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Hundeforum Der Hund
Bable

Junghund dreht über - wer kennt dieses Verhalten und hat wie reagiert?

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Mein Hund ist ein paar Monate älter. Das hochspringen kenne ich so extrem nicht, aber das im Spiel eingesetzte sehr körperlich betonte Spiel . Wir rempeln uns im Spiel manchmal an , bevor mir das dann zu wild wird, sag ich ihm er soll damit aufhören. Macht er dann auch. Das ist ein Thema, das ich immerMal mit ihm übe, aufhören einfach aufhören, Spielzeug loslassen usw. Oftmals machen wir weiter und manchmal halt nicht. Bislang klappt das so, mal schauen was noch kommt. 

Ansonsten habe ich mich nach dem Buch " Hoffnung auf Freundschaft" regelrecht befreit gefühlt. Dieses ich muss üben, üben und nochmals üben, bis mir schon schlecht wurde. Die ersten Monate ( viele Monate) schulde ich der Freundschaft, dem Leben entdecken, ein paar Regeln und gut.

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@Meins Die Herangehensweise finde ich in Ordnung- den Autor nicht so...

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vor 10 Stunden schrieb Bable:

Habe bereits Tagesabläufe analysiert und dabei festgestellt, dass die körperliche und geistige Auslastung nur geringfügig eine Rolle spielt. Insgesamt benötigt der Kleine meiner Erfahrung nach übrigens gute 3 Stunden „Beschäftigung“

 

das möchte ich mal sehr stark in Frage stellen ob das egal ist, ich glaube es nicht.

 

viele sind ja der Meinung, wenn ein Hund drei Stunden rennt und noch 1 Stunde hinter einem Ball hersprintet, hat er sich ausgepowert. Leider falsch nach meiner Einschätzung.

Auch Ruhe und ausgeglichenkeit kann man genau so lernen. Das wird oft gar nicht gemacht.

 

Mein Hund wollte als Welpe und Jundhund, Ridgeback-Boxer Hündin, auch hinter allem her was sich irgendwie bewegt.

Es war völlig egal ob es der Vogel, ein Blatt,Fliege,Jogger, rennende Kinder, Biene Radfahrer oder was auch immer war. Sie war hier immer sehr hochgepusht, egal ob Freilauf oder an der Leine.

 

Unser Schlüssel zum Erfolg war Apportiertraining, Ruhe rein bringen, warten lernen, fliegende Objekte anders einstufen, dass alles kann man sehr gut üben und lernen.

 

Es läuft da gerade parallel ein großeser Thread zu, vielleicht liest du da mal etwas, evtl. hilft euch das auch.

 

Wie immer, meine ganz persönliche Meinung ;-)

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Danke erst mal schon für schnelle Antworten und Meinungen :) 

 

@Freefalling Danke für das richtige Verständnis, so ungefähr läuft das ab.

Aktuell vermute ich vom Verhalten her Hüte-Treib-Hund und Jagdhund. Er ist sehr schlank, leicht und agil, voller Energie und jederzeit sofort motivierbar, kann aber auch im größten Trubel tief schlafen. Die Intelligenz bestätige ich: es ist nicht gerade leicht, die Waage zwischen Unter- und Überforderung zu finden und geht auch mal schief. Man lernt eben immer wieder dazu ;) 

Bällchenspiele gab es übrigens von Anfang an nicht, Zerrspiele eher selten, wildes Spiel vermeide ich inzwischen. gassi gehen und Spaziergang bedeutet größtenteils Hundezeit dh. hier kann er schnuppern, springen, Stöckchen kauen etc. nach Lust und Laune, entsprechend bleiben wir auch einfach mal stehen weil Hund gerade etwas Interessantes gefunden hat. Würde jetzt nicht behaupten, dass ich Hund von Kommando zu Kommando schicke oder durch einen Trainingsmarathon drille. 

 

Denke, hier ist letztlich auch jeder Hund individuell zu betrachten... 

 

Auffällig ist eben, dass diese Ausraster oft reflexartig erfolgen, wenn etwas sich schnell bewegt/flattert und er dabei nicht nach vorne sondern nach oben geht. Dabei ist sein Ziel im ersten Moment nicht der Mensch, es kippt dann aber wie in einen Rausch (er kriegt dann auch einen richtig irren Blick). Das ganze kündigt sich oft damit an, dass er in der Laufbewegung seitlich vorbei, sich zu einem dreht und nach oben schaut. Hier kann ich ihn manchmal verbal abfangen und alles ist gut. Ich möchte das Ganze angesichts beginnender Pubertät auch nicht überbewerten, aber frage mich schon, inwiefern es wirklich nur eine Phase ist. Daher auch mein Thread hier, wem es ähnlich geht/ging. 

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@gebemeinensenfdazu  Bitte nicht unterstellen, dass ich hohe Erwartungen an ihn stelle. Habe den Satz genau deshalb geschrieben, weil gerne unterstellt wird, dass man hohe Erwartungen stellt. Letztlich ging es mir nur darum, den aktuellen Stand darzustellen. Ich persönlich finde, dass mein Hund verdammt viel schon sehr gut kann für sein Alter. 

 

Zu deinen Fragen: Artgenossenkontakt immer wieder beim Spazieren gehen und wöchentlich in der Hundeschule. Richtig Freilauf derzeit nur im großen Garten, im Freien Gelände leider lange Schleppleine, weil der Rückruf ja noch nicht sitzt (Frauchen übt sich allerdings im Vertrauen zum Hund dh. ich lass ihn auch mal schleppen - hier lernen wir sozusagen wirklich gemeinsam). Spielerisches Raufen mache ich nicht mehr, weil er gleich hochdreht und ständiger Spielabbruch frustriert Hund (und mich) mehr als dass es uns was bringt. Stattdessen erkunde ich lieber mal mit ihm Baumstämme, schmale Pfade, überwinde ein kleines Hindernis etc. Mache Sachen, bei denen er sich kurz konzentrieren aber keine Kommandos sinnlos abspulen muss. Einfach spontan, wenn das Gelände mal was hergibt. Halte ich persönlich für sinnvoller als daheim mit irgendwelchen Stoffknoten rumzuzerren oder Leckerli in der Wohnung  auszulegen. Daheim gibt es zb. lieber ne Kauwurzel. 

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Du machst dir viele Gedanken und machst in meinen Augen sehr viel richtig.

Allerdings finde ich auch 3 Stunden wie auch immer verbracht eindeutig zu viel. Dass er dir dann nicht ausgelastet erscheint und diese Auslastung einzufordern scheint, ist, weil er nicht gelernt hat, zu entspannen. Tiefschlaf aus Erschöpfung ist keine Entspannung.

Genau die von dir geschilderte Problematik erscheint immer wieder hier beschrieben von Hundehaltern mit jungen Hunden, die ihr Leben mit Erziehung und an der Schlepp ohne Freilauf verbringen (ich verstehe schon, dass du es nicht übertreibst). Rückruf wird NIE einwandfrei funktionieren, wenn er im Gelände nur an der Schlepp ist. Und er lernt nie, selbstständig auf dich zu achten.

Freilauf für einen Welpen (der Zug ist bereits abgefahren) und dann auch für den Junghund, auch wenn er nicht 100% funktioniert, halte ich für das Wichtigste im beginnenden Zusammenleben mit einem jungen Hund. Nicht die Erziehung. Such dir halt Orte, wo keine Autos fahren, lasse ihn los und lass ihn laufen, ohne ihn zu rufen und bewege dich.

 

Die Handlungen deines Hundes, die du hier beschreibst, sind letztendlich aus dem Frust heraus entstanden, nicht reagieren zu können, wie er will. Und so steigert es sich von Mal zu Mal.

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vor 9 Minuten schrieb Bable:

Artgenossenkontakt immer wieder beim Spazieren gehen und wöchentlich in der Hundeschule. Richtig Freilauf derzeit nur im großen Garten, im Freien Gelände leider lange Schleppleine, weil der Rückruf ja noch nicht sitzt (Frauchen übt sich allerdings im Vertrauen zum Hund dh. ich lass ihn auch mal schleppen - hier lernen wir sozusagen wirklich gemeinsam). Spielerisches Raufen mache ich nicht mehr, weil er gleich hochdreht und ständiger Spielabbruch frustriert Hund (und mich) mehr als dass es uns was bringt.

 

Dann braucht er sehr wahrscheinlich andere Hunde zum frei Toben Können, das geht ja nicht mit der Schleppleine. Das schnelle Einsteigen läßt ja darauf schließen, daß er prinzipiell gerne wild spielt. Meines Erachtens gibt es dazu keinen Ersatz, der Hund muß aber Dosieren lernen. Das geht über Spielzeug und Übung. Nicht machen ist kein Ersatz.

Zum Vergleich:Bridgepartien mit aelteren Onkeln und Tanten ersetzen auch keine Wasserbombenschlacht.

 

Nicht Beschäftigen schafft Ruhe. Über Hindernisse Springen, Balancieren usw. fällt auch unter Hund beschäftigen.

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@BVBTom der Tagesablauf Bzw. Die Auslastung ist natürlich nicht völlig egal, hatte mich hier vielleicht etwas zu drastisch ausgedrückt. Möchte ich somit korrigieren :) 

 

Ausraster hatte der Kleine ja schon in jüngerem Alter, „Programm“ (obwohl es echt nicht viel war) damals runtergefahren und erst gedacht, jawohl das ist es gewesen. Wenige Tage ging es gut, dann wurde es schlimmer als vorher. Also wieder etwas hochgefahren aber kaum Veränderungen und ich war der Verzweiflung nahe (inzwischen habe ich diesen Punkt überschritten und sehe es als Herausforderung ;) ). Seit einiger Zeit (und inzwischen einer Hundeschule, in der ich mich mit Hund gut aufgehoben fühle nach dem ein oder anderen Reinfall, möchte bitte nicht weiter drauf eingehen) habe ich die Auslastung deutlich gesteigert und siehe da, es ist viel besser geworden. Nur ist jetzt bei 2-3 Stunden für mich persönlich erst mal die Grenze erreicht. Daher beobachte ich momentan eher das Verhältnis von geistiger und körperlicher Auslastung. 

 

Abgesehen davon liegt denke ich ein Verteilungsproblem vor: die Erfahrung hat gezeigt, dass die Beschäftigung von insgesamt 2-3 Stunden sich positiv ausgewirkt hat. Unter der Woche ballt sich  der Zeitraum dann aber wegen Arbeit vermehrt auf abends (Hund schläft bei meinem Partner meist einfach nur den ganzen Tag oder gammelt rum), was dann aber geistig den Hund überfordert, er aber dennoch sein Ventil benötigt. Mir kommt es vor, als ob er sich damit abgefunden hat, dass Frauchen den Großteil der Beschäftigung übernimmt und regelrecht einfach wartet. Sitze hier also echt in einer Zwickmühle (wenn das tatsächlich so ist, wie ich es wahrnehme). 

 

Generell möchte ich noch was zu den Kommandos sagen: da wurde von mir nichts zwanghaft wie verrückt geübt, er kapierte es alles einfach wirklich schnell (war/ist mir manchmal fast unheimlich ;) ). Pfötchen und so etwas ist mir wiederum echt egal, sehe ich keinen Sinn darin und bringe ihm solche Dinge auch nicht bei. 

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Arvid konnte mit 6 Monaten Sitz,Platz,warte ,Fuss (kurze Strecken),Pfötchen usw.

Gezielt geübt wurde davon quasi nix ,er hats angeboten wurde belohnt ,ist ja schon die halbeMiete .

Ob er denn Kram lernt oder nicht, war aber egal.

Was er mit 6Monaten schon überragend konnte ,sich freuen,rennen,spielen, freundlich sein ,mit Menschen und Hunden sozial agieren.

RUHEN ,ENTSPANNEN.....das allerwichtigste.

Mach doch mal zwei Wochen mit ihm Aktionen die ausschließlich Spass machen.

Buddeln ,rennen,Futtersuche,in der Sonne sitzen (geht alles mit Leine), auf dem Sofa gammeln.

Nimm mal komplett den Druck raus ,genießt eure Zeit .

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@gatil stooop :) nicht Tiefschlaf aus Erschöpfung, also soweit kommt es nur sehr selten. Ich bezweifle nur, dass ein intelligentes Energiebündel wie meiner mit täglich 30 Minuten Spaziergang ausgelastet ist bzw. Ich habe ja positive Veränderungen erlebt bei Steigerung. Außerdem schaue ich nicht auf die Uhr sondern auf meinen Hund d.h. die 2-3 Stunden sind grob überschlagen und richten sich nach der Tagesform des Hundes. Haben auch mal Tage, an denen weniger passiert. 

 

Was den Freilauf betrifft, möchte ich gar nicht widersprechen. Wie gesagt muss auch ich hier lernen (und ich glaube nicht, dass mit 6 Monaten der Zug komplett abgefahren ist). Grund ist ganz simpel: schlechte Erfahrung hinsichtlich Freilauf mit dem vorherigen Hund. Rennt mein kleiner also fröhlich 100te von Meter weg, werde ich verdammt nervös insbesondere wenn das Ziel ein anderer Hund oder ein Jogger ist: nicht jeder hat Verständnis dafür, dass ein Junghund nun mal noch nicht super hört und schon gar nicht, wenn er wild spielen will. Bevor ich dann nur im Garten bin, geh ich eben lieber derzeit mit 10m Schleppleine. 

 

Freue mich zb immer wenn ich freilaufende Hunde treffe, die einen guten Rückruf haben, weil ich meinen dann beruhigt ohne Leine mit rumrasen lassen kann (das tut er verdammt gerne, lässt sich bestimmt auch hundepsychologisch analysieren, ist mir aber ehrlich gesagt egal. Ist seine Art und soll er dürfen. Hohes Tempo hat der kleine Renner jedenfalls)

 

@gebemeinensenfdazu bitte nicht falsch verstehen, ich mache das weder jeden Spaziergang noch mache ich dann einen Parcours mit ihm. Ich mache doch keine Wissenschaftliche Beschäftigungsstudie oder Agility aus einem Spaziergang. Allerdings nur Spaziergang und daheim Ruhe finde ich meinem Hund gegenüber nicht gerecht. Da mag es aber sicherlich Hunde geben, die anders sind.

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