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Hundeforum Der Hund
Estray

Schafe als Hobby für gelangweilte Hütehunde

Empfohlene Beiträge

vor 27 Minuten schrieb Lique:

@hoellenhunde

 

Weißt Du denn, ob/ warum sie es nicht erkennen? Wir sehen doch auf dem Video nur das Ergebnis, nicht die Ursache. Mehr wollte ich eigentlich nicht sagen. 

 

Komisch, warum ist es dann "speziesistisch"?

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vor 13 Minuten schrieb Hoellenhunde:
 

 

Komisch, warum ist es dann "speziesistisch"?

Wo habe ich das behauptet? 

Ich bin hierauf eingegangen: "Bei allem Verständnis, aber "Speziesismus" ist nichts, was es wirklich gibt...."

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Zitat

Wie käme es wohl an, wenn Terrierhalter das ähnlich sehen würden mit der Bespaßung? Also sich einfach nach Gefallen einen richtig kernigen Terrier holen und dann, wenn sie merken dass der mit Bällchenspielen nicht zufrieden ist, dem jede Woche ein paar Ratten vorsetzen damit er seine Anlagen ausleben kann?

Also mir stellt sich da eher die Frage, ob ein wirklich passionierter Jäger,

wie etwa ein Jagdterrier, ein glückliches Leben so ganz ohne jede Jagd führen kann.

Auch nur so als Denkansatz gemeint.

 

Ich möchte noch etwas zu "Border Collie auch nur ein Hund" sagen:

 

Jeder hier weiß, dass Hundewelpen, ganz anders als Wolfswelpen,

auf die Körpersprache von Menschen achten.

Border Collie Welpen reagieren unglaublich früh auf Schafe,

ducken sich und spielen schon mit 9 Wochen Winz-Hüteprofi.

Meine Cattle Dogs oder der Working Shepherd einer Freundin fanden als Welpen

Schafe lustig, aber reagierten nicht anders als beim ersten Kontakt

mit einem Fahrrad oder einer Katze. Gut, Katze bedeutet dann eher aua.

 

Border Collies sind da wirklich sehr speziell in ihrem Verhalten gegenüber

Schafen.

 

Das kann man mögen oder nicht, für mich ist das nichts mehr,

aber akzeptieren sollte man diese extreme Spezialisierung, 

des besten Schafhundes der Welt, doch.

 

Dass auch Großschäfer kleine Gruppen und einzelne Tiere händeln müssen,

Klauen schneiden, scheren, impfen, etc.,  sollte, bei aller Kritik an ehrgeizigen

Hobbyschäfern, nicht unerwähnt bleiben.

 

Und, ich kann jetzt nicht aus meiner Haut,

aber spielt es für irgendwen hier auch eine Rolle wie 

die Tiere gelebt haben, die der eigene Hund vertilgt?

 

Also meiner bekommt nur Schaffleisch,

und diese Tiere haben alle mindestens zwei Jahre auf

der Weide gestanden und Sonne und Regen und Wind kennengelernt.

 

Hütehunde dürfen Schafe mögen und ihnen auch die Ohren reinigen.

Spock und Karl-Otto.

 

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Am 30.4.2018 um 11:18 schrieb Estray:

Vielleicht schaffen wir es vernünftig Argumente auszutauschen darüber....

 

Die Hoffnung stirbt zu letzt. :) 

 

Ein Schäfer nutzt seine Hütehunde dazu, seine Schafe

- zusammen zu halten

- auf unterschiedliche Weiden zu bringen

- Wegstrecken zurückzulegen, ohne dass ein Schaf verloren geht

- Ausreißer wieder so zur Herde zurück zu geleiten, dass nicht die gesamte Herde durch einen adrenalingepushten Ausreißer aufgemischt wird.

 

Ein Hütehund ist ein "Hilfsschäfer", der dem Menschen bei dessen Aufgabe unterstützt, lebende Schafe möglichst stressfrei in dem Bereich zu halten, den der Mensch dafür vorgesehen hat. 

 

Dazu muss der Hund trainiert werden, und er muss bestimmte Voraussetzungen dafür mitbringen.

Ein kopflos-adrenalingesteuerter Hund ist für die Arbeit an einer Herde ungeeignet.

 

Es gab dazu mal ein Video hier im Polar, wo ein(e) bekannte(r )Trainer(in) den BC oder Aussie eines Klienten einem Schäfer vorgestellt hat.

Dieser hat den Hund dann probeweise an der Herde eingesetzt und im Anschluss gesagt: Ja, dieser Hund hat Spaß daran - aber nein, er hält diesen Hund nicht für die Arbeit an einer Herde geeignet und hätte Zweifel, ob dies auch mit intensivem Training jemals erreicht werden könnte.

Der Hund war zu hektisch, und hat diese Hektik auf die Herde übertragen.

 

Ein Schäfer sucht sich seinen Hütehund unter bestimmten Kriterien heraus und führt ihn Schritt für Schritt an die Arbeit heran.

Der Hund wird ausgebildet - und die Grundausbildung findet bestimmt nicht an lebenden Objekten statt, weil einem Schäfer seine Tiere dafür zu schade sind.

 

Was in dem Video zu sehen ist:

 

Hier wurden die Schafe ausgebildet, um einem völlig unerfahrenen Hund irgendwas "ausleben" zu lassen, was er der Meinung der Menschen nach unbedingt braucht um glücklich zu sein.

 

Ist euch aufgefallen, dass die Schafe nicht vom Hund "zusammengehalten werden", sondern vom Menschen mit dem Stock geführt?

Die Schafe sind sehr darauf bedacht, aufmerksam den Bewegungen des Menschen zu folgen und dabei dicht beieinander zu bleiben ... und für Schafe die so trainiert sind, braucht es keinen Hund zum hüten und treiben.

 

Dieses aufgeregte Kreisen könnte der Hund auch bei der Longierarbeit machen ...

Das wäre für ihn sogar produktiver, weil dann ganz konzentriert an einer ruhigen Ausführung dieser sportlichen Betätigung gearbeitet werden könnte - und auch an der Arbeit von Hund und Mensch im TEAM.

 

Der gestresst um sie herumwirbelnde Hund macht da gar nix toll - er versetzt die Schafe in Stress, mehr nicht.

 

Meine Kritik: Konzentriertes Arbeiten im Team mit dem Menschen wird zunächst OHNE lebende Objekte geübt, um eine Basis für konzentriertes Arbeiten haben.

Das wird hier völlig ausgelassen.

 

Dieser Mangel an Verständnis für die eigentliche Aufgabe eines Hütehundes führt wohl zu dem irrigen Bewerten der Beteiligten, der Hund würde hier ganz tolle Ansätze für die Eignung an der Arbeit an der Herde zeigen.

 

Diese Menschen haben weder ein Auge dafür, was mit den Schafen passiert, noch dafür was mit dem Hund passiert.

 

Im Prinzip ist das so, als hätte ich mit der Dummyarbeit mit meinem Amigo so angefangen: Ich schmeiße 10 Dummies in ein Hühnerfreigehege und lasse dann meinen Amigo los in der Hoffnung, er stürzt sich voller Begeisterung auf die Dummies ... 

 

 

 

 

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vor 50 Minuten schrieb KäptnKörk:

Also mir stellt sich da eher die Frage, ob ein wirklich passionierter Jäger,

wie etwa ein Jagdterrier, ein glückliches Leben so ganz ohne jede Jagd führen kann.

Auch nur so als Denkansatz gemeint.

 

Und genau darauf wollte ich mit dieser provokativen Frage hinaus. Bei anderen "Sorten Hund" wird mit vollem Recht erwartet, dass man sich vorher überlegt: Wird der Hund für diesen Zweck auch eingesetzt, zur beiderseitigen Zufriedenheit? Wenn ja, super. Wenn nicht, dann muss es eben eine andere Rasse sein. Ich glaube kaum dass jemand Verständnis dafür hätte, wenn sich jeder zweite Hundehalter beispielsweise den von dir genannten Jagdterrier holen würde, ohne ihn für seine eigentliche Bestimmung brauchen zu können, und ihm dann Nachbars Katze zum Ausleben seiner Anlagen vorsetzt. Oder ihn ein paar Meerschweinchen packen und schütteln lässt. Wieso also ist das für Hütehunde zumindest aus den entsprechenden Linien so was anderes? Kann man da nicht auch erwarten, dass sich Privathalter entweder die "gemäßigteren" raussuchen, die auch mit Ersatzbeschäftigung zufrieden sind, oder eben eine andere Rasse? Und diejenigen Hunde, die die Arbeit am Vieh wirklich brauchen, auch denen überlassen, die einen solchen Arbeitshund benötigen?

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Ganz wichtig, weder Schafe noch Hunde haben es zwangsläufig besser,

wenn sie von Profis gehalten werden. Es ist reine Augenwischerei anzunehmen,

dass dort die heile Schaf-oder Hütehund-Welt herrscht.

Ich will hier keine Übelkeit verursachenden Details verbreiten, aber man sollte

sich schon bewusst sein, dass Zeit, ganz anders als bei Hobby-Schäfern,

bei Menschen die vom Vieh leben, knapp ist.

Und genau das sieht man oft an den Klauen oder an den Wunden nach der Schur.

Welcher Profi hat die Zeit verstoßene Lämmer,

bei Zwillingsgeburten nicht selten, mit der Flasche großzuziehen?

Mir fallen noch etliche Beispiele ein, 

aber jetzt ist selbst meine Zeit knapp.

 

Ich kenne einige landwirtschaftliche Betriebe,

auch mit Schafhaltung, die bloß noch 

nebenerweblich betrieben werden. Wo genau jetzt der gravierende

Unterschied zu einem Hobby-Schäfer liegt, außer, dass der Eine mit der Schafhaltung Geld 

verdienen möchte, und der Andere Geld in die Schafhaltung steckt,

will sich mir nicht erschließen.

 

Natürlich gibt es Hütehundler, die Schafe so ein wenig wie Spielzeug für ihren Hund halten.

Genauso gibt es Menschen, die ihre Schafe genauso wie ihren Hund mögen,

und ein freundliches Miteinander schätzen.

 

Ich denke, dass es auch bei dieser Sache möglich sein sollte,

nicht in Schwarz-Weiß-Bildern zu denken.

 

 

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@KäptnKörk Das ist aber wieder ein anderes Diskussionsthema, wo es darum geht, ob ein Hund zur Bedürfniserfüllung des Menschen ausgenutzt wird (Stichwort: Funktionsmaschine), und ob das Lebewesen Hund dabei zu kurz kommt.

 

Sollten wir nicht in diesem Thread hier zum Thema machen - denn hier geht es ja darum, wie Hobbyisten ihre Vorstellungen von hundegerechter Auslastung umsetzen :)

 

Wobei "Hobbyisten" jetzt noch eine sehr nette Umschreibung von mir ist ;)

 

 

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Okay, reine Schafhaltung zur Bespaßung eines Hundes,

 

aus meiner Sicht: NEIN.

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Ich wollte dich jetzt aber nicht ausbremsen ... nur vorsorglich darauf hinweisen, dass die Probematiken die du noch angesprochen hast, vielleicht ein eigenes Thema wert wären ...

 

also: ICH wäre dabei :D

 

 

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Hier im Alentejo benötigt man sowohl für Schafe als auch für Ziegen gute Hütehunde. Die Weidegebiete sind sehr großflächig, zum Teil gar nicht überschaubar (Täler, Felsen, ...) so dass die Hunde auch eingesetzt werden, verloren gegangene Tiere zu finden und in die Nähe der Gruppe zu bringen. Schafe, Ziegen und Hunde bilden eine fast harmonische Einheit. Hier bei uns wird als Hüte- und Suchhund meist der Cao Serra da Estrela eingesetzt. Dessen Zusammentreib-Trieb geht so weit, dass er u.U. auch Menschen und Autos unter Kontrolle halten möchte :lol:

 

 

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