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Hundeforum Der Hund
Dobermann-ares

IPO-Ausbildung - unterschiedliche Methoden, kritisch betrachtet

Empfohlene Beiträge

vor 17 Stunden schrieb Laikas:

Ich sehe, Andeutungen sind nur missverständlich. Ja, natürlich werde ich schnell an den entsetzlichen Scheidungsfall mit dem Staffordshire-Mischling Chico erinnert:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Chronik-Was-geschah-wann-im-Fall-Chico,hund1494.html

 

Hier im Thread hatte ja auch keiner den Plan, den Hund anzuschaffen, um den Vater abzuschrecken, aber ich lese schon heraus, dass die Mutter der TE sehr froh ist, dass der Hund sie schützt. Scheint auch Teil des ganzen Problems zu sein. Ich kann da nur generell sagen: Bitte nicht einen Hund dafür benutzen, falls jemand auf solche Ideen kommen sollte in der hilflosen Not. @Dobermann-ares Wenn ihr euch jetzt schon so bedroht fühlt, dann zieht am Besten sofort aus. Die Lage wird doch nur noch angespannter, wenn man Ernst macht mit einer Trennung.

 

Ich bin auch der Meinung, auch wenn das hier viele anders sehen, dass man seinen Hund unter Kontrolle haben muss. Immer. Besonders Hunde, die zum Schützen und Wachen neigen, denn das muss man in die richtigen Bahnen lenken, sonst hat man genau das, was @Dobermann-ares schildert: ein Hund, der macht, was er selber meint, tun zu müssen, und jetzt jeden abschnappt, umwirft und zerkratzt, der in ein bestimmtes erlerntes Raster fällt oder ihm sonstwie in die Quere kommt. Wie soll der Hund das auch verstehen, dass er nicht schützen und abwehren soll, wenn man eigentlich ganz froh darüber ist und ihm keine klaren Grenzen setzt?

 

Ich finde, die Passung zwischen Hund und Halter muss stimmen und ich behaupte jetzt einfach mal, es gibt Halter, die ohne spezielle Vorkenntnisse oder eine Naturbegabung nicht zu einer willensstarken, sensiblen Hundepersönlichkeit mit Wach- und Schutzanlagen passen. (Ich übrigens auch nicht, so toll ich diese Hunde finde.) Den Umgang mit solchen Hunden kann ja jeder lernen, aber die Wahrscheinlichkeit, das sich in @Dobermann-ares stressiger Situation alles zum Guten wendet durch ein schnelles Training für Mensch und Hund halte ich eher für gering. Das Kind ist im Brunnen und da werden demnächst noch viel mehr Nerven blank liegen, nach meiner Erfahrung.

 

Ich kenne ja nur ein paar Beiträge hier. @Dobermann-ares wirkt aber sehr durchdacht und besonnen und kann das vor Ort sicher alles selbst am Besten beurteilen, ob der Dobi doch irgendwie bleiben kann. Sie scheint es ja auch schon entschieden zu haben. Mich macht das insgesamt sehr traurig für den Dobi, der sein Heim verliert, und die Halter, die doch bloß einen Familienhund für Spaziergänge und Hundesport wollten.

 

Einen Hund muss man auch immer unter Kontrolle haben. Da gibts für mich auch kein „Aber das Kind hat den Hund genervt“ oder „Aber der Vater war betrunken“. Wir haben es trotz großer Hundeerfahrung seitens meiner Mutter (Mit Doggen und einer Boxer-Zucht im Verein und Schutzhundesport) und teilweise mir (durch viel belesen, Bücher, Hundeschule,..) irgendwie nicht geschafft, diesen Hund vollkommen unter Kontrolle zu bekommen. Trotz Training seit er 6 Monate alt war. Zuhause hat er auch Grenzen bekommen wie: Kein Zutritt zur Küche, wenn wir essen, Kochen,... Alles, was auf den Boden fällt, gehört nicht ihm und wird nicht angerührt, offene Tür bedeutet nicht, dass er raus darf und noch mehr. Aber mein Vater hat ihn vom Tisch gefüttert (Trotz dessen, dass wir ihm jedes mal sagten, dass er es nicht tun soll), ihn betteln lassen, mit ihm gespielt, wenn der Hund es verlangt hat usw. 

Wir hatten vor mit ihm in den Bereich Schutzhundesport zu gehen (Und man muss sagen, dass er extremes Potenzial hat), um das Beissen/Schützen direkt kontrolliert anzugehen aber dafür braucht man erstmal die BH, wofür der Hund super gut hören muss und das haben wir so nicht geschafft.

Wenn wir in eine Wohnung ziehen, kann er leider nicht bei uns bleiben, weil das eine Qual für ihn wäre :(  Meine Mutter und ich sind froh, dass er momentan da ist, weil mein Vater eben Angst vor ihm hat und somit Ruhe gibt. Wenn er nicht da wäre, würde er ggf. durchs Haus laufen und man müsste sein stundenlanges Gerede aushalten. Wir benutzen ihn aber keineswegs als Schutz vor meinem Vater. Die beiden werden auch strikt voneinander getrennt. 

 

Themenauskoppelung aus diesem Thread:

 

https://www.polar-chat.de/hunde/topic/108012-wohin-aggressiven-hund-geben/

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@Dobermann-ares Du meint wahrscheinlich das Training für die IPO-Prüfungen für Gebrauchshunde (Fährtenarbeit, Unterordnung, Schutzhundarbeit) mit dem Schutzhundesport? Ich persönlich mag Schutzhundesport ja überhaupt nicht. Da versuchen es einige mit bestimmten Methoden, die ich so niemals anwenden würde, für keine Prüfung der Welt. Ich bin da eben doch eher der Wattebäuschchenwerfer :), aber das schließt Kontrolle über den Hund ja nicht aus. Hier im Forum gibt es z.B. zwei Malinois Schäferhunde und die Halterin hat sie meiner Meinung nach super unter Kontrolle, wie ich finde, nur durch freundliche Wattebäuschchenmethoden. Ich kenne sie auch nur hier aus dem Forum, aber ihre Videos zeigen mir, dass man solche anspruchsvollen Hunde wirklich auch so prima erziehen kann. Das hat mich sehr beeindruckt, gerade bei diesen Powerpaketen. Meine Familie war früher noch sehr auf absoluten Gehorsam und eine gewisse Härte bedacht, was Hundeerziehung angeht. War damals eben so üblich. Ich mach es heute so wie ich Kinder erziehen würde, möglichst frei, aber nicht wie die Irren über Tische und Bänke. :)

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Man kann so mancherlei Aversives auf Hundeplätzen sehen, aber die meisten Vereine setzen inzwischen auf belohnungsbasiertes Training. Fährtenarbeit ist eh selbstbelohnend, Schutzhundtraining auch wenn es richtig gemacht wird. Auch Unterordnung lernt sich leichter, wenn es belohnungsbasiert trainiert wird. Meinem Hund hat das alles viel Spaß gemacht und er ist ein absolut freundlicher Hund, obwohl ja oft unterstellt wird, dass Schutzhundesport dazu führt, dass der Hund "scharf" wird.

 

@Dobermann-ares schrieb aber von der BH, die sie mit dem Hund nicht geschafft haben. Mein Hund kennt zu Hause wenige Verbote, er bekommt Essen vom Tisch (aber erst. wenn ich fertig bin), offene Türen (naja, wenn ich NEIN sage und die Tür rasch wieder zu mache), er öffnet sich auch Türen selbst, wenn sie nicht verschlossen sind. Kurzum: Hund kann unterscheiden, ob er den Kasper spielen darf oder auf dem Platz die Übungen ordentlich machen soll.

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vor 1 Stunde schrieb Dobermann-ares:

 

Einen Hund muss man auch immer unter Kontrolle haben. Da gibts für mich auch kein „Aber das Kind hat den Hund genervt“ oder „Aber der Vater war betrunken“. Wir haben es trotz großer Hundeerfahrung seitens meiner Mutter (Mit Doggen und einer Boxer-Zucht im Verein und Schutzhundesport) und teilweise mir (durch viel belesen, Bücher, Hundeschule,..) irgendwie nicht geschafft, diesen Hund vollkommen unter Kontrolle zu bekommen. Trotz Training seit er 6 Monate alt war. Zuhause hat er auch Grenzen bekommen wie: Kein Zutritt zur Küche, wenn wir essen, Kochen,... Alles, was auf den Boden fällt, gehört nicht ihm und wird nicht angerührt, offene Tür bedeutet nicht, dass er raus darf und noch mehr. Aber mein Vater hat ihn vom Tisch gefüttert (Trotz dessen, dass wir ihm jedes mal sagten, dass er es nicht tun soll), ihn betteln lassen, mit ihm gespielt, wenn der Hund es verlangt hat usw. 

Wir hatten vor mit ihm in den Bereich Schutzhundesport zu gehen (Und man muss sagen, dass er extremes Potenzial hat), um das Beissen/Schützen direkt kontrolliert anzugehen aber dafür braucht man erstmal die BH, wofür der Hund super gut hören muss und das haben wir so nicht geschafft.

 

Das liest sich schrecklich- sorry. Falscher Hund für falsche Methoden.

Schutzhundesport von früher... diverse Rangordnungstheorien klangen ja schon im anderen Thread durch. Bitte verabschiedet euch von diversen Dominanztheorien.

Der korrekt aufgebaute Schutzdienst (ALLEIN auf Beute aufgebaut) fängt nicht nach der BH an.

Ein Dobi reagiert weitaus sensibler und schneller als  ein Boxer oder eine Dogge -insbesondere auf Hemmung.

Ein unsicherer Hund und dann auch noch veraltete aversive Trainings bzw. Ausbildungs Methoden- da kann man nur zur Abgabe raten.

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vor 13 Minuten schrieb Fricco:

Kurzum: Hund kann unterscheiden, ob er den Kasper spielen darf oder auf dem Platz die Übungen ordentlich machen soll.

Logisch.

Hunde lernen ortsbezogen. Für den Hundeplatz ist es völlig egal, daß der Hund sich nicht frei im Haus bewegen darf. Dieses "Grenzen setzen" das hier geschildert wurde ist nichts anderes als schiere Dominanztheorie.

Den Hund nicht mitessen Lassen, Schutzhundesport und UO Trainingsmethoden basierend auf den Erfahrungen von vor 20 Jahren, Hemmung im Haus- da wirds eng mit der täglichen Oxytocinausschüttung und das Stresslevel steigt. Würde mich nicht wundern, wenn der Hund auf dem Weg zum Hundeplatz im Auto kläfft und rückwärtsgerichtet schnappt.

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vor 15 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Das liest sich schrecklich- sorry. Falscher Hund für falsche Methoden.

Schutzhundesport von früher... diverse Rangordnungstheorien klangen ja schon im anderen Thread durch. Bitte verabschiedet euch von diversen Dominanztheorien.

Der korrekt aufgebaute Schutzdienst (ALLEIN auf Beute aufgebaut) fängt nicht nach der BH an.

Ein Dobi reagiert weitaus sensibler und schneller als  ein Boxer oder eine Dogge -insbesondere auf Hemmung.

Ein unsicherer Hund und dann auch noch veraltete aversive Trainings bzw. Ausbildungs Methoden- da kann man nur zur Abgabe raten.

 

Wie @Fricco schon erzählt hat, gibt es auch belohnungsbasierten Schutzhundesport und ich lese da jetzt nichts bei @Dobermann-ares, das mit Dominanztheorien und Gewaltmethoden zu tun hat. Von "Hund unter Kontrolle haben" spreche ich auch und ich bin nicht aversiv gegenüber meinem Hund.

 

@gebemeinensenfdazu Vielleicht sollte man einen separaten Thread dazu aufmachen?

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Das liegt vermutlich daran, daß du noch keinen Schutzdienst gemacht und keinen Vergleich hast. Lies vielleicht noch den anderen Thread- da kam auch einige Interpretation (bei Pfoten Auflegen), die glatt von CM stammen könnte. Die Mutter hat Schutzdiensterfahrung. Also von früher.

Modernen belohnungsbasierten Schutzdienst gibt es noch nicht sehr lange.

Und die wenigsten Vereine arbeiten da ohne Stachler oder Kette.

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Man kann aus dem Text einiges herauslesen. Das sind aber nur Vermutungen, deshalb halte ich mich an der Stelle zurück.

 

Eine Stelle aber gibt mir sehr zu denken, wurde da zu Hause bissl "Beißexperiment" gemacht? Denn meines Wissens braucht man zu Erst die BH, bevor es an Schutzhundtraining geht, und die haben sie nicht.

 

vor 2 Stunden schrieb Dobermann-ares:

in den Bereich Schutzhundesport zu gehen (Und man muss sagen, dass er extremes Potenzial hat), um das Beissen/Schützen direkt kontrolliert anzugehen

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@gebemeinensenfdazu Womit ist der TE geholfen bei der Frage, wohin mit dem Hund, wenn hier jetzt alle ihre Beiträge auf Verdachtsmomente untersucht werden, dass sie die falschen Methoden benutzt hat? Das lese ich auch gar nicht bisher und im Zweifel würde ich da auch nichts hinein interpretieren sondern sachlich nachfragen, wie die Erziehung und Beschäftigung ablief. Es kann sein, dass du Recht hast, das würde mich nicht wundern, aber die Art und Weise wie hier im Forum belehrt und auf die Anklagebank gesetzt wird finde ich unschön.

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vor 20 Minuten schrieb Fricco:

Eine Stelle aber gibt mir sehr zu denken, wurde da zu Hause bissl "Beißexperiment" gemacht? Denn meines Wissens braucht man zu Erst die BH, bevor es an Schutzhundtraining geht, und die haben sie nicht.

 

vor 2 Stunden schrieb Dobermann-ares:

in den Bereich Schutzhundesport zu gehen (Und man muss sagen, dass er extremes Potenzial hat), um das Beissen/Schützen direkt kontrolliert anzugehen

Korrekt aufgebauter Schutzdienst rein über Beute kann man parallel anfangen zu trainieren. Das ist nichts anderes als ein Beisskissenspiel, bei dem man das Aus usw. schonmal trainiert- indem man tauscht usw. und etwas Impulskontrolle übt- also nichts anderes  als was man eh beim Spielen trainiert.

Ich werde eher hellhörig, wenn von "Erst muß die UO sitzen" geredet wird, weil das bisher in allen mir bekannten Fällen hieß, daß man eben nicht ausschließlich auf Spiel sondern doch auf einigen Zwang aufbaut.

 

@Laikasich diskutiere und appelliere. Mir tut die/der TE auch leid, aber es ist wichtig zu wissen, daß dieser Umgang Anteil an der Unsicherheit des Hundes haben kann, das darf man nicht verschweigen- trotz allen Mitleids.

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