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Hundeforum Der Hund
Nachbar

Nachbarshund hat mich auf dem Kieker?!!

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Hallo zusammen,

 

wie der Titel schon besagt, habe ich das Gefühl, dass der Nachbarshund mich "auf dem Kieker" hat. Ich selber bin kein Hundeexperte, sogar nicht einmal Hundehalter. Daher vertraue ich meinem Urteil nur sehr bedingt und würde mich über sachkundige Kommentare freuen.

 

Die Situation ist folgende:
Seit einem Jahr wohne ich mit meiner Freundin in einer neuen Wohnung. Diese liegt in einer verkehrsberuhigten Seitenstrasse. Die Gegend ist familienfreundlich, tagsüber spielen Kinder auf der Straße.

 

Im Nachbarshaus wohnt eine Familie mit Hund. Obwohl ich kein Experte für Hunderassen bin, habe ich stark den Verdacht, dass der Hund aufgrund seiner Rasse unter die vom Gesetzgeber als "gefährliche Hunde" definierten fällt. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass der Hund in einer Auseinandersetzung auch einem erwachsenen Mann schwerste Verletzungen zufügen könnte.

 

Der Halter des Hundes betreibt am Ende der Straße ein Gewerbe. Der Hund läuft nun tagsüber unbeaufsichtigt vom Gewerbehof die Strasse auf und ab, hoch zur Wohunung und wieder zurück. Ich habe auch schon gesehen, dass der Hund, ich vermute mal als Erziehungsmaßnahme, für mehrere Stunden vor die Haustüre des Mehrfamilienhauses gesetzt wurde. Ehrlich gesagt hat mich dieser lockere Umgang zu Anfangs irritiert. Da aber scheinbar bisher niemand Anstoß genommen hat - immerhin interagiert der Hund auch regelmässig mit den spielenden Kindern, deren Eltern das sicher mitbekommen - habe ich mir keine weiteren Gedanken gemacht.

 

Nun meine ich aber zu beobachten, dass der Hund sich mich betreffend zunehmend argwöhnisch verhält. So hat er mal angeschlagen, als ich das Haus verließ und er am Nachbarhaus mit der Familie das Auto bestieg. Das fand ich sehr ungewöhnlich, weil ich ihn sonst noch nie habe bellen hören. Zudem meine ich zu beobachten, dass er, immer wenn ich am Gewerbehof vorbeilaufe (klar, das Tor steht dort weit offen), sich aufbaut und mir hinterherschaut.

 

Am Samstag war es dann soweit, dass er m.E. erste Ansätze gezeigt hat, auch tätig zu werden. Ich kam schwer bepackt mit dem Fahrrad vom Einkaufen. Besitzer und Hund liefen etwa 100m hinter mir vom Hof kommend zu ihrer Wohnung. 3m links von mir war eine Gruppe Mädchen, auf die der Hund dann zu lief, und die diesen auch schon freudig erwarteten. Ich habe derweil die Haustüre aufgeschlossen und die Einkäufe in den Hausflur gebracht. Durch die halboffenen Türe konnte ich beim Abstellen der Tüten beobachten wie der Hund in einem "pumaartigen" Gang an der Haustüre vorbei "schlich". Als ich dann erneut vor die Tür bin, um mein Fahrrad zu holen, hat der Hund dann in meinem Rücken Anlauf genommen, ich habe mich, ich meine weil sein Herrchen etwas rief, dann ruckartig umgedreht, ein paar tänzelnde Bewegungen gemacht, und sowas wie "ey...das lassen wir aber mal!" gerufen, worauf der Hund sofort den Schwanz einzog und sich von dannen machte.

Die Reaktion des Besitzers war ein heiteres Lachen und der an mich gerichtete Hinweis, ich bräuchte mir keine Sorgen machen, der Hund hätte schon gegessen. Ein sinnvoller Kommentar ist mir dann auch nicht mehr eingefallen.

 

Jetzt habe ich natürlich Angst, dass weitere Begegnungen mit dem Hund nicht so glimpflich ausgehen werden.

Wie würdet ihr das einschätzen?

 

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vor 32 Minuten schrieb Nachbar:

Wie würdet ihr das einschätzen?

 

schlimm, absolut respektloses Verhalten des Hundehalters.

 

Ich sehe ein wenig das Problem, dass du nun Angst hast wie du schreibst und ja selber eher unerfahren bist. Wahrscheinlich kennt der Hund dich einfach noch nicht, und möchte dich evtl. kennen lernen. Wenn du schreibst, dass er auch mit Kindern umgänglich ist, wird er, so zumindest meine Einschätzung aus deiner Schilderung, nicht als gefährlich oder so zu sehen sein. Aber man kann es nie wissen, schon gar nicht aus der Ferne aus.

 

Dennoch ist der Freilauf wie du es schilderst und ohne jeglicher Kontrolle des Hundehalters ein no go für mich.

 

Da du aber die Situation wohl angehen möchtest, wäre mein Rat, den Hundehalter mal direkt anzusprechen und ihm deine Sicht der Dinge mal zu schildern.

 

Son blöder Spruch von ihm ist überflüssig in meinen Augen, zeigt mir aber, dass er die Situation falsch einschätzt.

 

Mach ihm klar das dir die Situation unangenhem ist und du sogar schon Angst hast, dass must du so nicht akzeptieren.

 

Ich finde  ein freundliches Gespräch immer sehr hilfreich wenn es halt möglich ist. Es kann gut sein, dass du nach der Begegnung schon alles viel positiver siehst, wenn der Hund und Hundehalter dich kennen gelernt haben und ein Verständnis zeigen und somit die Brücke geschlagen ist. Wenn nicht, schreib mal wie es so weiter geht.

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Die Nachbarn scheine ja einigermassen verträglich zu sein. :14_relaxed:

Villeicht gäbe es die Möglichkeit, dass du dich mal bei ihnen einlädst, mit ihnen plauderst etc, damit der Hund merkt, das von dir keine Gefahr für seine Familie ausgeht.

 

Ich habe das Gefühl, er spürt deine Unsicherheit und deutet sie eher als Gefahr.

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Wenn der Hund da frei auf der Straße herumläuft, mit den Kindern interagiert usw. und offenbar niemand etwas dagegen hat, dann wird es wohl so sein, dass die ganze Nachbarschaft den Hund kennt und mag. Deshalb kann man wohl davon ausgehen, dass weder der Halter ein komischer Typ noch der Hund aggressiv ist.

Und so wie sich Deine Schilderung anhört, wohnt Ihr da zwar seit einem Jahr, aber Du hattest noch keinerlei Kontakt zu dem Hund. Hatte er schonmal Gelegenheit, Dich aus der Nähe zu beschnüffeln? Er scheint ja sehr aufgeschlossen zu sein (aber eher vorsichtig) und für ihn ist das sicherlich unbefriedigend.

Wenn das nächste Mal der Hund samt Halter draußen ist, dann geh einfach hin (nähere Dich dem Hund dabei möglichst von der Seite, um ihn nicht einzuschüchtern), begrüße den Halter, geh in die Hocke, streck Deine Hand mit dem Handrücken nach vorne in Richtung Hund und lass ihn näher kommen (aber sieh ihm dabei nicht direkt in die Augen). Und wenn er nach dem Schnüffeln näher kommt, kannst Du ihn sicherlich auch gerne an Brust, Rücken oder seitlich am Hals kraulen. An Kopf und Nacken musst Du nicht unbedingt rumtätscheln, auch wenn das diesem Hund, so wie sich das alles anhört, wahrscheinlich nicht viel ausmacht.

Möglicherweise mag er Dich danach mehr, als Dir lieb ist. Nicht zuletzt weil Du Dich bisher so rar und interessant gemacht hast. Da musst Du dann halt durch... :P

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Auf die Gefahr hin dass ich mich jetzt unbeliebt mache... Ich finde es,auch wenn es die Nachbarschaft ist, unmöglich, dass dort ein Hund unkontrolliert auf er Straße rumrennt und mit spielenden Kindern interagiert (auch wenn die ihn mögen und er noch nie nie etwas getan hat).

Ich finde die ganze geschilderte Situation total verantwortungslos. 

Ich sehe aber auch wenig Chancen, dass da auch nur irgendwer auf dich hört, wenn alle sonst das lieb und witzig finden.

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Ich würde auch das Gespräch suchen.
Grundsätzlich finde ich das aber auch nicht in Ordnung. Es gibt genügend Menschen, die schlicht Angst vor Hunden haben.
Der Hundebesitzer übersieht hier ganz klar seine Verantwortung. Schön, dass da jemand seinen Ego-Trip durchzieht und alle machen es mit, aber dann muss man auch damit rechnen, dass mal einer sagt, Nööh, habe ich keine Lust drauf ;)
Sprich ihn drauf an, sage ihm, dass Du Dich nicht wohl fühlst und dass er den Hund nicht einfach unbeaufsichtigt durch die Siedlung laufen lassen soll.

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vor 2 Minuten schrieb Tyrshand:

Auf die Gefahr hin dass ich mich jetzt unbeliebt mache.

 

ganz sicher nicht ...

 

vor 3 Minuten schrieb Tyrshand:

Ich finde die ganze geschilderte Situation total verantwortungslos.

 

sehe ich auch so, es ist einfach respektlos, man hat einfach seine Pflichten und gerade als HH gilt dies insbesondere.

 

Ich hatte jetzt vor zwei Minuten auch die Situation, ich war bei uns im Hof, sprach mit Nachbarn und meine Hündin war frei und lag dort dösend. Es kam eine andere junge Nachbarin die ich nicht bemerkt habe und meine Hündin lief freudig dort hin, sie kam zwar sofort auf mein rufen retour, aber es war für mich völlig klar, dass ich mich entschuldige, es hätte ja genau so sein können, dass die junge Frau Angst vor Hunden hat.

 

So war die Situation kein größeres Problem, sie sagte, ach alles gut ich mag Hunde, so kann es doch auch laufen.

 

Wenn ich jetzt wüsste, das die Frau Angst oder Unwohlsein hätte, würde ich die Situation doch regeln, damit es nicht noch mal passiert.

 

Dem Sprechenden kann geholfen werden .

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Kommt wohl,auf die Gegend (und das Jahrzehnt, früher liefen all frei) an. In ländlichen Gebieten hat es doch immer freilaufende Hunde, zb von den Höfen.

Da scheint es so üblich zu sein, daran wird wohl nicht zu ändern sein, also muss man das Verhältnis zum Hund ändern.

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Danke für die schnellen Antworten!

 

Klar, das Gespräch mit den Nachbarn werde ich wohl suchen (müssen).

 

Noch eine weitere Hintergrundinformation, die nicht im Eingangspost stand: In unserem Haus wohnen weitere Familienmitglieder (der Bruder des Halters mit Familie). Zudem habe ich den Verdacht, dass der Hund noch relativ jung ist, ohne das ich jetzt genau wüsste, woran ich das festmache.

 

Meine Hundeküchenpsychologische Analyse ist bisher:

Für den Hund bin ich Eindringling in sein Heim. Er weiß ja nicht, dass die Familie nur die Wohnung nebenan gemietet hat, und nicht noch die Straße bis runter zum Gewerbehof. Zudem will er auch die anderen Rudelmitglieder, die in unserem Haus wohnen, beschützen. Da er ja meist unbeaufsichtigt ist, bekommt er auch keine klaren Signale, wie er sich zu verhalten hat, wann Gefahr droht, wer dazu gehört, wer einfach zu ignorieren ist etc. Ich bin dann vielleicht in einem ungünstigen Zeitraum dazugezogen, nämlich als der Hund in seiner Entwicklung angefangen hat, eben auch seine Rolle als Bewacher/Beschützer zu entdecken.

 

Wo der Hund jetzt schon mal angelauf genommen hat, denke ich, ist meine Unsicherheit ja nicht ganz unbegründet. Wie gesagt, bei einer Auseinandersetzung würde ich sicher schwere Verletzungen davon tragen. Und wenn das nächste mal "Herrchen" nicht dabei ist, könnte er ja durchziehen.

 

Natürlich habe ich auch die Hoffnung, dass ich nach einem freundlichen Gespräch mit Herrchen dann auch mit dem Hund auf gutem Fuss stehe. Aber hier ist natürlich der Wunsch Vater des Gedanken. Und da wäre die Frage:

 

Ist das besonders realistisch bei den "Erziehungsmethoden" des "Halters"? Wieviel Anleitung braucht ein Hund gewöhnlich, um diese Sicherheit zu gewinnen?

 

@KuK

Vielleicht finden es alle Klasse - vielleicht hat aber auch nur keiner die Zivilcourage, dagegen etwas zu unternehmen. Weiß ich halt nicht, muss ich mich dann wohl mal umhören.

 

Eine allgemeine Frage wäre natürlich: Hätte ich nicht auch ohne meine "spezielle" Situation eine Verantwortung, da einzuwirken? Wie "ungewöhnlich" ist denn diese Laissez-faire Haltung eines großen Hundes in einem solchen Wohngebiet?

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Sehe das ganz wie Nebelfrei und KuK.

Du verhälst dich schlicht auffällig und machst keine Gesten, die dem Hund Freundlichkeit oder "Alles gut" signalisieren, also beäugt er dich argwöhnisch. Es ist doch Quatsch an der Rasse herumzurätseln, Territorialität zu vermuten (ein wirklich territorialer Hund reagiert kompromißloser) :). Lerne den Hund einfach kurz mit dem Besitzer zusammen kennen kennen-  bei Begegnung : grüße ihn lächelnd im Vorbeigehen und fertig. Er klingt absolut harmlos.

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