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Milztumor, keine OP möglich, was tun? Wer hat es erlebt?

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angules81   

Hallo zusammen, wir sind neu hier und auf der Suche nach Erfahrungen bzw. einfach, um mal das Herz auszuschütten.

Unser 13 Jahre alter Labbi Garry hatte eines nachts aus dem Nichts plötzlich Durchfall, Zittern, eiskalte Ohren und Pforten, war teilnahmslos, fraß nicht.

Der Tierarzt vermutete einen Tumorprozess, stabilisierte ihn für die Nacht mit Medikamenten. Morgens ging es ihm wieder gut. Am nächsten Tag zeigte ein Ultraschallbild einen 5 cm großen Milztumor, undefinierte Punkte auf der Leber, keine Flüssigkeit im Bauch. Er diagnostizierte einen Milztumor mit einer Überlebenschance von 4 Wochen, der Tumor würde bis dahin platzen, außer man ließe ihn vorher einschläfern. OP nicht möglich (Hund sei zu alt und bei einem Eingriff vor einigen Jahren machte sein Kreislauf schlapp). Er bekommt jetzt täglich Cortison. Zwei voneinander unabhängige Tierärzte haben die gleiche Diagnose gestellt. Ansonsten keine Auffälligkeiten. Der Tierarzt empfahl ein sofortiges Erlösen, was uns zu schnell ging, wir waren total überrumpelt.

Das ist ein halbes Jahr her. Unser Hund hat extrem abgenommen und eine schlechte Haut unter dem Fell bekommen, was auch ausfällt. Er kann teilweise nicht mehr Urin anhalten, muss alle paar Stunden ausgeführt werden, sonst macht er direkt nach dem Fressen unter sich, sonst nicht, nur nach dem Fressen eben.

Er frisst mit Appetit und verdaut auch gut. Ansonsten ist er aber sehr schlapp, schläft eigentlich nur. Kuschelt gerne. Verlangt nach Leckerlis. Trinkt sehr viel. Schnüffelt bei den Gassirunden relativ fröhlich rum, ist aufmerksam, wenn es an der Haustür klingelt.

Er hat für uns sichtbar keine Schmerzen und zeigt uns, dass er gerne bei uns ist. Schläft ruhig, schnarcht, lässt sich überall anfassen, zieht sich nicht zurück, stört sich nicht an dem Trubel durch die Kinder.

Wer kennt diese Situation? Kann jemand seine Erfahrungen berichten? Ich habe hier schon alles gelesen, aber die meisten können ja operieren lassen oder es geht tatsächlich schnell bergab, wenn der Tumor erstmal entdeckt wurde. Nun ist die Diagnose schon über 6 Monate her. Das "Damoklesschwert" des Einschläferns ja oder nein hängt seit sechs Monaten über unsern Köpfen. Zu früh? Zu spät?

Hat es wer drauf ankommen lassen, ihn also nicht "vorsorglich" einschläfern lassen? Aus angst, ihn zu früh einschläfern zu lassen? Wurde diese Entscheidung bereut?

Bitte verurteilt uns nicht, wir würden ihn nie leiden lassen. Lieben Dank für eure Zeit.

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Tina+Sammy   

Für mich klingt das nicht nach einem Tumor.

Die Milz ist extrem gut durch blutet, was bedeutet, dass die Krebszellen sich schnell im Körper ausbreiten. Die 4 Wochen wären also eine realistische Prognose gewesen.

 

Bei meinem 12 jähriger Schäfermix stand auch die Diagnose Milztumor im Raum. Ich entschied mich, die Milz entfernen zu lassen, was dann erstmal nicht möglich war, weil er sehr schlechte Blutwerte hatte, deren Ursache nicht ausgemacht werden konnte.

Wir haben da mit 3 Sorten Antibiotika drauf gekloppt, um ihn narkosefähig zu bekommen und dann war es so weit.

Es stellte sich heraus, dass die schlechten Werte wohl von der Milz ausgelöst wurden, die völlig entzündet war und auch schon Verklebungen in Richtung Darm hatte.

Seitdem geht es meinem Großen extrem gut. Das ist 4 Monate her.

 

In einer Tierklinik ward ihr auch? Ich denke, dass ein Hund narkosefähig ist, wenn das Herz mitspielt.

Wurde nur ein Ultraschall gemacht?

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angules81   

Danke für deine Antwort. An Fehldiagnose hab ich schon so oft gedacht. Ja nur Ultraschall wurde gemacht, Diagnose "Tumor" eindeutig, ob gut- oder bösartig hätte per Biopsie erforscht werden müssen, aber davon riet man uns schon wegen der Narkose auch ab. Der Ultraschallarzt hat diese Diagnose gestellt, der Nottierarzt hatte es vermutet und unser Tierarzt hat es aufgrund Abtasten und Symptome und Blutwerte vom Notdienst bestätigt, der Tumormarker hatte angeschlagen Tja, der Bauch von meinem Hund sieht nicht so aus, als wüchse da was seit sechs Monaten. Man hat uns abgeraten, ihn zu transportieren, da dabei der Tumor platzen könnte, deshalb haben wir ihn nie zu einem anderen Arzt noch gebracht, zwecks quasi vierter Meinung. Vielleicht liegt da der Fehler. Die Geschichte von deinem Hund macht mir Hoffnung. Vielen Dank an dich, ich werde darüber mal nachdenken... ist eigentlich so logisch...

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Myri   

Selbst wenn es ein Milz Tumor ist, würde ich die Frage nach der Operabilität in einer guten Tierklinik nochmals abklären lassen... Eine zweite Meinung von Spezialisten finde ich in solch einer Fragestellung absolut legitim und notwendig. Alles gute für euch!

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pixelstall   

Der Tumor kann durchaus gutartig sein, und vielleicht hat er ihn schon lange, die meisten Probleme, die er grade zeigt, können auch vom Cortison kommen (Harndrang, saufen, Haarausfall). Schonmal mit dem Tierarzt besprochen, die Dosis zu senken ? Ist er auch auf Blutparasiten getestet worden (in dem Fall wäre Cortison fatal) ? Wie sind die aktuellen Blutwerte ?

 

 

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sportsocke   

@angules81  ohje, bei dem was du geschrieben hast kullern mir die tränen :( das tut mir sehr leid... erfahrung mit sowas habe ich (gott sei dank) noch nicht, aber wenn ich dir einen gut gemeinten rat geben darf, höre auf dein bauchgefühl! du kennst deinen hund, du sagst er macht nicht den eindruck auf dich als habe er schmerzen. tumor hin oder her- an das gefühl vom hundebesitzer kommt keine diagnose ran! was ich damit sagen will, wenn du den eindruck hast das es ihm noch gut geht, dann lass dein kleinen solange bei dir! er wird dir schon zeigen wenn es soweit ist! icz würde ihn auf keinen fall mehr operieren, er ist 13 jahre alt. leider leider gottes haben unsere hunde ein relativ kurzes leben und klar ist es tragisch seinen geliebten gefährten zu verlieren aber noch tragischer finde ich es ihm im hohen alter noch sämtlichen strapazen auszusetzen..  er ist 13 jahre alt, es ist ein halbes jahr nach der diagnose vergangen, sei dankbar dafür für die zeit und lass ihn in würde gehen! aber tu dem tier keine operation an, ein verantwortubgsvoller tierarzt würde keine op durchführen!!! ich wünsche dir alles gute!

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