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Hundeforum Der Hund
Lissy-und-Missy

Manchmal ist das Leben zu wahr, um schön zu sein!

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Achtung! Das wird jetzt waaaaahnsinnig viel Text!

 

Der eine oder andere wird es sicherlich schon mitbekommen haben, dass wir immer wieder Probleme mit Esmi´s Gesundheit haben. Manche sind sehr schwerwiegend, manche sind klein, aber dennoch zehren sie an ihren und auch meinen Nerven.

 

Ich habe diesen Thread eröffnet, um mir mal alles von der Seele zu schreiben, um mir einen Überblick zu verschaffen, um vielleicht noch die eine oder andere Idee einzusammeln und letztlich auch, um anderen Betroffenen durch unsere Erfahrungen vielleicht etwas helfen zu können.

 

Ich würde diesen Thread auch gern fortführen und immer mal wieder berichten, wie es Esmi geht und was wir so alles veranstalten, um ihr noch ein möglichst langes, beschwerdefreies Leben ermöglichen zu können. Und ich hoffe, dass dieser Thread noch gaaaanz lange offen bleiben kann! 

 

Kurz zum Anfang zurückgespult:

Esmi kommt ursprünglich aus Rumänien und wurde mit geschätzten 4 Jahren nach Deutschland gebracht. Dort war sie noch 2 ½ Jahre im Tierheim, bevor sie zu mir kam. Das ist nun auch schon zwei Jahre her. Esmi soll also etwa 8-9 Jahre alt sein. Ich glaube, sie ist älter, aber letztlich ist das ja auch egal, ob nun 8,9 oder 10 Jahre. Die Jüngste ist sie jedenfalls nicht mehr.

 

Von Tag 1 an hatte sie immer wieder kleine Probleme, mal Durchfall, mal humpelte sie, mal wollte sie nichts essen und und und… Aufgrund ihrer großen Angst vor allem möglichen waren Tierarztbesuche nur bedingt möglich und Behandlungen fast unmöglich. Jetzt nach zwei Jahren haben wir einiges an Untersuchungen durch, die sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen lassen:

 

  • Oktober 2013: Ankunft in Deutschland mit Ehrlichiose im Gepäck und 29,2 kg Körpergewicht – Behandlung mit Doxy 300mg, 2xtgl. über 3 Wochen
  • Dezember 2013: Nachbehandlung Ehrlichiose wieder mit Doxy 300mg, 2xtgl. über 3 Wochen
  • Januar 2015: Doxy 300mg, 2xtgl. über 3 Wochen (Grund steht leider nicht in der Akte – ich vermute aber Ehrlichiose)
  • Ca. Februar 2016: Magendrehung
  • Okt. 2013 – Feb. 2016: Diverse Impfungen, Entwurmungen und Behandlungen von Schnittwunden u.a. Wunden z.T. auch mit Antibiotika

 

  • August 2016: Ankunft bei mir – erste oberflächliche Untersuchungen ergaben keine Auffälligkeiten, außer sehr schlechte Zähne, die man im Auge behalten sollte
  • August 2016 – Februar 2017:
  • In der Folgezeit immer wiederkehrender Durchfall, Fressunlust – diverse Kotprofile brachten keine Erkenntnisse.
  • Hin und wieder leichtes humpeln – vorläufige Diagnose: Probleme im Schultergelenk (links), ggf. auch Hüfte – mehr wäre mit Röntgen zu erkennen gewesen, war damals aber aufgrund ihrer Angst schlicht nicht möglich bzw. nur unter Narkose – für solche Maßnahmen war mir das Humpeln aber nicht akut genug
  • Durchfall und Fressunlust waren durch den Versuch vieler verschiedener Futtersorten irgendwann im Griff
  • Februar 2017: Beginn mit Verhaltenstherapie wegen einiger „Probleme“, die wir allein nicht hinbekommen haben. Im Zuge dessen wurde die Schilddrüse gecheckt – leichte SDU! Seitdem bekommt sie Forthyron (aktuell 2xtgl. 500 mcg), die Werte sind verbesserungswürdig, aber nicht völlig aus dem Rahmen
  • März 2017: Abszess an der linken vorderen Pfote – Behandlung mit Zugsalbenverband und später Antibiotikum, war sehr langwierig. Nachdem ich Esmi mit OP „drohte“, schwoll die Pfote ab und sie lief wieder ohne Probleme. Nunja…
  • März 2017 – August 2017: Immer wieder große Blutbilder und Schilddrüsenwerte gecheckt – immer alles in Ordnung bis auf die Eosinophilen Granulozyten – die waren von Anfang an immer erhöht
  • September 2017: Wieder Abszess an der linken vorderen Pfote – Behandlung wieder mit Zugsalbenverband
  • November 2017: Verdacht auf Harnwegsinfekt, weil sie plötzlich anfing, nachts ins Wohnzimmer zu pieseln: Harnuntersuchung ohne Befund – keine weitere Behandlung
  • 05.03.2018: Wieder Abszess an der linken vorderen Pfote – Zugsalbenverband
  • 09.03.2018: Blut im Urin – Verdacht auf Harnwegsinfekt: Behandlung mit Antibiotikum – damit war die Pfote natürlich wieder in Ordnung – Blut im Urin blieb allerdings
  • 16.03.2018: Nochmal großer Blutcheck mit großem MMK-Test: Ergebnis – Ehrlichiose und Anaplasmose, beide Titer aber bei 1:40
  • 19.03.2018: Pfote ist wieder dick – Zugsalbenverband. Außerdem Röntgen: Diagnose: großes undefinierbares Gebilde im Bauchraum, Spondylose in der gesamten Wirbelsäule – sehr akut laut Röntgenbild, Luftgewehrkugel im Nacken
  • 21.03.2018: Ultraschall des undefinierbaren Gebildes und Blase: Verdacht auf Milztumor und Blase sieht auch nicht gut aus
  • 22.03.2018: Operation des Milztumors, der sich letztlich als ungefährliche Verklebung, vermutlich infolge einer unsachgemäßen Milzentfernung bei der damaligen Magendrehung, Untersuchung der Blase, Probenentnahme
  • Durch die mit der OP verabreichten Antibiotika ist die Pfote in den Folgetagen wieder in Ordnung
  • 23.03.2018: Diagnose: Urothelkarzinom, nicht operabel :(
  • 03.04.-04.04.2018: OP-Narbe entzündet: Behandlung mit Spüllösungen
  • 06.04.2018: Fäden ziehen
  • 16.04.2018: OP-Narbe wieder entzündet: Behandlung mit Spüllösungen und Antibiogramm
  • 19.04.-26.04.2018: Behandlung mit passendem Antibiotikum und Spüllösungen
  • 18.05.2018: Entzündete Stelle am Schwanz: Behandlung mit Jodlösung und Prurivet
  • 21.05.2018: Kontrolluntersuchung, weil keine Besserung und Urlaub „droht“, daher wieder Antibiotikum zur Sicherheit
  • 29.05.2018: im Urlaub: Neue entzündete Stelle am Schwanz: Behandlung im Urlaub mit Jodsalbe und Prurivet, Antibiotikum ist alle – klappt gut und heilt wieder ab
  • 01.06.2018: Kontrolluntersuchung beim TA – alles gut gemacht!
  • 14.06.2018: Schon wieder ist die vordere linke Pfote dick – wieder Zugsalbenverband
  • Heute: Abszess eröffnet – viel Eiter, Blut und kleine „Stücke“, die auf irgendwas pflanzliches schließen lassen (Granne, Dorn, Stock o.ä.), das da schon länger drin ist

 

Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch machen soll. Seit Ende letzten/ Anfang diesen Jahres sind wir beinahe im 2-Wochentakt beim Tierarzt. Immer ist irgendwas anderes. Die Menge an Antibiotika, die Esmi in den letzten Monaten bekommen hat, hat mein Ömchen in ihrem ganzen Leben nicht bekommen.

 

Über allen kleinen Erkrankungen schwebt natürlich immer das Damoklesschwert Urothelkarzinom. Das allein macht mir schon so viel Angst.

 

Ich weiß nicht, ob Esmi´s Immunsystem völlig überlastet ist oder ob diese Nebenbaustellen typisch sind bei einer Krebserkrankung?

 

Was kann ich denn noch tun, um ihr zu helfen? Eigentlich soll sich ihr Körper um den Scheiß-Krebs kümmern und nicht um immer wieder auftretende Entzündungen! 

 

Es tut mir einfach so leid, dass sie immer wieder Schmerzen hat und nicht richtig laufen kann oder nicht ins Wasser darf und dass ich sie ständig mit irgendwelchen Salben/ Tinkturen und Verbänden traktieren muss. Wer weiß, wieviel Zeit uns überhaupt noch bleibt?! Die will ich nicht ständig beim Tierarzt verbringen müssen. :(

 

Umso erstaunlicher finde ich es, wie lebenslustig sie bei alledem trotzdem ist. Immer noch steigt sie fröhlich ins Auto, obwohl es in 80 % aller Fälle zum Tierarzt geht. Immer noch möchte sie stundenlang spazieren gehen und baden. Sie ist sogar super freundlich zu anderen Hunden geworden. Man könnte sogar sagen, dass sie in Gegenwart großer (am liebsten schwarzer) Rüden um 6-7 Jahre jünger wird und flirtet, als ginge es um ihr Leben :blink:

 

Alles in allem geht es ihr wirklich gut. Sieht man mal von verbundenen Pfoten und kahl rasierten Schwänzen ab, sieht sie super aus. Okay – sie ist zu dick, aber sie hat ein tolles Fell bekommen seit der Futterumstellung, der Output hat sich halbiert und sogar einige Alterswarzen und harmlose Knubbelchen sind verschwunden.

 

Ende Juni steht die erste Kontrolluntersuchung der Blase an. Ich habe ganz schön Angst davor! Einerseits will ich gar nicht wissen, wie sich der Tumor entwickelt, andererseits würde es mich fertig machen, nicht zu wissen, woher mögliche Symptome stammen, die zukünftig auftreten.

 

Dann lasse ich auch wieder ein großes Blutbild machen. Aber wie gesagt – alle Blutbilder (und es waren einige…) waren immer super.

 

Kann ich vielleicht noch was anderes testen lassen, was auf irgend einen Mangel schließen lassen könnte, was nicht im großen BB enthalten ist?

 

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Ihr Ernährung:

Esmi´s Krebserkrankung steht natürlich im Vordergrund. Seit März bekommt sie nur noch rohes Futter in etwa so:

  • Viel Fett
  • Omega 3 (hauptsächlich Leinöl, Fischöl findet sie bäh)
  • Hochwertiges Eiweiß wg. Aminosäuren – kein Bindegewebe (Geflügel, Wild, Rind)
  • viel Innereien, hauptsächlich Leber (ca. 500g pro Woche)
  • Zum knabbern: Putenhals, Ziegenrippe, Kalbsknorpel, Nüsse, Kürbiskerne etc. – keine künstlichen bzw. verarbeiteten Leckerlis mehr
  • Wenig KH (täglich ca. 200g Obst/Gemüse; 600-700g Fleisch)
  • Gemüse: Brokkoli, Spinat, Karotten, grüne Salatsorten, Brunnenkresse, weiße Rüben, Petersilie, Kohlrabiblätter, Kohl – je nach Saison
  • Äpfel, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Papaya, Kiwi, Birnen, Mango
  • Kein Getreide, Kartoffeln, Reis, Nudeln etc.
  • Keine Milchprodukte

 

Zusätze:

  • Vitamin B-Komplex
  • Hagebuttenpulver
  • Katzenkralle/ Propolis im Wechsel immer wenn die Packung leer ist
  • Goldene Paste (eine Mischung aus Curcuma, Kokosöl, Pfeffer – Rezepte gibt’s im INet)
  • Bierhefe
  • Ipakitine
  • Vitalpilze (Agaricus, Coriolus, Maitake, Shiitake)
  • nach den Antibiotika: Symbiopet und Bactisel
  • Thuja occidentalis C30
  • kurweise Traumeel und Zeel

 

Medikamente: 

  • zurzeit nur Forthyron (2xtgl. 500 mcg)

 

 

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Oh je, Esmi bzw. ihr habt wirklich schon viel durchgemacht. Wie gut, dass sie dein Hund geworden ist und du dich so liebevoll um sie kümmerst. 

Ich schicke euch weiterhin ganz viel Kraft und ein :knuddel

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Das ist ja ne ganz schöne Litanei, die ihr über euch ergehen lassen musstet. :(

Ich wünsche euch von Herzen, dass es mit Esmis Gesundheit steil bergauf geht und drück die Daumen für die Kontrolluntersuchung.

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meine Lucie kam auch mit Ehrlichilose im Gepäck aus Griechenland.

 

Aber sie war da gerade so geschätzt ein Jahr alt.

 

Ich bewundere Euch, schon diese blöde Ehrichilose weg zu bekommen ,kostete viel Geld.

 

Ich drückeEuch auch meine Daumen.

 

Und ich denke, wie viel Glück doch Esmi hat, bei Euch gelandet zu sein.

Esmi kann noch ein Stück glückliches Leben bei Euch erhaschen,wenn auch mit TA-Besuchen.:wub:

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Hoffentlich bleibt das mit der Pfote nun Geschichte. So ein kleiner Fremdkörper kann da ganz schön Rabatz machen. 

Wir drücken für die anstehende Untersuchung alle Daumen die zur Verfügung stehen. Ihr macht das super. Und von Esmi bin ich ganz begeistert, wenn ich so zurück denke was alles nicht ging und jetzt fast selbstverständlich klappt :)

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Oh man, da habt ihr beide schon allerhand hinter euch :(

Ich hoffe dass mit der Pfote wird jetzt endlich abheilen. 

 

Ich finde es wahnsinnig toll, wie du dich um Esmi kümmerst.. Ich wünsche euch beiden noch ganz viel Zeit zusammen und tretet dem sch... Krebs in den Ar... 

 

Emma und ich halten euch die Daumen 

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(bearbeitet)

Ich wünschte, ich könnte irgendetwas Produktives beitragen... So kann ich euch nur ganz viel Kraft, Durchhaltevermögen, guten Mut und Lebensfreude wünschen. Es ist wirklich bewundernswert, wie sehr du dich für Esmi aufopferst und wie ihr das miteinander durchzieht! Hut ab, und alles, alles Gute! Auf ein langes gemeinsames Leben!

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Oh je. :( Das du dir mal alles von der Seele schreiben wolltest kann ich gut verstehen. Ich wünsche euch von Herzen alles, alles Gute ! 

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Vielen Dank für eure netten Worte und Wünsche! 

 

Man macht halt alles, was möglich und bezahlbar ist... 

 

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt :)

 

Heute waren wir mal wieder beim Tierarzt. Die Pfote ist nicht besser geworden. Der Abszess ist wieder zugegangen. Also alles wieder von vorn... Ich weiß ja auch nicht... Aber wenn ich mir anschaue, wie winzig die Teilchen sind, die am Freitag rauskamen lohnt sich wohl ein aufschneiden der Pfote nicht. Kann mir kaum vorstellen, dass da was gefunden wird...

 

Alles Mist! 

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Trauriger Hund - darf immernoch nicht baden gehen...

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Bleibt nur Bauchi kraulen...

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      in Gesundheit


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