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Hundeforum Der Hund
mkay

Nachts geht die Stubenreinheit flöten

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Hallo liebe Mitglieder,

 

ich bin mittlerweile so verzweifelt, dass ich gerne mal eure Hilfe in Anspruch nehmen wollte. 

Seit etwa drei Monaten nenne ich ein kleines Aussie Mädchen mein eigen. Sie ist jetzt 5 1/2 Monate, großartig, anhänglich und lernt sehr sehr schnell. Ausgenommen ist davon die Stubenreinheit was mich sehr verwundert. Insbesondere der gesamte Hergang:

Phasenweise tritt es auf, dass sie mir nachts oder wenn sie alleine ist in die Wohnung pinkelt. Das mit dem Alleine sein  möchte ich hier mal thematisch ausschließen, da ich dies bereits mit Spielzeug und Beschäftigung während meiner Abwesenheit verbessern konnte ( außerdem ist sie sehr selten allein und dann auch nie lange). Da sehe ich die Problematik und einen Weg. Aber die nächtliche Unreinheit verwirrt mich sehr. Ich gehe grundsätzlich kurz vor dem Schlafen,  also gegen etwa 23/24 Uhr mit ihr raus, dann stehe ich gegen 3 oder 4 nochmal auf und morgens sind wir das erste Mal um 7.30 wieder auf der Straße. Klappt auch, meist ungefähr eine Woche, bis sie dann, für mich völlig grundlos einmal in die Wohnung macht und dies, wie als wenn eine Kette platzt, dann für eine Zeit durchzieht. In diesen Phasen gehen wir nachts dann alle drei Stunden raus. Sowieso immer verbunden mit riesiger Party sobald sie draußen gepinkelt hat. Sie hat mir auch noch nie wirklich angezeigt dass sie raus muss und wenn dann ganz selten mal mit etwas Nervosität was sich durch hecheln äußerte. Das kann ich leider wenn ich schlafe nicht beobachten.

Da sie über gewisse Zeiträume sauber ist, sehe ich das Problem nicht in der gesundheitlichen Natur. Meinen Tierarzt habe ich auch zu Rat gezogen, allerdings ohne Erfolg. Ich lebe in Brasilien und hier ist es normal dass der Hund ein Klo in der Wohnung hat. Davon ließ er sich auch nicht abbringen. Und mein Hund benimmt sich als wenn er seinen kulturellen Hintergrund kennt ;). Somit bleibt für mich als einziger Grund die Psyche. Aber auch hier komme ich nicht zu einer runden Idee oder gar Lösung. 

Vielleicht ist noch hinzuzufügen, dass mich das Ganze mittlerweile ziemlich mitnimmt und ich jedes Mal sehr enttäuscht bin wenn ich eine Pfütze finde. Merkt sie vielleicht aber meine Gefühle abstellen, das schaffe ich leider nicht.

 

Meine letzte Idee ist nun noch eine Transportbox wobei ich nicht das Gefühl habe dass sie Scheu haben wird wiederum in diese zu pinkeln. Sie wählt in jeder Phase einen anderen Platz. Aktuell direkt neben dem Futterplatz.

 

Was mir aber aktuell viel wichtiger ist, ist das Warum? Um eine Lösung zu finden, möchte ich und bin darauf angewiesen das Warum zu verstehen. Könnt ihr mir helfen?

 

Ich weiß es gibt jede Menge Posts zum Thema Stubenreinheit und trotzdem habe ich keinen gefunden der meiner individuellen Situation ähnelt und mir eine Antwort auf das Warum geben kann.

 

Liebe Grüße

Maren

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Hmmm.....also normalerweise sollte sich das mit dem Nachts-Raus-Gehen bei dem Alter schon erledigt haben, vor allem wenn sie auch tagsüber zuverlässig stubenrein ist. Vielleicht machst du einfach zu viel Party, wenn sie nachts draußen pinkelt?? Und sich bei ihr eine Verhaltenskette gebildet hat, so nach dem Motto...."Hey, wir gehen raus, alles super...juhu!!"

Daher evtl. auch der Umstand, dass sie es ein paar Tage ohne Pfütze durchhält und dann wieder anfängt....als Reaktion auf die nächtliche, dann ja sehr unspannende Runde? Sprich, sie möchte einfach wieder den Party-Effekt erzielen? Verstehst du was ich meine?

 

Während der Stubenreinheitsphase bin ich mit meinen Welpen/Junghunden auch spätabends nochmal raus und anfangs auch nochmal mitten in der Nacht, das war aber eher selten, weil die da einfach geschlafen haben. Aber wenn wir raus sind, wars halt wirklich nur pinkeln und wieder rein....ohne großes Tamtam. Das gabs nur tagsüber.

 

Es hat nicht lange gedauert, da wussten sie: Ok, nachts heißt schlafen...nächste Pipipause ist wenn die Sonne aufgeht.

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Meine kleine hat bis sie etwa 7 Monate alt war alle paar Tage nachts noch mal raus gemusst, und auch jetzt mit 10 Monaten kommt das gelegentlich noch vor- besonders in den ersten warmen Tagen, als sie mehr als sonst getrunken hatte. Ich finde deine Hündin ist da also nicht völlig außer der Reihe.

 

 

Probier doch mal, ob du ihr tagsüber beibringen kannst raus müssen an zu zeigen, in dem du nicht sofort auf ihr hecheln reagierst. 

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Wie viel trinkt sie denn abends/nachts? Ist ihr nachts vielleicht langweilig und sie trinkt extrem viel? Ich würde die Wassermenge dann etwas rationieren. 

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Ich finde alleine schon die Tatsache, dass ein Hund nicht durchschläft in dem Alter, etwas ungewöhnlich.

Es stellt sich die Frage: wacht sie auf, weil sie pinkeln muss oder pinkelt sie in die Wohnung, weil sie nicht schlafen kann.

 

Warum schläft sie nicht:

wieder zwei Möglichkeiten:

zuwenig Auslastung

zuviel Auslastung und damit zu aufgedreht für´s Schlafen.

 

Letzteres könnte erklären, warum sie Phasen hat, wo sie nachts unrein ist - das würde eben Phasen sein, in denen sie überfordert ist, nicht runterkommt, nicht schlafen kann und deswegen reinpinkelt.

 

Was meinst du dazu, wie sieht der Alltag bei euch aus?

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Hallo ihr Lieben,

 

danke erstmal für eure Antworten.

 

Wir haben heute mal wieder einen Rückschritt gemacht. Nachdem zumindest die Nacht ruhig war, wurde dann beim mittäglichen Rausgehen mal wieder im Aufzug und danach direkt im Hauseingang gepinkelt. Sie hatte 4,5 Stunden durchzuhalten, ich war die gesamte Zeit zu Hause und konnte auch kein übermäßiges Trinken feststellen in dieser Zeit. Eigentlich hatte ich dieses Kapitel bereits abgehakt. Ich verzweifele so langsam...

MalamutMica: Ingesamt ist die Stubenreinheit auch tagsüber nicht zuverlässig wie Sie mir heute seit langer Zeit mal wieder bewiesen hat. 

Ich verstehe deinen Gedankengang. Mein Party machen hab ich allerdings reaktiv durch meine Ratlosigkeit hinzugezogen. Sprich bevor ich mehr und mehr das Problem wahrgenommen hab wars mehr eine kurze Bestätigung und dann wieder rein. Durchschlafen habe ich natürlich auch versucht da ich eigentlich auch nicht scharf drauf bin jede Nacht aufzustehen, habe aber gelernt, dass das scheinbar nicht reicht und ziehe somit erstmal vor nachts rauszugehen. Evt habe ich mit meiner Wortwahl Party etwas übertrieben. Meine Bestätigung ist halt derzeit nicht nur ihr Bestätigungssignal sondern ab und ein Leckerlie und zudem immer mehrere freundliche Worte sodass sie sich zumindest kurz mit mir freut, dann wieder rein.

 

Holo: Das mit dem Trinken trifft auf jeden Fall zu. Wir haben wenig Tage unter 30° daher hat das Fellmonster sicher mehr Durst als unter deutschen Verhältnissen. Somit gestehe ich ihr eben mehr auch mehr Gänge nach draußen zu. Bezüglich der Anzeige bin ich leider recht hoffnungslos. Da musste ich lernen sensibel zu reagieren da ihre Hemmschwelle in die Wohnung zu machen, sehr niedrig ist. Bin ich nicht sensibel genug, hab ich halt die Pfütze.

 

Freefalling: Ich denke dass Sie aufgrund der hier vorherrschenden Hitze wahrscheinlich mehr trinkt als ein Hund der in deutschen Wetterbedingungen lebt. Das schiebe ich nicht auf Langeweile allerdings irritiert es mich trotzdem, dass es phasenweise funktioniert und dann eben wieder phasenweise nicht. Ihre Trinkweise verändert sich nicht.

 

gatil: Das nicht Durchschlafen ist für mich selbst nur insofern ersichtlich als dass ich eben aufwache und, wenn ich Glück habe, in der Pfütze stehe ;)- Der normale Alltag sieht bei uns so aus, dass ich um 07.30 aufstehe,Hund raus, dann arbeite, dann mittags raus und nachmittags, frühen Abend und späten Abend erneut. Der nachmittägliche oder frühabendliche Sparziergäng ist dann mit etwas mehr Auslastung verbunden. Hundeplatz (wo sie mit anderen Hunden ausgiebig spielen kann), Gehorsamstraining oder einfach ein etwas längerer Sparziergang an einen nicht alltäglichen Ort. Der letzte Sparziergang des Tages ist meistens etwa 10 Minuten lang. Ab und an kommen wir dann nach Hause und sie ist etwas aufgedreht. Da ich das aber ignoriere, schnappt sie sich meist ein Spielzeug und ist dann auch immer sehr schnell weggepennt. An mehr Auslasung möchte und kann ich sie langfristig nicht gewöhnen...

An besonderen Tagen nehme ich sie abends auch mal mit zu Freunden. Was dann für sie natürlich mehr Aufregung bedeutet. Das mache ich aber seit ich sie habe und konnte auch keine darauffolgende (also zeitlich damit in Verbindung stehende) Unruhe oder unsauberkeit feststellen.

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Vielleicht noch eine kurze Ergänzung die ich für relevant halte: Bei der "Züchterin" war die Sauberkeitshygiene auch eher so lala. Während meiner zwei Besuche dort war alles top. Als ich sie dann abholte war der Hund eher gelb als weiß mit der Begründung sie wolle sie nicht erneut waschen, was für mich auch Sinn ergibt allerdings ergibt es für mich keinen Sinn dass die Welpen scheinbar in ihren eigenen Fäkalien lagen.

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Dieser dein Hinweis auf die Art, wie die Welpen bei der Züchterin gehalten wurden, lässt vielleicht noch andere Rückschlüsse zu:

Wieweit haben sie als Welpen einen normalen Alltag kennengelernt?

Es gibt ja bei sehr abgeschottet gehaltenen Welpen das sogenannte Deprivationssyndrom - der Hund ist in einer sehr reizarmen Umwelt aufgewachsen und kann so mit vielen Umwelteinflüssen nicht umgehen.

Da ist denn nur das sehr langsame und behutsame Vorgehen angesagt, dem Hund alles das nahe zu bringen, was in den ersten Monaten versäumt wurde.

Jetzt hören sich deine Beschreibungen des Hundes nicht nach einem Angsthund an. Doch sind gerade die Aussies Hunde, die gerne auf eine Belastung überreagieren, eine Belastung, die du nicht erkennst, da du nicht weisst, was der Hund alles wirklich zu verarbeiten hat.

 

Es gäbe nun die Möglichkeit, es einfach auszuprobieren.

Du fährst alle Aktivitäten runter bis auf ein Minimum und bietest eine feste Routine:

gleiche Wege, kurze bekannte Strecken, nichts Neues, keine Erziehung.

Nur ruhiges irgendwo hocken und schauen.

Ich kann nun nicht beurteilen, ob er das körperliche Auspowern mit anderen Hunden braucht oder ob dies auch kontraproduktiv ist bei diesem Ausprobieren, wenn man etwas ändert, was sich dann ergibt.

Erstmal würde ich dies auch lassen.

 

Schau, was passiert.

Dann sieht man weiter.

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Mit 5 1/2 Monaten finde ich das nicht bedenklich das sie noch nicht Stubenrein ist. Es gibt viele die sind es da schon, aber auch viele die schaffen es nicht.

Ich bin von Anfang an auch nur raus gegangen, wenn der Welpe wirklich wach wurde und damit mal musste. Dieses Wecker stellen und immer zur selben Zeit gehen kann dem Hund auch antraineren, das es zu Zeitpunkt X raus geht. Der weiß ja nicht das man das nur macht, damit er nicht in die Wohnung macht.

 

Ich würde jetzt nicht die Geduld verlieren sondern einfach weiter machen. Das wird schon noch.

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