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Hundeforum Der Hund
Lilia

Protestpinkeln

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Hallöchen,

 

ich bin neu hier im Forum und auch als Hundehalter und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :)

 

Seit einer Woche haben ich und mein Freund uns einen Hund zugelegt. Sie heißt Mika und ist ein 30cm großer Langhaar Dackel Mix. Aus was der mix nun weiter besteht können wir leider nicht sagen, da sie in Rumänien in einem Schweinestall gefunden wurde. 

Ihr geschätztes Alter beträgt 1 bis 2 Jahre und sie ist super lieb und auch klug.

Als wir sie erhalten haben, würden wir vorgewarnt, dass sie nicht 100% stubenrein ist. Das hat sich aber innerhalb der Woche gelegt und sie zeigt uns wenn sie raus muss.

Wir haben feste gassi Zeiten eingelegt und gehen auch zwischendurch nochmal mit ihr raus, wenn wir sehen, dass sie sich in der Nähe der Tür aufhält. Das klappt wirklich super und bis auf die Nacht entstehen keine Missgeschicke mehr.

Naturlich schimpfen wir dann nicht, sondern machen es wortlos weg und gehen dann mit ihr raus. 

Sie lernt sehr schnell und alles was wir ihr zeigen klappt bereits nach 3 bis 4 versuchen überraschend gut.

In der Wohnung begnügt sie sich meist damit in unserer Nähe zu liegen und zu schlafen. Spielzeuge und versuche mit ihr zu spielen lassen sie dabei völlig kalt. Sie hat aber auch eine sehr gemütliche Art.

Das war jetzt eine sehr ausführliche Vorstellung 

So nun zu meinem Problem. Sie ist sehr auf mich fixiert und will am liebsten immer in meiner Nähe sein. Selbst wenn sie schläft, ist sie sofort wach und hinterher sobald ich den Raum verlasse. Ich laufe schon regelmäßig einfach Kreuz und quer durch die Wohnung bis es ihr zu blöd wird. Das klappt auch in den meisten Fällen. 

Aber wenn ich dann in einen Raum gehe, in den sie nicht mitkommen darf fängt sie an in den Flur zu pinkeln. Die Räume sind einmal das Badezimmer, denn ich schließe dann die Tür hinter mir zu und auch das Schlafzimmer. Hier bleibt die Tür geöffnet aber sie darf nicht rein, weil es das Reich meiner Katze ist und sie sauer wird wenn sie keinen Rückzugsort hat. Mika hat sofort gelernt, dass sie das Schlafzimmer nicht betreten darf und bleibt auch brav an der Schwelle stehen. 

Sie pinkelt auch nur, wenn mein Freund nicht da ist und ich mit ihr alleine in der Wohnung bin und in einen der genannten Räume gehe.

Ist mein Freund alleine mit Ihr, wir beide zuhause oder auch, wenn sie alleine bleibt, dann passiert nichts. 

An sich hört Mika auch besser auf mich. Wenn mein Freund sie ruft oder ihr eine Anweisung gibt, werden diese nicht so schnell wie bei mir befolgt. 

Jetzt bin ich mir unschlüssig ob sie einfach nur meine Nähe sucht und deswegen protestiert oder ob sie ein besitzdenken mir gegenüber hat. 

 

Für Ruckneldungen bin ich super dankbar.

 

Liebe Grüße 

Lilia und Mika 

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Dein Hund "protestiert" nicht, er hat Stress. Deine Hündin will dich nicht "besitzen".

Sie ist auch nicht auf dich "fixiert", sondern kann nicht alleine bleiben. 

 

Das ist glasklar Trennungsstress, an dem ihr dringend arbeiten müsst.

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Okay Dankeschön. Mich hat nur verwundert, dass sie dies bei meinem Freund nicht macht. Wir wohnen zusammen und er darf in Ruhe ins Bad oder ins Schlafzimmer. Genauso verhält es sich, wenn sie mal alleine zuhause bleibt. 

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@Hoellenhunde Der Hund ist gerade einmal eine Woche da! Ich glaube da da sollte man ihr noch eine Eingewöhnungsphase gönnen und erst einmal schauen, was daraus wird, bevor man an irgendetwas arbeitet. 

Protestieren tut der Hund sicher nicht und das pinkeln hat wahrscheinlich mit Angst oder Stress zu tun. Sie muss Vertrauen aufbauen und das dauert halt seine Zeit.

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Hallo Lilia und herzlich Willkommen hier im Polar Chat :)

 

Die menschliche Interpretation des "Pinkelns aus Protest" gibt es in der Form nicht bei Hunden.

 

Mika macht dir mit ihrem Verhalten eine Mitteilung, und mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal bewusst.

 

Stressempfinden ist möglicherweise ein Faktor, der das Pinkelbedürfnis auslöst.

 

Das ist aber kein MUSS.

 

Mika ist erst eine Woche da. Sie ist noch gar nicht richtig bei euch angekommen, und weiß bei vielen Sachen noch gar nicht, wie diese einzuordnen sind.

 

1. Sie benötigt einfach Zeit - Zeit, ihr neues Umfeld, was ja eine völlig neue Welt für sie ist, anzunehmen, sich einzugewöhnen. Das dauert noch und ist nicht innerhalb einer Woche abgeschlossen.

2. Sie scheint von Beginn an den Anschluss zu dir zu bevorzugen, warum auch immer :) Nutze das und baue Bindung auf, gebe viel Qualität (Zuwendung, Vertrauen, Freundlichkeit, Fürsorge, Wohlwollen) in diese. Mika kennt dich noch nicht - und du kennst sie auch noch nicht wirklich.

3. Schlafzimmer und Bad sind tabu - das scheint sie wohl begriffen zu haben, versteht es aber nicht. Kann sie nicht auch diese Räume unter Aufsicht kennenlernen, bis sie sich bei euch wirklich Zuhause fühlt und sich sicher ist, dass dieses Leben dauerhaft IHR Leben ist, und so bleibt? :) Im Moment fühlt sie sich grundsätzlich ausgeschlossen aus diesen Räumen - die aber eigentlich zu den Lebensräumen der Menschen gehören, mit denen sie jetzt zusammenlebt. 

4. Wenn Mika komplett alleine bleiben kann, auch keine Probleme damit hat mit deinem Freund alleine zu Hause zu bleiben, und in diesen Situationen gar nicht pinkelt - dann fehlen mir hier doch Informationen, die die Diagnose "Trennungsangst" bestätigen. 

 

Ich würde versuchen, sie diese beiden Räume so weit es möglich ist kennenlernen zu lassen - unter Aufsicht, im Schlafzimmer vielleicht abgelegt oder auch angeleint, während du die Betten überziehst, im Bad wenn du dort aufräumst und putzt, oder den Putzeimer mit Wasser füllst, oder neue Toilettenartikel  hinstellst, Handtücher wechselst.

 

Diese Räume als nicht zu ihren Aufenthaltsräumen gehörig, aber auch nicht als geheimnisvolle Tabuzone kennenzulernen, wird auch eine Zeit dauern.

Dann wird es "normal", dass sie diese weitestgehend einfach nicht betreten soll. 

Vielleicht macht es ihr auch Angst, aus diesen Räumen ausgeschlossen zu sein - sie kennt sie nicht, kann sie nicht erkunden - und sind doch  "ihrem" direkten Lebensumfeld (das sie noch gar nicht als das ihre verinnerlicht hat) sehr nahe. Auch das kann Stress auslösen - und das Pinkeln an den Grenzen kann tatsächlich ein Markieren ihrer Räume sein - oder angstausgelöst, was auch zu Stress führt.

 

Auf jeden Fall solltest du es weiterhin so handhaben wie bisher - die "Malheurchen" einfach kommentarlos und ohne zu Schimpfen wegmachen.

Alles Andere gibt der Sache nur unnötig mehr Gewicht und damit möglicherweise noch mehr Stress.

 

P.S.: Beim "kleinen Geschäft" stören mich meine Hunde nicht, beim Baden liegt mindestens einer der Hunde auf dem Badvorleger ... nur beim "großen Geschäft" bin ich so eigen wie mein Hund Vasco: Da sind wir lieber unbeobachtet ... :D

 

 

 

 

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vor 24 Minuten schrieb Gusar:

@Hoellenhunde Der Hund ist gerade einmal eine Woche da! Ich glaube da da sollte man ihr noch eine Eingewöhnungsphase gönnen und erst einmal schauen, was daraus wird, bevor man an irgendetwas arbeitet. 

Protestieren tut der Hund sicher nicht und das pinkeln hat wahrscheinlich mit Angst oder Stress zu tun. Sie muss Vertrauen aufbauen und das dauert halt seine Zeit.

 

An Trennungsstress arbeitet man am besten, indem man Vertrauen aufbaut und geduldig ist.  

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@marcolino Vielen Dank für deine Rückmeldung. 

In das Bad darf sie gehen, es ist nur eine „Tabu Zone“ wenn ich mein Geschäft erledige. Da bin ich auch eher eigen. Wenn ich sauber mache oder mich selbst fertig mache steht die Tür immer offen. Im Grunde steht sie allgemein immer offen und ist für beide Tiere zugänglich. 

Die Tür zum Schlafzimmer ist auch immer offen und sie kann reinsehen. Sie war da auch am Anfang drinnen aber das passt der Katze überhaupt nicht. Wenn diese nicht im Schlafzimmer ihr eigenes Reich hat wird sie sehr zickig. 

Das Mika einfach Zeit zur Eingewöhnung brauch, besonders weil sie auch eher anhänglich ist, habe ich bereits vermutet. Mich hat es nur stutzig gemacht, dass dies nur passiert, wenn sie mit mir alleine ist. Wie bereits erwähnt können wir sie alleine lassen ohne dass sie eine Pfütze macht und auch wenn sie mit meinem Freund alleine ist, passiert nichts wenn er die Räume betritt. Genauso natürlich wenn wir beide da sind. 

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Es ist also ein territorialer Aspekt, der nur in Verbindung mit dir zum Tragen kommt.

 

Jetzt bitte keine Panik vor dem Wort "territorial" :)

 

Hunde SIND territorial, die häusliche Umgebung ist ihr "sicheres Umfeld" - und hier spielt auch die Eingewöhnung eine Rolle, die noch viel zu kurz ist, um Mika die Sicherheit zu geben die es Bedarf um dauerhaft ausgewogen (Sympathikus und Parasympathikus sind dann im Gleichgewicht) zu sein.

 

Was machst du mit Mika, bevor du diese Räume ohne sie betrittst?

 

 

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Herzlich Willkommen!

 

Vielleicht kannst du das sekundenweise mit ihr üben? Also Schlafzimmertür zu, sofort wieder auf, rausgehen. Eben bevor sie pinkelt. 

 

Manchen Hunden hilft es, einen Warteplatz zu haben. Es wäre eine Möglichkeit, ihr ein kleines Körbchen oder eine Decke in den Flur zu legen, sie dort freundlich hinzuschicken, vielleicht mit etwas zum Kauen, und dann erst Schlaf- oder Badezimmer allein zu betreten. Im Moment scheint sie sehr viel Stress zu haben. Vielleicht kann man ihr das so etwas schöner gestalten. 

 

Das sind so meine Gedanken dazu. :)

 

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Wenn ich in das Schlafzimmer gehe, bekommt sie vorher eine streicheleinheit und dann gehe ich ihr ein kau- leckerchen. Mit dem verzieht sie sich automatisch auf ihren Lieblingsplatz. Das mache ich so, weil ich mich meist dann im Schlafzimmer etwas länger aufhalte (15-30min). Da ich im Badezimmer nicht so lange brauch, steh ich auf wenn sie ruhig liegt und gehe eben. 

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