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Hundeforum Der Hund
Finelein

Hund mag keinen kleinen Hunde

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

das Thema gibt es bestimmt schon oft, aber ich wollte eure Meinung zu uns hören.

 

Ich habe eine fast 4-jähriger Golden Retriever Mix Hündin. Ich habe Sie von Welpenalter an, seitdem sie 8 Wochen ist. Sie ist so ein ganz ganz lieber Hund. Sie mag Menschen über alles, Kinder, Babys, Mann, Frau, Rollstuhl, Kinderwagen alles kein Problem. Ich kann sie auch überall mit hin nehmen, man bemerkt sie nicht. Es sei denn und dass ist genau unser Problem, es kommen Hunde.

 

Vorab muss ich sagen, sie wurde im Welpenalter, als sie noch bei ihrer Mutter war, von einem Jack Russell gebissen. 

 

Das größte Problem sind kleine Hunde, egal wie klein, sie hasst diese Hunde. Ich kann sie nie ohne Leine mit kleinen Hunden zusammen lassen. Sie geht ohne Vorwarnung auf sie los und schnappt sich diese und schüttelt sie. Wenn man sie dann anschreit lässt sie los. Bei großen Hunden rennt sie auch hin merkt dann aber, ohoh die sind größer und ist dann unterwürfig, bei manchen pinkelt sie sich auch ein.

 

An der Leine mag sie keine Hunde, also sie bellt alle an, ist man auf eine weite Entfernung guckt sie nur und ist sonst ruhig. Aber einfach vorbei laufen ist nicht drinn. 

 

Ich war schon bei drei Hundetrainern, bin mit ihr seit dem ich sie habe in einer Hundeschule gewesen und sie hatte immer Kontakt zu anderen Hunden, auch kleine. Mit Futter ablenken, keine Chance. Das einzige was wirklich nur weiter hilft ist Wasser. 

 

Ich vermute und denke mal es ist die Prägung im Welpenalter. An sich ist sie ängstlich, sucht sich dann aber die kleinen zum Unterbuttern raus. An der Leine kann sie natürlich immer eine große Klappe haben und bellt deswegen alle an. Ich versuche auch beim Spaziergang alle Hunde auf große Entfernung vorbei zu lassen, aber das klappt nicht immer. Entweder bleiben die Leute selber stehen, es ist kein Platz oder die Hunde sind von der Leine und die Besitzer lassen diese einfach drauf zu laufen, obwohl meine schon Puls von 150 hat. 

 

Habt ihr noch Tipps für uns... Eigentlich will ich nicht mein Leben lang immer ein Auge drauf haben, ob mir Hunde entgegen kommen.

 

LG Kathi

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vor 13 Minuten schrieb Finelein:

An sich ist sie ängstlich

 

vor 13 Minuten schrieb Finelein:

was wirklich nur weiter hilft ist Wasser. 

 

Gerade bei ängstlichen Hunden wirken Schreckreize zwar erstaunlich "gut" und schnell, bewirken aber meistens eine Verschlechtrerung des Problems. Denn Hunde verknüpfen gern -kleiner Hund --> Schreckreiz (Wasser) --> kleiner Hund ist der Auslöser und somit sch****

Das ist kontraproduktiv. Hat dazu ein Trainer geraten?

 

Das einzige, was ich mir bei einem derart lang anhaltenden und somit tief verinnerlichten Verhalten vorstellen könnte, ist eine langsame, langwierige und gründliche Gegensensibilisierung mithilfe eines kompetenten (!), positiv arbeitenden Trainers, der den Hund nicht nur plump hemmt (Wasser, Schellen, Leinenruck, Sprühhalsband, Alphawurf, ... es gibt zig Methoden der Einschüchterung /Verunsicherung) sondern ihm hilft zu lernen, dass von anderen Hunden nicht unbedingt eine Gefahr ausgeht.

 

vor 19 Minuten schrieb Finelein:

Ich war schon bei drei Hundetrainern

 

Was habt ihr jeweils gemacht, was und wie wurde trainiert?

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Wasser war ne Lösung von mir, weil irgendwann man alles ausprobiert und dieses auch wirklich eine sichtliche Verbesserung gab. Man muss sagen sie ist an sich so nicht ängstlich man merkt dieses nur, wenn sie mit großen Hunden zusammen ist, da ist sie manchmal klein wie ne Schnecke. Wenn ein großer Hund aber auch alt und sehr ängstlich ist, versucht sie auch da die Oberhand zu gewinnen.

 

Hundetrainer haben dazu geraten ruhig zu bleiben, Abstand zu nehmen, damit sie lernt nicht zu bellen und kein auf große Hose zu machen. Ich muss sagen hier gibt es nicht viele gute Hundetrainer, immer die Hundeschulen mit Leckerlie rein usw. Nicht mein Ding. Nach drei Trainern habe ich dann aber damit auch aufgegeben, weil mir die Zeit und Geld dann auch zu schade ist. 

 

Ich hab auch probiert einfach vorbei zu gehen, sie abzulegen, sie festzuhalten usw. Aber sie steigert sich dann nur rein. Schlimmer finde ich meistens die bescheuerten Kommentare von den anderen Hundebesitzern, die meinen Sie wissen sonst was und habe eine lange Hundetrainer Karriere hinter sich, obwohl sie keine Ahnung von der Situation haben und deren Hund so vorbei geht. Hätte ich natürlich auch gerne, ist aber nicht, muss ich mit umgehen. Ärgert mich manchmal sehr und könnte ich an die Palme gehen. Deswegen vermeide ich sowas auch.

 

 

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Das ist jetzt vielleicht nicht, was Du hören willst (und vielleicht gibt es ja auch noch jemanden hier, der neue Ideen für Dich hat), aber: Manchmal hilft halt einfach nur Leine dran und zusehen, dass der eigene Hund anderen keinen Schaden zufügt. Hier gegenüber wohnt eine, die hat auch einen Goldie und dieser hat sich nun ausgerechnet Huskies zum Feindbild erkoren. Meine haben da keine Schuld dran, die haben dem Hund nie irgendwas getan. Leider ist die Halterin nicht so Einsichtig wie Du und meint, der Hund muss hier um die Häuser laufen und kann dann halt auch mal auf die Sibse losgehen.

Ich hatte vorher einen Rüden, der konnte auf den Tod keine Westies ausstehen. Die waren Ende der 90er, Anfang 2000er furchbar in Mode bei uns und jeder hatte so einen. Kaum einer war erzogen, alles so richtige fiese Flexileinenhunde. Davon hatte er als halbwüchsiger Jungspund mal VIER Stück im Fell und an den Pfoten hängen. Ich wei nicht, ob das jetzt so das absolute Schlüsselerlebnis für ihn war oder halt all die anderen unerzogenen Flexikläffer, die bei uns rumliefen. Irgendwann sah man davon kaum noch einen und wir sind dann auch weggezogen. Aber die Antipathie blieb für immer und ich hab zugesehen, dass ich ihn von Westies fernhalte.

 

Ihr habt ja nun schon einiges ausprobiert und hattet nicht so den großen Erfolg und der Hass auf kleine Hunde sitzt bei Deinem so tief, dass man mit normalen Mitteln wohl nicht so einfach was ändern kann. Manchmal ist es halt so und man muss es so managen, dass keinem was passiert. Die meisten Hunde haben irgendwelche Baustellen und man kann sie nicht alle perfekt hinkriegen. Jetzt hab ich z.B. eine kleine Dame, die sich mit allen Hunden und auch sonst allem möglichen Getier anfreundet und die einfach auf ihrer Hippieblumenwiese lebt. Bis sie ein fremder Mensch anspricht oder ihr zu nah kommt oder irgendwelcher Krach aufkommt etc. Dann verwandelt sie sich in ein ganz schreckliches Häufchen Elend und findet alles nur gruselig. Ich kenne so halbwegs die Ursachen, man kann da nicht viel machen. Sie ist halt so und wir leben damit.

Nun stell Dir mal vor, wir treffen uns irgendwo im Wald. Meine Madame geht wirklich total uninteressiert an Dir und Deinem Hund vorbei. Ist ihr alles völlig egal, solang sie vor sich hin schnüffeln kann. Dann hast Du einen super problemlosen Easypeasyhund gesehen, den nix aus der Ruhe bringt. Du hast sie aber nicht gesehen, wenn irgendein Nachbar sie auch nur anguckt oder gar anspricht... weißte, wie ich meine? Man muss halt auch mal mit Unbequemlichkeiten leben, Hunde sind keine Maschinen.

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Da ich gerade nicht mehr editieren kann, noch eine Ergänzung. Ich gehöre zu den Leuten, die meinen, Hunde gehören nicht mit 8 Wochen von ihrer Familie weg. Meine Waren alle länger als 8 Wochen bei ihrer Familie, da lernen sie Sachen, die man später schwer ersetzen kann. Woher soll so ein kleines Welpchen denn die hündischen Benimmregeln schon alle gelernt haben? Die Leute holen sich ja oft so kleine Welpen und wundern sich dann, dass die Probleme mit anderen Hunden bekommen. Daran kann man jetzt nichts mehr ändern, aber falls mal ein weiterer Hund ansteht: Lass ihn lieber länger bei seiner Familie. Was er da lernt, können Menschen ihm nicht beibringen.

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Danke für deine Meinung und deinen Rat. Ich wollte Sie länger dort lassen, weil ich auch deine Meinung vertrete, aber mach dem Vorfall und noch so einiges in der Familie war ich froh, dass sie da weg war. Ich glaube auch, dass die Mutter such da schon vermittelt war, bin mir jetzt aber nicht ganz sicher. Wirklich alles sehr gruselig.

 

Ich versuch immer das positive zu sehen, schlimmer wäre es, wenn sie keine Kinder oder Männer mögen würde 

 

Aber es ist manchmal echt frustrierend, wenn du noch so kluge Ratschläge beim Vorbeigehen bekommst. Ich würde gerne mal auf Hundeplätze gehen, aber mit ihr kann ich das vergessen. Ohne Gedanken spazieren gehen. Aber manchmal ist das so im Leben. 

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Der Vorfall im Welpenalter allein reicht nicht zur Ausprägung dieses Verhaltens- wichtiger ist meist, ob danach diese Hunde gemieden wurden und wie man sich dabei verhalten hat. Durch ständige Anspannung, Meiden dieser Hunde, Anleinen und vor allem Aversivreize hat sie kleine Hunde wahrscheinlich erst wirklich absolut negativ verknüpft.

Positive Methoden, damit umzugehen wären Zeigen und Benennen und Gegenkonditionierung. Bei beidem brauchst du Belohnung, denn das Wichtigste, was du ändern mußt, ist das Gefühl, das bei ihr aufkommt bei der Sichtung kleiner Hunde. Das soll positiv sein. Deswegen brauchst du etwas, das dein Hund als Belohnung empfindet.

Erst wenn die schlechte Assoziation weicht, kann sie überhaupt aufnahmefähig für alternatove Handlungsweisen werden.

Das kann ihr auch generell bei Hundebegegnungen egal welcher Größe helfen.

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Wir haben weder andere Hunde gemieden noch sonst was. Wir waren weiter in der Hundeschule und auch da gab es große und kleine Hunde. Wie gesagt mit Belohnung aller Art haben wir es schon ausprobiert, Wurst etc., Hundespielzeug, sich anderweitig beschäftigen.  Sie nimmt nichts an, auch danach nicht. Sie ist dann so angespannt. Sie sieht die Hunde schon in Kilometer Entfernung. Diesbezüglich haben wir die Methode genommen, dass wir Menschen mit Hund vorbeilaufen lassen in einer gewissen Entfernung. Das mit Leckerlis haben wir schon mit Trainern probiert, dass ja das erste was man ausprobiert, mit Belohnung. 

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Also habt ihr es schon mit Gegnkonditionierung und Distanzverringerung versucht.

Die Distanz darf an nicht zu schnell verringern. Wenn sie nichts mehr annimmt ist entweder die Distanz zu gering oder die Belohnung ist zu schlecht oder beides.

Was empfindet sie denn als Belohnung?

Bei meinem Hund funktioniert Spielen am besten.

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Das liest sich nicht nach Aggression, sondern Beutefangverhalten, was viel gefährlicher ist und schwerer zu trainieren.

 

Ich hoffe, sie läuft nie ohne Leine, wenn auch nur die geringste Chance besteht, kleine Hunde zu treffen....

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