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Hundeforum Der Hund
Calinero

Epilepsie? Simparica? Welpe!!!

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vor 5 Stunden schrieb marcolino:

Simparica ist eine Kautablette  - welcher Tierarzt gibt um Himmels Willen einem 13-Wochen alten Welpen dieses Gift???? (Btw: Auch von einem Spot-On ist in diesem Alter abzuraten, einen so jungen, noch nicht ausgereiften Organismus mit solchen Chemiekeulen zu belasten, ist keinesfalls empfehlenswert)

 

Der MDR1-Defekt ist beim Border-Collie sehr selten (1-2%), aber eben nicht auszuschließen.

Da es sich um einen Mix handelt, würde ich mich nicht auf Stammbäume verlassen wollen, weshalb ich sicherheitshalber den Hund auf diesen Defekt hin untersuchen lassen würde.

 

Epilepsieanfälle bei einem so jungen Hund sind wirklich heftig ....

 

Sag mal - hat die gleiche Tierärztin das mit dem "Rauswachsen" gesagt, die auch das Simparica empfohlen hat? (ich meine zwar nicht, weil du von Tierklinik (Neurologin) und Tierarzt sprichst - aber Fragen kostet ja nichts.)

 

Ich drücke mal ganz fest die Daumen, dass die Anfälle nicht mehr wiederkommen, wenn die Wirkung der Tablette nachlässt (so weit ich weiß, nach ca. 5 Wochen).

 

Alles Gute!

 

 

 

 

 

 

Danke für deine Antwort! 

Leider verkaufte uns der Tierarzt dass so als wäre das total „normal“ in dem Alter und eigentlich ist es ein sehr guter, dachten wir zumindest. Nein also der haustierarzt hat uns die simparica (in Verbindung mit einer wurmkur) verschrieben, er meinte wir sollen die auch noch am gleichen tag wie die Tollwut Impfung verabreichen-was ich natürlich nicht gemacht habe! Habe eine Woche länger gewartet, ach hätte ich nur auf mein Bauchgefühl gehört und sie ihm gar nicht gegeben. Das mit dem rauswachsen meinte die Neurologin in der Tierklinik, die ihn untersuchte.

ja klar mit dem Stammbaum hast du recht! Was mich aber am meisten stutzig macht und die Neurologin auch, ist die Tatsache dass er als einziger von 10 welpen bis jetzt diese anfälle hat.. 

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vor 42 Minuten schrieb Calinero:

ist die Tatsache dass er als einziger von 10 welpen bis jetzt diese anfälle hat.. 

Beim Retriever ist auch eine erhöhte Epilepsierate bekannt.

Je nachdem wie sich die Defektgene bei einer polygenen Vererbung kombiniert haben, kann das dann auftreten auch bei augenscheinlich nicht erkrankten Eltern (wo man auch nicht sicher sein kann, je nachdem wie alt die sind, kann sich das noch entwickeln). Aber auch wenn sie nur Träger waren- z.B.  40% Prozent Defektgene mitbringen, kann in den miesesten Fällen der andere Partner seine 40% dazuvererben. Dann hätte der Welpe 80% Defektgene und erkrankt.

Daß ein Welpe überhaupt schon erkrankt, ist erschreckend und läßt auf einen eher hohen Defektgenanteil der Eltern schliessen.

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Ich persönlich würde die Tablette hier nicht völlig ausschließen. Ich habe hier auf unterschiedliche Mittel sehr unterschiedlich reagieren.

 

Kater eins hat mit massiven neurologischen Störungen auf ein Ungezieferhalsband reagiert.

Die Katze reagiert mit ständigen Juckreiz auf ein Spot on.

Kater zwei behält die Tablette nie drin. 

 

Zum Wirkstofftesten tendiere ich mittlerweile tatsächlich zum Halsband.....das kriegt man wenigstens wieder runter...

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Falls der Hund den Gendefekt hat, könnte es auch das Entwurmungsmittel gewesen sein :(
Wann bekommt ihr denn das Ergebnis des MDR 1 Test?
 

Zitat

Welche Arzneistoffe können gefährlich werden?

Beispielsweise die Anwendung von makrozyklischen Laktonen (Ivermectin®, Doramectin®, Selamectin®, Oxidectin®, Milbemycinoxim® - Therapie gegen Parasiten) ist beim Hund mit MDR 1-Defekt nicht sinnvoll. Sie führen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen. Anzeichen sind Pupillenerweiterung, Sehverlust, Schwindel und Krämpfe. Dann fallen die Hunde ins Koma und müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

Daraus folgt, dass bei Hunden, die auf Grund einer parasitär bedingten Hauterkrankung (z.B. Demodikose – Hautmilben) mit Laktonen hochdosiert behandelt werden müssen, eine MDR 1-Untersuchung absolut sinnvoll ist.

 

Weiterhin sind Hunde mit MDR 1-Defekt von Pferden fernzuhalten, die mit makrozyklischen Laktonen entwurmt worden sind (Animec®, Equimax®, Eraquell®, Hippomectin®, Vectin® oder Equest®). Hunde können über den Kot der Pferde diese Stoffe aufnehmen.

 

Folgende Präparate sind bei korrekter Anwendung auch bei MDR 1(-/-)-Hunden sicher anzuwenden: Stronghold®, Milbemax®, Advocate®, Program plus®, Profender®.

 

Loperamid (Immodium®) wird gegen Durchfall beim Hund auch häufig ohne tierärztliche Konsultation vom Besitzer eingesetzt. Bei MDR 1(-/-)-Hunden löst Immodium® ein schweres und komplexes Vergiftungsgeschehen aus, welches schwer zu behandeln ist.

 

Zytostatika (Vincristin, Doxorubicin, Vinblastin, Paclitaxel, Mitoxantron, Dactinomycin) sind bei der Krebstherapie beim Hund mit MDR 1-Defekt z.T. hochgiftig.

 

Bei MDR 1(-/-)-defekten Hunden sind folgende Arzneimittel sehr vorsichtig einzusetzen:

Immunsuppressiva (Abwehrsystem des Körpers wird heruntergeregelt):

Cyclosporin A, Tacrolimus

Opioide (Schmerz- und Narkosemittel): Morphin, Methadon, Fentanyl, Butorphanol

Herz-/Kreislaufmedikamente: Digoxin, Methyldigoxin, Verapamil, Diltiazem, Chinidin, Talinolol, Acepromazin

Antiemetika (gegen Übelkeit und Erbrechen): Ondansetron, Domperidon

Ulkustherapie (Magenschleimhautschutz): Cimeditin, Ranitidin

Antimykotika (Pilzmittel): Itraconazol, Ketoconazol

Antibiotika: Rifampicin, Erythromycin, Levofloxacin

https://www.tierarzt-nordhorn.de/hunde-katzen/mdr-1-defekt/

 

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Ich bin mir nicht sicher aber ich kannte einen Tierarzt (für den ich meine Hand nicht ins Feuer legen würde), der Simparica extra bei Hunden mit MRD1 Defekt angewandt hat (statt z.B. Advantix/-tage, Milbemax Ivermectin & Co.Eben aus dem Grunde, dass es bei MDR 1 nicht schaden soll. Ich habe tatsächlich aber selbst einen Hund gesehen, der nach Simparica-Gabe mit Symptomen einer Vergiftung zu tun hatte. Also schwere Gleichgewichtsstörungen, Hecheln, Sabbern, Erbrechen. Es war nicht sicher, ob es daher kam. Der Hund war auch nicht MDR1 getestet. Aber der Zeitpunkt stimmte halt überein.

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vor 9 Stunden schrieb benno0815:

Falls der Hund den Gendefekt hat, könnte es auch das Entwurmungsmittel gewesen sein :(
Wann bekommt ihr denn das Ergebnis des MDR 1 Test?
 

 

Danke dir! Wir bekommen Montags erst den Termin, die Tierklinik ist 2 h von uns entfernt und die Neurologin dort meinte es würde reichen, wenn wir beim haustierarzt das testen lassen.(hat diese Woche Urlaub gehabt, drum machen wir Montag einen Termin aus)

hoffe dann aber möglichst rasch! Als entwurmungsmittel hat er milbemax bekommen, denke das sollte auch mit mdr1 nichts auslösen oder? 

Momentan gabs gottseidank keinen anfall mehr, heute morgen hat er sein essen sehr eschlungen und sich dann übergeben, denke da is er aber selbst dran schuld, der gierschlund. Aber man beobachtet jetzt halt jeden schritt und alles bei ihm, bin auch sehr schreckhaft geworden, hoffe das legt sich wieder.

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Am 8.6.2018 um 06:51 schrieb gebemeinensenfdazu:

Beim Retriever ist auch eine erhöhte Epilepsierate bekannt.

Je nachdem wie sich die Defektgene bei einer polygenen Vererbung kombiniert haben, kann das dann auftreten auch bei augenscheinlich nicht erkrankten Eltern (wo man auch nicht sicher sein kann, je nachdem wie alt die sind, kann sich das noch entwickeln). Aber auch wenn sie nur Träger waren- z.B.  40% Prozent Defektgene mitbringen, kann in den miesesten Fällen der andere Partner seine 40% dazuvererben. Dann hätte der Welpe 80% Defektgene und erkrankt.

Daß ein Welpe überhaupt schon erkrankt, ist erschreckend und läßt auf einen eher hohen Defektgenanteil der Eltern schliessen.

Das stimmt natürlich, das kann sein! Der Vater ist schon über 10 Jahre, laut Tierarzt kann er keine genetisch bedingte epilepsie mehr bekommen, die Mutter ist erst 2, bei ihr kann es natürlich noch kommen.

natürlich ist es erschreckend, aber das Leben ist wie es ist, wie beim Menschen auch, gewisse sachen kann man sich nicht aussuchen, nur das beste daraus machen :) bin auch wenn er epilepsie haben sollte zuversichtlich, meine Mutter ist seit ihrem 14 Lebensjahr schwer krank und heut trotzdem 52 jahre alt und bis auf Einschränkungen die man akzeptieren muss, führt sie ein schönes leben, ein anderes aber trotzdem schönes :)

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benno0815 hat doch hier den Link eingestellt, welche Medikamente bei MDR1 gefährlich werden können. Da gehört Milbemax ganz klar dazu. Auf keinen Fall bei MDR1 Verdacht anwenden!!! Simparica soll nicht schädlich sein. Die werben sogar damit, dass man das Medikament bei MDR1 Defekt anwenden kann. Das hat jetzt nicht unbedingt was zu sagen aber es hat Tierversuche mit MDR1 positiven Hunden zu dem Medikament gegeben, ohne Nebenwirkungen.

 

Ich kenne übrigens gleich zwei Border Collies mit dem Gendefekt.

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Da steht aber, dass Milbemax sicher angewendet werden kann.....

 

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Entschuldigung, du hast recht. Mmm, ich kenne einige Quellen, in denen steht, dass Milbebactin und auch Advocate, übrigens, bei MDR1 Defekt nicht gegeben werden dürfen. Die beiden Mittel sind in meinen Unterlagen zusammen mit Ivermectin immer direkt an erster Stelle aufgeführt. Würde ich genauestens recherchieren...

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