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Hundeforum Der Hund
Bable

Geringe/fehlende Beißhemmung?

Empfohlene Beiträge

Guten Abend Zusammen, 

 

habe folgende Situation: unser Mischlings-Rüde (Rassen unbekannt, evtl. Hütetreibhund und/oder Jagdhund mit drin aber nicht sicher), 6 Monate alt zwickt teilweise recht heftig - meiner Ansicht nach zu heftig (Blessuren sind dabei normal). Ich gehe davon aus, dass wir die Beißhemmung nicht erfolgreich aufgebaut/gezeigt haben. 

 

Über Ideen und Ratschläge, wie ich damit jetzt umgehe oder Erfahrungsberichte freue ich mich. 

 

Viele Grüße

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Vielleicht weiß er gar nicht, wie stark er sich hemmen soll?

 

Manchmal wird es ja z. B. beim Toben heftiger, wo es dann toleriert wird... (vielleicht auch schon im Welpenalter so etabliert, nur mal als "Gedankenanregung")

 

Ich würde ihm einfach durch "Au!" mitteilen, dass es zu heftig ist und ihm etwas anbieten, wo er so richtig reinhacken kann ohne dass da meine Haut zwischen ist.

 

Beißhemmung hat dein Hund bestimmt - aber vielleicht muss die noch mal ein wenig verfeinert werden.

Durch Feedback, wie ein "Kauen" mit den Zähnen angenehm ist - und mitteilen, wenn es zu heftig ist.

 

Manche Hunde sind allerdings sehr "hartmäulig", da würde ich einfach auf bestimmte Arten des Spielens verzichten, bzw. dann IMMER eine geeignete Kaualternative bei der Interaktion im Maul des Hundes lassen.

Botschaft: Nimm das Medium (Spielzeug, Holzapportel) und reagiere da deine Beißlust ab - aber bitte nichts von meinem Körper.

 

 

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Sicher ist da im Welpenalter was falsch etabliert worden. Er KANN übrigens auch ganz sanft an den Händen knabbern, passiert aber eher selten. 

 

Leider interessiert ihn absolut NICHTS in diesen Momenten! Nur noch mein Körper: Blutergüsse, blutige Schrammen, geprellte Sehnen etc. Die letzten Tage habe ich ihn viel beobachtet: er macht es im Spiel, hier lässt er sich mit Geduld aber noch umlenken auf Spielzeug , versteht das Ende dann nicht (denke mal eben nicht beigebracht) und wird massiv, lässt sich aber mit Geduld wieder beruhigen.

 

Es gibt aber die o.g. heftigen Attacken, bei denen er genauso anfängt aber irgendwie „kippt“. Ich komme dann keinen Meter mehr vorwärts, weil Hund mir entweder an Händen, armen, Füßen oder Beinen hängt und zwar wirklich schmerzhaft beißend. Geht minutenlang und er steigert sich immer weiter, wirkt bereits nach kurzer Zeit richtig panisch/aggressiv. Wahrscheinlich hab ich inzwischen das eine oder andere mal auch blöd reagiert (kann jetzt aber ehrlich gesagt grad kein Beispiel nennen, geht dann alles so schnell, typische aversive Unterwerfung jedoch nicht, soviel Selbstbeherrschung habe ich dann noch) weil ich einfach Schmerzen hatte. 

 

Zum Thema Ursache (Überforderung, Negativerfahrungen etc.) für dieses Verhalten, gibt es bereits einen Thread von mir mit vielen guten Ratschlägen :) aber wollte dem Thema beißhemmung trotzdem noch einen eigenen Thread widmen, inwiefern ich hier zusätzlich dran arbeiten sollte. 

 

 

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Noch etwas: unterschiedliche Erziehungsmethoden bei Herrchen und Frauchen, wird dazu noch einen eigenen Thread geben. 

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Eine meiner Galgas, erwachsen 3 Jahre, hat auch keine vernünftige Beißhemmung gelernt in der Vergangenheit (bei Jägern).
Im Spiel wird sie auch voll der Grobian und bei Abwehrversuchen, oder Quieken, Aua, oder was man so üblicherweise macht, dreht sie mal so richtig auf und wird noch gröber.
Umlenken auf Spielzeug klappt dann auch nicht mehr, sie ist dann im Rausch und pusht sich hoch.

Meine Variante, die sich als sehr hilfreich erwiesen hat: Ich verlasse ruhig ohne jedes weitere Wort den Garten, schließe die Gartentür, warte ein paar Minuten, dann fährt sie runter.
Wenn ich wieder reingehe gibt es ein von mir initiertes Spiel mit einem Spielzeug, oder ich fordere sie zum Rennen auf. Danach ist alles gut.
Bei ihr kann ich beobachten, dass es mit ihrem Stresslevel zusammen hängt. Je höher das Stresslevel, desto grobmotorischer, desto mehr fehlt Impulskontrolle.
Vielleicht hilft Dir das?

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@benno0815 auf das Stresslevel in dieser Situation werde ich zukünftig genauer achten. Das Thema Überforderung, fehlendes „Hund sein“ steht ja eh schon im Raum bei uns. 

 

Leider passiert das so heftig meist an der führleine beim gassi gehen (ist nicht jedes Mal, meist gegen Abend), meine Ausweichmöglichkeiten sind dann sehr gering vor allem mitten auf der Ampel.  da wir in der Stadt wohnen, würde ich Stress in dem Moment nicht ausschließen. Normal bewältigt er Stadt recht souverän aber in diesen Momenten ist es vielleicht zu viel. 

 

Ganz doofe Frage (junghund ist einfach einfach etwas Neues für mich und kannte bisher nur Hunde mit Beißhemmung): wäre es wahrscheinlich, dass ein Hund mit beißhemmung dann auch so reagiert? Oder ist das davon unabhängig? Was ich meine: ist in diesem Verhalten zusätzlich ein Hinweis auf beißhemmung zu sehen oder eher nicht?  Ich weiß, ziemlich „dumme“ Frage, aber beschäftigt mich schon sehr. 

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Mein Hund hatte in dem Alter auch ziemlich an mir herumgebissen, gab viele blaue Flecken. Unterwegs in der Stadt biß er sich manchmal die Leine hoch oder zwickte mich ins Bein, wenn es nicht augenglicklich nach seinem Willen ging, vor allem, wenn er zu einem anderen Hund wollte.

 

Bei mir hat letztlich Kontrolle meiner Körperspannung geholfen. Anscheinend fiel es ihm dann leichter, zu akzeptieren, dass er nicht immer sofort seinen Willen bekommen konnte. Das hat trotzdem ein paar Wochen gedauert. Nicht nur er musste ja lernen, ich musste auch immer wieder aufpassen, dass ich nicht ins "Laatsch laatsch" verfalle ...

 

Aber irgendwann hat es geklappt, "jetzt nicht" wenn ich ihn aus irgend einem Grund nicht zu dem gesichteten Hund lassen konnte, und er hat es akzeptiert. Leckerlis haben auf dem Weg auch geholfen, immer wenn er mich angeguckt hat, und eben nicht eine Attacke gestartet hatte.

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Hmmm... ist es mangelnde Beißhemmung? Ich bin mir da nicht so sicher. 

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Führst Du mit Halsband oder Brustgeschirr?
Mit der baumelnden Leine vor der Nase ist beim Halsband schon mal ungünstig, da hilft ein Brustgeschirr schon mal, weil die Leine hinter dem Hund ist ;)
Bei meiner Schnappschildkröte hat ein an der Leine befestigtes Zergelspielzeug wahre Wunder gewirkt, sie bekommt als Alternative für in die Leine beißen, ganz kurz den Zergel, wir zergeln ein paar mal kräftig, dann sage ich, es ist gut, sie bekommt was zu mampfen und dann hört sie auch auf.
Inzwischen habe ich den Zergel in der Tasche und wir brauchen ihn nur noch ganz selten.
 

vor 41 Minuten schrieb Bable:

Ganz doofe Frage (junghund ist einfach einfach etwas Neues für mich und kannte bisher nur Hunde mit Beißhemmung): wäre es wahrscheinlich, dass ein Hund mit beißhemmung dann auch so reagiert? Oder ist das davon unabhängig? Was ich meine: ist in diesem Verhalten zusätzlich ein Hinweis auf beißhemmung zu sehen oder eher nicht?  Ich weiß, ziemlich „dumme“ Frage, aber beschäftigt mich schon sehr. 

 

Den letzten Teil Deiner Frage verstehe ich nicht so richtig???
Was meinst Du damit, dass ein Hund mit Beißhemmung (was???) anders macht? Kannst Du es noch mal näher erklären?
 

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Bei Überforderung hat meine das nicht gemacht, das Reinsteigern kam eher bei Unterforderung, da wurde sie hartnäckiger in der Spielaufforderung, bis sie dann darauf kam, gleich das Spielzeug zu bringen.

Das hohe laute Au hat nur noch weiter angefeuert. Abbruch mit Beissalternative hat sie gerne angenommen. Zerren findet sie eh super. Sie kann auch sehr vorsichtig spielen (dazu haben wir Vorsichtig" benannt und fett gelobt). Also - es klappt auch mit der Dosierung, wenn der Hund als Default-Einstellung wilde Beissflashs hat. Meine rauft gerne mit passenden Kumpels und die achten dabei wirklich sehr auf die Dosierung.

Herrchen hatte es nicht geglaubt, daß das normal ist. Arbeitskollegen schüttelt ungläubig den Kopf, weil bei ihnen das hohe laute "Au" mit Abbruch Erfolg gezeigt hatte, während unser Welpe dann fröhlich das nächste Level mit viel Weiss in den Augen anstimmte:D.

Wenn er die Spielzeuge nimmt, fett Loben. Sofern er da eine Affinität zu hat wird das ganz sicher klappen.

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