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Der richtige Umgang mit Assistenzhunden in der Öffentlichkeit

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Michelle003   

Nach meinem heutigen Erlebnis (im Plauderthread steht es) habe ich wirklich lange darüber gegrübelt wie man am besten Blindenführhunde, Assistenzhunde, ...  ,die einen anderen Menschen begleiten und sich  im öffentlichen Raum befinden, begegnen soll. 

Wie soll man reagieren wenn andere Menschen das "Bitte nicht beachten, ich arbeite." zwar lesen, aber dennoch Kontakt zum Hund aufnehmen oder ihn anderweitig bedrängen/beeinflussen? Hingehen und was sagen? Mache ich die Situation für den Hund dann noch schlimmer? Die Person der vom Hund assistiert wird ansprechen? Die Leute weglotsen und dann was sagen?

 

Ab wann sollte man einschreiten? Bis wohin sollte man es lieber lassen?

 

Gedanken die mich beschäftigen, weil ich mich doch unsicher gefühlt habe wie ich am besten reagieren soll. 

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mikesch0815   

Wenn ein Blindenführhund führt, sollte man ihn ungefähr genauso begegnen wie man z.B. einem Rollstuhl eines Rollstuhlfahrers begegnet. Da ich in meinem Bekanntenkreis blinde Freunde habe und auch insgesamt einige Leute mit Blindenführhund kenne, die Hunde profitieren am besten davon.

Was gar nicht geht sind irgendwelche schwachsinnige Anwandlungen wie Leckerli geben.

 

Was wichtig ist: Falls man Zeuge wird wie eine Supermarktleitung versucht einen Blindenführhund und Halter aus dem Markt zu werden, einschreiten. Das geht nicht, und ich würde da auch es bis zur Polizei kommen lassen. Die Hunde haben ein Zutrittsrecht. Dafür kämpft z.b. der Verein Lichtblicke, und unsre Arbeit ist schon frustrierend genug.

 

so weit

Maico

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Michelle003   
vor 6 Minuten schrieb mikesch0815:

Was gar nicht geht sind irgendwelche schwachsinnige Anwandlungen wie Leckerli geben.

 

Und wie reagiert man am besten wenn eine andere Passantin sowas versucht?

Darum gings heute leider. Andere Menschen sind über den Hund gestiegen (mehrmals obwohl das Geschirr deutlich sichtbar war) einer hat den Hund sogar erwischt, der dann natürlich aufgeschreckt ist.

Ich wusste da gar nicht mehr wie ich reagieren soll...

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mikesch0815   

Einfach die Sache nüchtern erklären. Man steigt grundsätzlich nicht über einen fremden Hund, schließlich lässt man auch nicht die Luft aus dem Reifen eines Rollifahrers. (Und nein, auch wenn ich eine Kenndecke und ein Führgeschirr hier im Haus herumliegen habe - ich würde Minyok damit nicht einkleiden. Er führt eh nur zur nächsten Wurstbude...)

 

so weit

Maico

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Nebelfrei   

Eine Frage

Wenn ich jemandem mit Blindenhund begegne und Wega an der Leine und etwas überdreht ist, so dass sie vielleicht bellt. Soll ich vorher rufen, dass ich mit einem an sich harmlosen, aber vielleicht kläffenden Hund vorbeigehe?

Bei uns hat es ein stark sehbehinderte Frau mit Blindenhund, ich begrüsse sie jeweils schon aus der Ferne, iat für sie ok, aber bei Fremden?

In der Bahn habe ich es eben mal jemanden gesagt, dass ich gleich mit Hund an ihr vorbeigehe, sie fand es wohl eher störend, dass ich etwas gesagt habe.

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mikesch0815   

Meine blinden Bekannten und Freunde sind eigentlich über jede akustische Information dankbar. Irgendwann geht einem das in Fleisch und Blut über. Ich sage immer Bescheid wenn ich in den Raum komme und wenn ich gehe. Auch welche Hunde gerade wo sind. 

Aber manchmal sind Blinde einfach auch sehr gestresst.

 

so weit

Maico

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sibylle49   

Blinden- oder Assistenzhunde sollten generell ignoriert und unbedingt in Ruhe gelassen werden. Sie arbeiten, sind absolut auf ihren Menschen und ihren Auftrag bezogenen und nur auf diesen ausgerichtet. Jede Ablenkung kann eine Gefahr für ihren Menschen bedeuten und erzeugt für den Hund ungeheueren Stress.

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sibylle49   
vor 2 Stunden schrieb Nebelfrei:

dass ich gleich mit Hund an ihr vorbeigehe, sie fand es wohl eher störend, dass ich etwas gesagt habe.

 

... genau das meine ich. Der Hund ist so ausgebildet, dass er, wenn er arbeitet, deinen Hund völlig ignoriert. Jede Ablenkung kann diese Arbeit, auf die sich der Blinde absolut verlässt, gefährden.

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Freefalling   

Ich mache mit Femo einen riesen Bogen und bemühe mich sehr, dass er nicht bellt oder wenn dann nur kurz. 

Bisher hat sich noch kein Blindenführhund für uns interessiert. Das ist ja auch richtig so. Bescheid sagen tue ich nicht. Im Zweifel würde ich lieber umkehren als den Hund beim Job zu stören.

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gebemeinensenfdazu   

Wir kennen einen etwas ungewöhnlichen Blindenhund- einen Wind-/Gebrauchshundmischling. Allerdings begegnen wir dem Hund nur, wenn er "frei "hat, früher wollte der stets spielen. Will er immer noch, hat aber wegen ungünstiger Rassekombi- zu dünne lange Knochen für zu schweren Körperbau, Probleme mit Knochenbrüchen, also darf er nicht mehr spielen.

Wir gehören zu den Leuten, an denen sehr viel klingelt, d.h. er weiß schon weitem, daß wir kommen und kann seinen Hund einsammeln. Außerdem grüße ich ihn von Weitem und rufe sie hörbar ran. Das wurde bisher freundlich aufgenommen.

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