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Hundeforum Der Hund
Jessy28

Problemhund

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Damit man auch weiß um wen es geht :D

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Es gibt leider meiner Meinung nach keinen "einfachen" Weg dem Hund Sicherheit zu geben. Also kein "mach xy und dein Hund fühlt sich sicher". Vielmehr muss man dem Hund beweisen, dass man für ihn da ist, ihn nicht sinnlos in zu schwierige Situationen bringt und gemeinsam angemessene Herausforderungen meistern. 


Natürlich kommt man immer wieder zwangsweise in schwierige Situationen, die der Hund so noch nicht schafft. Dafür würde ich ein Alternativverhalten aufbauen und in solchen Situationen fördern und belohnen. Schlecht wäre hingegen die Bestrafung von Fehlverhalten oder wenn der Hund in deiner Gegenwart negative Erfahrungen macht, weil du ihn nicht schützt. Schwieriges würde ich immer auf viel Abstand üben, so dass der Hund noch kein Fehlverhalten zeigt. 

 

Um einen ruhigen Hund zu erhalten ist es essentiell, dass der Hund auch wirklich die Möglichkeit bekommt Ruhe zu finden. Sprich 18 Stunden Schlafen und Dösen pro Tag sind das absolute Minimum, bekommt der Hund das nicht, läuft gewaltig was schief. Klappt das denn? Wenn nicht würde ich da ansetzen.

 

Zum Thema Hundeschule: Ich würde mir lieber einen positiv arbeitenden Hundetrainer für Einzelstunden nach Hause holen. Gerade die Situation mit dem Vater und den Leckerchen würde ich mal einem Trainer zeigen, sowas kann auch schnell kontraproduktiv sein, wenn sich der Hund dabei unwohl fühlt.  

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Es gibt keine Vorgabe wie lange ein Hund brauchen darf bis er Problemverhalten ablegt. Mein Hund hat nach 5 Jahren immer noch die ein oder anderen Probleme und als deprivierter Hund wird er diese nie völlig loswerden.

 

Was ich aber machen würde, wenn der Hund fremde Menschen zwickt (weil euch das in Teufelsküche bringen könnte):

Maulkorb.

 

Mein Hund trägt in bestimmten Situationen immer noch einen: Better safe than sorry. ;)

 

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vor 6 Stunden schrieb Jessy28:

Ich weiß sie braucht noch einiges an Eingewöhnungszeit, Übung, Erziehung und viel von unserer Geduld. Aber sie ist es wert, auch wenn manche dass nicht so sehen


Ich finde es schön, wie du mit deinem Hund umgehst und dass du ihn nicht aufgibst. Es gibt wohl sehr viele Leute, die einen Hund für wertlos halten, wenn er nicht sofort ins "System" passt, auffällt und Arbeit macht. Da tun Vorbeikommende oft so, als hätte man als Halter beim Gebrauchtwagenkauf Pech gehabt. Aber in meinen Augen ist ein Hund eben kein Auto oder eine Waschmaschine mit garantierten Eigenschaften. Ich habe auch schon Hunde in ihrer ersten Familie direkt nach dem Züchter kennengelernt, die extrem viel Angst hatten oder sonst wie schwierig waren. Ich sehe es immer so: Hundehaltung ist ein Hobby, das auch sehr anspruchsvolle Seiten hat und es bedeutet immer, sich auf jeden Hund, so wie er ist, einzulassen und immer neue Erfahrungen zu sammeln und selber dazu lernen. Wie beim Bergsteigen, es gibt Hügel und grandiose Berge.

 

Das mit dem "Problemhund" erinnert mich irgendwie an den berühmten "Problembären", der über die Grenze lief und in seinem neuen Gebiet einen Riesenaufruhr verursacht hat. Dabei war der Bär völlig in Ordnung, nur die Lebewesen in der neuen Umgebung erklärten ihn zum Problem und damit hatte er dann plötzlich wirklich Überlebensstress. Vielleicht hilft dir diese Vorstellung: dein Hund ist auch völlig in Ordnung, aber passt hier noch nicht richtig rein. Sie wird es aber nun lernen mit deiner Anleitung. Ich habe schon oft gestaunt, was ein Hund noch so gelernt hat, obwohl alle dachten, neee, vergiss es, der ist zu kaputt, zu dies und zu jenes. Man sollte natürlich auch nicht zu blauäugig sein und denken, man könnte alles mit genügend Liebe, Zeit und Einsatz ändern. Manche Hunde gewöhnen sich schnell und prima ein, andere brauchen für immer ein besonderes Handling und man kann vielleicht niemals andere Hunde entspannt treffen. Du hast aber jeden Grund erst mal optimistisch zu sein, schau, was geht, such die passendste Methode für deinen Hund und dich (Clickern, Zeigen und Benennen, was es so gibt) und lass dich nicht zeitlich oder sozial unter Druck setzen! Die Nachbarn und sonstige Leute werden immer reden, vergleichen und ihre Urteile fällen. Sowas sollte man ohnehin souverän an sich abperlen lassen (ja, ist oft schwer :().

 

Zum Thema "Sicherheit vermitteln": Die eigene Ausstrahlung und Körpersprache ist z.B. auch wichtig. Ich befragte einen Trainer und der sagte, man darf nicht so wirken, als hätte man selber Angst und bräuchte auch Schutz. Es kann den ängstlichen Hund nämlich schon verunsichern, wenn man ständig besorgt Ausschau hält, damit ein Radfahrer den Hund nicht umfährt. Ich würde deinen Hund auch körpersprachlich demonstrativ schützen und dafür sorgen, dass kein anderer Hund oder Mensch direkt an sie ran kommt, der sie verunsichert, ängstigt oder bedrängt. Das geht z.B. durch Abstand vergrößern: selbstsicher einen angemessenen Bogen um den anderen laufen, sich dazwischen stellen, eine ausgestreckte Hand als Signal für andere auf Abstand zu bleiben. Meiner Hündin hat es sehr geholfen, beim Spazierengehen von ruhigen, fremden Menschen etwas Leckeres zu essen zu bekommen. Das war anfangs Zufall (und führte zum Abchecken und Betteln bei jedermann, der sich drauf einließ :) - besser als Angst fand ich). Sie entschied dabei selbst, wie nah sie rangeht, und sie hatte auch sonst ein Recht auf ihren Individualabstand: kein Berühren, ohne dass sie es selbst ok fand. Etwas Misstrauen gegenüber Menschen blieb immer, es war aber weit weggeschoben im Hintergrund.

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Hmtja ..also meine Hündin (jetzt 8 Monate) hat zwar keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber dafür gar keine, sie saß ab der 3ten Woche bis zur 15 im abgehangenen Innenzwinger eines Tierheims. Alles war neu und alles was neu ist ist erstmal GRUSELIG. Zudem ist Lotti körperlich behindert.

 

Was denke ich, superwichtig ist, ist kein Druck, auch nicht der von der Leine (deswegen auch das Gezerre) Ich habe Lotti ausschliesslich an der Schleppleine (so langsam beginne ich mit dem Ableinen an sicheren Stellen) 

Sie hat immer die Möglichkeit, in ihrem Tempo sich den gruseligen Dingen zu nähern - in den ersten Wochen war meine inzwischen verstorbene Althündin sehr hilfreich, jetzt ist es der Hund meiner Mutter, die machen natürlich viel vor und geben Orientierung und Bewertungen die das Hundekind versteht.

Ich habe ihr immer die Möglichkeit der Flucht und den Glotzens gelassen damit sie garnicht in die Verteidigung gehen muss (und darin ist sie sehr stark, weil sie als kleiner Welpe garnicht laufen bzw fliehen konnte).

Jede Annhäherung habe ich gelobt. Jetzt hat Lotti aber auch das Nervenkostüm eines Molossers, und ist der Typ Hund, der erst guckt und dann nie Kopflos handelt. ( deswegen habe ich sie auch ausgesucht ).

Wenn man es versuchen will energetisch zu erklären, Sanftheit ist der Schlüssel zu einem sanften Hund ;)

Du kannst Energie bzw Impulse vom Hund abfangen ableiten und auffangen, oder du kannst dagegen kämpfen (Leinendruck zähle ich dazu) , letzteres bringt noch mehr Energie rein und verstärkt das Problem.  Wenn Lotti meldet (und sie meldet jedes zuckende Blatt) (Melden: Wuffen) dann ist das erstmal nur eine Mitteilung von ihr, und auch eine Frage ( man kann es vielleicht mit : BOAH! was ist da?) übersetzen. Wenn man das "bestraft" oder innerlich uncool wird, bestätigt man daß das da gefährlich ist.

Lotti darf alles begucken und bewuffen, und dann gehen wir (so sie es will) unter viel Lobgetose (jede Tendenz hin beloben)  hin und gucken es an, bis es nicht mehr gruselig ist. (bis auf der Staubsauger, das ist TEUUUFELSWERK!!)

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@Hoellenhunde

Ich mach ihr keine Zeitvorgabe und ich bin immer die erste die ruft dass es doch erst 4 Monate sind. Ist eben bei jedem anders wie lange er braucht und sie hat eben auch noch viel aufeinmal zutun gehabt mit der 1. Läufigkeit usw.

 

Und zum Thema Maulkorb: ich weiß ja nicht ob für dich eine Maulschlaufe auch zählt, aber daran haben wir sie gewöhnt. Schon weil diese Woche der 1. Tierarzt Besuch anstand und ich wirklich nicht wusste wie sie da reagiert. Sie findet fremde Menschen eh uncool und da muss sie sich auch noch anfassen lassen. Aber wie so oft hat sie gezeigt wie großartig sie ist. Ohne Probleme, nicht ein Mal geknurrt! Das warten Mut anderen Hunden haben wir aber erspart und sind draußen geblieben. Ich dachte die Untersuchung ist genug Aufregung.

 

 

@Maddy Also das mit dem schlafen ist so, die Möglichkeit ausreichend zu schlafen hätte sie. Wir und auch meine Eltern lassen sie  natürlich liegen wenn sie zur Ruhe kommt. Aber wenn ich mich bewege, bewegt sie sich.  Sie hat immer Angst etwas zu verpassen. Dadurch hört sie nicht so auf ihre eigene Müdigkeit wie sie soll. Es ist besser geworden und oft schicke ich sie dann zurück aber wenn ich nicht im Raum bin schläft sie dann trotzdem nicht. Zu meiner Mutter hat sie eine gute Bindung und wenn sie dort ist verfolgt sie meine Mutter den ganzen Tag. Wenn ich dann nach der Arbeit komme sitzt sie oft vor mir und ihr fallen die Augen zu. Aber wie ich sie dazu bringe innere Ruhe zu finden weiß ich nicht. Rückzugsmöglichkeiten hätte sie. Sogar nur für sie, da geht der andere Hund auch nicht hin.

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@Laikas Danke für deine lieben Worte und die Tips zum Thema Sicherheit geben.  Es stimmt nämlich das ich mich sehr oft umsehe um nach möglichen Gefahren Ausschau zu halten. Da ist doch schonmal etwas woran man arbeiten kann. 

Klingt jetzt wahrscheinlich etwas seltsam aber, als mein Mann mal bedenken wegen ihr geäußert hat, hab ich gesagt wenn es ein Kind wäre könntest du es bei Problemen auch nicht weggeben. Natürlich ist es ein Hund und kein Kind, aber sie gehört zur Familie, mit allen Ecken und Kanten. Und zu sagen sie ist halt verkorkst und sie abzugeben ohne dass sie jemals die Chance bekommen hat ihr Potenzial zu Nutzen, finde ich falsch. Mein Mann natürlich auch, war zu dem Zeitpunkt nur ein heftiges Erlebnis mit ihr und einem Mann.

Wenn man jemanden liebt kämpft man, egal ob Mensch oder Tier.  So sehe ich das zumindest.

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Das liegenbleiben kannst du vielleicht mit einem Wort üben, bei meiner Althündin war das "holnurwas" wenn ich nur kurz aus dem Raum bin, irgendwann hat sie geschnallt, daß sich nachlaufen nicht lohnt (nach exakt eine Zigarettenlänge ist sie mir dann aber bis zum Schluss nachgelatscht, ganz rausbekommen habe ich das nie :P ). Lotti bleibt inzwischen bis zu 20 Minuten alleine im Raum, da es mit den Katzen nicht so einfach war, habe ich zu Anfang konsequent immer alle Türen zugemacht, auch wenn ich nur kurz raus bin, mittlerweile geht sie alleine ins offene Wohnzimmer zurück und pennt auf dem Sofa wenn ich in der Küche was mache und sie sich langweilt. 

 

Das kannst du natürlich auch inzenieren, Ruhe ist ja enorm wichtig. Und wenn du nur kurz aufstehst und bevor sie sich aufrichtet zurück kommst, und dann würde ich das langsam!! steigern. 

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@pixelstall Ich finde es klasse was du anscheinend für eine Bindung zu deinem Hund ist.

Die Maus darf ruhig bellen, die ist ein Hund, so verständigt sie sich. Und sie darf Knurren um zu sagen Nein das will ich nicht. Leider steigert sie sich in alles rein und hat sogar über Stunden hinweg Ausdauer.  Ist sie einmal in ihrem "man ist das gruselig" Zustand braucht sie lange um zu merken dass ihr nichts passiert.  Perfektes Beispiel, war erst heute: den ganzen Vormittag interessiert sie sich nicht für das Gerede vom Nachbar, für die Autotüren oder den Rasenmäher. Dann kommt der Postbote, sie hört das Geräusch (der Briefkasten hängt neben unserem Wohnzimmerfenster) und bellt aufgeregt. Soweit so Gut, da nähert sich jemand ihrem Revier, sie meldet. Als sie dann fertig war damit hat sie bei jedem Geräusch geknurrt und leise gebellt, obwohl es die selben Geräusche waren die schon 2 Stunden lang da sind.

 

Naja, nachdem sie auch extrem an der Leine zieht wenn nichts und niemand in der Nähe ist, hätte ich gedacht dass es Freude und Aufregung ist. Da sie ja nach vorne zerrt. Ich würde sie nie wenn sie mit eingeklemmten Schwanz hinter mir steht irgendwo hinziehen, fände ich jetzt auch erstmal uncool.

 

Das mit dem Staubsauger kenne ich, der ist ja so böse! Aber zumindest an den Föhn gewöhnt sie sich langsam!

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Danke :) Lotti hat auch so Phasen in denen sie alles kommentiert was sonst egal ist (mit vorliebe sitzt sie am Fliegengitter in meinem Zimmer und bemotzt die Nachbarn (was atmendieauch ? ) , hast du eine Idee, wie du sie aus dem Alarmodus rausholen kannst ?

 

Ein BC hat natürlich ein fragileres Stressystem als ein Molosser, Lotti fährt gsd in wenigen Minuten wieder runter und ist dann auch ansprechbar.

 

Viell. ist konditionierte Entspannung etwas ?

 

 

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