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Hundeforum Der Hund
hansgeorg

Die etwas andere Stresswirkung

Empfohlene Beiträge

@all,

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist zu wenig Stress genauso schädlich wie zu viel Stress, dazwischen liegt der Stress, der sehr förderlich ist (z. B. für Lernen, Motivationen, Selbstbewusstsein usw. usf.).

Was Stress ist, wurde, schon hinreichend in einigen Themen und Berichten beschrieben, z. B. akuter Stress, Eu- und Disstress.

Eine hier im Forum noch nicht beschriebene Wirkungsweise von Stress kann aber im Zusammenhang mit Problemhunden von größerer Bedeutung sein.

Hunde, die sich bestimmte Verhaltensweisen in Abhängigkeit vom Zeitfenster und der Auftretenshäufigkeit angeeignet haben, (z. B. aggressives Auftreten, andere Hunde angreifen, Angstaggression, Angst, Jagdmotivation usw. usf.), sind durch den immer wiederkehrenden Stress, der vom Zusammenbruch der negativen Rückkopplung begleitet wird und zur Folge hat, dass die wichtige Stressreduktion aus bleibt.

Das kann dazu führen, dass die negativen Lernerfahrungen sich verstärken und zunehmend resistent gegen Löschung werden, des Weiteren möglicherweise zurückgedrängtes konditioniertes Verhalten bestehen bleibt, oder sogar wieder ausbricht.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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Hallo Hans Georg,

da ich einen sog. 'Problemhund' habe, wäre ich schon interessiert, was du eigentlich sagen willst. Ich hab es nicht so ganz verstanden. Vielleicht kannst du es nochmal - etwas einfacher 'verworten'. :)

Hunde, die sich bestimmte Verhaltensweisen ... in Abhängigkeit vom Zeitfenster und der Auftretenshäufigkeit angeeignet haben,

meinst du damit: "Hund die in bestimmten Situationen bestimmte Verhalten zeigen"? Oder wie muss ich 'Zeitfenster' verstehen?

sind durch den immer wiederkehrenden Stress, der vom Zusammenbruch der negativen Rückkopplung begleitet wird und zur Folge hat, dass die wichtige Stressreduktion aus bleibt.

den Satz verstehe ich nicht. Was sind sie denn? Und was meinst du mit 'Zusammenbruch der negativen Rückkopplung'?

Meinst du, dass keine negative Rückkopplung statt findet?

Das kann dazu führen, dass die negativen Lernerfahrungen sich verstärken und zunehmend resistent gegen Löschung werden, des Weiteren möglicherweise zurückgedrängtes konditioniertes Verhalten bestehen bleibt, oder sogar wieder ausbricht.

meinst du damit, dass Verhalten (bzw. das "Programm" dazu), auch wenn es sich nicht zeigt, doch noch vorhanden ist und jeder Zeit wieder kommen kann?

Und welche weiteren Konsequenzen verbindest du damit? Bzw. wie könnte man dem deiner Meinung nach begegnen?

Gruss. dolby

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Hallo,

ich hatte diesen Beitrag gestern auch zwei mal gelesen. Ist mir einfach zu schwer..

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Hallo Hans-Georg,

das ist ein sehr interessantes Thema. Nur leider fehlt mir die nötige Intelligenz um einige deiner Sätze zu verstehen;) ;)

Was ist ein Zeitfenster??? Kannst du diesen Text bitte nocheinmal so schreiben, als müßte du es einem kleinem Kind erklären??:Oo :Oo

Ok, so ernst war's auch nicht gemeint.-)))

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Hunde, die sich bestimmte Verhaltensweisen in Abhängigkeit vom Zeitfenster und der Auftretenshäufigkeit angeeignet haben, (z. B. aggressives Auftreten, andere Hunde angreifen, Angstaggression, Angst, Jagdmotivation usw. usf.), sind durch den immer wiederkehrenden Stress, der vom Zusammenbruch der negativen Rückkopplung begleitet wird und zur Folge hat, dass die wichtige Stressreduktion aus bleibt.

Fehlt da nicht ein teil des Satzes??? WAS sind diese Hunde?????

Ich würde es gerne verstehen.

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Hallo Hans-Georg,

das ist ein sehr interessantes Thema. Nur leider fehlt mir die nötige Intelligenz um einige deiner Sätze zu verstehen;) ;)

Was ist ein Zeitfenster??? Kannst du diesen Text bitte nocheinmal so schreiben, als müßte du es einem kleinem Kind erklären??:Oo :Oo

Ok, so ernst war's auch nicht gemeint.-)))

Und was willst Du uns nun mit Deinem Posting sagen?

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Hallo zusammen,

Das Problemverhalten das Hunde über kürzerer oder länger Zeit gelernt und gefestigt haben, sind meist Strategien, um in ihrer Umwelt bestehen zu können. Für uns Menschen werden sie aber leicht zu einem Problem. Dieses Problemverhalten ist schwer, bis gar nicht zu verändern, da es sich oftmals als sehr löschungsresistent zeigt.

Woran kann das liegen?

Hier haben wir einen weiteren Ansatzpunkt aus der Stressverarbeitung. Das Problemverhalten besonders dann, wenn es im Zusammenhang mit Stress gelernt wurde, wird jedes Mal durch Stress verstärkt, wenn es in entsprechenden Situationen gezeigt wird.

Die normale Stressreaktion sieht verkürzt so aus: ein Stressor bewirkt über das ZNS kurzfristig die Ausschüttung von Adrenalin u. Noradrenalin (Nebennierenmark) und längerfristig noch Cortisol (Nebennierenrinde). Wurde genügend Cortisol für diese Stressreaktion zur Verfügung gestellt wird durch die negative Rückkopplung die Produktion und Ausschüttung gestoppt.

Besonders das Cortisol braucht Stunden bis Tage um seinen tagesabhängigen normalen Level nach der Stressreaktion zu erreichen. Bei Adrenalin und Noradrenalin sind es Sekunden bis Minuten.

Für Problemhunde bedeutet das, sie werden in aller Regel täglich mit den verantwortlichen Stressoren konfrontiert. Die Stressreaktion setzt den ganzen vorher beschriebenen Prozess in Gang. Das führt dazu, das der Stresslevel nur noch geringfügig sinkt und ab einem bestimmten Punkt überhaupt nicht mehr.

Nämlich dann, wenn dieser Prozess der negativen Rückkopplung zusammenbricht.

Diese stressreaktionsbedingten physiologischen Prozesse haben zur Folge das im Gehirn der Bereich der für Lernen und Gedächtnis von größter Bedeutung ist teilweise zerstört wird. D. h., etwas Neues zu lernen und im Gedächtnis zu verankern, ist dann mehr oder weniger stark eingeschränkt, bis unmöglich.

Diese Erkenntnis kann uns erklären, warum es so schwierig ist, ein starres Verhalten in die richtigen Bahnen zu lenken.

Die Frage wie geht man damit um lässt eine Antwort zu, aber zeigt auch gleich die Schwierigkeiten der Adäquaten umzusetzen auf.

Das Einfachste wäre den Hund für eine unbestimmte Zeitdauer von dem Stressor fernzuhalten.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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Vielen Dank!

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Danke Hans Georg für die Erläuterungen.

Die Erfahrungen die ich mit Knopf hab passen imo ganz gut. Vielleicht spielt dann auch noch bei einem niedrigen Schilddrüsenhormon-Level mit, dass es besonders lang dauert bis auf 'Normalnull' heruntergefahren wurde.

Seit ich Thyroxin gebe und der Herzschlag inzwischen auf ca. 60 Schläge/Minute gestiegen ist (von 40) habe ich den Eindruck, dass sie besser lernt als früher. Außerdem musste sie es durch den Unfall den sie verursacht hat eine ganze Weile sehr ruhig angehen lassen. Die Spaziergänge waren kurz und sehr kontrolliert. Zu Hause wurde als Ersatz viel geklickert, aber da hatte ich nicht den Eindruck, dass sie das stresst.

Seit ich die 'Wir gewöhnen uns an Katzen und anders Kleinvieh'-Übungen wieder aufgenommen habe zeigt sie wesentlich mehr 'Selbstbeherrschung' als noch vor einem Jahr. Als hätte ihr die Ruheperiode (natürlich auch in Kombination mit der Thyroxinsubstituion) gut getan.

Demnächst habe ich einen Termin beim Tierarzt zur Blutabnahme - sind denn die gängigen Stresshormone bestimmbar? und hat das einen Sinn?

gruss.dolby

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Ja, die Schilddrüse spielt eine nicht unwesentliche Rolle bei diesem Spiel. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit meinem Hund sagen, der auch 6 Jahre mit einer Unterfunktion leben und lernen musste.

Seit wir substituieren ist vieles anders geworden.

LG Anja

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