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Hundeforum Der Hund
gebemeinensenfdazu

Übungssituation Realsituation- Übertragung und Unterschiede

Empfohlene Beiträge

vor 1 Stunde schrieb Freefalling:

Eine Ausnahme gibt es vielleicht:

@gebemeinensenfdazu

Du hast schon öfter geschrieben, dass deine Hündin bei dem Kommando Seite etwas erwartet und ggfs. misstrauisch(?) wird, wenn du es gibst und “nichts ist“. So nach dem Motto “Was hat der entgegenkommende Mensch an sich, dass ich jetzt an der Seite gehen soll?“

Das kenne ich auch. Wenn ich beim gassi unterwegs nyla stoppen lasse, setzt sie sich hin und wartet, und guckt sich dabei aber erstmal aufgeregt in der Gegend um warum ich sie wohl jetzt stoppen ließ...

Wenn ich das in einer Übungseinheit mache , wo wir sowieso gerade Impulskontrolltraining o.ä. machen, ist sie hochkonzentriert und schaut sich auch nicht groß um, sondern hängt an meinen Lippen, was als nächstes kommen mag....;)

Baue das deswegen jetzt ab und an im normalen gassimodus ein, damit sie das dort als normaler einordnet, und nicht schon mal die Gegend nach Rehen oder Hasen scannt die der Grund fürs stoppen sein könnten:ph34r::D

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Mein deprivierter Hund überträgt sogar von heute auf morgen eher schlecht. Tatsächlich aber kann er gut Transferleistungen zeigen, Yoma eh.

 

Soweit es dem Hund als Kontextlerner überhaupt möglich ist, generalisieren meine Hunde so gut es eben geht.

 

Ich achte lediglich darauf, dass sie erstmal die Chance bekommen zu begreifen und zu verinnerlichen. 

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@Eifelkater du sagst auch „Go“?! :D Juhu, ich bin nicht mehr die einzige ;) 

 

@gebemeinensenfdazu ja, mein Hund unterscheidet meines Erachtens.

 

Anfangs habe ich geübt und war völlig überzeugt, dass man das machen MUSS, damit der Hund hört. War ziemlich sinnlos. Inzwischen bezeichne ich das als reinen Kommandogehorsam/Machtdemonstration und kriege bei dem Wort Übung sogar regelrecht eine kleine Krise. „Geübt“ wird natürlich schon aber derzeit größtenteils situativ. 

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Ja, sobald er anfängt zu ziehen ( was er zum Glück immer nur die letzte fünf Häuser vor der Haustür macht). 

Zum einen hoffe ich damit, das er irgendwann kapiert, dass er nur auf Kommando ziehen soll, zum anderen, wenn er mal Zugsport macht, oder wir Fahrradfahren sollten, hab ich dann zumindest mal ein Anfangssignal....

 

Soviel zur Theorie :lol:

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Meine unterscheidet schon. Aber nicht zwischen Übung und Realität. Sondern eher ob ich konsequenter Übung oder lapidarer Übung (weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll) Allein der ruf zu mir. Im Haus interessiert es Sie null, wenn ich sie rufe. Draußen hört sie ziemlich gut. Wir haben vieles kleinschrittig aufgebaut und durchaus zu Hause angefangen. Dabei geht es aber eher darum, wie @Hoellenhunde schon schrieb, dass mein Hund erstmal versteht, was ich von ihr will. Zu Hause ist dafür mehr Ruhe. Den Abruf habe ich zu Hause angefangen zu trainieren. Draußen im Freilauf wurde der erstmal nicht angewandt. Sie wurde da immer belohnt wenn sie freiwillig kam. Dann würde der Abruf ausgeweitet. Hat nicht sofort perfekt geklappt, aber sie kannte das Prinzip. 

und darum geht es bei mir. 

Was meine nicht erkennt,... Dringlichkeit in meiner Stimme. Vielleicht durch die Koppelung von Übung draußen und Übung drinnen? Weil sie nicht richtig unterscheidet? Wobei ich auch ehrlich gesagt der super entspannte Typ bin und noch nie eine paniksituation hatte. 

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Transferleistung ist immer auch an Differenzierungsleistung gekoppelt- unterschiedliche Leute mit unterschiedlichen Hunden üben auch unterschiedliche Sachen- insofern ist es auch wichtig zu benennen, was man denn so übt und was davon wie transferiert wird.

Ich glaube bei uns hängt es-neben der

a) Reizlage-  mit

b) Ausblendungsvermögen (vielleicht auch Desinteresse) und

c)und dem Motivationspotential der in Aussicht stehenden Belohnung im Vergleich zur Selbstbelohnung zusammen,

ob z.B. ein"Fuß" in einer Übungssituation oder in einer Realsituation, wie z.B. Hundeleckerlietütenbesitzende-Hundehalter-Begegnung eingelöst wird.

Oder natürlich, ob eine Situation als wirklich gefährlich eingeschätzt wird. Dann kriege ich den, "Bist du irre, wir haben jetzt gerade keine Zeit zum Spielen"- Blick ab.

 

Z.B. wenn jemand um den Hundeplatz herumschleicht, würde sie nicht das UO Programm abspulen- es gibt Wichtigeres, das man im Blick behalten muß.

 

In Realsituationen wird immer nach Mustern gesucht. Danach wird entschieden ob "Seite" passt.

Beispiel 1

Radfahrer fährt, behält Tempo bei, - kein Problem, an die Seite gehen wird selbsttätig ausgeführt.  Muster "Weiterfahrer"

 

Beispiel 2

Radfahrer kommt, dreht um, kommt an der nächsten Ecke aus annderer Richtung , bleibt stehen. Muster "verdächtig". Wenn er wieder aufs Rad steigt, wird er kritisch beäugt, aber solange er zügig weiterfährt wäre das in Ordnung. Wenn er da stehenbleibt muß ich Zeigen und Benennen und rechtzeitig an der Seite laufen lassen, wenn es eng ist, müßte ich vermutlich noch gegenkonditionieren, damit der Hund nicht auslöst. Wenn ich gar nichts machen würde, würde sie den verbellen und nicht weglassen bis ich komme. In solchen (seltenen) Situationen leine ich meist an.

 

Beispiel 3

Radfahrer begegnet uns mehrmals auf dem Spaziergang, steigt immer ab und läuft auf Abstand ein paar Minuten hinter uns- "verfolgt" uns quasi regelmäßig. Muster "auffällig"

Sie würde gerne schnuppern gehen um sich zu vergewissern, das kann ich aber schlecht bei einem fremden Mann zulassen also wahre ich Abstand und gebe ihr das "Seite" Signal, u.U. wiederholt. Sie schnüffelt dann am Wegrand und geht mit mir interessiert vorbei, weil der Mann gelächelt hat.

 

Beispiel 4

Hatten wir gerade. Radfahrer stoppt plötzlich aus vollem Tempo direkt in Höhe des Hundes, der auf den Stufen des Fußgängerstegs wartet. Muster "auffällig plötzlich/nah"

Hätte ich nichts gesagt, wäre der Mann verbellt worden, weil er plötzlich ganz nah bei ihr abgestiegen ist und über eine Brücke wollte, wo sonst nur Fußgänger entlanglaufen. Mit einem "Warte" und "Alles gut, mal den Mann vorbeilassen" trat sie zur Seite und beließ es bei 'nem Beschwerde-Knurren.

 

Nur in Beispiel 1 hätte ich ein "Fuß" mit Erfolg verlangen können, weil sie es eben mit Spiel und Freizeit verknüpft.

-------------------------------------------------------

Diese Differenzierung bemerke ich auch bei Kindern. Da sind die Muster, anhand derer sie entscheidet:

Hund dabei?

laut/rennend/schreiend?

Allein oder mit Ausichtsperson?

gehört das Kind zu Freunden?

auf dem Fahrrad?

an einem Ort getroffen, wo bisher Kinder immer in Ordnung waren?

ist eine Begrenzung dazwischen?

Bewegungsmuster und -richtung?

Drinnen oder draußen?

 

Es bringt nichts, wenn ich mich einen halben Tag neben einem Kinderspielsplatz mit ihr stelle und spiele. Da ist ein Zaun dazwischen, die kommen nicht rüber und die sind da immer, "Das gehört so". Daß man da locker daneben spielen kann würde nicht auf das nächste Kind übertragen, das wir so treffen- es kommt auf die Unstände an.

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Diesen Unterschied "leere Übung" und "sinnhafte Verhaltensstrategie" merke ich auch oft, wenn ich sie an uneinsichtigen Stellen bitte auf mich zu warten um gemeinsam zur  Wegbiegung zu gehen. Meistens macht sie das.

Immer macht sie das, wenn sie schon riecht und hört, vielleicht auch sieht(sie läuft ja vor) daß da etwas Auffälliges ist.

Meistens macht sie das , wenn da nichts auffällig ist. Dann geht sie zum Schattenplatz und wartet da. Klar rufe ich sie nochmal heran und wir gehen dann gemeinsam zur Wegbiegung und so- ich versuche das schon zu generalisieren.

 

Dieses Heranrufen Warten/mich Aufholen Lassen/Gemeinsam Gucken ist ja quasi ein "Fuß"- nur gestaltbarere Bedingungen- sie kann auch hinter mir schnüffeln- Hauptsache sie guckt nicht allein . Aber ein "Fuß" würde sie in der Situation nicht so befolgen, wenn irgendwelche Schreie oder Ähnliches verheißen würden, daß da gerade etwas Aufregendes passiert.

 

 

 

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