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Hundeforum Der Hund
Patlican

...vom Freilauf zur Schleppleine!

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Zufälle gibt's - aber aus akutem Anlass eröffne ich dieses Thema diametral zu dem aktuellen Thread von @BastisWunderland. Ich könnte nämlich ebenfalls ein paar gute Ratschläge brauchen!

 

Seit wir uns nach einer Woche Schleppleine getraut haben, kennt unsere Junghündin seit dem Alter von 9 Wochen nur die Extreme von Führleine und Freilauf, etwas anderes haben wir im Alltag nie benötigt. Nun müsste es aber für ein paar Tage zurück an die (lange) Schlepp gehen, da die ersten Stehtage nahen, ich sie aber auch ihr Luft- und Spielpensum betreffend nicht von 100 auf 0 herunterfahren und tagelang an die kurze Leine nehmen möchte, der Frust wäre für uns beide zu heftig; denn das tägliche gemeinsame Laufen und Rennen ist diesem Wirbelwind bei Weitem das Allerliebste.

 

Frohen Mutes habe ich mir vor einer Weile schon einmal vorab die lange Schleppleine gegriffen, Mademoiselle im Wald an ruhiger Stelle umgeleint, ihr ein paar Meterchen Leinenlänge als Spielraum und das Kommando "los" gegeben (steht bei uns für Weitergehen allgemein und für einen Wechsel der Leinenlänge, der ihr mehr Raum gibt - normalerweise aber eben nur einige cm) und bin dann ganz entspannt weitergegangen. Aber als sie gepeilt hat, dass sie jetzt WIRKLICH mehr Raum hat, hat sie sich verhalten wie beim Ableinen in den Freilauf (Kommando: "(Da) lauf"). Sprich: Mich begeistert angeschaut und dann mit Vollgas losgewetzt, schnell wie ein geölter Blitz. Das macht sie wie gesagt auch zum Freilaufstart meistens so - erst einmal eine dicke Runde oder einen dickes Wegstück rennen und ihrer Freude ob des freien Rennens damit Ausdruck verleihen, sozusagen als fulminanter Auftakt, bevor sie sich anderen Dingen (zurückkommen, Erkundigungen anstellen, zwei- und vierbeinige Freunde begrüßen etc.) widmen kann.

Es kam, wie es kommen musste: In Sekundenschnelle das Ende der langen Schlepp erreicht, Warnsignal vorher ignoriert, mit vollem Karacho hineingerast (Gottlob mit Geschirr!!), und Patlican, ihre armen zarten Patschehändchen durch die hindurchgepeitschte letzte Schlepplänge völlig verbrannt, über die Knie zu Boden gerissen (denn zum Selbstschutz loszulassen war aus Sicherheitsgründen keine Option).

Wir haben uns natürlich nicht sofort ins Bockshorn jagen lassen und es noch eine Weile versucht. Aber im Ergebnis führte es leider jedes Mal sofort dazu, dass sie mit Wucht ins Ende der Leine rannte und dort dann zog, als wäre sie direkt neben mir (sie ist gerade am Geschirr eine stetige, aber äußerst starke Zieherin), sodass ich Mühe hatte, sie zu halten. Das Experiment Schleppleine habe ich daher dann doch nach einigen Versuchen erst einmal begraben.

 

Tja, aber nun wäre es für uns wirklich eine Erleichterung, wenn wir das für die anstehende Phase oder zumindest für die Zukunft doch irgendwie hinbekommen würden. (Blödes bequemliches Vergangenheits-Ich, ich könnte das Weichei ohrfeigen - doch das Kind ist wohl nun in den Brunnen gefallen... :D) Dieser Tage werde ich also noch einmal meinen Mut zusammen nehmen und mich dem trickreichen Dämon Schleppleine mit unserer Kleinen stellen.

 

Meine Frage: Habt ihr Ratschläge zur Gestaltung des Leinen- und Radiuswechsels und Ideen, wie ich eine so heftige Zündung aus purer Lebenslust wie beim Freilauf dabei verhindere oder unterbreche, ohne die Kleine völlig zu verunsichern? Ich würde ihr den Frust, ins Ende der Leine zu brettern, gerne ersparen - und ohne blutige und brennende Blessuren davonzukommen fände ich ehrlich gesagt auch für mich selbst ganz nett. :blush:

 

Liebe Grüße und danke vorab für alle Hinweise und Ideen! :95_v:

 

PS: Handschühchen als Griffelschutz liegen schon bereit! ;)

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autsch ...

gute Besserung für Deine Hand! ;) 

 

Ich würde die Länge der Leine - die ich dem Hund mit der Schleppi gebe - nur in kleinen Schritten vergrößern, damit sie sich langsam daran gewöhnen kann dass es außer kurzer Leine und Freilauf noch was dazwischen gibt ...

(Vielleicht waren es einfach nur ein paar Meterchen zu viel Spielraum für den Anfang ... ?)

 

Im Übrigen nutze ich persönlich bei längeren Leinen (auch bei der Flexi) gerne Ruckdämpfer, damit wenn der Hund doch mal reinbrettert weder der Hund noch meine Schultern so einen harten Schlag abbekommen.

 

 

 

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Bei uns schleift die Schleppleine. Den Hund damit im Wald zwischen Bäumen herumrennen lasse ich nicht, da ist mir die Verletzungsgefahr zu groß, genauso im Spiel mit anderen Hunden. Deshalb leine ich auch in der Läufigkeit ab und suchen in der Phase bewußt übersichtliche Gebiete auf um sie rennen zu lassen.:)

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Ich hatte meine erste Hündin auch während der Hitze in sehr übersichtlichen Gebieten abgeleint,

dachte mir, die Rüden können ja nicht vom Himmel fallen - und wenn ich sie schon von weitem sehe kann ich meine Hündin heranrufen und anleinen.

 

Das hatte auch immer sehr gut geklappt ...

... bis eines Tages plötzlich ein Hase vor der Nase meiner Hündin aufsprang und mit meiner hochläufigen Dame im Schlepp am Horizont verschwand!

 

Zum Glück war nix passiert, aber DAS Feeling brauche ich kein zweites mal!

Seitdem wurde in den wirklich heißen Tagen konsequent angeleint ... ;) 

 

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Meine ist abrufbar- Kaninchen dauert 10 Sekunden. Sie würde definitiv nicht so schnell zurückkommen, wenn sie hauptsächlich an der leine laufen müßte. Sogar in den Stehtagen ist sie sofort gekommen, obwohl da ihr Lieblingsrüde gewartet hatte und meine Begleitung geistesumnachtet abgeleint hatte.

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vor einer Stunde schrieb Patlican:

Wir haben uns natürlich nicht sofort ins Bockshorn jagen lassen und es noch eine Weile versucht. Aber im Ergebnis führte es leider jedes Mal sofort dazu, dass sie mit Wucht ins Ende der Leine rannte und dort dann zog, als wäre sie direkt neben mir (sie ist gerade am Geschirr eine stetige, aber äußerst starke Zieherin), sodass ich Mühe hatte, sie zu halten.

 

Ich würde es mal so versuchen, dass du die Schleppleine kurz nimmst, also aufgerollt in den Händen tragen und ihr nur die Länge einer "normalen" Leine geben... und dann ohne spezielles Kommando "Los" einfach mal wenn sie zum Beispiel zum Schnuppern stehen bleibt ein Stück mehr Leine geben, aber auch nicht zu schnell zu viel. In der Hoffnung, dass sie versteht, dass sie mehr Raum hat, aber trotzdem an der Leine ist?

 

Edit: Oh wurde ja schon das gleiche geraten :-)

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@gebemeinensenfdazu

Ja, wenn Du Deine Hündin gut kennst und Dir ganz sicher bist spricht ja nichts dagegen. :) 

 

Aber die TE schreibt, dass bei der jungen Hündin zum ersten mal die Stehtage nahen ...

und da würde ich auf keinen Fall dazu ermutigen, evtl. doch den Freilauf beizubehalten.

 

Wer weiß was die Hormone auslösen und wie die Hündin in den Stehtagen dann wirklich reagiert.

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Wie hat meine gute Bekannte immer gesagt....Läufigkeit kommt von Laufen.....ich würde mit meiner Hündin in der heißen Phase keine Experimente wagen und auch nicht drauf zählen, dass sie da immer noch genau so abrufbar ist, wie ohne Läufigkeit. Ich denk, da kommen nochmal ganz andere Triebe mit ins Spiel. Dann lieber die paar Tage in den sauren Apfel beißen und mit Schleppleine gehen.

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Was für eine Schlepp hast du? Femo leiht gern seine aus Biothane aus. Da verbrennt nix. 

Ansonsten: Wickeln und Leine geben abwechselnd. Nicht das Freilauf-Kommando geben. Stop an der kurzen Leine üben. 

 

Bin gerade etwas indisponiert. Daher nur kurz. 

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Schön, dass es auch Leute gibt die das Problem anders rum haben :D:( 

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