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Rüdenunverträglichkeit

Empfohlene Beiträge

gatil   
vor 3 Stunden schrieb Juline:

 

Das wüsste ich gerne und es passt auch wunderbar in dieses Thema!

Wie nimmst du Einfluss? Was genau bedeutet bei dir "Lernprozess"?

 

 

 

Einfluss nehmen - in erster Linie durch frühzeitiges Verhindern.

Drückt die Hündin den Rücken durch und geht mit steil aufgestelltem Schwanz und sehr kurzen Wedlern auf einen Hund zu - dann weiß ich was passiert. Dann kam schnüffeln hinten und vorne, Kopf über den Rücken schieben, aufreiten - und dann hatte man eine wüste Keilerei.

Da sehe ich der Hündin schon beim ersten "Haltung annehmen" an, was sie vorhat. Und da leine ich dann an. Lenke ab, verbiete auch. Verhindere einfach.

 

Lernprozess - indem ich die Zeichen erkenne.

 

Bei alten Hunden viel der ganze Tanz vorher weg, da ging es nach kurzem Schnüffeln gleich zur Sache. Auch hier: Sehen, wissen, anleinen.

 

Eine Trainerin meinte auch: der Hund ist rauflustig. Das stimmt. Sie hat ja auch die Katzen gejagd -

viele Dinge, die sie gemacht hat, sind sehr terriertypisch gewesen und evtl. da ein wenig mit genetischer Veranlagung zu entschuldigen.

Doch muss ich mir auch den Vorwurf machen, dass ich sie sicherlich nicht genug ausgelastet habe, nicht körperlich und nicht geistig. Das weiß ich heute, war mir damals nicht so bewusst. Und sie suchte sich da selbstbelohnende Verhaltenweisen, mit denen sie für etwas mehr Aufregung in ihrem Leben sorgte (und in meinem auch).

 

Heute würde ich, wenn ich bei einem Hund eine solche Veranlagung bemerken würde, dafür sorgen:

dass sie besser ausgelastet ist,

frühzeitiger - wehret den Anfängen- verbieten und umleiten (wie, wüsste ich außerhalb solcher Situationen jetzt nicht zu sagen, müsste ich mir erarbeiten),

mehr Regeln aufstellen und auf die Einhaltung pochen,

mehr positiv verstärken.

Letzteres war damals schwer möglich, da diese Hündin alle Leckereien ausschließlich für sich reklamierte und es durchaus passieren konnte, dass sie ihre Tochter angriff, wenn diese auch welche bekam. Daher gab es nie welche.

 

Auf Anraten der Trainerin - das habe ich hier schon mal erzählt- haben wir diese innerfamiliären Maßregelungen und Streitigkeiten beseitigen können, indem wir diese Hündin gegenüber ihrer Tochter eindeutig (zuerst kurmäßig drei Wochen lang und dann in einigen wesentlichen Punkten im Zusammenleben) bevorzugten. Ihr einen höheren Rang zustanden.

Das Maßregeln und die Streitereien hörten praktisch sofort auf.

 

Nur: das ist leider nun kein Tipp für Rüden, die nicht zusammen leben und sich nur mal so begegnen. Und sich dann nicht mögen.

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Fuchur01   

Wir haben heute einen Dobi-Mix getroffen, 1 Jahr alt, es gab zwischendurch kurzes Geknurre, es war auch noch ne Hündin dabei, aber nur ganz kurz, ansonsten haben sie gespielt. 

Das ist ja vollkommen in Ordnung denke ich, in dem Alter müssen sie ja mal zeigen, wie toll sie doch sind, oder?:rolleyes:

Ähnlich bei einem etwas jüngeren Rüden, kurzes ,,kämpfen“ und dann alles gut.

Er hat sich auch bei dem Ersten das erste Mal von einem Hund abrufen lassen :wub:.

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