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Hundeforum Der Hund
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Dominanz und Rudelführer: kurze Erklärung der heutigen Sichtweise

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Ich gehöre auch eher zur Fraktion "vormachen wie es besser geht" und ich nehme auch immer mich und meine Hunde als Beispiel, wie ich so ticke.

 

Bei Leuten die ich besser kenne argumentiere ich dann eben auch entsprechend - bei Leuten die man nur so trifft kommt es auf die Sympathie an. Aber ja - grundsätzlich finde ich es schon fair den Menschen zumindest nahe zu legen, dass es auch anders geht.

 

Übrigens, diese Argumente von den ersten Seiten "Nützt doch eh nix, ist wie in der Politik, bringt nix, die ändern sich nie..." sind genau der Schrott, warum ich DOCH was sage. Wer immer nur schimpft dass die Welt schlecht ist, aber nicht mal die paar Sekunden Zeit nimmt um jemanden der den richtigen Weg einfach noch nicht sieht mal kurz das Grünzeug von der Linse zu wischen, der sollte sich am besten ein Plätzchen in der Einöde suchen.

 

Keiner kann sich verbessern, wenn er nicht weiß dass es etwas zu verbessern gibt.

 

Nun ist die Holzhammer-Methode natürlich nicht sinnvoll, da sind sich ja alle einig. Aber es geht eben auch anders.

 

Herrjeh, selbst ich hab inzwischen geschnallt was @Hoellenhunde meint wenn sie so vehement für die Rechte der Hunde kämpft, und auch wenn ich leider noch nicht alles verinnerlicht habe, steh ich doch inhaltlich definitiv auf ihrer Seite des Flusses ;)

Wenn ich das kann, können andere das auch. Steter Tropfen halt!

 

 

 

Zitat

Hast Du Dich heute schon geärgert, war es heute wieder schlimm
Hast Du Dich wieder gefragt, warum kein Mensch was unternimmt
Du musst nicht akzeptieren, was Dir überhaupt nicht passt
Wenn Du Deinen Kopf nicht nur zum Tragen einer Mütze hast, ohoho


Glaub keinem, der Dir sagt, dass Du nichts verändern kannst
Die, die das behaupten, haben nur vor der Veränderung Angst
Es sind dieselben, die erklären, es sei gut so, wie es ist
Und wenn Du etwas ändern willst, dann bist Du automatisch Terrorist

 

Sprachen die ärzte :) 

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vor 9 Minuten schrieb Nebelfrei:

Fände ich jetzt ätzend, wenn mir jemand so reinquatscht. Da wär mir schon lieber, wenn jemand zu mir sagt, dass hane der Hund aber gut gemacht.

 

Ja, dieses Übergriffige ist wohl eines der Probleme, wieso es mit den Überzeugungsversuchen nicht so recht klappen will. Allein schon den Titel dieses Threads empfinde ich als eine Anmaßung den Ansichten anderer Menschen gegenüber, der gewisse allergische Reaktionen bei mir auslöst und den Blutdruck steigen lässt. Offensichtlich gibt es extrem weit verbreitete andere Umgangsweisen mit Hunden, sogar erfolgreiche. Die teile ich nicht mal, aber was mich nervt, ist dieses Pathetisch-Moralisierende ("Ich ertrage es nicht!!!!"), Herablassende, Besserwisserische und der seltsame Anspruch von Wildfremden, die man gerade mal 2 Minuten kennt, haargenau und zweifelsfrei zu wissen, was gerade mit einem bestimmten Hund los ist, was er denkt, fühlt und meint, (wow!) und was zu tun ist. Solche Anmaßungen gibt es umgekehrt leider auch: Leute, die einem Leckerlis ausreden wollen und die harte Tour empfehlen, wenn man da wieder mit Hund steht und in winzigen Schritten vorsichtig übt und übt. Selbstverständlich mache ich bei all diesen Leuten dicht, egal um welche Sache es geht. Menschen, die einem so kommen, gibt es ja nun zu jedem Thema. Wer sind solche Menschen, dass sie meinen, jedermann müsste durch Wohlverhalten ihre Absolution empfangen? Wer sich sowas anmaßt, löst selbstverständlich Fluchtreflexe aus.

 

Schade ist, daß das Anliegen dabei verschütt geht. Wie sollte man das Anliegen nennen? Hunderechte? Hundegleichberechtigung? In welcher Form? Nach unserem Gesetzbuch sind Hunde immer noch Sachen, die zum Eigentum gehören, leidensfähige zwar, aber mehr gilt hierzulande nicht als allgemein verbindlich. Vielleicht sollte man hier auch mal die Kirche im Dorf lassen, bevor man anderen erzählt, was sie alles falsch machen. Dieses ganze Anliegen ist doch ungefähr so, als würde man ins Ausland gehen und den Leuten dort erzählen, eure Frauen müssen aber anders erzogen und behandelt werden, das geht so ja gar nicht, wie grausam. Und dann jammern, dass das auf Widerstand stößt und nicht akzeptiert wird. Wie weltfremd das ist!

 

Dazu kommt eine gewisse Lebensferne dieser Philosophie (nett ausgedrückt), die nicht sehr attraktiv ist und einen schnell in Widersprüche des Alltagslebens bringt. Wenn man z.B. im Polar mal fragt, wie man fremde Hunde abblocken kann, gibt es selten eine Antwort, weil man ja keinem Lebewesen gegenüber aversiv auftreten will. Absurd: absolute Gewaltfreiheit über alles. Ist das etwa auch verhaltensbiologisch fundiert? Wohl kaum. Da bin ich doch lieber ein gewalttätiger, grober Hinterwäldler und schütze mich und meine Hunde.

 

Ich glaube auch nicht, dass man mit politisch korrekten Sprachregelungen das Bewusstsein und die Weltanschauung ändert. Das wirkt allenfalls absurd, bevormundend und abschreckend und das war schon bei den Frauenrechten ein völlig erfolgloses Feigenblatt.

 

 

 

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vor 5 Minuten schrieb Lemmy:

Herrjeh, selbst ich hab inzwischen geschnallt was @Hoellenhunde meint wenn sie so vehement für die Rechte der Hunde kämpft, und auch wenn ich leider noch nicht alles verinnerlicht habe, steh ich doch inhaltlich definitiv auf ihrer Seite des Flusses ;)

Wenn ich das kann, können andere das auch. Steter Tropfen halt!

 

Es gibt Methoden, die der "guten Sache" mehr schaden als nützen. Da fällt es sogar mir extrem schwer, das Kind nicht gleich mit dem Bad auszuschütten.

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Ich habe den Titel eigentlich nicht als übergriffig empfunden, eher 'was sage ich, wenn jemand mit Alphatier, Rudelboss' etc kommt.

Dann würde ich eben zb von Familie, WG oder Wandergruppe reden.

Wo jeder Rechte und Pflichten hat, und je nach Fähigkeit und Talent, jeder eine andere Funktion hat. Der HH trägt aufgrund seiner Fähigkeit, Übersicht, Wissen vor allem die Verantwortung, ein Hund, zb meiner, ist vor allem für die Fröhlichkeit verantwortlich, einer eher für den Frieden, etc.

So dass jeder seinen Beitrag für ein gutes Zusammenleben leistet.

 

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@Laikas

Ich verstehe nicht, wie einen der Threadtitel aufregt, wenn man sich nur Rudelführer nennt im Sinne von "Teamchef"?

Ich verstehe des Weiteren nicht, warum man den Begriff so toll findet, er ist missverständlich und sehr negativ konnotiert. 

 

Was ich nicht mag: deine passiv-aggressive Art mir zu sagen, dass meine Art mehr schaden würde als nützen (anderes gibt defäkieret nicht her, sorry). Ich habe Rückmeldungen bekommen, die mir was anderes bestätigen; die, die weiterhin Rudelführer sein wollen, werden es sein. Bei manchen arbeitet es zeitversetzt. 

Denn zwischen all dem Gezeter: bekommt man neue Information, auch wenn man sie ersteinmal ablehnt, so versichert man sich durch Beobachtung, ob es nicht doch irgendwo spürbar ist.

 

Zumindest funktioniert meine Reflexion so. 

 

 

Ich lebe nach dieser für dich "weltfremden Philosophie", tagtäglich, das klappt super. Außerdem wird nur halb zugehört, ich blocke andere Hunde deshalb nicht, weil mein aggressives Blocken einen Hund nur noch aggressiver machen *könnte* und weil Akuma das dann als legitimen Abwehrversuch wahrnimmt. 

DU kannst blocken, ich empfehle es nicht, weil es mitunter gefährlich sein kann. Das ist doch nicht weltfremd. Freilich ist es verhaltensbiologisch fundier, dass Aggression Gegenaggression auslösen kann und nicht unbedingt zur Deeskalation führt...

 

Ich habe such nichts gegen ein situatives Nein. Oder ein Verbot. Ich bin mir nur bewusst, dass der Hund dabei kein besseres Verhalten lernt. 

 

Bei mir sich gewaltverherrlichende Hinterwäldler die, die ich in dem Thread beschrieben habe und leider werden diese Methoden mit dem Rudelführergesabbel legitimiert. Tagtäglich. 

 

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Und sorry, Tiere gelten in Deutschland nicht als Sachen. 

 

 

 

***

(Anderes gibt der Kontext nicht her, sollte das oben heißen) 

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"Wo kein Auftrag, da kein Zuhörer". 

 

Wenn bei meinem Gegenüber kein Interesse, Bedürfnis nach Information oder Änderungswille vorhanden ist, kann ich die spannendsten, informativsten, einleuchtendsten Dinge mit großen Einsatz oder ruhiger Sachlichkeit erzählen- es wird nicht ankommen. 

 

Wenn mich nicht direkt jemand fragt, wieso oder weshalb ich etwas tue oder nicht tue bzw. wie ich meinem Hund etwas beigebracht habe, sage ich nichts. 

Ich habe eh kaum näheren Kontakt zu anderen Hundehaltern, ich treffe meistens dieselben im Vorbeigehen und da ist niemand dabei, der offensichtlich  grob oder unfreundlich zu seinem Hund ist. Eher unwissend um Sinne vom Handling, d.h. zB. Schlepp- oder Flexileinen an Halsbändern. 

 

 

 

 

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vor 6 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Denn zwischen all dem Gezeter: bekommt man neue Information, auch wenn man sie ersteinmal ablehnt, so versichert man sich durch Beobachtung, ob es nicht doch irgendwo spürbar ist.

 

Zumindest funktioniert meine Reflexion so.

 

Und wieder mal dreht sich alles um dich. Den Inhalt des Zitierten bezweifle ich seit den letzten Beiträgen von dir in einigen Threads. Du selbst bist eine Meisterin der passiv-aggressiven Kommunikation und das ist ein Bärendienst für das, was du angeblich befördern willst. Das vernichtet nämlich jede Art von freiem Meinungsaustausch im Forum, den ich selber schätze. Vielleicht kommt deine Art bei manch einem, der sich orientierungslos fühlt und einen Wortführer braucht, gut an, bei anderen eben nicht. Die sind aber nicht mehr hier oder im Begriff zu gehen.

 

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Also lebensfremd ist daran gar nichts. :) 

 

Zu dem "Erfolg" von aversiven Reizen/Strafen - wird doch gar nicht abgesprochen, DASS es funktioniert. Anders, als die Verfechter eben dieser Methoden. ("Ich schmeisse ihn zwar mit der Leine ab, aber das macht ihm gar nichts aus". Es MUSS ihm aber was ausgemacht haben, wenn daraufhin eine Veränderung eintrat.) Es gibt vier Quadranten der operanten Konditionierung, ich glaube kaum, dass du im Forum jemanden finden wirst, der sagt, es gäbe von vier Quadranten lediglich zwei. Es sind dann doch eher andere Leute, die behaupten man könne dies oder jenes nicht belohnungsbasiert trainieren. Auch die klassische Konditionierung wird hin und wieder verneint, schließlich konditioniere man nicht, man kommuniziere.

 

Erfolg in Anführungsstrichen, weil ganz oft nur stümperhaft Symptome abgestellt werden, oder eben der Preis für eine solche Verhaltensänderung ganz schön hoch ist.

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vor 1 Minute schrieb Laikas:

 

Und wieder mal dreht sich alles um dich. Den Inhalt des Zitierten bezweifle ich seit den letzten Beiträgen von dir in einigen Threads. Du selbst bist eine Meisterin der passiv-aggressiven Kommunikation und das ist ein Bärendienst für das, was du angeblich befördern willst. Das vernichtet nämlich jede Art von freiem Meinungsaustausch im Forum, den ich selber schätze. Vielleicht kommt deine Art bei manch einem, der sich orientierungslos fühlt und einen Wortführer braucht, gut an, bei anderen eben nicht. Die sind aber nicht mehr hier oder im Begriff zu gehen.

 

 

Also sorry, du zitierst @Lemmy bei einem Absatz, in dem ich markiert/erwähnt bin und wunderst dich dann, dass ich mich angesprochen fühle?

 

Du kannst mir gerne Vieles vorwerfen, aber passiv-aggressiv bin ich nicht. Herrgott, ich bin aus dem Forum geworfen worden, weil ich zu oft zu direkt war, die Leute direkt angesprochen habe und die Sachen klar formuliert habe. 

 

Auch der Vorwurf, dass ich nun wieder die Diskussionen vernichten würde und mir nur irgendwelche Zombies (oder was meinst du mit Leuten, die orientierungslos sind und einen Wortführer brauchen?) "folgen" würden, lenkt doch mehr von Thema ab als alles andere. 

Lief es nun zu lange zu gut, dass wir wieder in alte Muster zurückfallen müssen?

Ist das jetzt das Sonmerloch?

 

Warum empfindest du denn den Threadtitel als übergriffig? 

Warum sagst du mir nicht direkt, dass meine Art mehr schadet als nützt ohne dass ich dich vorher aus der Reserve locken muss?

 

 

Ich erinnere mich lebhaft an die Diskussion, in der ich die Auffassung vertrat, dass ein sanfter Stupser oder ein Handauflegen den Hund nicht aus der Erregumg holt. Seitenweise würde das Gegenteil behauptet, dass es beim eigenen Hund funktionieren würde. 

Nur Cartolina hat es dann bei ihrem Hund ausprobiert und dann verstanden, was ich überhaupt meine. 

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