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Wohin aggressiven Hund geben?

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Dobermann-ares   

Hallo,

in der Nacht von gestern auf heute hat unser Hund (Dobermann, 2 Jahre alt) meinen Vater angegriffen (Kopfbereich, musste genäht werden). Mein Vater war betrunken aber das ist eine lange Geschichte...

Vorher hat er ihn dann ignoriert, ist später aber wieder auf ihn los (Konnten ihn aber noch rechtzeitig festhalten). Wir hätten nicht gedacht, dass er nochmal auf ihn losgeht, wenn er nüchtern ist. Man kann die beiden definitiv nicht mehr zusammen lassen. Er hat schon länger Probleme mit negativen Menschen (Die eben ständig blöd drauf sind, wie mein Vater) und hat auch schon einmal einen betrunkenen Mann angegriffen. Die Verletzungen stammen aber hauptsächlich von seinen Krallen. Wenn er angreift, kann man ihn „ganz leicht“ vom „Opfer“ nehmen: Also er beisst sich nicht fest. Mittlerweile zeigt er auch leichtes aggressives Verhalten beim Autofahren: Er bellt ununterbrochen. Wenn man ihn beruhigen möchte, schnappt er nach einem.

Einschläfern wäre die allerletzte Option...Er ist erst zwei.

Aber wem soll man so einen Hund geben? Niemand nimmt so einen Hund. Ich will auch kein Risiko eingehen, dass dort jemand so verletzt wird. Tierheim? Das wäre zu viel stress für ihn mit den vielen Hunden :( 

Was kann man tun? Was soll man tun? Ich bin am Boden zerstört...Er ist mein Leben.

 

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Nebelfrei   

Habt ihr einen Maulkorb? Damit könntet ihr ihn erstmals sichern, bis ihr eine Lösung findet.

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Crystalflower   

Und ansonsten....Dobermann in Not wäre vielleicht eine Lösung, bevor ein junger, gesunder Hund eingeschläfert werden muss. Bitte nicht versuchen mit negativen Reizen oder gar Trainern die fragwürdige Geräte wie Elektro- oder Sprühhalsbänder einsetzen zu arbeiten. 

Wenn ihr euch wirklich so überfordert fühlt und das nicht alleine hin bekommt sucht euch bitte Hilfe. Und bitte schläfert den Hund nicht ein, bevor alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Das bedeutet im Zweifelsfall auch ihn abzugeben. Und ja, ich glaube auch das Tierheim wäre eine bessere Lösung als der Tod. 

 

 

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Eifelkater   

Dobermänner in Not wäre ein Option.

 

ABER: Ich würde es erstmal mit einem vernünftigen Tiertrainer und einer "Arbeit" für ihn versuchen. Dobermännerhaben einfach eine recht niedriege Reizschwelle und suchen sich unausgelastet eben eigene Schutzaufgaben. In dem Fall scheint sie deine Abneigung gegen bestimmte Menschen zu spüren und handelt dann eben. 

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gast   

versuche doch einen Maulkorb.

 

Ich könnte Dir im Raum Hamburg eine sehr verantwortungsbewußte Familie nennen,die vielleicht helfen könnte.

Wenn Du interessiert bist, bitte per PN.

 

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Maddy   

Ich habe genau so einen Hund aus dem Tierheim adoptiert, sie hatte ihren betrunkenen Besitzer gebissen und das Vertrauensverhältnis war gestört. Bis heute kann sie nicht mit lauten, angetrunkenen oder aufbrausenden Menschen. Sie ist sehr nachtragend, hat ihr jemand einmal etwas Böses getan oder es gab eine Fehlverknüpfung, die sie das denken lässt, sind manchmal Wochen des Trainings (und Sicherung) nötig um das Vertrauen wieder aufzubauen. Übrigens auch eine sensible Rasse.

 

Der Vertrauensaufbau erfordert große Beherrschtheit, man muss sich an strenge Regeln und Absprachen halten, ist ein Mensch dazu nicht fähig, bringt es nichts. Strahlt dein Vater Wut aus, sobald der Hund ungehalten wird, sehe ich keinen Sinn in einem Training. Es kann aber sehr gut sein, dass der Hund in einer ruhigen, berechenbaren Umgebung völlig problemlos ist. 

 

Kannst du nicht mit deinem Hund ausziehen? Sonst würde ich tatsächlich Nothilfen oder eben doch das Tierheim versuchen. Wenn der Hund sich mit normalen Menschen friedlich zeigt, sehe ich das gar nicht als so problematisch an. 

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Laikas   

Ich kenne euch alle nicht, aber selbst wenn ich bloß lese, dass Betrunkene nach Hause kommen und "blöd" drauf sind, dann schalte ich sofort auf roter Alarm und aggressive Kampfbereitschaft - um mich und andere zu schützen und den Kerl rauszuwerfen (am Besten auf Dauer). Ich mag Besoffene nicht mal von weitem sehen, wenn ich gar nichts damit zu tun habe. Und das ist sehr lange her. Vielleicht geht es eurem Hund da ähnlich? Menschen kann man nicht ändern und ich hab mir zu allererst eine eigene Wohnung besorgt in einer Gegend, in der möglichst wenige "negative" Menschen sind, und hab den Hund natürlich mitgenommen. Ein freundliches, stabiles Umfeld alleine war für uns beide schon mal viel entspannender. :)


Alkohol enthemmt und macht aggressiv. Die Bewegungen und die Äußerungen sind anders, lauter und unberechenbar. Negative Stimmungen zwischen Menschen merken Hunde auch immer und natürlich reagieren sie darauf, die einen ducken sich und beschwichtigen, die anderen gehen eher nach vorne, je nach Charakter und Erziehung und was für eine Bedeutung die Menschen für sie haben. Euer Hund kann ja nicht alleine ausweichen und hat viel weniger Möglichkeiten, um zu reagieren. Natürlich verbindet er bestimmten Ärger mit Menschen und Auslösern und fängt irgendwann an, die vorsorglich abzuwehren. (Ich würde auch überlegen: Wer steht denn sonst noch daneben und was tun sie? Sind die anderen eher hilflos oder gehen sie auch auf die "blöden" Menschen los? Was für ein Verhältnis haben dein Vater und der Hund?)

 

Ich finde den Impuls bei Ärger hochzugehen erst mal völlig normal (das "Angreifen" natürlich nicht). Es liest sich aber so, als hätte euer Hund nicht gelernt, dass ihr Menschen die Situationen regelt und im Griff habt und dass er generell seine Impulse zurückhalten muss - z.B. im Auto beim Kläffen und Schnappen. Es ist auch ein unglaublicher Stress, wenn man jeden Tag Menschen um sich hat, die man mit Krawall und Unordnung in Verbindung bringt. Ich würde mir an eurer Stelle sofort einen Hundemenschen suchen, der gewaltfrei arbeitet und mir beibringt, wie man Frustrationstoleranz und Impulskontrolle beim Hund einübt und ob er da schützt und wacht. Schaut auch mal, ob er genug ausgelastet ist mit Kopfarbeit und Bewegung und dem passenden Mix aus Ruhe und Aktionen.

 

Wenn alle Stricke reißen, bin ich sicher, er würde viel lieber im Tierheim leben als getötet zu werden. Gebt ihm und anderen Leuten zumindest die Chance, ihn genau zu testen und miteinander zurecht zu kommen, denn manchmal hilft schon ein radikaler Wechsel der Umgebung und die Hunde sind plötzlich völlig anders. Das hätte er ja im Heim und falls er wirklich schlimme Probleme haben sollte, werden die Tierschützer oder die nächsten Besitzer sich schon eine bessere Lösung einfallen lassen als den Tod.

 

 

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pixelstall   

Vielleicht mal in Viernheim nachfragen, die haben ein Projekt (Start ins neue Leben) für Hunde mit Aggressionsproblematik ( wobei ich hier die Umstände sehe) leider haben die natürlich massig Anfragen. https://www.startinsneueleben.eu/

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Hoellenhunde   

Wenn du dir Methoden da anguckst, @pixelstall, würdest du das nicht empfehlen.

 

Auf FB sehe ich immer wieder Videos von deren "Trainings".

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Dobermann-ares   
vor 3 Stunden schrieb Crystalflower:

Und ansonsten....Dobermann in Not wäre vielleicht eine Lösung, bevor ein junger, gesunder Hund eingeschläfert werden muss. Bitte nicht versuchen mit negativen Reizen oder gar Trainern die fragwürdige Geräte wie Elektro- oder Sprühhalsbänder einsetzen zu arbeiten. 

Wenn ihr euch wirklich so überfordert fühlt und das nicht alleine hin bekommt sucht euch bitte Hilfe. Und bitte schläfert den Hund nicht ein, bevor alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Das bedeutet im Zweifelsfall auch ihn abzugeben. Und ja, ich glaube auch das Tierheim wäre eine bessere Lösung als der Tod. 

 

 

 

Wir haben vorher erstmal unseren Züchter angerufen, der ist aber leider nicht ran gegangen. Er hat „leider“ zwei unkastrierte Dobi-Hündinnen und dazu einen unkastrierten Dobi-Rüden. Also wird er vermutlich nicht zu ihm können. Aber vielleicht kennt er ja jemanden, der Ahnung hat. Einschläfern ist die wirklich letzte Option.. Er hat großes Potenzial, ein erfolgreicher Hund in Sachen Hundesport zu werden. Er ist super, muss aber einfach verstanden werden...Dobermann in Not ist schonmal gut und wird vielleicht die nächsten Tage kontaktiert. Weißt du oder jemand anders vielleicht, wie lange es dauert, bis der Hund dann bei der Pflegestelle landet? Ich kann das überhaupt nicht abschätzen.

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