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Hundeforum Der Hund
Bable

Junghund dreht über - wer kennt dieses Verhalten und hat wie reagiert?

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vor 12 Minuten schrieb Zurimor:

@Naschkatze hat ja auch anhand eigener Erfahrung begründet, warum Programm runterfahren nicht falsch sein muß, weil sich das "Problem" erstmal verschlimmert. Also, ich würd das durchaus auf dem Schirm haben, daß es an zu viel liegen könnte und das nicht völlig von der Hand weisen und wahrscheinlich nochmal über einen längeren Zeitraum das Programm runterfahren. Hier ist zuhause übrigens auch Ruhe angesagt, gespielt wird kaum.

Das stimmt.

Das heißt aber auch nicht, daß es bei jedem Hund so läuft.

Bei uns würde das nicht passen. Schon versucht mit dem Drinnenlassen- ja, der Hund wacht erst vermehrt, beschäftigt sich mit allem Möglichen selber, fragt zwischendurch, wartet usw. - auf Dauer schadet es dem Funkeln in den Augen. Sie ist dann nachhaltig enttäuscht, lustlos und nachtragend. Bei ihr muß man einfach klar trennen, aber nicht reduzieren, das paßt für uns am besten.

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Ähm,

1. ich habe, wie schon geschrieben, das bereits versucht mit weniger?! Und nicht nur drei Tage und es sah ja auch echt nach Erfolg aus aber nach einiger Zeit von einem Tag auf den nächsten ging es wieder los und ich habe dennoch das Programm nicht weiter hochgefahren. Nach dem Motto: das ist jetzt der entscheidende Moment, nach guten 4 Wochen, in denen es sich immer weiter verschlimmerte bis zur Unerträglichkeit (50 Meter, alle zwei Meter mehrfach Attacken), hab ich dann in Absprache mit einem erfahrenen Hundetrainer (arbeitet nicht aversiv sondern auf Basis Kommunikation und Hundebedürfnisse verstehen) wieder Programm gesteigert. Hatte ja ursprünglich auch auf Überforderung getippt.

2. Beschäftigung habe ich auch nochmal genauer erklärt, da liegt hier grundsätzlich  ein Missverständnis meiner Ansicht nach vor

3. Welche verdammten Kommandos? Ich gebe nicht dauernd Kommandos!

4. habe ich ganz klar geschrieben, dass beim Spazieren und gassi gehen größtenteils hundezeit ist. Zum Thema Freilauf gibt es auch eine ausführliche Stellungnahme/Erklärung von mir

5. Habe ich eindeutig einen Auslöser festgestellt, der ihn reflexartig  „verrückt“ werden lässt: Stoffe. Ein Vogel zb. macht ihn nicht so verrückt. Schuhe etc kann ich problemlos auch abnehmen (wenn nötig) aber zb. keinen Pulli, da rastet er aus. 

6. Um abschließend die Gemüter zu beruhigen: mein Hund braucht derzeit  gute 3 Stunden Beschäftigung. Das bedeutet aber nicht, dass ich ihm diese täglich gebe. Schaffe ich momentan vor allem unter der Woche auch gar nicht. Gehe wenn möglich morgens und abends mit ihm spazieren und dabei wird schon der Rückruf geübt oder eben mal spontan zusammen was gemacht. Alles weitere ist dann einfach mein Leben, welches Hund mitmacht (was wiederum von mir mit eingerechnet wird wenn was außerhalb passiert) aber derzeit meist einfach aus abends daheim sein besteht (unter anderem wegen Hund). Mein Fehler in der Darstellungsweise. Auf drei Stunden bin ich gekommen, weil er überschlagen dann so lange rumwuselt, Dinge klaut etc. bis ca. drei Stunden erreicht sind. Also genau betrachtet fordert Hund diese Zeit ein, obwohl er sie nicht regelmäßig erhält (Ausnahmen gibt es immer mal, bei denen mehr passiert, bedeutet in der Regel mindestens einen ruhigeren Folgetag). 

 

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hmm,

 

wenn du alles selber beantworten kannst und jeden Hinweis als Angriff siehst, warum stellst du dann in einem Fach-Forum eine Frage?

 

sorry, eigentlich so gar nicht meine Art, aber es gab so viele super Hinweise und Tipps, man muss sie auch annehmen wollen.

 

Du machst das schon, leider ist es für die meisten hier nicht so ganz schlüssig denke ich.

 

Wie ist denn so deine Erwartungshaltung in einem Forum?

 

 

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@Hoellenhunde @gebemeinensenfdazu ja, 3 std lang gezielt irgendwas trainieren und Kilometer sammeln fände ich auch Quatsch und würde ich nie tun. Daher fühle ich mich hier gerade auch in eine falsche Schublade geschoben. Ist auch die Frage, was ist für euch Training? Unterwegs Ruhig am Tisch sein löse ich zb oft mit einer Kauwurzel: Er langweilt sich nicht, wuselt nicht wild rum wird aber auch nicht ständig zur Ruhe ermahnt. Ehrlich gesagt wirkt er da recht entspannt und döst auch mal vor sich hin oder beobachtet einfach die Umwelt. Beim Spazieren werden Äste gekaut, Löcher gebuddelt, Grashüpfer oder Blätter  gejagt, durchs Gras gehüpft, die Nase irgendwo reingesteckt, Vögel beobachtet, gewälzt etc. Hat doch nichts mit ständiger Animation und Frustration zu tun?! Nur weil ich dann noch zwei, dreimal die Woche „ein Hindernis mit ihm überwinde“ dreht er doch nicht bei Stoffen voll ab? 

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vor 1 Stunde schrieb Bable:

Absprache mit einem erfahrenen Hundetrainer (arbeitet nicht aversiv sondern auf Basis Kommunikation und Hundebedürfnisse verstehen) wieder Programm gesteigert. 

 

Hm, meist sind diese Trainer eben genau das: aversiv. 

Wie sieht denn die "Kommunikation" aus.

Was bedarf dein Hund denn laut des Trainers?

 

Ach ja:

Nebenbei das Leben "mitkriegen", ist für Hunde ziemlich anstrengend.

 

 

Ich habe so eine Ahnung, woran es liegen könnte, aber das wird dir noch weniger gefallen...

 

***

Du liest Dinge in unsere Sachen rein, die wir nie geschrieben haben. Wenn sich das nicht ändert, bin ich eh raus. Ich hab diese Probleme mit meinen Hunden nicht, und lasse mich daher nicht mehr so anpampen.

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@BVBTom Ne, geht nicht darum Ratschläge nicht anzunehmen. Es sind von mir ein paar Begriffe gefallen, die hier scheinbar falsche Vorstellungen ausgelöst haben. Das ein oder andere mal habe ich mich wohl auch ungünstig ausgedrückt. Seitdem schreibe ich mir einen Wolf, um das klar zu stellen, habe aber irgendwie keine Chance mehr. Und das finde ich sehr schade.

 

Für die Variante der Überforderung spricht sicherlich, dass es tendenziell eher abends vorkommt. Aber ist ein Hund nach  10 bis 20min Spaziergang und 8 Stunden schlafen wirklich überfordert? Oder frustriert vom nichts tun? Oder ist es nur wildes Spiel und wir haben nicht richtig vermittelt, dass diese Intensität doof ist? Oder doch ein Reflex aus Instinkt (welchen auch immer) heraus? Oder gar harmloses vorpubertäres Grenzen Testen? Versteht mich bitte nicht falsch, aber irgendwie ist halt derzeit für mich nichts so richtig schlüssig. 

 

 

 

 

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vor 5 Stunden schrieb Bable:

Für die Variante der Überforderung spricht sicherlich, dass es tendenziell eher abends vorkommt. Aber ist ein Hund nach  10 bis 20min Spaziergang und 8 Stunden schlafen wirklich überfordert? Oder frustriert vom nichts tun? Oder ist es nur wildes Spiel und wir haben nicht richtig vermittelt, dass diese Intensität doof ist? Oder doch ein Reflex aus Instinkt (welchen auch immer) heraus? Oder gar harmloses vorpubertäres Grenzen Testen? Versteht mich bitte nicht falsch, aber irgendwie ist halt derzeit für mich nichts so richtig schlüssig. 

 

Auf den Punkt mit dem geeigneten Raufspielartgenossenkontakt und den spelerischen Raufen gehst du ja nur bedingt ein, ich glaube aber, daß es daran hängt, ganz besonders in Kombination mit dem fehlenden Freilauf. Ein-zweimal in der Woche im Rahmen der Junghundegruppe vielleicht 10 min. Toben nach dem Training ist eher Druckkanalisation als kreatives Spiel. Einem Hund, der wild spielen will, dem kann man stattdessen auch kein Suchspiel vorsetzen.

Das wird zwar immer als Allround-Maßnahme gesehen- es ist auch gute geistige Auslastung- aber: es ersetzt nicht Spaß, Action, Reaktionsschnelligkeit, strategische Manöver und  soziale Interaktion eines wilden Partnerspiels. Es ist hervorragende Ergänzung für viele Hunde, das auch irgendwann bei einigen zum Schwerpunkt wird- aber kein Ersatz.

 

Auch wenn du es nicht magst oder vielleicht sogar blöd findest , Zerrspiele sind wichtig. Ganz besonders für einen so jungen Hund.

Dein Hund weiß offensichtlich nicht, wie er dich zum Spielen auffordern soll. Unsere hat das ähnlich gemacht und ist durch das Beisshemmungslernen per Beisspielzeugalternative Anbieten dann darauf gekommen, das Spielzeug zu bringen. Abends passiert ja nicht mehr viel und wenn den ganzen Tag keine Zeit dafür war, dann war sie tendenziell ähnlich aufgelegt.

Wenn es paßt, gehen wir darauf ein, wenn nicht, wird kurz erklärt und vertröstet. Anfangs wenigstens mit einem Leckerlie fürs Spielzeug bringen. Das Vertrösten ist eigentlich nur selten nötig mittlerweile, da sie selbst ganz gut einschätzen gelernt hat, wann gerade keine Zeit dafür ist.

 

Spiel ist auch deshalb so unersetzlich,weil es das Cortisollevel aktiv senken kann, das gilt insbesondere für sicher gebundene Hunde. Abwechslungsreich ist wichtig, um den Spaß zu erhalten- insbesondere bei auffassungsschnellen Hunden. Genauso wie Beschäftigungsphasen klar Trennen. Das wäre meine Vorgehensweise zu deinem Problem.

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Guten Morgen, 

 

da bin wieder ;)

 

@gebemeinensenfdazu dem Thema Freilauf  widerspreche ich ja auch gar nicht. Da bin ich hier voll bei euch. Und ich finde es auch herrlich, ihn dabei zu sehen (wenn ich mich mal traue): pure Lebensfreude. Das mit dem Spiel könnte natürlich echt sein. Ich zerre ihn zwar nicht von jedem Hund weg (fast täglich treffen wir fremde, Hunde) aber Spiel mit Frauchen ist wahrscheinlich schon nochmal etwas anderes? 

 

 Wenn ich mit ihm spiele lief das bisher ungefähr so ab:  er benutzt vor allem sein Maul (macht er auch bei anderen Hunden). Hab das bisher erst mal zugelassen.  Er kann da durchaus so sein, dass es überhaupt nicht weh tut, kippt aber schnell ins festere. Hier hab ich dann immer kurz abgebrochen sobald es für mich unangenehm wurde, genauso wenn er anfing wild hochzuspringen. Habe dann wieder weiter mit ihm gespielt wenn er ruhig war. War das soweit ok? Oder liegt hier schon ein Fehler vor?

 

Der Unterschied bei den Attacken ist die Intensität und Verbissenheit. Gerade  erlebt: liegt da und schnuppert im Gras, steht auf, schaut mich an und springt beißend an mir hoch und zwar richtig (blaue Flecken, Blutergüsse, blutige Schrammen durch Pullover hindurch). Hatte ich so bisher noch nicht, einen Auslöser wie sonst konnte ich nicht feststellen und verabschiede mich somit wohl von meiner bisherigen Annahme. 

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An alle: Was Beschäftigung/ Forderung betrifft, werde ich mir das alles nochmal genauer anschauen. Ihr habt schon recht, dass die Auslastung fehlgesteuert ist. Leider hab ich da unter der Woche wenig Spielraum ... werde einfach abends mit einem aufgedrehtem Hund konfrontiert, der mich vor „Freude“ (bezweifle etwas, dass das normale Freude ist oder sehe ich das zu kritisch?) fast umschmeißt, manchmal beginnt, mich, ich denke im Übermut, zu zwicken und sofort quietschend und wild hüpfend zur Tür rennt. 

 

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