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Hundeforum Der Hund
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Dominanz und Rudelführer: kurze Erklärung der heutigen Sichtweise

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Das Threadthema ist ein ganz anderes: welche Argumente gibt's gegen den Rudelführer- und Dominanzkäse.

 

Eine ganze Menge und zwar von erfahrenen Kynologen und anderen Experten. An dem Modell ist nicht viel bis nichts dran. 

 

Selbst David Mech, der diesen Alphaschmarrn stark verbreitet hat, macht sich heute stark dafür, die Leute aufzuklären, wie falsch er lag.

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vor 19 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Das Threadthema ist ein ganz anderes: welche Argumente gibt's gegen den Rudelführer- und Dominanzkäse.

 

Eine ganze Menge und zwar von erfahrenen Kynologen und anderen Experten. An dem Modell ist nicht viel bis nichts dran.

 

Ich habe nicht in Erinnerung, dass sich hier jemand FÜR den ganzen "Alphaschmarrn ausgesprochen hätte. Du etwa?

Es ging in der Hauptsache um Begriffsverwirrungen zwischen Fachsprache und Alltagsgebrauch der betreffenden Termini.

 

vor 24 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Selbst David Mech, der diesen Alphaschmarrn stark verbreitet hat, macht sich heute stark dafür, die Leute aufzuklären, wie falsch er lag.

 

Das ist doch prima. Kannst du in prägnanter Kurzform zusammenfassen, was er da schreibt?

Das wäre vlt. als Grundlage dessen, was die TE sucht, zu gebrauchen?

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Ganz kurz: Mech widerspricht fast allen damaligen Erkenntnissen, da freilebende Wölfe sich ganz anders verhalten.

Wurde im Thema schon erklärt.

 

Wenn sich keiner für den Alphamist ausspricht, warum empfinden dann manche (du eingeschlossen) den Titel als Übergriff? 

Es gibt keinen Rudelführer - schon gar nicht bei Hund-Mensch-Teams. Freilich darf man den Begriff nutzen, auch wenn Nensch und Hund kein Rudel bilden, das man führen kann. 

 

Wie ich das rüberbringen würde, habe ich schon ausgeführt. Da muss ich nicht mal sagen: "Gibt's nicht!"

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vor 4 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Wenn sich keiner für den Alphamist ausspricht, warum empfinden dann manche (du eingeschlossen) den Titel als Übergriff? 

 

Das ist doch selbsterklärend.

Ich kann jmd., der darum bittet, etwas erklären.

Oder jmd., der unbedachterweise ein Reizwort verwendet, aber NICHT um eine Lektion gebeten hat.

Letzteres nenne ich übergriffig.

Das Thema  ( Alphadedöns, Strickmuster, Kindererziehung, Automarke etc.) ist in dieser Hinsicht doch völlig gleichgültig.

 

Wobei der Titel dieses Fadens schon im Zusammenhang mit dem ersten Post der TE gesehen werden muß.

Allein betrachtet, kann er alle möglichen Inhalte haben.

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vor 4 Minuten schrieb Renegade:

Ich kann jmd., der darum bittet, etwas erklären.

Oder jmd., der unbedachterweise ein Reizwort verwendet, aber NICHT um eine Lektion gebeten hat.

Letzteres nenne ich übergriffig.

 

Naja, wenn mich jemand anspricht und so von Alpha etc reden würde, darf ich doch schon sagen, dass ich anderer Meinung bin

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Verstehe ich immer noch nicht. Hier gings um eine Ideensammlung, warum das halt Blödsinn ist und wie man das künftig begründen kann, wenn es zur Debatte kommt. gatil wurde von der Frau als Rudelführer bezeichnet, da wird wohl noch erklärt werden dürfen, warum man kein Rudelführer ist, warum der eigene Hund nicht dominant ist. Die Frau hat das ungebetenerweise so bezeichnet. Sorry, ich lasse es nie stehen, wenn Akuma als dominant bezeichnet wird, weil ers nicht ist.

 

Übergriffig von gatil kann ich das dann nur finden, wenn ich daran glaube, weil mein eigener Glaube dann "angegriffen" wird.

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vor einer Stunde schrieb Hoellenhunde:

Freilich darf man den Begriff nutzen, auch wenn Nensch und Hund kein Rudel bilden, das man führen kann. 

 

ich glaube das ist so ein bisschen der Punkt für viele Irritationen. Schreibt einer Rudel oder ich führe, kommt man glaube ich schnell in so eine alte Ecke, die Nackenhaare sind auf hochsensibel gestellt bei vielen.

 

Ich hab es ja schon oft auch geschrieben, ich denke, die meisten sagen das einfach Umgangssprachlich, ohne nur im Ansatz den komplettn Zusammenhang zu kennen oder evtl. auch gar nicht wissen möchten, es steckt dann nicht so viel negatives dahinter nach meiner Meinung,

 

Aus meiner Erfahrung ist das nicht böse gemeint und nicht so, wie wir das hier evtl. sehen mit der ganzen Rudel Thematik.

 

Gebe @Hoellenhunde aber auch recht, immer und immer und immer wieder es auch weiter zu tragen und andere gut zu informieren, wird bestimmt niemanden schaden.

Wenn er oder sie es halt wissen wollen.

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Ist alles schön - wenn mich aber einer anspricht, dass mein Hund dominant sei und ich ja die Rudelführerin sein müsste/bin, dann kann es sein, dass er sich "die Lektion" anhören darf. :D

 

Leider decken sich, wie ausgeführt, meine Erfahrungen nicht mit deinen: 

Hier wird der Begriff so verwendet, wie ich ihn verstehe mit all den unschönen Konsequenzen. 

 

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vor 6 Minuten schrieb Hoellenhunde:

wenn mich aber einer anspricht, dass mein Hund dominant sei und ich ja die Rudelführerin sein müsste/bin, dann kann es sein, dass er sich "die Lektion" anhören darf. :D

 

find ich nur positiv 0, gar kein Einwand, dass mache ich dann ja auch so ;-)

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vor 19 Stunden schrieb Hoellenhunde:

Das Threadthema ist ein ganz anderes: welche Argumente gibt's gegen den Rudelführer- und Dominanzkäse.

 

Eine ganze Menge und zwar von erfahrenen Kynologen und anderen Experten. An dem Modell ist nicht viel bis nichts dran. 

 

 

Selbst David Mech, der diesen Alphaschmarrn stark verbreitet hat, macht sich heute stark dafür, die Leute aufzuklären, wie falsch er lag.

 

Der Titel des Threads fragt eigentlich danach, wie die die Sicht auf Dominanz und die Theorie des "Rudelführers" (Alpha) heute gesehen wird.

 

Gatil fragt dann im ersten post nach, wie am Besten kurz und knackig erklärt werden kann, dass die althergebrachten Zöpfe der "Dominanz über den Hund" und die Rolle des Menschen als jederzeitiger Beherrscher überholt sind, und wie man statt dessen die "neue Sicht" auf den Hund kurz erklären kann, ohne dabei diese Begriffe zu nutzen.

 

Ich glaube, ohne diese Begriffe geht es nicht :ph34r:

 

Denn sowohl Dominanz als auch die Einordnung von "Alpha, Beta und Omega" sind ja existent und finden Anwendung in der Verhaltensbiologie - nur sind durch "neue" Erkenntnisse belegt, dass die früheren Schlüsse, die aus den damaligen Erkenntnissen gezogen wurden, so nicht stimmen.

 

Maßgeblich daran beteiligt sind viele Forschungen aus den Bereichen Genetik, Neurologie und auch der Hirnforschung bei Säugetieren allgemein.

 

Mangels Möglichkeiten wurde der Hund früher als Reiz-Reaktionsmaschine betrachtet - man fügt einen Reiz zu und schaut, was dieser Reiz bewirkt.

Viele Widersprüchlichkeiten bei allen daraus resultierenden Triebmodellen haben dazu geführt, mehr danach zu fragen WAS bei einem Reiz im Inneren des Hundes stattfindet.

Dadurch wird ergründet, WARUM ein Reiz eine bestimmte Reaktion auslöst.

 

Viele dieser Forschungen haben Erkenntnisse im Bereich der Lerntheorien gebracht, und so weiß man heute, dass diese Lerntheorien ihre Gültigkeit für ALLE Säugetiere haben, nicht nur für den Menschen.

 

Das ist ein Beweis dafür, dass unsere Hunde Denken und Fühlen - und zwar sehr ähnlich dem Denken und Fühlen von Menschen.

 

Deshalb werden Hunde heute (leider immer noch zu wenig) als denkende und fühlende Lebewesen behandelt - nicht nur im normalen Alltagsumgang (Jeder liebt seinen Hund), sondern vor Allem auch in Bereichen des Trainings und der Problembehandlungen.

 

Dominanz - also das Durchsetzen dem Hund gegenüber - nimmt dabei ein viel geringeren Stellenwert ein als früher. 

Es wird nicht mehr danach gefragt, wie man sich situativ dem Hund gegenüber durchsetzt, sondern welche Lernerfahrungen ein Hund machen muss um bestimmte Situationen ANDERS - und zwar in Übereinstimmung mit den Vorstellungen des Menschen - zu lösen.

 

Der Mensch übernimmt hier eine Führungsrolle - aber mehr im Hinblick als helfende Hand, als Partner, eher in der Rolle eines wohlwollenden Familienangehörigen oder auch Didactic Leader. Den alles jederzeit dominierenden Alpha gibt es - jedoch am Meisten in der Geschichte der Menschheit, als im Tierreich.

 

Sic in den Hund hineinzuversetzen, sein Denken zu verstehen und dies dann über Lernerfahrungen so zu ergänzen, dass ein Miteinander-Leben ohne große Komplikationen möglich ist, steht heute im Mittelpunkt des Zusammenlebens von Hund und Mensch.

Nicht Ausübung von Macht, sondern eine möglichst hohe Bereitschaft zur beiderseitigen Kooperations wird dabei dem Lebewesen Hund UND Mensch gerecht.

 

Erziehung über Einschüchterung war im Mittelalter :ph34r:

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