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Hundeforum Der Hund
Missyble

Alles hat sich für uns verändert.... Teil 2

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Hallo,

ihr habt lange nichts von mir gehört, es war viel los und hat sich viel Verändert.

 

Die einschneidenste Veränderung war wohl Hades´Tot. Ich kann heut noch nicht darüber reden ohne das mir die Tränen kömmen. Am 03.04.2017 musste ich meinen kleinen, 6 jährigen Jack Russel erlösen lassen. Ein paar Wochen vorher habe ich festgestellt das mit ihm etwas nicht stimmt. Ich bin zum Tierarzt und als er mich fragte warum ich da bin, ich kann mich noch genau erinnern, waren meine Worte: Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht so genau.....

Hades lief ab und an mal mit leicht gekrümmten Rücken, hatte ab und zu, selten, Durchfall. Ich hatte den Eindruck dass er sich beim Koten schwer tat und er war ruhiger geworden. Irgendwie hatte der TA sofort den richtigen Riecher und uns nach einer Untersuchung in die Tierklinik geschickt um Ultraschall und evtl. Biopsie der Prostata machen zu lassen. Die Klinik und die beiden Untersuchungen bestätigten die schlimmsten Befürchtungen. Prostatakrebs. Nicht operabel, bösartig, todesurteil..... Ich kann mir bis heute den Tag der Einschläferung nicht verzeihen, kann mit der Schuld nicht leben und habe Angst zu früh gehandelt zu haben. Ich habe natürlich nach besten Wissen und Gewissen gehandelt, aber ich konnte ihn ja nicht fragen. Er bekam Schmerzmittel und als er seine beste Freundin nicht mehr begrüste fuhr ich halt hin. Dort war er dann aber wie ausgewechselt und die Einschläferung ein Traumatisches Erlebnis, welches ich niiiiiieeee wieder erleben möchte. Ich kann nicht darüber reden, ich möchte nicht so sehr in die Tiefe gehen, es schmerzt unendlich.....

 

Danach war jedenfalls klar, nach Hera zieht kein Hund mehr ein. Ich kann das nicht. Ich hoffe Hera stirbt mal im Schlaf an Alterschwäche..... Nun ja, mit der Zeit habe ich das Erlebte ganz gut verdrängt und irgendwann kam zu dem Satz "nach Hera zieht kein Hund mehr ein" ein "wenn ich nicht mit ihm arbeite" dazu.

 

Die Umschulung ist fast geschafft. 4 Wochen noch dann habe ich noch die mündliche Prüfung. Einen Job habe ich auch schon. Sprengstoffhundeführer am Flughafen. Somit darf in gut vier Wochen ein Herder-Mali-Mix bei mir einziehen. Ich habe ihn schon kennengelernt, Vorraussetzung war, er muss sich mit Hera verstehen. Hera ist ja etwas eigen was andere Hunde betrifft und das muss passen, ich möchte nicht die Hunde stetig trennen müssen. Also trafen wir uns zu einem Gassigang an der Leine. Wir sind parallel gelaufen und haben den Gassigang damit auch beendet. Am Tag drauf das gleiche wieder, jedoch ein längerer Gassigang mit Freilauf zum Ende des Spaziergangs für Hera und Phönix durfte an die lange Schlepp. Die beiden harmonieren sehr gut. Phönix ist ganz Gentlemen und Hera fast perplex wie viel Gentlemen er ist :D

 

Phönix wird von seiner jetzigen Besitzerin abgegeben, weil sie nicht mit ihm zurecht kommt, und er mit ihr, oder der dortigen Lebenssituation auch nicht wirklich. Er hat wohl eine Katze und eine Ziege getötet, aber mit Jagdtrieb bin ich ja durch Hera bestens vertraut, die sich doch tatsächlich mittlerweile von Rehen und Hasen abrufen lässt. Phönix ist es dort wohl zu stressig, er ist extrem dünn und das liegt wohl am Stress (Meinung des Ausbilders).

 

Phönix ist 6/7 Jahre alt, genau weiß ich das (noch) nicht. Er ist bereits ausgebildet und macht seinen Job sehr gut. Er muss mit mir nochmal die Prüfung ablegen, da die Prüfungen nur für das jeweilige Hund-Mensch-Team gelten, die die Prüfung absolviert haben.

 

Ich habe euch noch ein Foto, eines der letzten von Hades und mir zum Andenken an Ihn mitgebracht und zwei Fotos von Phönix und Hera....

 

Liebe Grüße euch allen :)

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Es tut mir sehr leid von Hades Geschichte zu lesen. Das ist immer so furchtbar einen Hund zu verlieren. :( Das Bild von dir und Hades ist sehr wunderschön!

Vielleicht kannst du ja mal von Phönix und Hera berichten, das klingt sehr spannend. Viel Glück für alle Prüfungen demnächst!

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Mein ganz herzliches Beileid, das ist ja wirklich tragisch, dass er so früh gehen musste :(

Wie hat Hera das verkraftet?

 

Es freut mich, dass du wieder einen Hund bekommst und auch noch zur Arbeit und für die Arbeit... bitte gerne eine Fotoflut und Berichte :D

 

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Was für eine traurige Geschichte und was für ein bewegendes Bild von Dir und Hades...
Man spürt richtig, wie nahe ihr euch wart :wub:

Es tut mir sehr leid, dass Du Hades verloren hast :(

Aber ich freue mich auch für Dich über den neuen Job und den neuen Hund :)
Ich wünsche euch alles Glück!

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Oh Gott, wie schrecklich...

es ist sicherlich nicht tröstend, aber ich kann dein Gefühl etwas nachvollziehen. 

Ich habe das im Forum noch nicht geschrieben, aber ich möchte dich gerne wissen lassen, wie sehr ich deine Gefühle zumindest im Kleinen verstehen kann.

Es soll gar nicht um mich gehen, ich schildere dennoch mal... ich hoffe, das ist ok.

Mir fällt es sehr schwer darüber zu schreiben, ich möchte aber, dass du es weißt - dass du nicht alleine bist und selbstsüchtigerweise erhoffe ich mir auch etwas Linderung durchs Niederschreiben.

 

Januar 2017 habe ich meinen letzten Pflegling aufgenommen (seither kann ich es nicht mehr. Ich wollte wegen Akuma eh kürzer treten, aber...)

 

Er wurde wegen Aggressionsproblematiken abgegeben, beim Angucken hat er durchaus eine Attacke gefahren, er ist auf mich zu, drehte dann aber ab und verbiss sich in seinen Halter. 

Der Shiba-Rüde kam an seinem 1. Geburtstag zu uns.

Sofort fiel auf, dass er keine Ruhe halten konnte, gar keine. Zunächst schob ich es darauf, dass er noch kein Vertrauen in uns hatte, aber es war irgendwie "anders". Yoma und Akuma wollten beide keinerlei Kontakt zu ihm, alles hat ihn überfordert. Es stimmte etwas nicht mit ihm, das dämmerte mir mehr und mehr. 

Das Dumme: er hat sich keinen Maulkorb aufsetzen lassen, eine tierärztliche Untersuchung war nur mir Sedieren möglich...

Noch bevor es zu einem Termin kam, griff mich dieser Hund dann auf dem Spaziergang an, das war kein Abwehrbeißen, keine Übersprungshandlung, nichts, was ich je gesehen hatte - er war an der Schleppleine und lief gezielt auf mich zu, verbiss sich und ließ auch nicht mehr los, untypisch für Shibas. Ich habe ihn an einen Laternenpfahl gebunden, meine Tasche zwischen ihm und mich, bis er da rein biss und habe Abstand gesucht, bis der "Anfall" vorbei war.

 

Lange Rede, kurzer Sinn, musste erlöst werden - das möchte ich nicht ausführen, weil das für mich heute noch so schlimm ist. Es war bicht das Beißen selbst.

 

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Die Einschläferung erfolgte mit einer Vorsedierung hier daheim auf unserer Couch. 

Er bekam zunächst eine leicht erhöhte Dosis, diese schlug nicht an, also bekam er die zweite... eigentlich hätte ein Rottweiler davon einschlafen müssen (sagte die TÄ dann als sie hier war). Dennoch war er das erste Mal überhaupt sowas wie ruhig, konnte seinen Kopf ablegen. Als TÄ samt Helferin da war, sprang er auf, um sie zu begrüßen, da sah mich die Ärztin entsetzt an:

"Das ist aber nicht der Hund, oder?", ihr Blick fiel auf Yoma, der sie dann zurück anguckte, und dann wieder auf den jungen Kerl, der just zusammenbrach, krampfte, dabei um sich biss und urinierte, was er noch versuchte aufzulecken.

Ich hörte was von "Paradoxwirkung"... war aber so geschockt, dass ich die Erklärung nicht verstand/mitbekam.

 

Tatsächlich war er benommen genug, dass ich ihm den bereitgelegten Maulkorb umlegen konnte - ich funktionierte da eh nur noch wie eine Maschine - sodass die TÄ ihre Spritze zur Narkose aufziehen konnte.

 

Es dauerte ewig bis er endlich mal einschlief.

Von der Euthanasie selbst hat er dann nichts mehr mitbekommen, ich war froh, als das Leben aus seinem Köroer fuhr und als sie den Tod feststellte... erleichtert für ihn, wir hatten ihn Jin getauft. 

 

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Trotzdem fühle ich mich jetzt noch schuldig, als hätte ich ihn zum Tode verurteilt, leiden lassen und hingerichtet. Auch wenn ich weiß, dass es das Beste war. Dass es keine andere Möglichkeit gab... 

 

 

 

 

Ich fühle mit dir. Ehrlich und aufrichtig. Ich hoffe, ich reiße keine Wunden bei dir auf... ich will dir nur sagen, dass diese Last der Schuld zwar verständlich ist, aber es nicht deine Schuld sein kann, es gibt so viele Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. So eine Erfahrung wünsche ich niemandem und schon gar nicht bei seinem eigenen geliebten Hund. 

Dennoch hast du zu Hades' Besten entschieden, bitte denke daran, wenn sich die Schuldgefühle überkommen. 

 

 

 

 

Umso mehr freut es mich, dass ein Hund bei dir einzieht, ich wünsche euch (und auch Hera) ein langes, glückliches Leben zusammen und wenn es mal soweit ist, dass das Ende nicht so schmerzvoll sein wird. ❤️ 

Vielleich lässt du uns an eurem Leben wieder teilnehmen!

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Danke, dass du dich wieder gemeldet hast. Die Nachrichten von Hades Tod sind wirklich schlimm!:(

Es ist wohl die traurigste Situation im Leben eines Hundehalters.:knuddel

Wir haben ja im Oktober 2017 unseren Grischa einschläfern lassen müssen. (Er war 10,8 Jahre alt und sehr krank).

Dann ist am 26.3. unser "Neuer" bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.

Die Vorwürfe, dass es zu früh war, den Hund gehen zu lassen, machen sich viele. Ich glaube allerdings, dass es selten zu früh ist, sondern eher zu spät.

Mit Hunden zu arbeiten klingt jedenfalls wirklich toll.

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*eingezogen ist (sorry, lässt sich nicht editieren!) - so ein toller Name noch dazu! ❤️

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vor 53 Minuten schrieb Gusar:

Ich glaube allerdings, dass es selten zu früh ist, sondern eher zu spät.

Das glaube ich auch und habe es auch im Bekanntenkreis so erlebt. Deswegen wollte ich nicht selbstsüchtig sein und zu spät und jetzt denke ich, dass ich ihn um Lebenstage beraubt habe. Das ich diese Entscheidung getroffen habe und er im Himmel saß und mich geschimpft hat. Hades hätte geschimpft mit mir. Mit ein Grund warum ich so sehr zweifle, ist sicherlich auch der Ablauf der Einschläferung.

 

Hera hat das eigentlich sehr gut verkraftet. Ich habe Hades mit nach hause genommen, damit sie Abschied nehmen kann. Sie schien nicht sehr interessiert. Sie hat nie nach im gesucht. Sie hat sich danach einige Zeit geweigert im Park Gassi zu gehen, ich denke Hades gab ihr schon viel Sicherheit. Dank Angelika, einer Freundin von mir, haben wir das aber recht schnell hin bekommen und seither sind Hera und ich noch mehr zusammen gewachsen. Ich hoffe ich kann beiden Hunden weiterhin gerecht werden, aber Hera dürfte immer mit in die Arbeit. Muss ich mal schauen, was ihr mehr liegt, daheim bleiben und mit der Nachbarin Zeit verbringen, oder mit mir fahren, bei mir sein und zwischen durch bespasst werden. Ich werde mich da nach ihr richten.

 

Ich danke euch allen sehr für eure Worte! Ich halte euch auf dem laufenden was unseren neuen Werdegang betrifft. Bilder wird es sicherlich auch geben :)

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Hades Geschichte rührt mich zu Tränen. :( Ich wünsche euch nur das Beste für die Zukunft. 

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Es ist so ein Schock, und so unfassbar traurig das zu lesen - um wie vieles schlimmer muss es für dich gewesen sein, das zu durchleben... Du hast sehr viel Liebe bewiesen, indem du ihn hast gehen lassen. Und genau in diesem Licht würde ich auch das sehen:

vor 14 Stunden schrieb Missyble:

Hades hätte geschimpft mit mir.

 

Vielleicht. Aber jeder, der für ein anderes Lebewesen die Verantwortung übernimmt, sollte sich immer vor Augen halten: Manchmal kann man nur entweder lieben oder beliebt sein. Und du hast Hades geliebt, und ihm deshalb Schmerzen und Leid erspart. Etwas, das gerade die kleinen Terrier erst mal nicht abschreckt - bis der Schmerz unerträglich wird. Und dann ist es zu spät... Von daher bin ich sicher, du hast völlig richtig entschieden. Und auch wenn dein Kopfkino diesen Gedanken gerade nicht zulassen mag: Mit etwas Abstand würde auch Hades das absolut verstehen. Und in noch einem bin ich mir sicher: Unsere Hunde lieben uns viel zu sehr, als dass er da irgendwie mit dir hadern würde. So würde sich auch Hades vielleicht kurz meckern - nur um dir dann liebevoll die Tränen wegzuschlecken, nun wein doch nicht, ich hab dich doch soooo lieb...

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