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Hundeforum Der Hund
sassi1918

Vermeidung von Hundekontakten & Abneigung ggü. Kindern

Empfohlene Beiträge

Hallo liebe Forumsmitglieder,

 

ich habe mich hier angemeldet, um mich ein bisschen auszutauschen und weil ich gerne aus Euren Erfahrungen lernen würde.

 

Ich habe vor ein paar Monaten eine Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen. Eine kleine Mischlingshündin, ca. 5 Jahre alt. 

Sie muss mehrfach geworfen haben und wohl auch einiges anderes schlimmes erlebt haben. 

 

Sie hat viel gelernt,

bleibt inzwischen alleine, kann die Grundkommandos und das Zusammennleben in der Familie klappt wunderbar. 

 

Nun ist es so, dass sie Hundekontakte komplett ablehnt. Sobald ein Hund ihr zu nahe kommt, knurrt und schnappt sie, sobald Kinder sie anfassen möchten, schnappt sie. 

Im Prinzip kein Problem, da ich alle anderen auf Abstand halte und sie sich von Fremden nicht anfassen lassen muss, aber irgendwie ist es so, das ich das schade für sie finde. 

Ganz selten dultet die Hundekontakte, dass ist allerdings die absolute Ausnahme.

Es ist allerdings nicht so, dass sie nach vorne geht, sondern null Interesse zeigt. 

 

Habt ihr auch so ein Exemplar oder könnt mir von Erfahrungen berichten?

 

Danke schonmal. 

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Meine braucht auch keine anderen Kinder außer meinem  um sich - unterscheidet aber:sind sie ruhig oder haben einen Hund dabei, kann sie sie ignorieren bzw. Wenn sie ein Spielzeug haben, bittet sie auch darum mitspielen zu dürfen. Die anderen hält sie sie selber, wenn sie ihr zu nah sind, mit Bellen fern (wenn ich Kinder nicht vorher ankündige und siean meine Seite nehme oder mit Spiel oder Futter Gegenkonditioniere)

Sie schnappt  nicht und kein Kind kommt auf die Idee unter dem Umständen Streicheln zu wollen.

 

Auf keinen Fall würde ich zulassen, daß Kinder momentan deinen Hund streicheln. Ich würde sie ankündigen und versichern, daß die fernbleiben und alles in Ordnung ist.

Knurren und bellen nie verbieten- sonst hat sie keine Möglichkeiten  Distanz über Kommunikation zu schaffen und muß anfangen taktil zu werden.

Gib' ihr einfach die Sicherheit, daß ihre Individualdistanz nicht unterschritten wird.

Dabei kannst du anfangen, innerhalb dieses Radius die Anwesenheit von Kindern als angenehm zu verknüpfen - indem du sie belohnst- einfach für's Schauen und nicht Schnappen (selbst ins Schnappen einen Keks hineinwerfen hilft)- mit Futter /Spiel oder irgendwas, was sie gerne macht. So werden Kinder auf Dauer mit etwas Angenehmen verknüpft. Der nächste Schritt wäre, daß Kinder selber ein Leckerlie zuwerfen.

Gut möglich, daß der Hund trotzdem später nicht zuläßt, daß sie näherkommen. Das muß er auch nicht. Die Erfahrung, daß er sie mit anderen Mitteln (Knurren/Bellen) bzw. daß du sie verläßlich auf Abstand halten kannst, hilft ihm schon sehr viel weiter, er muß deshalb nicht mehr schnappen.

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Muss sie denn Kindern begegnen? Bzw. wann begegnen ihr Kinder? 

Wenn du sie tatsächlich an Kinder gewöhnen möchtest würde ich tatsächlich wie oben beschrieben vorgehen. 

Man kann zum Beispiel an einem eingezäunten Spielplatz von außen sehr gut "Kinderwatching" machen und belohnen. Da kann man auch sehr gut die Distanz zu den Kindern verringern.  

Klappt da gut würde ich mir als nächstes einen offenen Spielplatz im Park mit Bank in der Nähe suchen. 

Eigentliche Kontaktaufnahme würde ich zunächst mit Jugendlichen und größeren Kindern anbahnen. Immer mit sehr viel positiver Verstärkung. Zuerst Leckerlies, aber später dann vll. auch Ball oder Wurfspiele. 

Kurzum: Sie muss einfach das Gefühl bekommen, dass Kinder etwas super tolles sind. 

Allerdings würde ich immer eine "Vorauswahl" der Kinder treffen. Ein grobmotorischer Dreijähriger wird vermutlich immer ein rotes Tuch für sie bleiben....

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Zu den Kindern stimme ich @gebemeinensenfdazu Zu. 

Ähnlich sehe ich es bei Hunden. Mit dem Alter wollen manche Hunde nicht mehr viel Kontakt, manche sind auch nicht im spielmodus. Dazu kommt, dass deine ein ganzes packet an Erfahrungen mitbringt. 

Meine sortiert mittlerweile auch stark aus. Es wird nicht mehr so viel gespielt, oder auch einfach Desinteresse gezeigt. Dennoch ist es für sie wichtig Hunden zu begegnen (was nicht heißt, dass sie sich beschnuppern müssen. Auch einfach nur beobachten, oder der Spur nachgehen). Wenn ihr einen netten Hundehalter mit einem Hund in der Umgebung habt, bei dem deine den Kontakt duldet, wäre das eine Option vielleicht mal zusammen einen Spaziergang zu machen. Oder auch regelmäßig. Selbst wenn du Hunde dann ihr eigenes Ding machen hat das einen Nährwert für deinen Hund :) achte nur darauf, dass das gegenüber nicht zu penetrant wird. Ein ruhiger Vertreter ist wahrscheinlich eine bessere Option. 

Ansonsten klingt das für mich alles gut. 

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Oftmals werden Hunde ja als Kinderspielzeug angeschafft. Da wird auch nicht darauf geachtet was die Kinder mit den Hunden machen. Wehrt sich der Hund fliegt er auf die Straße oder schlimmeres :angry: Das ist jetzt nur Spekulation, aber sollte sie einen solchen Hintergrund haben, ist die Ablehnung von Kontakten mit Kindern verständlich.

 

Wie ist sie denn überhaupt mit Futter? Wenn sie da eigen ist und zum Futterneid gegenüber von fremden Menschen und Hunden neigt würde ich bei Kinderbegegnungen keine Leckerchen ins Spiel bringen. 

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Hallo, danke für Eure Antworten. 

Ich hatte die Vermutung, dass sie wohl schlimm misshandelt worden ist. Zu Beginn hatte sie massiv Angst, u.a. vor Händen, dass hat sich aber schnell gelegt. 

Ich muss sie nicht an Kinder gewöhnen und schütze sie da, es ist nur so, dass ich mich frage, wieso sie fremde Kinder schrecklich findet, Erwachsene aber toll. 

Aber danke für Eure Ideen. 

Gewöhnt ist sie an Kinder. Also unsere Kinder liebt sie. Liegt aber auch daran, dass hier klare Regeln für beide Seiten herrschen. Sie geht auch auf sie zu und kuschelt bzw. leckt sie ab. 

Mit dem Belohnungssystem werde ich mal testen. Danke.

 

Verspielt ist sie übrigens null. 

Wobei ich glaube, dass sie dass nicht kennt. Es kann sich also noch ändern.

 

Das mit dem Beobachen lassen von anderen Hunden werde ich intensivieren. Ich lasse sie so schon regelmäßig gucken, werde aber mehr zulassen. 

Wir haben bis jetzt zwei Hunde, die sie erträgt, da hat sie also 3 x die Woche Kontakt. 

Ich habe nur manchmal Sorge, dass das zu wenig ist. 

 

Aber dann sehe ich, wie sie sich entwickelt hat und wie glücklich sie hier ist, geht es schon besser. 

Sie ist halt unsere beste Freundin geworden und wir lieben sie. 

 

Leider habe ich beim Abtasten jetzt einen erbsengroßen Knubbel am Gesäuge festgestellt. Er schmerzt noch nicht, aber ich lasse ihn entfernen in 2 Wochen. Laut Tierarzt ist er schon länder da. 

Bin fix & fertig, wir haben sie doch erst 3 Monate und wollen sie so schnell nicht wieder hergeben. 

Sie hat doch schon so viel durchgemacht...

 

Hat wer Erfahrungen mit dem Eingriff? 

 

 

 

 

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Achso, Futterneid ist kein Problem. 

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Fremde Kinder sind einfach fremd, ihre Bewegungsmuster nicht so einschätzbar, die hält sie wahrscheinlich präventiv lieberl fern. Deine Kinder gehören dazu und sie weiß, daß sie freundlich zu ihr sind- das ist ein riesiger Unterschied-bei meinem Hund ist das genauso.

Wegen Knubbel: Die sind genauso oft gurtartig, wie sie bösartig sind. Aber auch bei den fünfzig Prozent Bösartigen ist die Heilungschance groß, wenn sie früh genug entdeckt werden. Sofern nicht sie ganze Gesäugeleiste entfernt wird, ist das auch ein Eingriff, der schnell und gut verheilt.

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vor 4 Stunden schrieb sassi1918:

Verspielt ist sie übrigens null. 

Wobei ich glaube, dass sie dass nicht kennt. Es kann sich also noch ändern.

 

Das mit dem Beobachen lassen von anderen Hunden werde ich intensivieren. Ich lasse sie so schon regelmäßig gucken, werde aber mehr zulassen. 

Wir haben bis jetzt zwei Hunde, die sie erträgt, da hat sie also 3 x die Woche Kontakt. 

Ich habe nur manchmal Sorge, dass das zu wenig ist. 

 

Wir hatten auch mal eine Hündin, die nicht gespielt hat, sie hat es auch nicht mehr gelernt. War halt nicht ihr Ding. Sie war dennoch ein zufriedener Hund :14_relaxed:

 

Mein Hund interessiert sich auch nicht, oder nur selten, für andere Hunde. Ist halt so..Ich finde es gut, wenn ihr dennoch Kontakt sucht, einfach nebeneinander spazieren ist ja auch gut. Wie nah musst du halt rausfinden. 

 

Den fremden Kindern kannst du einfach sagen, dass sie es nicht mag. Wenn sie fragen warum, kannst du ja zurückfragen, ob sie es mögen, wenn fremde Leute sie einfach anpatschen. Das verstehen sie eigentlich immer.

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Danke für Eure Antworten.

Leider haben wir für unsere Maus heute eine niederschmetternde Diagnose erhalten. 

Wir werden die Zeit, die ihr bleibt, noch genießen und solange ihre Pfote halten, bis sie sich entscheidet zu gehen oder wir ihr die Entscheidung abnehmen müssen. :(

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