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Hundeforum Der Hund
Bable

Ich hoffe, hier ist es richtig ...

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Mein Kummer ist gar nicht direkt der Hund, sondern mein Umfeld - Vielleicht kennen ja manche diese Situation. Ich bekomme ständig zu hören, dass ich viel zu weich bin, den Hund verhätschel, ihm viel zu viel Aufmerksamkeit gebe, dass der Hund mich erzieht, mir auf der Nase rumtanzt, ich mir viel zu viel bieten lasse von ihm und dem Hund mal lieber zeigen soll, wer das Sagen hat. Immer wieder bekomme ich Ratschläge zur Erziehung  und wenn ich sie ablehne, weil sie keinen Sinn für mich machen, habe ich sofort Diskussionen. Ich werd sogar schon ausgelacht für meinen Umgang mit dem Hund, da „er mich so ja eh nie Ernst nehmen wird“. Das macht mich inzwischen echt traurig, dass ich Dinge tun soll, bei denen ich mich nicht gut fühlen würde. 

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Zeig ihnen dieses Bild:

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Als Akuma mit 2,5 Jahren zu mit kam, hat "Wer das Sagen hat" sein Vertrauen in Menschen - alle, auch wenn er sie gar nicht kannte, wie mich - nachhaltig zerstört.

 

Ich habe doppelt so lange, also 5 Jahre gebraucht, um das Vertrauen soweit aufzubauen und zu festigen, dass ich sagen kann, ein unbeschwerter Umgang ist nun soweit möglich.

 

Ich bin hier in der Wohnung wie auf rohen Eiern gelaufen, weil der Hund alles als Angriff gesehen hat... ihn versehentlich streifen? Zähne ins Fleisch.

 

Mag extrem sein, aber vielleicht hilft es ja.

Abgegeben würde er, weil er so "dominant-aggressiv" war.

 

Tatsächlich hat er sich von mir auch nichts sagen lassen. Warum auch? Menschen waren ja doof, vertrauen konnte man ihnen ja nicht.

Wenn also so ein Hund mit den "verweichlichten" Methoden nicht völlig Amok läuft...

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Kenne ich... Mein Neuzugang ist leider super unsicher und versucht das zu überspielen, indem er intensiv Nähe sucht und beschwichtigend ankommt. Ich gebe ihm diese Nähe, auch auf dem Sofa oder Bett, wann immer er ankommt bekommt er Zuwendung. Ich sorge durchaus auch für Auszeiten, aber eben nicht, wenn er aktiv Nähe sucht. Wie oft ich höre, der müsse lernen, dass er das nicht darf. Ich solle ihn nicht aufs Bett/Sofa lassen. Ich dürfe ihm keine Zuwendung geben, wenn er angeschleimt kommt:rolleyes: Er dürfe nicht an mir hochspringen... Ich freue mich, wenn er all das tut.

 

 

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@Bable Dein Umfeld muß dir egal sein was das angeht. Ist doch egal was die anderen denken wenn's für deinen Hund und dich paßt. Ich hab auch schon auf blöde Fragen geantwortet "Selbstverständlich geht mein Hund mit mir spazieren und nicht umgekehrt, Gassi gehen ist schließlich für den Hund da und da wird vor allem gemacht, was er will."

Da mußt du drüber stehen und dir nicht reinreden lassen. Dein Hund wird dich viel eher ernst nehmen, wenn du ihn ernst nimmst.

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@HoellenhundeDein Fall ist schon extrem :( hätte das wohl nicht durchgehalten.

 

Von völlig Amok laufen sind wir ja weit weg. Natürlich ist es bestimmt nicht schön anzusehen, wenn der Hund knurrend und wild „beißend“ an mir hängt oder hochspringt. Und natürlich wirkt es „souveräner“ (beeindruckender) wenn der Hund sofort aufhört und das nicht einige Minuten dauert, bis er es nicht mehr versucht. Ich habe mich ja inzwischen auch damit abgefunden, dass ich andere nicht überzeugen kann und vielleicht das ein oder andere als inzwischen „weicher Part“ ausbade.

 

Meine Methoden werden aber sogar gegen mich verwendet: Schleppleine? Da verlernt der Hund das Laufen an der kurzen Leine und zieht jetzt deshalb. Freilauf, wenn er nicht 100% hört? An die Leine bis er 100% hört. Besessenes Löcher Buddeln (eindeutig in dem Moment Übersprungshandlung und für mich ein Warnsignal, dass gerade etwas schief läuft) ? Lass ihn doch einfach, der hört schon auf. Lernt er schon. 

 

Mit solchen Diskussionen/Dingen habe ich zu tun :( 

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Wenn ein "Lies dich mal da und da ein, hab da ein gutes Buch gefunden" oder ein schlichtes "Ich diskutiere da nicht mehr darüber" nicht hilft, würde ich mich von dem Kontakt trennen bzw. auf ein Minimum reduzieren.

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Mich beschlich in den letzten Monaten leider folgendes Gefühl: Je jünger der Hund ist, desto schneller wird man Opfer einer bestimmten Art von Hundehaltern, die zu allem und jedem auf äußerst herabwertende und penetrante Weise ihren Senf dazugeben müssen. Als meine Hündin ein Welpe war, war es besonders schlimm; da wurde mir mindestens einmal am Tag zu Leinenruck, Schnauzgriff, Alphawurf, Futtererpressung, Trittkorrektur und ähnlichem geraten, immer mit dem mitschwingenden Vorwurf, ich sei wohl unfähig und dem Kaliber eines solchen Hundes nicht gewachsen. (Zwei Krönungen: ein Nachbar, der meinte, mein Welpe könne von Natur aus nur auf einen Mann hören, da er mich als Frau gar nicht ernst nehmen würde. Und eine Mopshalterin, die mir die Effektivität des Leinenrucks predigte, während ihre drei Hündchen selbst röchelnd in der Leine hingen.) Jetzt, da mein Mädchen mit fast einem Jahr höhentechnisch ausgewachsen ist, wird das zum Glück weniger. Aber dennoch: Sobald ich sie als Junghund oute, spult manch einer immer noch im Brustton der Überzeugung eine geradezu mittelalterliche Litanei ab, mit einem Habitus, bei dem man sich direkt prinzipiell zum Versager degradiert fühlt. Ich kann deinen Kummer daher gut nachvollziehen!

 

Nicht falsch verstehen: Ich habe auch schon viele Begegnungen gehabt, bei denen ich großartige Ratschläge erhalten habe, von denen ich nachhaltig profitiert habe und für die ich immer noch sehr dankbar bin! Aber diese wurden auf eine ganz andere, viel wertschätzendere und anteilnehmende Art vermittelt. Wie so oft: Der Ton macht die Musik.

 

Vielleicht hilft dir für blöde Kommentare auf der Strecke ja auch die Taktik, dir einen Spaß daraus zu machen, die penetranten Besserwisser charmant, aber bestimmt mit einer schlagfertigen Antwort zu verdutzen. Das mache ich ganz gerne, wenn ich den Schalk im Nacken habe. Es erheitert und hebt die Laune erheblich - und erspart manch eine Diskussion.

 

Wichtig finde ich, dass du zu deiner Erziehungsmethode und eurem Lifestyle prinzipiell stehst und dein Selbstbewusstsein bei solchen Begegnungen nicht ankratzen lässt! Und dass du dir dabei trotzdem die selbtstkritische Reflexion und die Fähigkeit, einen Rat mit Hand und Fuß nicht gleich aus allgemeinem Frust auf andere Hundehalter, sondern nur aus Überzeugung abzulehnen, bewahrst. Das wirkt viel besser gegen Kummer und Sorgen als unnötige Machtspiele, bei denen es auf allen Seiten nichts als Verlierer geben kann.

 

Übrigens: Ich mag gewaltfreie Erziehung sehr. :) Und Kopf hoch! Du bist nicht allein!

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Ja, das kenne ich auch alles! Noch dazu kommen manche dieser Sprüche von meinem Partner. Zum Glück ist Ajan MEIN Hund und wir haben ausgemacht, dass ich ihn erziehe. War schon bei meinem vorigen Barsoi so. Wir haben uns sehr gut verstanden, er hat von selbst viel richtig gemacht. Aber ich musste mir oft genug anhören, dass der Hund mich erzieht. Na und, war zum Teil auch so. Manchmal, wenn Ajan wieder einmal kurz unausstehlich ist, kommen mir heute noch Zweifel.

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@Bable Ja, das kenne ich auch alles! Noch dazu kommen manche dieser Sprüche von meinem Partner. Zum Glück ist Ajan MEIN Hund und wir haben ausgemacht, dass ich ihn erziehe. War schon bei meinem vorigen Barsoi so. Wir haben uns sehr gut verstanden, er hat von selbst viel richtig gemacht. Aber ich musste mir oft genug anhören, dass der Hund mich erzieht. Na und, war zum Teil auch so. Manchmal, wenn Ajan wieder einmal kurz unausstehlich ist, kommen mir heute noch Zweifel.

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vor 34 Minuten schrieb Patlican:

Mich beschlich in den letzten Monaten leider folgendes Gefühl: Je jünger der Hund ist, desto schneller wird man Opfer einer bestimmten Art von Hundehaltern, die zu allem und jedem auf äußerst herabwertende und penetrante Weise ihren Senf dazugeben müssen. Als meine Hündin ein Welpe war, war es besonders schlimm; da wurde mir mindestens einmal am Tag zu Leinenruck, Schnauzgriff, Alphawurf, Futtererpressung, Trittkorrektur und ähnlichem geraten, immer mit dem mitschwingenden Vorwurf, ich sei wohl unfähig und dem Kaliber eines solchen Hundes nicht gewachsen. (Zwei Krönungen: ein Nachbar, der meinte, mein Welpe könne von Natur aus nur auf einen Mann hören, da er mich als Frau gar nicht ernst nehmen würde.  Und eine Mopshalterin, die mir die Effektivität des Leinenrucks predigte, während ihre drei Hündchen selbst röchelnd in der Leine hingen.) Jetzt, da mein Mädchen mit fast einem Jahr höhentechnisch ausgewachsen ist, wird das zum Glück weniger. Aber dennoch: Sobald ich sie als Junghund oute, spult manch einer immer noch im Brustton der Überzeugung eine geradezu mittelalterliche Litanei ab, mit einem Habitus, bei dem man sich direkt prinzipiell zum Versager degradiert fühlt. Ich kann deinen Kummer daher gut nachvollziehen!

 

Das bestätigt irgendwie meine Vermutung, daß viele Leute meinen, mit kleinen Hunden kann man das so ja machen (oder im Fall von Junghund "Der ist noch nicht gefestigt, den kann man getrost noch manipulieren"). Ist der Hund größer überwiegt dann doch oftmals der Respekt. Ist wohl einer der Gründe, warum ich kein Fan kleiner Hunde bin, sie begünstigen anscheinend bei manchen einen katastrophalen Umgang mit ihnen. Ich find's so traurig wie sehr sie teilweise nicht ernst genommen werden. Eine Mindestgröße für Hunde wär für die Hunde selbst wohl oft von Vorteil. Wär wohl Thema für einen eigenen Thread... ;)

 

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