich die Erfahrung gemacht und wurde mir als damalige Junghund-Rüdenbesitzerin auch erklärt. :)

 

 

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Den Hund haben wir nicht beim Spaziergang getroffen, wir waren woanders zum Grillen und andere Gäste hatten ihn mit. Zuerst waren wir im Park, wo wir dann auch gelaufen sind, da war es angespannt aber sie haben sich eher ignoriert. Dann wollten wir es im Garten noch mal testen. Ich hab ihn immer wenn es quasi ,,eskaliert“ ist wieder angeleint, aber eine andere HH meinte, sie müssten das lernen und man soll nicht eingreifen. Ich bin dann immer hin und her gerissen zwischen Sozialverhalten lernen und der Hund soll nicht lernen, blöde Situationen alleine zu lösen.

Dann werde ich weiter auf mein Bauchgefühl hören, egal ob Andere was anderes meinen:)

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Unser Rüde hat in der Pubertät angefangen andere Jungs blöd zu finden. Egal, ob noch jung, oder älter, kastriert oder nicht. Es gab einmal eine sehr schöne Begegnung mit einem kastrierten Rüden, der hatte das gleiche bekloppte Energielevel und rennen und spielen war in dem Moment wichtiger und neulich mit einem Junghund, da hatte ich auch nicht den Eindruck, als würde er den sonderlich doof finden. Konnten wir nur nicht testen, weil Leine und beengter Raum.

Ansonsten gehen wir anderen Rüden pauschal aus dem Weg.

Mädchen hingegen sind voll knorke. Alle, egal ob Welpe oder älter, groß oder klein. Von den älteren Damen lässt er sich auch ohne zu mucken was sagen und verzieselt sich. Das läuft. :)

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